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11. JULI 2018

11.07.2018 | Tageskommentar

Teatro Colon in Buenos Aires, eines der größten Opernhäuser Welt. Ab heute gastiert dort die Staatsoper Berlin mit „Tristan und Isolde“

Das Teatro Colón gehört zu den berühmtesten Opernhäusern der Welt. Es wurde zwischen 1889 und 1908 erbaut und am 25. Mai 1908 mit AIDA von Giuseppe Verdi eröffnet. Das Haus verfügt über ein Opernorchester und ein Philharmonisches Orchester, ein eigenes Ballettensemble, einen Chor, einen Kinderchor, ein festes Sängerensemble sowie ein Statistenensemble. Zwischen 2006 und 2010 wurde das Opernhaus umfangreich renoviert. Das Teatro Colón hat eine Kapazität von rund 2500 Sitz- und 1000 Stehplätzen.

Am heutigen Mittwoch, den 11. Juli, beginnt mit Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE im Teatro Colón in Buenos Aires, der Heimatstadt von Daniel Barenboim, das dreiwöchige Gastspiel der Staatsoper Unter den Linden und der Staatskapelle Berlin. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim, der erstmals eine Oper im traditionsreichen Teatro Colón dirigiert, ist die Inszenierung von Harry Kupfer, die im Jahr 2000 Premiere an der Staatsoper feierte und auch während der Zeit im Schiller Theater zu sehen war, an insgesamt vier Abenden (11., 14., 18. und 22. Juli) zu erleben. Die Titelpartien singen Peter Seiffert sowie Anja Kampe (11. und 14. Juli) und Iréne Theorin (18. und 22. Juli). Zum weiteren Ensemble gehören Angela Denoke (Brangäne), Boaz Daniel (Kurwenal), Kwangchul Youn (König Marke), Gustavo López Manzitti (Melot), Adam Kutny (Ein Steuermann) und Florian Hoffmann (Stimme eines jungen Seemanns/Ein Hirt). Darüber hinaus singt der Chor des Teatro Colón.

Barenboim mit „Tristan und Isolde“ in Buenos Aires
Heimspiel für Daniel Barenboim: Erstmals tritt der Musiker in seiner Geburtsstadt Buenos Aires als Operndirigent auf
Hamburger Abendblatt

Bleiben wir international: Bericht von Boris Godunow  an der Pariser Oper online

„Boris Godunow“ an der Pariser Oper. Copyright: Agathe Poupeney

Die Premiere dieser Produktion war die letzte der Saison 2017/2018: Regisseur Ivo van Hove  und sein Bühnenbildner Jan Versweyveld lassen die Handlung auf fast leerer Bühne spielen. Nur eine große mit rotem Teppich ausgelegte Treppe führt von der hinteren Bühnenwand nach vorne. Der Raum davor ist wahlweise Versammlungsort des Volkes, Wohngemach des Zaren, Duma oder Gasthaus. Auf die hintere Wand werden Videos projiziert, die die Handlung illustrieren, verschiedene russische Landschaften zeigen oder die wachsamen Augen des Zaren, der sein Volk unablässig beobachtet…

Alles wurde jedoch überstrahlt von der Persönlichkeit des Zaren in der Gestalt von Alexander Tsymbalyuk. Trotz der schlichten äußeren Ausstattung ist er von der ersten Sekunde seines Auftretens an der Herrscher, der mit großer Ernsthaftigkeit und Leidenschaft danach strebt, seiner übermächtigen Aufgabe gerecht zu werden, der aber letztlich an ihr und an seinem Gewissen scheitert. Sein Spiel ist so wahrhaftig, dass man als Zuschauer jede seiner Emotionen mitempfinden kann, den Respekt vor der schweren Aufgabe, das Aufbegehren gegen die Feindseligkeit des Volkes und des Adels, die Liebe zu seinen Kindern, den Stolz auf seinen Sohn, den Thronfolger, seine Gewissensqualen, seine inständige Bitte an Gott, seine Familie zu beschützen und das Annehmen des Tods als Strafe und Erlösung zugleich…

Zum Bericht von Gisela Schmöger

München/ Bayerische Staatsoper: TOSCA mit Starallüren. Mittendrin: Natürlich die Gheorghiu

Ich glaube, Angela Gheorghiu spielt die Rolle, die man von ihr an den Opernhäusern erwartet – die exaltierte Diva, die in der derzeitigen Welle der Gleichmacherei aus der Mode kommt. Aber Gheorghiu hält nach Kräften noch die Stellung.

Triumvirat der Stimmen
„Tosca“ mit Starallüren bei den Münchner Festspielen
http://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-triumvirat-der-stimmen-1.4049022

Bayreuth: Angeblich hat auch Nicolai Gedda den „Lohengrin“ einst kurzfristig abgesagt

Näheres herauszufinden wäre eine Arbeit für unsere Opernhistoriker!

Neu: Andreas Schnabl weiß Bescheid:

Zu Ihrer Frage, ob auch Gedda den Lohengrin in Bayreuth kurzfristig abgesagt hätte kann ich nur soviel beitragen: Gedda sang in Stockholm im Jänner 1966 erstmals den Lohengrin und hat die Partie nach zwei oder drei Vorstellungen zurückgelegt, da er fand, sie würde seiner Stimme nicht guttun. Von der Aufführung existiert eine CD. Gedda klingt toll!

Die nächste Bayreuther Lohengrin-Premiere war im Sommer 1967. Ich kann mir daher nicht vorstellen, daß Gedda „kurzfristig“ abgesagt hätte. Für diese Produktion war meines Wissens Fritz Wunderlich als Lohengrin geplant. Diese sehenswerte Wolfgang Wagner-Inszenierung wurde vor einem Jahr in Prag von seiner Tochter rekonstruiert und ist in der kommenden Spielzeit im November und Februar noch auf dem Programm.

Andreas Schnabl

Auch Heinrich Schramm-Schiessl kann dazu Informationen bieten:

Herr Schnabl hat recht. Definitiv gesichert sind die die Aufführingen im Jänner 1966 in Stockholm. Die CD davon habe ich auch. Ebenso gesichert ist, daß Fritz Wunderlichs Debut in Bayreuth 1967 mit Lohengrin stattfinden sollte, was allerdings durch seinen Tod im September 1966 obsolet wurde. Möglicherweise hatte man dann bei Gedda angefragt. Ob dieser zusagte und dann kurzfristig absagte oder nie zusagte, lässt sich leider nicht feststellen. In jedem Fall gab es 1967 beim Lohengrin ein Kommen und Gehen. Insgesamt 5 verschiedene Sänger sangen die Titelrolle:  Sandor Konya sang die Premiere und hatte keinen sehr guten Abend. In weiterer Folge sangen James King, Jess Thomas, Jean Cox und Hermin Esser.

BREGENZER FESTSPIELE: WIE WIRD „CARMEN“ ERTRÄNKT

Making-of“ der Bregenzer Todesvariante: Carmens Ertrinkungsszene aus allen Perspektiven

 

Carmens Ertrinkungsszene aus allen Perspektiven . Eine gefühlte Ewigkeit lang wird Carmen von Don José auf der Bregenzer Seebühne unter Wasser gedrückt, bis sich nach wildem, vergebenem Um-sich-Schlagen ihr Schicksal besiegelt. Copyright: Bregenzer Festspiele

Carmen stirbt den Ertrinkungstod. Rund 7.000 Festspielbesucher sind Abend für Abend Zeugen und fragen sich: Wie machen die das?

Eine gefühlte Ewigkeit lang wird Carmen von Don José auf der Bregenzer Seebühne unter Wasser gedrückt, bis sich nach wildem, vergebenem Um-sich-Schlagen ihr Schicksal besiegelt. Carmen stirbt den Ertrinkungstod. Rund 7.000 Festspielbesucher sind Abend für Abend Zeugen und fragen sich: Wie machen die das?

Mehr darüber erfahren Sie in unseren „Infos des Tages“

Varna/Bulgarien: Dirigent Erich Binder dirigiert „Der fliegende Holländer“

Varna, bulgarisch Варна) ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer in und nach Sofia und Plowdiw die drittgrößte Stadt Bulgariens.

Die erste Vorstellung findet morgen, am 12. Juli statt!

Komponist und Dirigent Oliver Knussen gestorben: Ein Gigant mit vielen Talenten
Als Komponist vollbrachte Oliver Knussen das Kunststück, sowohl anspruchsvoll als auch ansprechend zu schreiben. Als Dirigent war er einer der Grundpfeiler der zeitgenössischen Musikszene, dirigierte Klassiker der Moderne ebenso wie die Werke junger Kollegen. Am 8. Juli ist Knussen im Alter von 66 Jahren gestorben. Noch im Juni hatte er in Aldeburgh ein Konzert dirigiert.
BR-Klassik

Tiroler Festspiele Erl: Fotos wie auch Berichte aus den beiden ersten Produktionen online

„Die Walküre“. Die Maiden auf den Fahrrad gelten mittlerweile als Kult. Copyright: Xiomara Bender

Mehr Fotos in den heutigen „Infos des Tages“ (Aktuelles), die Berichte finden Sie unter Kritiken

KÖLN FEIERT „200 JAHRE JAQUES OFFENBACH“

Jaques Offenbach auf einem offenbar selbst unterzeichneten Foto. Copyright: Andrea Matzker

Köln feiert „200 Jahre Jacques Offenbach“

Unter dem Motto „Yes We Cancan“ feiert die Stadt Köln im Jahr 2019 den 200. Geburtstag ihres berühmten Sohnes. An der Stelle des heutigen Opernhauses stand früher die jüdische Synagoge, an der Vater Isaak Offenbach Kantor war. Bereits als kleiner Junge half Jakob, der spätere Jacques, seinem Vater bei den Vorbereitungen zum Gottesdienst. Er lernte Geige und Cello und erhielt Unterricht bei einem Kölner Theatermusiker. Als er 14 Jahre alt war, schickte der Vater ihn 1833 nach Paris, damit er am dortigen Konservatorium studieren könne. Fortan arbeitete er als Cellist an der Opéra-Comique von Paris und als Komponist von Walzern und Salonromanzen. Nach Köln kehrte er regelmäßig zurück und verbrachte dort auch die Zeit rund um das Revolutionsjahr 1848.

Mehr darüber unter „Aktuelles“ (Infos des Tages)

LONDON/ Falstaff mit Bryn Terfel

Bryn Terfel. Foto: Catherine Ashmore

London: Bryn Terfel on wine, Wagner and song
The Guardian

Savonlinna: Butterfly’s castle: Puccini soars at Savonlinna
bachtrack

HEUTE PREMIERE IN GUTENSTEIN

 

25 Jahre Raimundspiele:
„Der Verschwender“ in Gutenstein

Zum 25-jährigen Jubiläum der Raimundspiele steht 2018 Ferdinand Raimunds Erfolgsstück „Der Verschwender“ auf dem Programm. Das populäre letzte Werk des Dichters weist eine frappierende thematische Relevanz für die heutige Zeit auf. Prinzipalin Andrea Eckert ist künstlerische Leiterin und steht selbst in der Rolle des Azur auf der Bühne.
Die Regie liegt in den Händen von Veronika Glatzner, Paul und Marie Sturminger zeichnen für Bühne und Kostüm verantwortlich und Michael Kreiner für die musikalische Leitung.

Chris Lohner feiert 75. Geburtstag
Die Dame mit dem unverwechselbaren roten Pagenkopf und der ebenso unverwechselbaren Stimme feiert am Dienstag ihren 75. Geburtstag. Lohners Lebenselixier sei die Neugierde und ein respektvoller Umgang mit Menschen.
https://steiermark.orf.at/news/stories/2923454/

Sensation perfekt! Ronaldo geht zu Juventus Turin

Turiner überweisen unglaubliche 105 Millionen Euro an Real Madrid.
Der Deal des Jahrhunderts ist fix! Cristiano Ronaldo wechselt für 105 Millionen Euro Ablöse von Real Madrid zu Juventus Turin in die Serie A. Der Portugiese erhält einen Vierjahresvertrag, casht bei den Italienern 30 Millionen im Jahr.
http://sport.oe24.at/fussball/international/Sensation-perfekt-Ronaldo

Das sind vertraglich garantierte 120 Millionen Euro, die Ronaldo in den nächsten vier Jahren verdient. Dazu kommen noch Prämien und Werbeeinnahmen.

Wir brauchen uns um ihn also keine Sorgen um Ronaldo mehr machen, es sei denn, er engagiert Boris Becker als Finanzberater!

Einen schönen Tag wünscht

A.C

 

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