Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

11. AUGUST 2021 – Mittwoch

11.08.2021 | Tageskommentar

Roland Weißmann neuer ORF-Chef

Roland Weißmann wird neuer ORFGeneraldirektor. Der Stiftungsrat wählte den bisherigen Chefproducer mit einer klaren Mehrheit von 24 der 35 Stimmen. Amtsinhaber Alexander Wrabetz wird damit im Jänner 2022 nach 15 Jahren an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abgelöst.

Bis 31. Dezember wird Dr. Wrabetz noch die Geschäfte führen und auch personelle Umstrukturierungen vornehmen. Angeblich ist das im ORF-Gesetz so vorgeschrieben und er kann daran nicht gehindert werden. Was macht der neue Chef dann mit seinem Dream-Team? Die Wrabetz-Leute auszahlen? Das würde teuer kommen und viel politischen Wirbel erzeugen.

In der Privatwirtschaft wäre so etwas nicht möglich. Wenn eine Trennung nicht einvernehmlich erfolgt (als guter Verlierer hat sich Dr. Wrabetz durch die Abqualifizierung seines Mitbewerbers ja nicht eben erwiesen), wird der Gekündigte sofort bei vollen Bezügen freigestellt und darf die Firma nicht mehr betreten, geschweige denn wichtige Personalentscheidungen für die Zeit nach ihm treffen.  Das ORF-Gesetz kenne ich nicht.

Was ändert sich nun für die Staatsoper, der Dr. Wrabetz durchaus gewogen war? Vermutlich nicht viel. Mir wurde gesagt, dass Mag. Weißmann sogar von Staatsopernchef Dr. Roscic in den ORF zu Ö3 geholt wurde. Spinnefeind werden die beiden also nicht sein. Freilich, auf die Quote schauen wird auch der neue Chef sicher müssen! Minderheitenprogramme nach 22 h.

Österreichische Bundestheater/ Kartenverkauf: Culturall wird abgelöst


Foto: Archiv Staatsoper

Ein „Wrabetz-Schicksal“ also auch für Culturall. Die Konkurrenz hat die Ausschreibung gewonnen, Culturall ist ab 2022/23 out! So läuft es eben im Geschäft! Bei Ausschreibungen war ich virtous, aber wenn die Würfel bereits gefallen sind, bevor der Ausschreibungstext vorliegt (maßgeschneiderte Ausschreibungen wie bei der ÖBAG) ist man chancenlos!

Wien
Österreichische Bundestheater setzen auf CTS-Eventim-Unternehmen JetTicket
Die Österreichischen Bundestheater stellen ihren Ticketvertrieb mit Beginn der Saison 2022/23 auf die Software von JetTicket um. Sie löst Culturall ab.
OTS.at/Presseaussendung

Salzburg
Karajan Young Directors Award. Die Camerata als Wond’rous Machine
Die Würfel sind gefallen, der Der 1994 geborene Brite Joel Sandelson hat am Montag, am Ende des YCA Concert Weekend (7.-9.8.) den Herbert von Karajan Young Directors Award entgegen genommen.
DrehpunktKultur

Salzburg
Interview: Ildar AbdrazakovStar-Bassist fühlt sich „wie der Fisch im Wasser“

…Opernsänger sind Sie wirklich nur durch Zufall geworden?
Ich war zwölf, als ich erstmals ein Opernhaus betrat. Und es hat mir gar nicht gefallen. Diese Kunstform hat keinerlei Gefühle in mir geweckt. Am Konservatorium, das ich besuchte, sang ich viel lieber Songs von Frank Sinatra. Da kreuzte eines Tages mein Bruder, der ebenfalls Opernsänger ist, mit einer DVD bei mir auf: „Attila“ von Giuseppe Verdi aus der Mailänder Scala, mit Samuel Ramey in der Titelrolle und Riccardo Muti am Pult. Eine schicksalshafte Begegnung, denn ich habe mich sofort in diese Oper verliebt. 2011 durfte ich diese Partie, ebenfalls unter Muti, selbst singen und Samuel Ramey war Papst Leo der Große.

Ildar Abdrazakov, geboren am 26. 9. 1976 in Ufa in Baschkirien (Ostteil des europäischen Russland). Einer der gefragtesten Bässe der Gegenwart. Debütierte 2001 mit 25 Jahren an der Mailänder Scala, gastiert seither an den wichtigsten Häusern weltweit…

Kleine Zeitung

Gar so zufällig war das freilich auch nicht, immerhin hat er damals schon ein Konservatorium besucht, nur dann dort einen anderen Weg eingeschlagen. Auch scheint die Familie musikalisch zu sein, der Bruder ist auch Opernsänger. Von nichts kommt nichts!

KULTUR.SOMMER.SEMMERING:

HEUTE Mittwoch, 11. August 2021 I 19.30 Uhr I Südbahnhotel Semmering
In Memoriam – Arik Brauer – Timna Brauer, Elias Meiri

 

»Ich war so glücklich mit meiner Frau, mit meiner Familie, mit meiner Kunst und meinem Wienerwald. Aber es gibt eine Zeit, da lebt man, und es gibt zwei Ewigkeiten, da existiert man nicht.«
Mit diesen Worten verabschiedete sich Arik Brauer, als er 92-jährig am 24. Jänner 2021 im Kreise seiner Familie verstarb und die Stadt Wien einen ihrer faszinierendsten kreativen Köpfe verlor. Im Gedenken an ihren Vater wandelt die renommierte Chanson- und Weltmusikinterpretin Timna Brauer im Südbahnhotel Semmering auf den Lebensspuren Arik Brauers, liest aus seiner Autobiographie »Die Farben meines Lebens« und liefert ein ganz besonders persönliches Bild vom Leben und Schaffen des vielseitigen Künstlers, begleitet von Elias Meiri mit den bekanntesten Melodien Arik Brauers.

Donnerstag, 12. August 2021 I 19.30 Uhr I Südbahnhotel Semmering
Eine Pilgerfahrt zu Beethoven: Unendlichkeit – Cornelius Obonya, Florian Krumpöck

Niederösterreich (Perchtoldsdorf) und Wien (Schönbrunner Schlosstheater) Uraufführung LA CORONA von Chr. W. Gluck

 

Teatro Barocco zeigt Opernuraufführung

Ab Donnerstag präsentiert das Teatro Barocco Glucks Opernrarität „La Corona“ und die Uraufführung des 1779 entstandenen Melodrams „Philon und Theone“ von Georg Anton Benda. Gespielt wird in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) und im Schlosstheater Schönbrunn.

https://noe.orf.at/stories/3116348/

Barockoper:  Händels „Siroe“ auf Schloss Greinburg – OÖ

eine empfehlenswerte Aufführung mit Animation etc…

Foto: Anneliese Gottwald

Die Hauptdarsteller allesamt großartige Sänger und Schauspieler – v a Hr Von der Linte als Siroe,  Amelie Müller als Laodice u der österr. Bariton  Matthias Helm als Cosroe– großartig! Das Orfeo Barockorchester (Michi Gaigg) feiert heuer 25 Jahre des Bestehens!  

  https://www.nachrichten.at/kultur/ein-sehenswerter-flug-ueber-die-zeiten;art16,3440379#ref=rss – leider nur Bezahlartikel
Info  – Donaufestwochen im Strudengau – https://www.donau-festwochen.at/programm-2021/oper-auf-schloss-greinburg/

Anneliese Gottwald

Rossini Opera Festival Pesaro
Die Festspiele in „Rossinis Bayreuth“
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/rossini-festival-pesaro-italien-oper-2021-100.html

Königinnen, Propheten und eine Farce beim Rossini-Festival
Deutschlandfunk.de

Das anscheinend bereits tägliche Domingo-Foto

Der Mann ist auf Instagram und Facebook derart umtriebig, das selbst jüngere Kollegen mit mithalten können. Auch der zweite Veteran, leo Nucci, schaut bei günstiger Beleuchtung noch recht gut aus!

Leo Nucci und Placido Domingo wurden in Taormina mit dem „Bellini d‘ Oro 2021“ ausgezeichnet

ZU INSTAGRAM

Biolek forever

Wer eventuell betrübt darüber sein sollte, dass er von dem beliebten Talkmaster nicht persönlich Abschied nehmen konnte, findet in Köln mindestens zwei Örtlichkeiten, wo er sich ihm auch nach seinem Tod ganz nahe fühlen kann.

Alfred Bioleks Grabstätte auf dem Kölner Melatenfriedhof. Foto: Andrea Matzker

Neben seiner Grabstätte auf dem Melaten Friedhof, wo er auf einem idyllischen Platz mit Bänken rundherum im engsten Familienkreis bestattet wurde und neben seinem langjährigen Freund Leo Fritz Gruber an dessen wunderschönem schwarzen Obelisken ruht, gibt es in Köln-Deutz die zauberhafte Bio‘s Bar im Hotel Stadtpalais gleich gegenüber der Lanxess Arena. Sie ist geschmückt mit vielen originalen Zeugnissen und Trophäen seiner langjährigen Karriere, die der beliebte Fernsehmoderator dem Hotel Stadtpalais überlassen hatte.

Biolek in „Bios Bar“. Foto: Andrea Matzker

Ausführlicher mit Fotos und Zeichnungen in unserem Feuilleton

Zum Feuilleton /Von Andrea Matzker und Egon Schlesinger

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 13. August 2021 
DEATH OF A LADIES‘ MAN
Kanada, Irland  /  2020
Drehbuch und Regie: Matt Bissonette
Mit: Gabriel Byrne, Brian Gleeson, Jessica Paré, u.a.

Es beginnt mit Karacho, eine klassische, aber für alle Beteiligten unangenehme Situation: Der Ehemann kommt unvermutet nach Hause und findet seine (jüngere) Frau (Carolina Bartczak)  mit einem sehr jungen Mann nackt im Ehebett.

Alles klar, Scheidung, schon die zweite für den trinkfesten und selbst selten treuen Samuel O’Shea (Gabriel Byrne trägt den Film mit müheloser Selbstverständlichkeit). Und ein Zeitpunkt in seinem Leben, um inne zu halten, zumal er auch – wie man bald darauf bei einem Besuch bei seiner Ärztin (Pascale Bussières) erfährt – an einem inoperablen Gehirntumor leidet. Wie lange noch? Ein paar Monate, vielleicht ein Jahr… Wohl kaum genug Zeit, um noch schnell den großen amerikanischen Roman zu schreiben…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo tritt zurück: Am Dienstag hat der bedrängte Gouverneur des Gliedstaats New York die Reissleine gezogen. Andrew Cuomo kündigte an einer Medienkonferenz an, er werde innert 14 Tagen zurücktreten. Der einst gefeierte Politiker ist nun schneller als erwartet über sein Verhalten gegenüber Frauen gestolpert.
Zum Bericht
Der US-Senat gibt über eine Billion Dollar für Infrastrukturmassnahmen frei: Es ist ein Sieg für Präsident Joe Biden – mit Stimmen aus beiden grossen Parteien wurde am Dienstag ein umfassendes Massnahmenbündel verabschiedet, mit dem Amerikas Infrastruktur repariert und modernisiert werden soll. Der Nachholbedarf ist gross.
Zum Bericht
Menschenrechtsorganisation berichtet von verstörender sexueller Gewalt im Tigray-Konflikt: Amnesty International hat Dutzende von Überlebenden interviewt, die vergewaltigt und brutal misshandelt wurden. Die Organisation spricht von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit – wohl geduldet von höchster Regierungsebene.
Zum Bericht
Mindestens 42 Menschen sterben bei Waldbränden in Algerien: Dutzende von Bränden wüten seit Montagabend in den Wäldern Nordalgeriens. 42 Menschen sind dort seither ums Leben gekommen, unter ihnen 25 Soldaten, die bei den Löscharbeiten im Einsatz waren. Weitere Soldaten wurden schwer verletzt.
Zu den neusten Entwicklungen bei den Waldbränden im Mittelmeerraum
In Schweden bedroht ein möglicher Zement-Mangel Bauwesen und Industrie: Schwedens einziger Hersteller von Zement hat für seine grössten Kalksteinbrüche, die 75 Prozent der Nachfrage decken, nur noch bis Ende Oktober eine Betriebsbewilligung. Danach droht über einem Streit zur Umweltverträglichkeit der Stillstand.
Zum Bericht
Ein Olympiaheld will Waadtländer Staatsrat werden: Die Waadtländer FDP will, dass ihre Staatsräte Pascal Broulis und Philippe Leuba abtreten. Olympia-Medaillengewinner und Judoka Sergei Aschwanden soll für die erwünschte Blutauffrischung sorgen.
Zum Bericht

Wien/ Impfen im „Steffl“

Auszug aus dem Profil: Bald soll im Wiener Stephansdom nicht nur gebetet und gebeichtet, sondern auch gestochen werden – und zwar mit Injektionsnadeln. Im „Steffl“ wird eine eigene Corona-Impfstation eingerichtet. Heute findet die Eröffnung statt, morgen startet der Betrieb. Jeweils Donnerstag bis Sonntag zwischen 10 und 21 Uhr steht der Dom dann nicht nur Gläubigen, sondern auch Impfwilligen zur Verfügung. Für die erhoffte Immunisierung sorgt ein Team aus Maltesern und Johannitern in der Barbarakapelle im Erdgeschoss des Nordturms – das ist der Turm mit der Pummerin, feierlicher geht es in Österreich eigentlich gar nicht…

Womit wird (zum dritten Mal) geimpft?
Experten diskutieren, ob diese Auffrischungen mit den derzeitigen Impfstoffen durchgeführt werden können oder speziell an Delta angepasste Formulierungen notwendig sein werden.
Kurier.at

WHO schlägt Alarm
Westafrika: Tödliches Marburg-Fieber ausgebrochen
https://www.krone.at/2481765

Delta-Variante
Israel: Dreifach Geimpfte an Covid-19 erkrankt
https://www.krone.at/2481277

Ich möchte hier keine Angst verbreiten, im Gegenteil. Ich möchte, dass zur Normalität zurückgekehrt und auf Eigenverantwortung gebaut wird. Die Impfung ist kein Spielgewinner – das merken wir mittlerweile alle. Sie ist ein Milliardengeschäft mit Zukunftsgarantie. Irgendwann werden das auch die Politiker merken, die keine „Blitzgneißer“ sind!

Haben Sie einen schönen Tag

A.C. !

 

 

 

Diese Seite drucken