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11. AUGUST 2020 – Dienstag

11.08.2020 | Tageskommentar


Der Albertina-Direktor fühlt sich missverstanden

Zur Erinnerung: Klaus Albrecht Schröder hat (angeblich) gesagt, dass wir in der derzeitigen Situation andere Sorgen haben als Theater und damit verbundene Theaterbesuche. Das gilt allerdings nicht für sein Museum, das tatsächlich lebenswichtig ist!

Nach dieser Aussage traten die berühmtesten „Theaterkämpfer“, von denen man wochenlang nichts gehört hat und die auch eingeräumte Möglichkeiten nicht genützt haben, auf den Plan und übten sich in Empörung.

Der Albertina-Direktor „relativiert“ nun im Kurier“: Denn im Interview taucht das Wort „Schließung“ mit keiner Silbe auf. Der Albertina-Direktor wollte bloß appellieren – an die Vernunft, wie er dem KURIER sagte: „Meiner Meinung nach ist das basale Grundrecht auf Gesundheit und Unversehrheit höher zu bewerten als Kunst und Kultur. Das ist auch der Grund, warum wir derzeit in der Albertina keine Großveranstaltungen – keine Eröffnungen mit tausenden Besuchern, keine Konzerte und keine Lesungen – anbieten. Weil ich nicht will, dass die Albertina ein Super-Spreader wird.“ Er sei „kein Theater-Hasser“.

Auf Theater verzichten? Albertina-Chef fühlt sich missverstanden
Klaus Albrecht Schröder: „Ich bin kein Theater-Hasser“
Kurier

Staatsopern-Direktor Roscic legt sich mit seinem vis a vis-Nachbarn an (meine Lebenserfahrung: das ist nie von Vorteil) und wirft Schröder  „Hybris, Ahnungslosigkeit und Perfidie“ vor. Mehr darüber morgen!

Ich erlaube mir nun die Meinung der wohl überwiegenden Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher zu vertreten. Diese und auch ich haben im Moment wirklich andere Sorgen als Theater und Museen!

Warum ich mich dann an dieser Stelle so exponiere? Weil es meine Aufgabe ist – freiwillig und unbezahlt!

Eingeschränktes Sitzplatzkontingent im Theater an der Wien

 

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir freuen uns sehr, dass Sie uns über diese schweren Zeiten hinweg die Treue halten und bereits für die Spielsaison 20/21 Ihren Opernbesuch im Theater an der Wien und der Kammeroper geplant haben.

Die Vereinigten Bühnen Wien haben gemäß den Verordnungen der österreichischen Bundesregierung ein COVID-19-Präventionskonzept erarbeitet, um Ihnen ein möglichst sicheres, aber gleichzeitig komfortables Musiktheatererlebnis zu ermöglichen. Demgemäß ist dieses leider mit gewissen Einschränkungen verbunden. Da wir sehr hoffen, dass sich die Pandemie in Österreich weiter unter Kontrolle halten lässt, betreffen diese Einschränkungen vorerst nur alle Vorstellungen im September und Oktober 2020.

Wir müssen daher, basierend auf den derzeitigen Bestimmungen, bedauerlicherweise das Sitzplatzkontingent unserer Theaterhäuser reduzieren. Leider ist es uns mit dieser Einschränkung nicht möglich, allen Besucher*innen den bereits reservierten Platz zu ermöglichen. Aus diesem Grund verlieren Ihre gekauften Karten für September und Oktober 2020 leider ihre Gültigkeit.

Wiener Sängerknaben hoffen auf Hilfe
Solange die Chöre nicht auftreten, steht die Ausbildung der Kinder auf der Kippe. Der Verein rechnet mit zwei Millionen Euro an Einbußen.
https://www.diepresse.com/5850980/wiener-sangerknaben-hoffen-auf-hilfe

 Die IGCK begrüßt die Ankündigung von Finanzminister Gernot Blümel die Fixkosten für Club Kultur und Nachtgastronomie zu 100% zu decken – Weitere Schritte müssen nun rasch folgen =

Wien (OTS) – Vertreter_innen des Sprecher_innenrat der IG Club Kultur, die österreichweite Interessenvertretung für Club Kultur dazu: „Diese Forderung wurde aus der Club Kultur wiederholt gestellt und auch von uns mit Nachdruck vertreten,“ so _willi Hejda. „Die jetzige Ankündigung muss bald in Form gegossen werden, die Zeit brennt, bis 15. September müssen die Ergebnisse bei allen spürbar sein!“, so Tanja Trawniczek weiters. „Der 100% Fixkostenzuschuss ist zudem nur ein Teil der benötigten Lösung. Wir fordern ein maßgeschneidertes Lösungspaket von der Bundesregierung, das Locations erlaubt nach der Krise aufzusperren, wie sie vor der Krise finanziell aufgestellt waren. Kein Raum darf in der Zwischenzeit verloren gehen, Diversität muss erhalten bleiben“, so Sebastian Tomek abschließend…

Das vollständige Forderungspapier findet sich unter:

(https://clubkultur.org/savetherave/)

Ja was denn nicht noch? Hat die Regierung bedacht, was da auf sie zukommt? Eigentlich wollte sie die Menschen schützen – das war die Ausgangsposition. Aber die Menschen sind begehrlich. Die Dankbarkeit bröckelt nun langsam ab, es folgen trotzige Forderungen. Und wer bezahlt das? Verstehen Sie nun, warum ich andere Sorgen habe als Theater und Museen?

Nachbericht zur Eröffnungsgala  bzw. zu „Best of Wagner“ der Weinviertler Festspiele in Mikulov. Diese Woche zwei Premieren: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (am Freitag, 14.8.) und TRISTAN UND ISOLDE (am Samatag 15.8.)

Am 7. und 8. August 2020 gingen, nach der großen Eröffnungsgala am 2. August 2020 in Mikulov, die Weinviertler Festspiele im niederösterreichischen Poysdorf mit einem ganz besonderen Konzert weiter.

Weinverkostung nach dem Konzert (vlnr: Sopranistin Barbara Pichlbauer, Festspielpräsidentin Eva Walderdorff, Mezzosopranistin Kethy Tavardi-Davis-Davis, Kammersänger Thomas Konieczny, Intendant Peter Svensson, Sopranistin Andrea van der Smissen, Musikdirektor Matthias Fletzberger). Fotocredit: Gesine Görlich-Fletzberger

Aus jeweils vier Vorstellungen wurden nun jeweils zwei. Der Grund soll in Problemen mit dem Orchester liegen.

Dabei wäre es ganz wichtig, dass dieses Festival über die Bühne geht. Die Entscheidung darüber liegt beim Publikum! Freitag ist Holländer-Premiere, Samstag wagt man sich über Tristan und Isolde. Zu so einer Veranstaltung gehören eiserne Nerven. Nicht nur auf Befindlichkeiten von Künstlern muss Rücksicht genommen werden, auch auf die Bereitschaft des Publikums, die eingeredete Angst aus dem Kopf zu bekommen. Wenn das alles geschafft ist, dann ist man auf die Gunst des Wetters angewiesen!

So nebenbei muss Peter Svensson auch noch den „Tristan“ singen! Möglicherweise ist das sogar die leichteste Übung!

Das HERBSTGOLD – Festival in Eisenstadt beleuchtet von 9. bis 20. September 2020 das Thema „Traditionen“.

Vom Althergebrachten, von Bilderstürmen und den Reizen des Orients

 

Vom Haydn und sein eigensinniger Schüler Beethoven, aber auch die Einflüsse der türkischen Musik von der Klassik bis zur Gegenwart stehen im Zentrum des umfangreichen Programms mit dreizehn Konzerten, einem Klaviermusik-Marathon sowie eigens geschaffener bildender Kunst, einer Skulptur und Videos. Zu den Höhepunkten zählen Beethovens C-Dur-Messe, Haydns Oper „L’incontro improvviso“, in der sieben Jahre vor Mozarts „Entführung aus dem Serail“ mit dem Exotismus des islamischen Raumes gespielt wird, und die Uraufführung eines Cellokonzerts von Fazıl Say für und mit Nicolas Altstaedt. Weitere Stars wie Marlis Petersen, Sir András Schiff, Julian Rachlin oder Michael Dangl werden ebenso zu erleben sein wie Jazz, Balkan- und Roma Sounds sowie das Kulinarikerlebnis Pan O‘ Gusto. Selbstverständlich sorgt dabei ein klares Sicherheitskonzept für entspannten Kulturgenuss in Zeiten der Pandemie…

…Das umfangreiche Programmbuch enthält nicht nur den Festival-Fahrplan mit allen Veranstaltungen sowie mit Einführungstexten zu den Konzerten, sondern auch wieder einen lesenswerten Essayteil über die tieferen Zusammenhänge im Programm sowie Texte von Stefan Ottrubay, dem Direktionsrat der Esterhazy Stiftungen, von der Musikwissenschaftlerin Eike Rathgeber, die das Verhältnis von Haydn und Beethoven beleuchtet sowie von einem musikalisch-medizinischen Autorenteam, bestehend aus Manfred Hecking, Stefan Fuchs und Petra Munda, die sich mit dem Einfluss von Seuchen und Pandemien auf das Leben von Haydn, Mozart und Beethoven auseinandersetzen, runden die Veranstaltungen ebenso ab wie Interviews mit Nicolas Altstaedt, Fazl Say und Sir András Schiff sowie Näheres zu den Beiträgen von Katrin Plavčak und Tobias Hermeling aus der Feder des Kurators Vitus Weh.

HERBSTGOLD – Festival in Eisenstadt:
9. bis 20. September 2020

Pan O’Gusto im Rahmen von HERBSTGOLD – Festival in Eisenstadt:
12. und 13. September 2020

Nähere Informationen:
www.herbstgold.at
www.panogusto.at

Kartenvorverkauf
Ticketbüro pan.event GmbH
Esterhazyplatz 4, 7000 Eisenstadt
T + 43 2682 65 0 65, tickets@panevent.at
Öffnungszeiten: Mo-Fr von 9 bis 17 Uhr
Oder online unter www.herbstgold.at/tickets

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Angela Gheorghiu wandert in der Schweiz

 

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

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Francesco Meli in der Arena von Verona

ZU INSTAGRAM

Innsbruck/ Festwochen der Alten Musik: Wie Beethoven – nur besser
Ein Zeitgenosse, der sich für Menschen interessierte: Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik eröffnen mit der fulminanten Wiederentdeckung von Ferdinando Paërs Oper „Leonora“. Er beherrschte den komischen Ton ebenso wie den dramatisch erregten.
Sueddeutsche Zeitung

Paërs „Leonora“ bei den Innsbrucker Festwochen: Fidelios kleine Schwester
Münchner Merkur

Information: Verbesserung der Welt 

 

If you would like to pre-order my upcoming Aria CD, please simply contact me personally. If you are curious about any of my recordings and the discoveries I have made, I would be happy to send previews and descriptions. As the release date gets closer, you will all be the first to know. Information under Aria CD 

Buchbesprechung:

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Moshe Zuckermann:
WAGNER
EIN EWIG DEUTSCHES ÄRGERNIS
144 Seiten, Westend Verlag, 2020

Moshe Zuckermann ist emeritierter Leiter des Instituts für Deutsche Geschichte in Tel Aviv und blickt auf eine große Anzahl von Veröffentlichungen zurück. Meist stehen die Deutschen und die Juden im Zentrum seiner Betrachtungen, diesmal ist es Richard Wagner. Und man kann annehmen, dass seine Meinungen bei der orthodoxen Bevölkerung im heimatlichen Israel nicht eben auf große Zustimmung stoßen werden. Denn Zuckermann bläst nicht ins übliche Horn, sondern gibt höchst widerständige Ansichten von sich.

Der Autor stellt die grundlegende Frage gleich zu Beginn: „Noch einmal Wagner?“ fragt sich zumal der kundige Wagner-Fan, wenn er „Wagner – ein ewig deutsches Ärgernis“ angekündigt bekommt. Schließlich ist zu dem Thema, Zitat aus dem Buch, „genügend Historisches, Politisches, Musikologisches und Kunstphilosophisches, Ideologiekritisches und Polemisches, Bewunderndes und Gehässiges, Musiktheoretisches und Feuilletonistisches“ geschrieben worden. Ja, das fasst es etwa zusammen…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

WHO: Ohne ständigen Druck kehrt Virus immer wieder
Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird es bis auf Weiteres immer wieder zu steigenden Corona-Zahlen kommen. “Man kann es eine zweite Welle nennen, man kann es eine zweite Spitze nennen, man kann es ein Aufflammen nennen, man kann es nennen wie man will – nimmt man den Druck von diesem Virus, kommt das Virus zurück”, sagte WHO-Experte Michael Ryan am Montag in Genf.
Vol.at

Das soll so weitergehen? Dann sperren wir die Welt besser gleich zu!

Fußball Österreich: Baumeisters Zeit bei Admira wieder vorbei
Die vierte „Ehe“ zwischen Ernst Baumeister und dem FC Flyeralarm Admira hat nur zwei Monate gehalten. Der Bundesligist gab am Montag die Trennung von seinem Sportdirektor bekannt, der erst seit Anfang Juni im Amt war. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt sei man bei der „künftigen sportlichen Perspektive und Ausrichtung“ nicht auf einen grünen Zweig gekommen, so die Admira in einer Aussendung.
https://sport.orf.at/stories/3065654/

Mir geht es wie dem alten Kaiser – mir bleibt nichts erspart. Der Ernstl ist mir symphatisch – aber bei „meiner“ Admira-Wacker leider wieder einmal Geschichte. Zum vierten Mal übrigens, ewig ist bei Admira-Wacker so gut wie gar nichts!

Dafür steht Stefan Maierhofer ante portas – als Spieler wohlgemerkt (obwohl er auch schon das Alter für den Sportdirektor hätte , nämlich 38). Sympathisch war mir der „Lange“ nie, nun muss ich ihn in mein Herz schließen! Das heißt, in mein Herz geschlossen habe ich ihn bereits in Tirol bei der Abstiegsschlacht zwischen WSG.Tirol und Admira-Wacker. Das 0:0 hielt Admira-Wacker in der Liga, – und Maierhofer im Tirol-Dress vernebelte die besten Chancen! Jetzt hat er die Seite gewechselt!

(M)ein traurig Los…

Was hilft’s? Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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