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11. JULI 2019 – Donnerstag

11.07.2019 | Tageskommentar

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Das ORF-Programm aus Bregenz steht bei uns online! Foto/ ORF/ Bregenzer Festspiele

ORF : Die Bregenzer Festspiele 2019 im ORF =

Wien (OTS) – Mit umfangreicher Berichterstattung bietet der ORF den Bregenzer Festspielen auch heuer eine große mediale Bühne und liefert interessante Einblicke auf allen Kanälen: Im Fernsehen mit ORF 2, ORF III, 3sat und ARD-alpha, im Hörfunk mit Ö1 und ORF Radio Vorarlberg und online auf vorarlberg.ORF.at sowie auf ORF.at, ORF-TVthek, ORF TELETEXT und ORF extra.

Details in unseren „Infos des Tages“

St. Margarethen: Die besten Fotos von der Festspieleröffnung/Premiere Zauberflöte
BVZ – Burgenland

Da die Festspielpremiere nebst Begleiterscheinungen lange gedauert hat und Kritiker auch nur Menschen sind, müssen wir uns mit Promi-Fotos aus der bvz. begnügen.

Nun ist der erste „Kritiker-Mensch“ aufgewacht:

„Die Zauberflöte“ als spektakuläres Märchen
Beeindruckende Bühnenshow, farbenprächtige Fantasy-Kostüme und eindrucksvolle Sänger – so lässt sich die Premiere der „Zauberflöte“ am Mittwoch im Steinbruch St. Margarethen auf den Punkt bringen. Das Publikum spendete begeisterten Schlussapplaus.
https://burgenland.orf.at/stories/3004045/

HEUTE Festspieleröffnung in Mörbisch: Das Land des Lächelns

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ORF 2 überträgt die Premiere zeitversetzt ab 21,05 h.

BAYREUTH: Wurde Krassimira Stoyanova als Elsa ausgetauscht?

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Festspielhaus innen. Foto: Youtube

Eigene Informationen haben wir nicht, aber dem Bayreuther „Kurier“ ist zu entnehmen:

BAYREUTH. Erster prominenter Wechsel in der Besetzung der Bayreuther Festspiele: Die Sängerin Krassimira Stoyanova wird in diesem Jahr nicht die Elsa im „Lohengrin“ singen. Dies bestätigt die Festspiel-Leitung noch nicht offiziell.
Aber auf dem Kalender ihrer persönlichen Website fehlen seit zwei Tagen die Termine aus Bayreuth. Nach Informationen des Kuriers sollen gesundheitliche Probleme der Hintergrund sein. Wer für sie einspringen wird, steht noch nicht fest.

https://www.kurier.de/inhalt.stoyanova-singt-nicht-festspiele-die-elsa-wird-ausgetauscht.3d9ed9fb-3662-4ae3-925c-1a723e617560.html

Bayreuth
Interview: Ein neuer Tannhäuser für Bayreuth – Regisseur Tobias Kratzer im Gespräch mit Joachim Lange

Neue Musikzeitung/nmz.de

Causa Erl/ Kuhn: Kommission bestätigt Belästigungen
Wiener Zeitung
LA Kaltschmid (Grüne): „Das darf sich nie mehr wiederholen!“
Der Grüne Kulturssprecher LA Georg Kaltschmid aus Walchsee zeigt sich betroffen, nachdem die Gleichstellungskomission des Bundes bestätigte, dass der ehemalige Dirigent und künstlerische Leiter der Tiroler Festspiele Erl, Gustav Kuhn, Angestellte sexuell belästigt habe.
https://www.meinbezirk.at/kufstein/c-politik/la-kaltschmid-gruene-das-darf

Nun haben also makellose Moralisten über Gustav Kuhn den Stab gebrochen. An dessen Rückkehr  (nach der Neubestellung der Festspielleitung wäre ohndies nur an Dirigate zu denken) glaube nun selbst ich nicht mehr. Ursprünglich habe ich gedacht, dass auf Zeit gespielt und dann der Herr Haselsteiner als Geldgeber die Sache für seinen Freund (?, da bin ich mir nicht mehr so sicher) richten wird. „Wer zahlt, schafft an“ – heißt ein bekanntes Sprichwort. Nun, Herr Haselsteiner zahlt weiter und ich glaube nicht, dass er das Anschaffen verlernt hat. Aber es geht ihm offensichtlich gar nicht mehr um Kuhn, möglicherweise gar nicht um die Festspiele.  Das Haselsteiner-Imperium steht ja nicht für Kulturmanagement.

Tiroler Festspiele Erl: Morgen, Mittag und Nacht des Lebens

Tiroler Festspiele Erl: Morgen, Mittag und Nacht des Lebens
Die Tiroler Festspiele Erl präsentieren dieser Tage den Dreiteiler „Alm-Trieb“. Zu erleben ist ein kleines Welttheater. Der Almauftrieb des Viehs, der Sommer und der Almabtrieb stehen an drei Abenden für das Leben. Das kein älplerisch lärmendes ist, sondern ein reflektierendes, offenes, subtiles.
Weitere Teile des Dreiteilers am 15.und 22.7.
https://www.tt.com/kultur/buehne/15836015/morgen-mittag-und-nacht-des-lebens

Das Projekt leitet Valentin Lewisch

Insiderinformation: Trotz eher dürftig besetztend Reihen war Almtrieb I künstlerisch ein voller Erfolg. Tolle Uraufführungen, wirlich großartig musiziert und sehr gute Schauspieler, dazu ein wirklich spannendes Video. Es hat alles gut geklappt.

Wien/ Ronacher: Tang Jianpings DIE TAGEBÜCHER VON JOHN RABE


Ensemblefoto (Chorszene). Foto: VBW / Jiangsu Centre for the Performing Arts

Auf einer Tournee durch Europa stellt das ostchinesische Opern- und Tanztheater von Jiangsu – nach Stationen in Berlin und Hamburg – die Oper des angesehenen Komponisten Tang Jianping nun auch in Wien vor. Das Werk behandelt ein traumatisches Ereignis aus China jüngerer Vergangenheit: die als „Massaker von Nanking“ in die Geschichte eingegangene Eroberung der ostchinesischen Stadt Nanking (Nanjing) im Dezember 1937 durch Japan, bei der es zu erschreckenden Gräueltaten der Invasoren gekommen ist. Im Mittelpunkt der Oper steht der deutsche Kaufmann John Rabe, der an der Spitze eines Teams von beherzten Mitstreitern eine „Internationale Sicherheitszone“ zur Rettung der Zivilbevölkerung einrichtet und so das Überleben tausender Bedrängter sichern kann. Bis heute gilt er ob seines mutigen Einsatzes für die Menschlichkeit als eine Art „chinesischer Oskar Schindler“. Von besonderem Wert erwiesen sich seine erst 1996 veröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen, die – zusammen mit den Filmaufnahmen des amerikanischen Pastors John Magee – die brutalen Übergriffe der Besatzer dokumentierten. Der Stoff wurde inzwischen auch verfilmt. Der Film John Rabe, mit Ulrich Tukur in der Titelrolle, wurde 2009 im Rahmen der Berliner Filmfestwochen präsentiert…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

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Foto: VBW / Jiangsu Centre for the Performing Arts

Die Oper „Die Tagebücher von John Rabe“ wurde am 13.12.2017, genau 80 Jahre nach dem Beginn des „Nanjing-Massakers“ im Opernhaus des Jiangsu Centre for the Performing Arts uraufgeführt. Die gesamte Komposition wird wie ein tragischer roter Faden durch Johann Sebastian Bachs Orgelkomposition Passacaglia (und Fuge) in c-moll durchzogen. Das musikalisch wichtigste Thema in dieser Oper aber ist die Liebe, die zu Beginn und gegen Ende der Vorstellung von einem Geiger auf offener Bühne vorgetragen wird und ein Arrangement Bach’scher Kompositionen sowie Melodien, die das chinesische Lebensgefühl widerspiegeln, darstellt. Zahlreiche gewaltige orchestrale Ausbrüche, ohne direkte musikalische Zitate zu verwenden, erinnerten mich stilistisch bisweilen an Schostakowitsch und Mussorgski. Gegen Ende war noch ein kurzes Zitat aus Wagners Ouvertüre zu Rienzi deutlich zu hören. Jedenfalls verriet die Partitur höchstes handwerkliches Geschick und bei allem Eklektizismus doch eine musikalisch eigene Handschrift des Komponisten…

Zum Bericht von Harald Lacina

Zu John Rabe: Trotz seiner Parteimitgliedschaft bei der NSDAP handelte er durch Errichtung einer Sicherheitszone pazifistisch und rette viele Menschenleben. Es war also ein „Nazi“,  der menschlich gehandelt hat und zu einer Art „chinesischer Oskar Schindler“ wurde.

München: Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper: „ERWIN SCHROTT IN CONCERT: TANGO DIABOLO, 08.07.2019

Vor vier Jahren hatte Erwin Schrott das Münchner Publikum mit seinem Konzert „Cuba Amiga“ schon einmal in die musikalische Welt Südamerikas entführt. Das damalige Programm war von Lebensfreude, Leichtigkeit und Spaß geprägt. Bei dem diesjährigen Konzert „Tango Diabolo“ lernte man nun andere Facetten südamerikanischer Musik kennen: melancholische, verträumte und tiefgründige Klänge. Wer nun meint, dieses ruhigere und manchmal auch düstere Programm sei weniger begeisternd als das fröhliche von vor vier Jahren, der irrt. Ein durchdachtes, mit Passion, Liebe zum Detail und auf authentische Darbietung bedachtes Konzept sorgte dafür, dass das Publikum am Ende begeistert und frei von Sorgen des Alltags nach Hause ging…

Zum Bericht von Gisela Schmöger

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS: MAURO PETER: „MOZART-TENOR  –  ABER NICHT NUR!“(Das Gespräch fand am 5.7. im Foyer des Hotels Rheingold in Bayreuth statt). Interview: Karl Masek


Mauro Peter. Foto: Andrea Masek

Die „Aufwärmfrage“: Wie war ihre letzte „Winterreise“ bei der Schubertiade im heißen Juni? War das die erste Winterreise dort?

Nein, es war die zweite dort, und mit Helmut Deutsch, glaube ich, sogar insgesamt sogar schon die fünfte. Es war wieder spannend – ich hab ja auch in Zürich das Winterreise-Ballett von Hans Zender gesungen, diese speziell komponierte Interpretation, da ist vieles sehr anders, da muss man sehr genau zählen, es gibt zum Teil Tonhöhenrückungen, und da muss man schon aufpassen, wenn man nachher wieder den Schubert singt. Da hatte ich schon ein bissel Schiss, wenn ich da aus lauter Gewohnheit  plötzlich einen halben Ton anders singe. Der Helmut Deutsch kann natürlich vieles auffangen, aber wenn ich dann „falsch“ singe? …Das war intensiv – und ich lass mich ja immer gerne überraschen, es ist natürlich nie ganz gleich. Das wär ja auch langweilig! Bei der Schubertiade zu sein, ist immer etwas ganz Spezielles, und trotz der heißen Temperaturen hab‘ ich mich sehr wohlgefühlt bei dieser „Winter-Reise“!…

ZUM INTERVIEW

Riccardo Muti dirigierte in Athen Beethovens „Neunte“ – mit einem zusammengestoppelten Ensemble (Orchester, Chöre etc)

Riccardo Muti kam, dirigierte, sprach – und wurde enthusiastisch gefeiert. Fraglos trat ein bedeutender Maestro unserer Tage im Athener Odeion des Herodes Attikus auf. In einer Zusammenarbeit mit dem Ravenna Festival und unterstuetzt von der Italienischen Botschaft in Athen beschwor die Auffuehrung von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie die europaeische Idee und mehr noch die Freundschaft zwischen Griechenland und Italien. Der Abend begann denn auch mit den beiden Nationalhymnen und endete mit einer leidenschaftlichen, kurzen Ansprache von Riccardo Muti, worin der Neapolitaner die Bedeutung der beiden Laender fuer Europa hervorhob. Bei all dem Bekenntnishaften trat die musikalische Qualitaet fuer die meisten Zuhoerer wohl eher in den Hintergrund…

Zum Bericht von Ingo Starz

Muti ist als Pedant bekannt. Trotzdem lässt er sich auf das Athener Abenteuer ein. Na ja! Aber bei der Wiener-„Cosi“-Neuproduktion wird er wohl alle Akteure – mit Ausnahme der Regisseurin – sekkieren.

LONDON/ Royal Opera House 2018-19 Review: La Fille du Régiment


   Sabine Devieihle & Javier Camarena. Copyright: Tristram Kenton

An Ebullient, Fanciful Layer Cake Abound in Vocal Splendor By Javier Camarena & Sabine Devieihle

Royal Opera House 2018-19 Review: La Fille du Régiment
https://operawire.com/royal-opera-house-2018-19-review-la-fille-du-regiment/

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Unter’m Strich

Die Verwischung der Begriffe «rechts» und «rechtsextrem» ist gefährlich
Jeder bürgerliche Demokrat ist ein potenzieller Nazi, jeder Linksextremist ein guter Kerl: Im «Kampf gegen rechts» bleiben Vernunft und Verhältnismässigkeit zunehmend auf der Strecke.
Neue Zürcher Zeitung

Österreich/ SPÖ-Kandidatenliste für Nationalrat
Rendi-Wagner will Kanzlerin werden – Herr auf wählbarem Listenplatz
Die SPÖ hat ihre Kandidaten für die Nationalratswahl präsentiert: keine Quereinsteiger, aber Jungsozialistenchefin Julia Herr hat Chancen
Der Standard

GB: Meghan: Shitstorm für zickigen Wimbledon-Auftritt
Die Herzogin fiel bei der Tennisveranstaltung auf – und zwar darum.
https://www.oe24.at/leute/royals/Meghan-Shitstorm-fuer-zickigen-Wimbledon-Auftritt/388042364

Zu den beiden politischen Beiträgen möchte ich keinen Kommentar abgeben, zu Herzogin Meghan fällt mir sowieso nichts ein. Harry,  was ist Ihnen da eingefallen?

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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