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11. FEBRUAR 2021 – Donnerstag

11.02.2021 | Tageskommentar

 

»CARMEN« AN DER WIENER STAATSOPER. PREMIERE IM HAUS AM RING UND AUSSTRAHLUNG AM 21. FEBRUAR –
KS PIOTR BECZALA ÜBERNIMMT ROLLE DES DON JOSÉ. Anita Rachvelishvili (c) Dario Acosta, Piotr Beczala (c) Julia Wesely

An der Wiener Staatsoper gehen die Proben für die Premierenproduktion von Bizets Carmen in der Inszenierung von Calixto Bieito weiter. Die Premiere findet am 21. Februar 2021, 20.15 Uhr, statt – als Liveübertragung in ORF III im Rahmen von »Wir spielen für Österreich« sowie im Stream auf play.wiener-staatsoper.at.

Radio Ö1 strahlt Carmen am 27. Februar 2021 um 19.30 Uhr aus.

Wien/ Staatsoper
Staatsoper: „Carmen“-Premiere nun am 21. Februar
Anita Rachvelishvili ist genesen, Piotr Beczala springt als Don José für den erkrankten Charles Castronovo ein.
https://kurier.at/kultur/staatsoper-carmen-premiere-nun-am-21-februar/401183989

ORF/ Opernball
Auch ohne Opernball heißt es im ORF „Alles Walzer“
Zur Primetime werden Highlights der Übertragungen vergangener Jahrzehnte zum Besten gegeben.
https://www.diepresse.com/5935505/auch-ohne-opernball-heisst-es-im-orf-alles-walzer

Wer war Herbert von Karajan wirklich?
Der Philharmoniker-Chef bediente das Bild eines mondänen Playboys und Perfektionisten. Dahinter verbarg er andere Seiten.

Herbert von Karajan. Foto: Wikipedia

…Wer die Karriere Herbert von Karajans im Kontext seines Jahrhunderts betrachtet, betrachtet auch einen grundsätzlichen Widerspruch: Während alle Autoritäten wankten, errichtete hier jemand ein autokratisch verfasstes musikalisches Imperium auf der Basis herausragenden Könnens in einem Beruf, dessen Merkmal das autoritäre Führen einer Gemeinschaft ist.

Sein Publikum verehrte ihn als Pultstar und kaufte millionenfach seine Schallplatten, große Teile der Fachwelt dagegen ziehen ihn eines Kults des Perfektionismus, machten ihn als „Generalmusikdirektor Europas“ verächtlich, belächelten seine Technikbesessenheit, verurteilten seine politische Blindheit. Seine vermeintliche Unnahbarkeit verstärkte noch die Ressentiments….

Tagesspiegel

Regula Mühlemann spricht über Machtmissbrauch in der Oper

Regula Mühlemann. Foto: Wikipedia

Übergriffe in Kulturhäusern werden derzeit zu einem Thema. Nun hat sich auch die Luzerner Opernsängerin Regula Mühlemann in einem Interview geäussert.

Sie selbst sei nie Opfer von Machtmissbrauch geworden, habe aber schon kritische Situationen erlebt. So sei sie beispielsweise von einem Dirigenten schikaniert worden, nachdem sie ihre Grenzen signalisiert habe.

Mühlemann berichtet auch von Situationen, in denen ein Dirigent mehrmals unangemeldet in die Garderobe hereingeplatzt sein, als sie gerade am Umkleiden war. Obwohl es zu keinen Übergriffen kann, hätte sie ein ungutes Gefühl gehabt. «Jedenfalls hat es mich nicht erstaunt, als er einige Monate später von seinem Orchester entlassen wurde, weil es Missbrauchsvorwürfe gab», sagt sie.

https://www.zentralplus.ch/regula-muehlemann-spricht-ueber-machtmissbrauch-in-der-oper-2007099/

AIDA in Paris: Entwirrung?

Entwirrung kann es in Zeiten wie diesen nur bedingt geben. Wer weiß, welche Situation wir in der nächsten Woche haben. Unsere Informantin Ilona Th. startet den Versuch einer „Entwirrung“:

Sorry, ich muß wohl zurückrudern und die Verwirrung um Aida berichtigen. Auf der Kaufmann-Seite und im Internet standen gestern beide Kanäle mit 21.02., 13.10 Uhr angegeben. Heute nun lese ich auf der Seite von ARTE Cocert das Datum 18.02., 19.30 Uhr. Tut mir leid, ich wollte nicht zur weiteren Verwirrung beitragen! (Zitat Ende).

W.B. fasst langsam – zum Mitschreiben – zusammen

  1. arte conzert 18. Februar 19:30
  2. arte TV 21. Februar 13:10 in Deutschland, 14:05 Frankreich

Kein Problem, in so tristen Pressezeiten (was die Kultur betrifft, ich beneide die Polit-Blogger ) lassen wir uns – auch wegen der Quote – sogar gerne verwirren!

Deutschland
Öffnungsdebatte zum Corona-Lockdown: Kulturpolitik lässt die Maske fallen
Alles liegt auf dem Tisch. Die Inzidenzwerte, die Aerosol-Untersuchungen, die Pilotstudien in Sälen und Theatern, die Hygienekonzepte – alles wissenschaftlich abgesichert. Was jedoch fehlt, sind Entscheidungsträger, die daraus den einzig möglichen Schluss ziehen: Da Kultur erwiesenermaßen kaum bis gar nicht ansteckend ist, darf sie in der Öffnungsdebatte nicht das Schlusslicht bilden.Alles liegt auf dem Tisch. Die Inzidenzwerte, die Aerosol-Untersuchungen, die Pilotstudien in Sälen und Theatern, die Hygienekonzepte – alles wissenschaftlich abgesichert. Was jedoch fehlt, sind Entscheidungsträger, die daraus den einzig möglichen Schluss ziehen: Da Kultur erwiesenermaßen kaum bis gar nicht ansteckend ist, darf sie in der Öffnungsdebatte nicht das Schlusslicht bilden.
https://www.ovb-online.de/meinung/kommentare/lockdown-oeffnungen-kommentar

Es gibt auch Journalisten – leider ist es die Minderheit – die nicht die vorgegebene Meinung nachbeten, sondern sich den Luxus einer eigenen leisten. Diese „Helden“ riskieren sogar, dass sie in der eigenen Zunft geächtet werden!

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Lorenzo Viotti probt für ein Stream-Konzert am Freitag im Wiener Konzerthaus

New online concert on Friday at 20:15!😃🎶

Live from the @wienerkonzerthaus

ZU INSTAGRAM mit Video

 

Bologna:  Kristine Opolais Adriana Lecouvreur Aufnahmen beendet,  am 11. März wird via RAI 5 ausgestrahlt

ZU INSTAGRAM – mit weiterem Foto

Bologna ist die historische Hauptstadt der norditalienischen Region Emilia-Romagna. Abstandsregeln scheinen dort nicht zu gelten. Jetzt frage ich mich, was nun stimmt, was nicht. Die  „Leichenberge in Norditalien“ wurden uns als Horrorszenario vor Augen geführt, die dort ansässigen Menschen als „Todeskandidaten“ bezeichnet und ensprechend bedauert. Bei uns in Österreich müssen wir – wollen wir nicht in des Innenministers Fänge geraten (ich bin gespannt, ob der wegen einer anderen Sache bald „den Aschbacher machen muss“), zwei Meter Abstand halten, was bedingt, dass sich die „Plauderfreudigen“ in der Meidlinger Fuzo aus Distanz eben maskenlos anschreien.

Das „Adriana Team“ ist – nehmen wir es so an – ausnahmslos nedativ getestet, was spricht also gegen den Kuschelkurs? Wie schaut es da mit den Zuständen bei Proben in der WSO aus? Ich werde meine Opernmaus ausschicken!

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 11. – 17. FEBRUAR 2021

 

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

11.2. ARSILDA (aus Prag, Aufnahme v. 12.11.2019) BBC 3-15 Uhr
13.2. DER FREISCHÜTZ (Live aus München) Bayern 4-19 Uhr
RIGOLETTO (aus Stockholm, Aufnahme v. 18.1.1959) ORF Ö1-19.30 Uhr
LUCIA DI LAMMERMOOR (aus New York, Aufnahme v. 8.12.1956) BBC 3-19.30 Uhr
L’ORFEO (aus Kopenhagen, Aufnahme v. 10.3.2020) RAI 3-20 Uhr
GIULIO CESARE (aus Ambronay, Aufnahme v. 289.2019) HR 2-20.04 Uhr
14.2. JENUFA (aus Berlin, Aufnahme v. 13.2.2021) Bayern 4-19.05 Uhr
MARPURGI (aus Marburg, Aufnahme v. 10.10.2020) RAI 3-22.30 Uhr

Wiener Dom-Konzerte im Lockdown: Konzertreihe aus dem Wiener Stephansdom im Radio und Livestream

Das vielfältige kulturelle Livestream-Angebot für Klassikfans erfährt mit der neuen und exklusiven Konzertreihe aus dem Wiener Stephansdom eine bemerkenswerte Bereicherung. Der kirchliche Klassiksender, der mit einem eigenen Studio auf Übertragungen aus dem Stephansdom spezialisiert ist, stellt mit der neuen Konzertreihe namhaften Künstlerinnen und Künstlern den Dom als Kunstraum zur Verfügung. Die Konzerte finden ohne örtlich anwesendes Publikum statt und werden exklusiv auf radio klassik Stephansdom (über DAB+ auch österreichweit) und im kostenlosen Live-Stream auf www.radioklassik.at übertragen.


„Parsifal im Dom“ – ein Festspiel für Wagnerianer

Den Auftakt der Wiener Dom-Konzerte macht am 18. Februar eine ganz besondere Premiere: Der international gefragte Wagner-Interpret Günther Groissböck, der im Sommer 2020 den Wotan in Bayreuth hätte singen sollen, gestaltet mit dem Organisten Manfred Schiebel unter dem Titel „Parsifal im Dom“ einen Querschnitt durch den 1. und 3. Aufzug von Richard Wagners Bühnenweihfestspiel. „Diese einzigartige Parsifal-Suite mit einem der momentan besten Wagner-Sänger und mit der Begleitung der neuen Riesenorgel des Stephansdoms wird sicher Wagner-Fans auf der ganzen Welt faszinieren“, ist sich Chefredakteur (und Wagnerianer) Christoph Wellner sicher.

„Bach und Michelangelo im Dom“ – eine noch nie dagewesene Kombination
Am 25. Februar wird der gefeierte Cellist Martin Rummel eine Auswahl aus den Cello-Solosuiten von Johann Sebastian Bach spielen: „Ich sehe in Formaten, wie diesem Konzert, für Interpreten und Publikum gleichermaßen die Chance, vermeintlich Bekanntes neu zu hören, sehen und empfinden. Alle Bachschen Solowerke sind rhetorische, architektonische und natürlich musikalische Meisterwerke.“ Rummel hat den Schauspieler Jan Thümer eingeladen, die Suiten mit der Lyrik von Michelangelo und der Architektur des Stephansdoms zusammenzuführen.

„Romantik im Dom“ – eine romantische Reise von Arien bis Orgelklang
Den Schlusspunkt dieser Konzertreihe setzt am 17. März eine romantische Soirée. Die israelische Starsopranistin Chen Reiss und der Widor-Experte Peter Frisée, Moderator der Sendereihe „Orgel City Vienna“, gestalten ein romantisches Programm rund um die schier unerschöpflichen Klangfarben der neuen Riesenorgel. Eine „romanhaft“, romantische Reise mit Arien, geistlichen Liedern und Orgelwerken von Bach bis Widor und dem Jahresregenten Saint-Saëns. „Mit der neuen Riesenorgel im Stephansdom, dem Symbol für einen Neubeginn nach Krieg und Zerstörung, zu musizieren macht Hoffnung. Musik und Glaube haben in schwierigen Zeiten eine noch stärkere Bedeutung als sonst. Den Zuhörern durch unsere Kunst und den Klang unserer Instrumente Trost und innere Ruhe zu spenden steht deshalb im Vordergrund unseres Programms am 17. März.“, so Chen Reiss.

Ausstellungen/ Kunst

„Menschheitsdämmerung“: Das LEOPOLD MUSEUM präsentiert 11 Künstler der österreichischen Moderne
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210210_OTS0167/menschheitsdaemmerung

Wenig Parallelen erkennbar: Spanische Grippe ganz anders als Covid-19
1918 bricht eine Grippe-Pandemie aus, die in nur knapp zwei Jahren weltweit 50 Millionen Menschen oder mehr dahinrafft. Weil die ersten Berichte darüber aus Spanien kommen, wird sie als Spanische Grippe bezeichnet und geht als diese auch in die Geschichte ein. Die verheerendste Pandemie des 20. Jahrhunderts wird manchmal mit der aktuellen Corona-Pandemie in Verbindung gebracht. Doch lassen sich wirklich so viele Gemeinsamkeiten finden?

…Eine weitere Besonderheit der Spanischen Grippe und damit auch ein weiterer Unterschied zu Covid-19 ist, dass von 1918 bis 1920 vor allem junge Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren an der Grippe starben. Bei Covid-19 mit dem ursprünglichen Sars-CoV-2-Erreger hingegen kommt es vor allem bei älteren Menschen zu schweren Verläufen, von denen einige schließlich tödlich enden…

https://www.n-tv.de/wissen/Spanische-Grippe-ganz-anders-als-Covid-19-article22323433.html

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“:

EU-Impfstrategie: Ursula von der Leyen räumt Fehler ein – und bleibt doch vage

Das ist passiert: Die EU-Kommissions-Präsidentin steht seit Wochen wegen ihres Krisenmanagements bei der Impfstrategie unter Beschuss. Nun hat von der Leyen Versäumnisse zugegeben: «Wir waren spät dran bei der Zulassung. Wir waren zu optimistisch bei der Massenproduktion. Und vielleicht waren wir uns auch zu sicher, dass das Bestellte tatsächlich pünktlich geliefert wird.» Wie die Massenproduktion angekurbelt werden soll, verriet sie jedoch nicht. Auch zur Kritik an der Verhandlungsstrategie mit Impfstoffherstellern wie AstraZeneca blieb sie stumm.

Zum Bericht

Darum ist es wichtig: Laut von der Leyen wurden bisher 26 Millionen Impfdosen in der EU ausgeliefert und 17 Millionen EU-Bürger geimpft. Dies sind rund 3,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Am Ziel, bis Ende des Sommers 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Europa geimpft zu haben, hält die Kommission tapfer fest. So will sie die Zulassung von Impfstoffen beschleunigen, indem die EU-Arzneimittelagentur EMA einen schnelleren Zugang zu den Daten klinischer Impfstofftests erhält. Für den Ausbau der Produktionskapazitäten wurde laut von der Leyen eine Task Force eingerichtet.

Frankreich
Fast 117-jährige Ordensfrau überstand CoV-Infektion
Sie gilt als die älteste Frau Europas und hat mit fast 117 Jahren eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden: Die französische Ordensschwester Andre. „Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich es hatte“, sagte sie der Lokalzeitung „Var-Matin“.
https://religion.orf.at/stories/3204634/

Österreich
„Krass genug“: Bericht über BVT-Versagen bei Terrorbekämpfung liegt vor
Endbericht über das Versagen des BVT im Vorfeld des Terroranschlags wurde an die Minister übergeben. Versäumnisse wurden „noch deutlicher“.
Kurier

Beginnt heute die Ski-Weltmeisterschaft in Cortina?

An der Verzögerung (eigentlich sollte seit Montag gefahren werden) ist nicht die böse Pandemie schuld, sondern schlicht und einfach das Wetter. „Es kommt immer alles zusammen“ pflegte mein Vater zu sagen.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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