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11. APRIL 2021 – Sonntag)

11.04.2021 | Tageskommentar

Linz:: „I CAPULETI E I MONTECCHI (ROMEO UND JULIA)“ von V. Bellini– Premiere. Anna Alàs i Jové. Joshua  Whitener. Foto: Reinhard Winkler

In Linz hat es mit der Premierenübertragung im Netz geklappt. Linz reimt sich zwar ungerechterweise auf Provinz, aber wenn die Wiener Staatsoper den Stream der heutigen Premiere online stellen würde, wären wir Opernfreunde erst einmal halbwegs zufrieden. Wann der ORF bzw. nach dessen (vorläufigen) Ausstieg in diesem Fall sogar Arte nachzieht, ist dem, der die Premiere im Stream sehen konnte (und das könnte wer wollte, sogar kostenlos) eigentlich egal

Nur, das spielt es leider nicht!

Linz/ Netzpremiere: I Capuleti e i Montecchi

Auch wenn dem aus Catania gebürtigen Komponisten ein noch kürzeres Leben als W. A. Mozart beschieden war, konnte er doch – alleine mit Romani als Textautor – mehr Opern schreiben, als sein Familienname Buchstaben aufweist: von Beatrice di Tenda über das Fragment Ernani, La Straniera, La Sonnambula, Il Pirata und Norma bis I Capuleti… – fand ein Herr Erwin Heidrich aus dem schwäbischen Elchingen akronymisch 1985 heraus. Weniger verspielt, dafür bösartig seinerzeit Heinrich Heine: ihm zufolge sah der Komponist wie ein Seufzer in Pumphosen aus; freilich, zu diesem Eindruck könnte auch sein schließlich tödliches Leiden beigetragen habe.

Bellini selbst meinte, ernster: „Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.“ Wird die Produktion dem gerecht werden?..

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber/ Linz

 

Jede Menge PARSIFAL auf Youtube – gefunden von TTT. Zum Trost für den entfallenden Wiener „Exclusiv-Sondervorstellungs-Parsifal nur  für geladene Gäste“.

Diverse PARSIFAL -Aufnahmen auf Youtube

 

Ein Uralt-Parsifal aus Bayreuth

da sind die vielen Parsifale – manches ist beglückend – (TTT)

Heute in Wien/ Staatsoper: Kirill Serebrennikovs verdoppelter Parsifal
Kirill Serebrennikov darf Russland nicht verlassen. Wagners „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper inszeniert er trotzdem – digital aus der Ferne. Ein Gespräch
Der Standard.at

Erstmals sind wir von einer Premiere vollkommen ausgesperrt. Das wird seine Gründe haben – und so lange wir die nicht kennen, darf spekuliert werden. Nicht von mir an dieser Stelle, aber so ganz geht die Vorgangsweise an unserer großen (immer noch) Leserschaft nicht vorbei.

Erfahren wir es von den „Auserwählten“? Stellen Sie sich einmal vor, Sie laden 10 Gäste ein , bekochen und bewirten diese. Dann treten Sie erwartungsvoll vor die Gästeschar und fragen, ob es denn geschmeckt habe. Sie werden nur Lob ernten, das – sollte es tatsächlich nicht gerechtfertigt sein – abgenötigt ist. Keiner wird sagen, dass das Vorgesetzte eigentlich eine Zumutung war – man will ja – aus welchen Gründen immer – mit Ihnen in Kontakt bleiben und womöglich wieder eingeladen werden. Schließlich ist man „Auserwählter“ – und das klingt toll und erhaben.

Meine „Opernmaus“ braucht keine Einladung und die wird auch so dabei sein – sogar ohne Maske. Ob ich ihrem Urteil vertrauen kann? Eines ist sicher, „anfüttern“ lässt sie sich nicht!

Somit bin ich gespannt, wie das Serebrennikov-Menü heute mundet. Bei den Zutaten – also den Sängern, hat man nicht gespart. Hoffen wir dass zweifellos gute Zutaten das Hauptgericht retten können!

Fotos aus der Generalprobe

Ensemble. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Elina Garanca, Wolfgang Koch. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Jonas Kaufmann, Elina Garanca. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Weiterführende Informationen(alle entnommen der Website der Wiener Staatsoper):

Drei Fragen an Kirill Serebrennikov«

Text »Die Idee der Freiheit« von Kirill Serebrennikov

In unseren „Infos des Tages“ finden Sie die Biographien von so ziemlich allen Beteiligten, wie sie auf der Staatsopernwebseite abrufbar sind!

Graz/ Musikverein
Dvořák zum Fest: 70 Jahre Grazer Philharmoniker im Stefaniensaal

Das Video ist im Artikel eingebettet
Mit VIDEO
bachtrack

Mailand
Zukunft der Mailänder Scala : Die Oper wird Universität
Digital, sozial und jung: So stellt sich die Scala ihre Zukunft vor. Kern der Modernisierung ist die Akademie. Dort sollen bald Opernschaffende auf höchstem Niveau ausgebildet werden.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-scala-in-mailand-wird-moderner-17285706.html

Juristendeutsch passt nicht in Partituren
Mit einiger Spannung war die gestrige Berufungsverhandlung der Sächsischen Staatskapelle am Landesarbeitsgericht Chemnitz erwartet worden. Es ging um eine Klage von fünf Musikern dieses Orchesters, die auch unter Corona-Bedingungen ihr Recht auf Arbeit einfordern wollten. Angeblich war ihnen dies von ihrem Arbeitgeber, der Sächsischen Staatsoper, aufgrund der Pandemie-Bestimmungen vorenthalten worden.
https://www.musik-in-dresden.de/2021/04/01/theiler-staatskapelle/

Nun, vertagt und wahrscheinlich abgewiesen – so sieht es aus.

Kollateralschaden- Kulturtod ohne Trauernde.  Chronik einer Krankheit
Corona ist schlimm, verändert die Gesellschaft und das Leben. Darüber berichten wir. Geschichten, die es nicht in die Medien schaffen.
Wir geben Zahlen einen Namen und eine Seele. Die Serie „Kollateralschaden“ basiert auf Berichten Betroffener der Coronapolitik. Damit keiner sagen kann: „Das haben wir nicht gewusst!“
https://reitschuster.de/post/kulturtod-ohne-trauernde/

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 35
Im letzten Quiz fragten wir nach einem Bassbariton, der seine Gesangskarriere mittlerweile beendet hat, der in verschiedenen Genres reüssierte und der sich seinen Weg in die Musikwelt gegen einige Widerstände erkämpfen musste. Gesucht war: Thomas Quasthoff. Das hat auch Bianca Thanert aus Treuen gewusst – wir gratulieren zum Gewinn einer Überraschungs-CD!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-35/

ZÜRICH: AM SONNTAG LIVE ALS STREAM // 
PREMIERE VON JACQUES OFFENBACHS «LES CONTES D´HOFFMANN»

 

Am Sonntag, 11. April, zeigt das Opernhaus Zürich abermals die Premiere einer Neuproduktion als Live-Übertragung. Opernfans können ab 19 Uhr Jacques Offenbachs «Les Contes d´Hoffmann» live über die Website des Hauses streamen.

In dieser Neuproduktion schlüpft der Tenor Saimir Pirgu, in Zürich nicht nur durch seine Interpretation des Duca in Verdis «Rigoletto» oder als Butterflys Pinkerton bekannt, in die Rolle des Dichters Hoffmann…

Auch Zürich schafft es, die Premiere als Stream „unter die Leute“ zu bringen!

KOMISCHE OPER BERLIN UND BERLINER ENSEMBLE STARTEN GEMEINSAM DIGITALE TRANSFORMATION
KOOPERATIONSPROJEKT „SPIELRÄUME! AUF DER SUCHE NACH DIGITALEN ERLEBNISWELTEN“
MIT MITTELN DER KULTURSTIFTUNG DES BUNDES

Seit der laufenden Spielzeit 2020/2021 beschäftigen sich die Komische Oper Berlin und das Berliner Ensemble gemeinsam im Rahmen des Kooperationsprojekts „Spielräume“ mit der digitalen Transformation an ihren Institutionen. Dafür wurden in beiden Häusern zwei neue Projektleitungsstellen geschaffen, die jeweils direkt an die Theaterleitung angeschlossen sind und sowohl das Gemeinschaftsprojekt koordinieren, als auch  die digitale Entwicklung an den Institutionen vorantreiben. „Spielräume!“ soll neue Perspektiven eröffnen. Gemeinsames Ziel ist es, unter stetigem Einbezug des Publikums neue spielerische, vermittelnde und künstlerische Formate zu entwickeln, die zum Entdecken, Mitgestalten und Teilhaben einladen. Das auf insgesamt vier Jahre ausgelegte Projekt wird im Rahmen des Programms „Kultur Digital“ der Kulturstiftung des Bundes gefördert…

Näheres in unseren „Infos des Tages“

 „Johannespassion“ nach Bach in der Thomaskirche Leipzig als Stream – Auftakt der Ludwigsburger Schlossfestspiele

Johannespassion/Podium Esslingen. Copyright: Daniel Wiesmann

Zum Bericht von Alexander Walther

Sprechtheater

LIESSMANN: Shakespeare, gecancelt
Darf man jungen Menschen alles zumuten? Nein, wir sprechen hier nicht von den psychischen und sozialen Folgen der Corona-Epidemie, sondern über die großen Werke der Weltliteratur. Es mehren sich die Stimmen, die im Zuge einer kritischen Revision der kulturellen Tradition die gewaltverherrlichenden und sexistischen Dichtungen von Homer, Ovid und Dante, aber auch von Shakespeare und Schiller am liebsten aus kulturwissenschaftlichen Studiengängen kippen würden.
https://www.wienerzeitung.at/meinung/glossen/2099699-Shakespeare-gecancelt.html

Rock/ Pop

ORFQuote sinkt weiter474.000 Zuschauer sahen zweites „Starmania 21“-Semifinale
Die 16 Tickets für die Finalshows, die ab 16. April live in ORF 1 zu sehen sein werden, sind vergeben. Die Präsentation der Songs verfolgten um 20.15 Uhr im Durchschnitt nur noch 474.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die Entscheidung lockte 442.000 Seher im Schnitt an.
Kleine Zeitung

 

Vorarlberg/ CoV-Regeln: Hunderte Anzeigen von Nachbarn
Fünf Mal täglich zeigen im Schnitt Vorarlbergerinnen und Vorarlberger Passanten oder Nachbarn an, weil sie angeben, dass sich diese nicht an die Coronavirus-Vorschriften halten würden. Seit Jänner hat es 531 derartige Anzeigen gegeben, der Großteil davon anonym.
https://vorarlberg.orf.at/stories/3098404/

Die Blockwartmentalität bricht voll durch, die liegt bei vielen Mitbürgern offenbar in den Genen. Mir ist völlig egal, was meine Nachbarn machen, soferne sie mich damit nicht belästigen. Und wenn ich schon einmal in irgend einer Sache (in so einer ganz sicher nicht) eine Anzeige machen muss, dann sicher nicht anonym. Ich bin immer zu meinem Wort gestanden!

Wir gehen keiner guten Zukunft entgegen, haben in dieser Krisenzeit viel zu viel von der Mentalität unserer Mitmenschen wahrgenommen. Nichts wird so sein, wie es einmal war! Schade!

HEUTE „IM ZENTRUM“: Die Jungen und Corona – vergessen, verloren, verstummt?

 Am 11. April um 22.10 Uhr in ORF 2 =

 Stilles Leiden – so ließe sich die Lage der jungen Menschen im zweiten Jahr der Corona-Pandemie beschreiben. Keine Freunde treffen, Schule und Uni oft nur via Internet, im Impfplan an letzter Stelle. Die Jungen gelten nicht als Risikogruppe, ihnen wurde von Anfang an Rücksichtnahme auf die Älteren verordnet. Protest dagegen gibt es kaum, hingegen nehmen Depressionen und andere psychische Erkrankungen bei den Jüngeren zu. Wenn Jugendliche für Aufregung sorgen, dann eher mit verbotenen Corona-Partys. Hätte die Politik beim Krisenmanagement andere Prioritäten setzen können? Warum beim Impfen nicht mit den Jungen beginnen? Sind die Jungen zu vernünftig und zu angepasst, statt lautstark und engagiert für ihre Interessen einzutreten?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 11. April 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Tarek Leitner „IM ZENTRUM“:

Claudia Plakolm Jugendsprecherin und Nationalratsabgeordnete ÖVP
Yannick Shetty Jugendsprecher und Nationalratsabgeordneter NEOS
Sabine Hanger Bundesvorsitzende der Österreichischen Hochschüler_innenschaft
Rocco Bald Schüler der HTL Salzburg
Veronika Bohrn Mena Autorin und Arbeitsmarktexpertin
Ali Mahlodji EU-Jugendbotschafter, Gründer der Berufsorientierungs-Plattform „whatchado“

Ratloses Misstrauen
Nach den Thrombosefällen bei AstraZeneca geraten die Vektorimpfstoffe unter Generalverdacht. Zu Recht?
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/mensch/2099846-Ratloses-Misstrauen.html

Als ich vor etwa 3 Jahren vor einer Operation (komplizierter Armbruch) mit meinem Narkotiseuer über das Risiko einer Vollnarkose in meinem Alter bzw. bei meinen Vorerkrankungen sprach, meinte dieser trocken: „Es sind auch schon Menschen beim Zahnarzt gestorben“. Natürlich habe ich mich operieren lassen, das Metallgerüst in der Hand nehme ich aber buchstäblich mit ins Grab, das stört mich nicht. Ich provoziere also keine weitere Operation.

Mediziner meinen, dass bei einer Impfwelle rund um unseren Erdball mindestens eine Million Menschen an der Impfung sterben werden. Daran ist kein Impfstoff schuld, jeder Mensch verträgt nicht jede Impfung – nur kann man das eben vorher nicht feststellen. Jetzt wird Johnson & Johnson unter Verdacht gebracht, natürlich wird auch noch Sputnik drankommen. Ich sage nun nicht, dass man sich nicht impfen lassen soll – und bin mit gutem Beispiel vorangegangen (2. Impfung am kommenden Samstag – so Gott will). Die Impfung muss jedoch freiwillig erfolgen – ohne Sanktionen gegen Menschen, die das Risiko nicht eingehen wollen. Ein Freund von mir hat seinen Sohn gegen Zecken impfen lassen, daraus folgerte ein Pflegefall für das ganze Leben des Buben, ein geradezu unerträglicher Zustand in der Familie,in der nur ein Elternteil diese Sitution auf sich nehmenwill und das Kind im Elternhaus zu  pflegen bereit ist. Darunter leiden aber auch zwei völlig gesunde, auch gegen Zecken geimpfte Kinder, die das ganze Elend mitleben müssen!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung:

St. Gallen – wieder nächtliche Proteste von Jugendlichen: Nach Krawallen an den vergangenen Wochenenden kam es in St. Gallen zu neuen Versammlungen. Die Polizei war vorbereitet, es gab mehrere Dutzend Festnahmen und Wegweisungen.
Zum Bericht

Russland droht der Ukraine mit Krieg: An der Grenze zum Donbass setzt der Kreml den Truppenaufmarsch fort und verlegt auch Lande- und Artillerieboote ins Schwarze Meer. Die Sorge vor einem Krieg wächst. Das dürfte zu Moskaus Kalkül gehören.
Zum Bericht

China verhängt Milliardenstrafe gegen Internetriese Alibaba: Die grösste Handelsplattform der Welt habe ihre Position ausgenutzt und Händler bestraft, die Waren über die Konkurrenz angeboten hätten, zitierten Staatsmedien die Kartellbehörde. Die Strafe von umgerechnet 2,53 Milliarden Franken weckt neue Fragen über die Zukunft des Konzerns von Gründer Jack Ma. Dieser hatte mit Kritik an Chinas Finanzaufsicht offenbar den Unmut höherer Stellen auf sich gezogen.
Zum Bericht

Amazon-Belegschaft spricht sich gegen Gewerkschaft aus: Der Online-Riese hat die Abstimmung über den ersten Betriebsrat in einem amerikanischen Werk gewonnen. Eine Mehrheit der Beschäftigten in Bessemer im Gliedstaat Alabama entschied sich dagegen. Die Handelsgewerkschaft RWDSU kündigte an, das Ergebnis anzufechten. Amazon habe ein «kaputtes Wahlsystem» ausgenutzt.
Zum Bericht

Zitat Ende

Steyr/MAN-Werk
SPÖ/ Rendi-Wagner: Staat soll sich an MAN beteiligen
SPÖ-Chefin Rendi-Wagner fordert einen „MAN-Gipfel“, bei dem eine Rettung des Werks in Steyr besprochen werden müsse. Zudem bringt sie einen Beteiligungsfond der Öbag ins Spiel.
https://www.diepresse.com/5963861/spo-staat-soll-sich-bei-man-beteiligen

Ist eh schon wurscht, bei all dem, was auf uns zukommt! Wahrscheinlich wurden in der Krise schon weit unnötigere Ausgaben getätigt!

Kommentar
Lärmbiotop Homeoffice: Bimmeldibimm!, Wrmwrm!, Pa-link!
Würde ein Kind fragen, was Homeoffice ist, man könnte es pointiert vielleicht so beantworten: Homeoffice ist ein bisschen wie ein Aufenthalt auf dem Bauernhof. Nur dass dies eben kein Urlaub ist. Und dass auch nirgends ein Bauernhof steht.
Wiener Zeitung

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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