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11. APRIL 2022 – Montag

11.04.2022 | Tageskommentar

Neue Sicht auf Elsa! Jacquelyn Wagner als Elsa und Eric Cutler als Lohengrin. (Foto: Ruth Walz)

Nicht nur Gott, auch Merker-Heft-Chefin Dr. Sieglinde Pfabigan ist Zeuge: Über den Charakter der Elsa habe ich mir bereits vor fast 30 Jahren so meine Gedanken gemacht. Ich kannte die Merker-Heftchefin damals überhaupt nicht, wir trafen einander im Cafe Eiles und mussten sogar ein Erkennungszeichen vereinbaren. Ich tanzte damals mit einer Sängerin an, die wenige Tage davor die Elsa an der Staatsoper gesungen hat und mit der Merker-Kritik nicht zufrieden war. Provozierend eröffnete ich das Gespräch und stellte Elsa als Figur total in Frage. Mit so einer naiven Person würde ich es nicht einmal eine Woche lang aushalten („lohengrin“ toppt mich da, denn er entfloh nach einem Tag).

Nun, die Merker-Chefin wie auch die Sängerin empfanden das ganz anders, für sie ist Elsa eine „Lichtgestalt“. Gut, soll sein, mit der Provokation hatte ich mein Ziel erreicht und die Damen waren geeint gegen mich.   Wie das Gespräch weiterging, ist in diesem Fall unerheblich, jedenfalls war ich daraufhin Mitarbeiter beim „Merker“ – aus dem sich später der „Online-Merker“ entwickelte.

Als Kriminelle wollte ich „Elsa“ damals aber auch nicht sehen, die Zeit war für solche Deutungen damals nicht reif!

Nun ist sie es anscheinend! Ich kann daher der neuen Sicht schon etwas abgewinnen (ohne die Inszenierung zu kennen). In Salzburg ist „Lohengrin in einer Woche abgespielt und interessiert nicht mehr, in Wien wird er ein Thema

Machen Sie sich selbst ein Bild aus den Kritiken. Je weiter wir westlich kommen, desto mehr Verständnis bringen die Kritiker für diese Sichtweise auf. Sie wissen schon, das berühmte deutsche „Feuilleton“, das uns Ösis meist als rückständige Depperl behandelt:

„Lohengrin“ bei Osterfestspielen Salzburg als Thriller
Nicht ganz im Sinne Wagners wollte allerdings das Regietrio Jossi Wieler, Anna Viebrock und Sergio Morabito handeln. Sie wollten das Werk nämlich als Thriller inszenieren, in dessen Zentrum ein sonst wenig beachteter, vermeintlicher Mordfall steht: die Geschichte von Thronfolger Gottfried, der nicht vom Spaziergang mit seiner Schwester zurückkehrt. So wurde aus der sonst hilflosen und zu Unrecht beschuldigten Elsa kurzerhand eine kaltblütige und machtgeile Täterin.
https://volksblatt.at/lohengrin-bei-osterfestspielen-salzburg-als-thriller/

Thielemanns letzte Osterfestspiele
Es ist sein Abschied: Christian Thielemann hat am Samstag zum letzten Mal als Künstlerischer Leiter der Salzburger Osterfestspiele eine Premiere dirigiert. Wagner natürlich, passend zu Thielemanns Markenkern. Das Regieteam ist dagegen weniger typisch für die Osterfestspiele, wo man sich bislang sehr konservativ gab – schließlich sind die Tickets extrem teuer, es gibt auch kaum Förderung vom Staat. Ob die Regisseure Jossi Wieler und Sergio Morabito den Geschmack der traditionellen Kundschaft getroffen haben?
BR-Klassik.de

Krimi im Orchestergraben
Christian Thielemann triumphiert bei seinen vorläufig letzten Salzburger Osterfestspielen mit Wagners „Lohengrin“.
Von Kirsten Liese
Tagesspiegel.de

Wagner entzaubert und auf den Kopf gestellt
„Lohengrin“ bei den Osterfestspielen Salzburg: musikalisch transparent, szenisch verkehrt.
WienerZeitung.at

Nicht nur Elsa schwankt hier der Boden
https://www.diepresse.com/6123714/nicht-nur-elsa-schwankt-hier-der-boden

Der Schwanenritter vom Wienfluss
https://kurier.at/kultur/der-schwanenritter-vom-wienfluss/401969066

Salzburger Osterfestspiele: Weiche Schale, harter Kern
Jossi Wieler und sein famoses Team deuten in Salzburg Wagners „Lohengrin“ neu. Mit subtilen Verweisen auf die Gegenwart.
SueddeutscheZeitung.de

„Lohengrin“ bei den Osterfestspielen: Versuch über einen Kriminalfall
In Salzburg läuft Wagners Oper als szenisch mit Ideen überfrachteter Krimi über einen rätselhaften Todesfall
DerStandard.at

Eklat an der Staatsoper: Roščić verbietet Buhrufe
Bei der Generalprobe zur Neuinszenierung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ wurde Missfallen bekundet.
http://www.diepresse.com/6124113/eklat-an-der-staatsoper-roscic-verbietet-buhrufe

Jetzt kenne ich mich nicht ganz aus: Die Generalproben werden unter der Direktion Roscic für u27-Publikum angeboten und freigehalten, nicht für die reaktionären  „Operngreise, von denen Buhrufe in deren bereits geistiger Abgeschiedenheit zu erwarten wären. Nun buhen sogar schon die „U27“?

Volksoper im Casino am Schwarzenbergplatz: Schoenberg in Hollywoood – „Zu viel Biographie, zu wenig Oper?“ am 9.4. 2022 (Dominik Troger)

Marco Di Sapia, Lauren Urquhart ist ein „Girl“. Foto: Barbara Palffy/ Wiener Volksoper

Seit 2017 bespielt die Volksoper einmal im Jahr das Kasino am Schwarzenbergplatz und nützt die Räumlichkeiten für zeitgenössisches Musiktheater. Dort gelangte jetzt – wegen COVID um zwei Jahre verschoben – die Kammeroper „Schoenberg in Hollywood“ zur Europäischen Erstaufführung.

http://www.operinwien.at/werkverz/machover/aschoenberg.htm

Dominik Troger/ www.operinwien.at

Wiener Volksoper im Kasino am Schwarzenbergplatz: „Schoenberg in Hollywood“ – ein Kabinettstückerl in Zwölftonmanier (9.4.2022)
Als ein bedeutender Komponist ist er in die Annalen der Musikgeschichte eingegangen. Doch als Schöpfer der Zwölftonmusik wird er nicht gar so übermässig geliebt – anno dazumal wie beim heutigen Publikum. So oder so, eine Geistesgröße ist er gewesen: Arnold Schönberg, 1874 in der Wiener Leopoldstadt geboren, 1951 in Los Angeles gestorben. Der 1933 vor den Nazis rechtzeitig in die USA Geflüchtete mag im Exil nicht wirklich glücklich geworden sein, doch als ein schon besonders von innerer Kraft beseelter Musiker hat er seine Spuren hinterlassen.
Zum Bericht von Meinhard Rüdenauer

„Schoenberg in Hollywood“: Gleich zwei Komponisten für legendäre zwölf Töne (Bezahlartikel)
Kurier.at

„Schoenberg in Hollywood“: Komponistenleben im Schnelldurchlauf
Die Volksoper zeigt Tod Machovers Kammeroper im Kasino am Schwarzenbergplatz
DerStandard.at

LINZ / Musiktheater:  PARSIFAL. 9. April 2022 (Premiere 12. März 2022)

Martin Achrainer (Amfortas) und Chor. Foto: Landestehater Linz / Reinhard Winkler

Da die liebgewonnene Tradition, zu Ostern eine Aufführungsserie von Richard Wagners Bühnenweihfestspiel anzubieten, von Staatsoperndirektor Bogdan Roscic abgeschafft worden ist (kommt demnächst die Fledermaus zum Jahreswechsel an die Reihe?), trifft es sich gut, dass heuer in Linz eine vortreffliche Neuproduktion dieses Werks dargeboten wird. Die Berichte über die Linzer Premiere vom 12. März – der Online Merker berichtete darüber – sind voll des Lobes, vor allem was die musikalische Seite betrifft. Daran hat sich nichts geändert. Das Bruckner Orchester unter der Leitung von Markus Poschner lässt eine klare, ausgewogene Gestaltung der seelenvollen Musik erklingen. Da es im Parsifal wenig Handlung gibt, spielt sich das Meiste ohnehin in der sinfonisch strukturierten Partitur ab. Dabei geht es Wagner in seinem letzten Werk aber nicht so sehr um dramatische Zuspitzungen, sondern um die feine Ausgestaltung der Übergänge, um die Beschreibung innerer Konflikte und Befindlichkeiten sowie um die Schilderung der wunderbaren Natur. Poschners analytische Herangehensweise führt zu einem transparenten, nie zu üppigen Klang und bietet so den Sängern und der Sängerin auf der Bühne beste Entfaltungsmöglichkeiten, die auch entsprechend genutzt werden.

Die Regie des Linzer Schauspieldirektors Stephan Suschke lässt kein explizites Interesse an einer Deutung erkennen…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Sehr geehrter Herr Simon Stone ! (von Kurt Vlach)
Betrifft – Wozzeck am 3.4.2022 / Staatsoper Wien

Ich wende mich an Sie mit einigen Fragen zu der oben angeführten Produktion – ich hoffe, dass Sie die Zeit haben werden diese bei Gelegenheit zu beantworten.

Da wir uns persönlich nicht kennen möchte ich mich kurz vorstellen – ich bin ein regelmäßiger Besucher der Wiener Staatsoper, zahle meine Eintrittskarten selbst und stimme daher mit meinem eigenen Geld ab – ich nehme mir das Recht heraus nur Produktionen (wieder) zu besuchen, die mir auch gefallen (aus diesem Grund genügte mir die TV-Übertragung der Traviata – ich möchte nicht unbedingt Geld ausgeben um die Violetta in Gummistiefeln vor einem Traktor zu sehen). Da ich das Stück auch gut kenne (ich bin nach wie vor ein großer Freund der vorherigen Inszenierung) schaute ich mir auch nicht diverse Einführungsvideos an – warum auch? Wie schon angesprochen, ich kenne das Stück und mir sind auch einige Anekdoten von der Wiener Erstaufführung bekannt, wo ein Philharmoniker seinerzeit meinte „Bei der Oper müssen’s nach dem ersten Akt neue Freikarten ausgeben“. Sie wissen wahrscheinlich (ich bin mir nicht sicher, ob Sie als Regisseur die musikalische Struktur der Oper interessiert), dass sich der erste Akt aus fünf Charakterstücken zusammensetzt, zu denen Suite, Passacaglia und Rhapsodie zählen, der zweite Akt de facto eine fünfsätzige Symphonie ist und der dritte Akte aus sechs Inventionen besteht. Dass Alban Berg nur 15 von insgesamt 27 Szenen aus Georg Büchners Theatermanuskript verwendete und diese mit insgesamt 12 Verwandlungsmusiken miteinander verknüpfte.  Aber ich schweife ab..
Nun zu meinen Fragen bzw. Anmerkungen.

Weiterlesen (Kurt Vlach)

Eugen Onegin an der Opéra de Lausanne am 8.4.2022

Auszug aus dem Bericht von Marcel Emil Burkhardt: ...Die Ankunft von Lenski und seinem Freund Onegin veranlasst Tatjana, sich in einem baufälligen Pavillon zurückzuziehen, wo sie ihren berühmten Brief schreiben wird, den der Empfänger ihr in einer Geste seltener Ehrerbietung zurückgibt.

Foto: Opéra de Lausanne

Im zweiten Akt wird der Aufstand mit voller Wucht losgetreten. Die Kuppel verwandelt sich in eine Kanonenöffnung, auf der Tatjana wie eine Muse sitzt und eine sehr seltsame Mütze trägt. Der letzte Akt führt uns zu den monumentalen Statuen von Lenin und Stalin, deren Sockel einer kleinen Ratte auf Stacheln weichen wird. Am Ende tauchen ein paar verschlafene Partygäste auf, gedrängt von einem verzweifelten Onegin, der die steife, knabenhafte, in leuchtendes Rot gehüllte Tatjana umarmt, die ihren verachteten Verehrer von den Wachen abführen lässt, bevor sie ihrem Mann gegenübertritt, der wie ein furchterregender Richter in der Tür steht…

Zum Bericht von Marcel Emil Burkhardt

Wien/Staatsoper/ Carmen: „Micaela“ mit der Ukraine-Flagge

Sängerin @olga_kulchynska_soprano als Micaela und die russische Mezzo Sopranistin @annagoryachova als Carmen umarmen sich nach der Vorstellung am 8.4.2022 an der Wiener Staatsoper. Sehr bewegend!

 

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Wiener Staatsoper: „Der Rosenkavalier“. Solovorhang für den „Ochs“

Günther Groissböck als Baron Ochs auf Lerchenau an der Wiener Staatsoper. Bestmögliche Besetzung dieser Rolle in Strauss‘ Rosenkavalier… (H.L.)

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Zum „Rosenkavalier“ am Sonntag: Norbert Ernst stand in der Rolle des „Sängers“ auf der Bühne. Seit Johan Botha gab es meines Wissens nach niemand, der Tannhäuser und Rosenkavalier-Sänger zur gleichen Zeit singt.

Norbert Ernst hat herausgefunden dass er seit Rudolf Lustig (im Oktober 1957) der erste in Wien geborene Tenor ist, der Tristan in Wien (an der Kammeroper letztes Jahr) sang!!! Sehr amüsant – erst LUSTIG und dann ERNST 😁

Nach Distanzierung: Darf Netrebko am Mariinski-Theater singen?
Zu den „Weißen Nächten“ am Mariinski-Theater wurde sie laut der russischen Nachrichtenagentur „Tass“ eingeladen. In Deutschland hatte der „Bayerische Rundfunk“ zuerst darüber berichtet. Die „Weißen Nächte“ finden von Ende Mai bis Ende Juni statt, das Programm und das Datum ihrer Auftritte wurde noch nicht veröffentlicht. An dem Ort, wo ihre Karriere begann, scheint Netrebko also weiter willkommen. Am St. Petersburger Konservatorium absolvierte sie ihr Gesangsstudium. Später folgte am Mariinski-Theater ihr erstes festes Engagement. Das Theater wird von Valery Gergiev geleitet, der als Entdecker Netrebkos gilt.
NDR.kultur.de

Fritz Krammer hat recherchiert: Sie ist seit ein paar Tagen mit Schwester und Sohn auf Kulturtrip in Ägypten – Kairo, er singt in Monte Carlo ab dem 22. April den Des Grieux – Manon Lescaut.
https://www.opera.mc/fr/saison2021-2022/manon-lescaut-175

Baden-Baden: „Pique Dame“: Tschaikowsky mit Fesselspielen
Seit drei Jahren haben die Berliner Philharmoniker nicht mehr im Orchestergraben des größten deutschen Festspielhauses gesessen. Bei den Baden-Badener Osterfestspielen hat es überhaupt noch nie eine szenische Neuproduktion mit Kirill Petrenko gegeben. Am Samstag war es soweit: Für Tschaikowskys „Pique Dame“ durfte Petrenko wieder als Operndirigent mit einem Regieteam zusammenarbeiten – in diesem Fall Moshe Leiser und Patrice Caurier. Doch konnte das hochkarätige Team die hohen Erwartungen erfüllen?
BR-Klassik.de

Die Mailänder Scala Instagram feiert LUIGI ALVA zum 95. mit einer Bilderreihe. Fast ein Ratefoto. Gefunden von Fritz Krammer

Tanti auguri a Luigi Alva che compie oggi 95 anni. Il rapporto tra il nostro Teatro e il tenore peruviano nasce alla Piccola Scala nel 1955 con Il matrimonio segreto e dura fino al suo ultimo concerto del 1982. In questi trent’anni è protagonista indiscusso delle principali produzioni rossiniane.

 

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WIEN / Scalarama („Theater im Untergrund“ – Kleiner Raum des Theaters Scala):
UR-FAUST. EIN SPEKTAKEL
nach Goethe in der Fassung von Anselm Lipgens
Premiere: Sonntag, 10. April 2022

Foto: Bettina Frenzel

Theaterleute können es nicht lassen. Sie wissen, wie wichtig „Räume“ fürs Theaterspielen ist, und können es nicht lassen, stets neue zu suchen. Tatsächlich hat Bruno Max einen neuen gefunden. Es handelt sich um einen großen, langen, gewölbten Keller unterhalb seines Theaters Scala in der Wiedner Hauptstraße, der adaptiert und als „Scalarama“ vorgestellt wurde. Nach dem Einstand mit dem „Zerbrochnen Krug“ war nun Goethe an der Reihe – und der zieht immer. Eine ausverkaufte Premiere.

Die Frage zuvor, wie das einst war mit den „Kellertheatenr“, so benannt,  weil einige der ersten – das Experiment am Liechtenwerd etwa – tatsächlich in tiefen Kellern zu finden waren. Damals sah man dort Dinge, die zu dieser Zeit wirklich neu auf das Publikum zukamen. Dann haben ja die großen Häuser das, was früher als „Experiment“ am Theater galt, an sich gerissen und sich selbst Nebenschauplätze erinnert. Warum braucht nun eine Mittelbühne wie die Scala noch einen „Experimentier-Raum“?

Zum Bericht von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Macron gewinnt ersten Durchgang – Prognosen sehen ihn in der Stichwahl vor Le Pen
Frankreich hat gewählt. Präsident Emmanuel Macron wird in der Stichwahl am 24. April auf die Rechtsnationalistin Marine Le Pen treffen. Macron erreichte über 27 Prozent der Stimmen, Le Pen rund 24 Prozent. Der linksextreme Kandidat Jean-Luc Mélenchon erreichte 22 Prozent. Aktuelle Hochrechnungen schätzen die Enthaltung bei 27 Prozentpunkten. Umfragen zur Stichwahl in zwei Wochen sehen Macron derzeit vor Le Pen. Es dürfte jedoch knapp werden. Während das Umfrageinstitut Ipsos-Sopra Steria den Präsidenten acht Prozentpunkte vor Le Pen sieht, liegt er laut dem Ifop-Institut nur zwei Punkte vor der Kandidatin des Rassemblement National. Bereits 2017 standen sich beide in der Stichwahl gegenüber.
Zu den neusten Entwicklungen
Schweden und Finnland wollen womöglich schon im Sommer der Nato beitreten
Finnland und Schweden erwägen, bereits im Sommer der Nato beizutreten. Mit der Invasion in die Ukraine sei Russland ein «riesiger strategischer Fehler» unterlaufen, schreibt die britische Zeitung «The Times» unter Berufung auf offizielle Quellen. Demnach sagten amerikanische Beamte, dass die Nato-Mitgliedschaft der beiden nordischen Länder während der Gespräche zwischen den Aussenministern der Allianz in der vergangenen Woche, an denen Schweden und Finnland teilnahmen, «ein Gesprächsthema und Gegenstand mehrerer Sitzungen» gewesen sei.
Zu den neusten Entwicklungen
Ferrari-Fahrer Charles Leclerc siegt in Melbourne: Wie beim Saisonstart in Bahrain rollte der Titelverteidiger Max Verstappen im Red-Bull-Rennauto auch in Melbourne mit einem technischen Defekt aus. Allerdings wäre der Triumph Leclercs auch sonst kaum gefährdet gewesen, denn der Ferrari-Fahrer aus Monaco hatte im dritten WM-Lauf am Sonntag alles unter Kontrolle. «Unsere Zuverlässigkeit ist eine Katastrophe», sagte Champion Verstappen.
Zum Bericht

Schwere Zeiten in Wien: Zahlreiche Hotels haben Pandemie nicht überlebt
Im Gegensatz zum ländlichen Raum in Österreich ist es vor allem für die Stadthotellerie schwer, wieder Fuß zu fassen. 16 Prozent der Wiener Herbergen mussten bereits schließen. Auch der Sommer verheißt nichts allzu Gutes.
https://www.krone.at/2677832

Es war doch klar, dass die Pleitewelle erst nach Auslaufen der staatlichen Stützungen erfolgt. Die Schäden nach einem Brand können erst nach „Brand aus“ festgestellt werden, nicht irgendwann mittendrin.

Nehammer reist zu Putin: Falle oder Coup?
Dass Bundeskanzler Karl Nehammer zu Gesprächen mit Wladimir Putin nach Russland reist, kann als Überraschung bewertet werden – und auch wieder nicht. Die österreichisch-russische Freundschaft war seit Beginn des Krieges ein zentraler Kritikpunkt. Jetzt könnte die sehr spezielle Nähe führender österreichischer (Ex-)Politiker zu Moskau zur Eintrittskarte in das Reich des Bösen werden. Wobei das Risiko groß ist, dass die Aktion nicht zum Coup, sondern zur Falle werden könnte.
https://www.krone.at/2678672

Geteilte Meinungen zur heutigen Nehammer-Reise nach Moskau. Ich an seiner Stelle würde auch die Chance wahrnehmen, auch wenn die Erfolgsaussichten ganz gering sind. Aber es ist unbezahlbare PR – und wer weiß, vielleicht kann man doch einmal sagen, dass die Reise etwas bewirkt hat. Adressen von „Schönfärbereien“ braucht der Kanzler nicht von mir, die hat er selbst.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C

 

 

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