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10. SEPTEMBER 2020 – Donnerstag

10.09.2020 | Tageskommentar

 

Placido Domingo: Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Jubel für Domingo und Groissböck an der Wiener Staatsoper.

Renate Wagner berichtet aus der Staatsoper: Man erinnert sich – mit dem Boccanegra hat es vor elf Jahren begonnen, die „Bariton“-Karriere des Placido Domingo, die der einstige Welt-Tenor (und jener, der Pavarotti und Carreras „überlebte“) so entschlossen durchgezogen hat wie alles in seinem Leben. Bedenkt man die schier unglaubliche Breite seines Repertoires und die offensichtliche Entschlossenheit, einfach nicht aufzuhören, so lange er noch auf einer Bühne stehen kann, müssen auch die kritischsten und unfreundlichsten Zeitgenossen zugeben, dass dieser Mann ein Phänomen erster Ordnung ist.

Und nun singt er wieder in Wien (er darf ja nicht überall, aber die „Cancel Culture“, die wirklich keine Kultur ist, tyrannisiert uns noch nicht unwidersprochen), wieder als Boccanegra, der zumindest den Vorteil hat, dass es sich (mit Ausnahme des Vorspiels) bei ihm um einen älteren Mann handelt – es musste also nicht „auf jünger“ geschminkt werden. Und das ginge auch nicht so recht. Denn tragischerweise muss man sagen, dass die Krankheit und vor allem wohl die äußeren und inneren Erschütterungen durch die #metoo-Anschuldigungen an Domingo nicht spurlos vorüber gegangen sind. Optisch. Als Sänger und Darsteller hält er noch immer durch. Man glaubt es nicht.

Denn offenbar hat er – nolens volens wie alle Sänger – seine Stimme längere Zeit geschont. Und sie ist in einem Ausmaß da, dass man sich fragt, wo der alte Herr sie hernimmt. Man hat ihn nämlich (man denke etwa an die Londoner „Traviata“ im Kino) schon viel, viel schlechter gehört. Diesmal hatte er nicht nur Technik, sondern auch noch eine ehrlich akzeptable Stimme dazu…

Auch wenn Günther Groissböck die drei Wotans heuer in Bayreuth nicht gesungen hat, er hat sie „drauf“ und sie werden ihn die nächsten Jahrzehnte begleiten, ebenso der Ochs, den er so außerordentlich persönlich interpretiert hat, und wohl auch noch viele bassige Wagner-Herren (und wenn er dann noch den Sachs singt…). Aber vielleicht will er, auch in Hinblick auf seinen Philipp im New Yorker „Don Carlos“ (irgendwann wird ja wohl auch Herr Gelb die Pforten wieder öffnen), das italienische Fach ein bisschen in der Kehle haben.

Auch in einer Rolle, die ehrlich gestanden, ja doch nicht so viel hergibt. Im Prolog ist Fiesco grimmig, am Ende ist er ergriffen, viel mehr ist nicht drin, wenn man auch sagen muss, dass das Versöhnungsduett mit Boccanegra im Zusammenklang der Stimmen einer der schönsten Momente des Abends war…

…Am Pult wieder einmal Evelino Pidò, den man (neben Marco Armiliato) für die Italiener am liebsten hat. Er trägt die Sänger, er führt das Orchester, er gestaltet den Abend. Es gab viel Beifall, am meisten für Domingo. Und ob man ihn mag oder nicht, man muss zugeben – er hat ihn wahrlich verdient. Die Direktion (? vermutlich) sorgte für kleine Blumensträuße, sie waren rot-weiß-rot. Eine hübsche Idee, danke.

Zum Bericht von Renate Wagner

Damit ist die Eröffnungsserie der Staatsoper gut über die Bühne gegangen und wir Österreicher dürfen schon einigermaßen stolz darauf sein, dass sich die Staatsoper etwas getraut hat und dass es auch keine profilierungssüchtigen Politiker gegeben hat, die Keile in die Bemühungen getrieben haben. Heute beginnt mit der zweiten „Butterfly“ auch der zweite Durchlauf!

Der Online-Merker hat ausführlich über diese erste Serie berichtet, fair und unaufgeregt, aber auch nicht anbiederisch. Wir können es uns leisten, das zu schreiben, was wir hören, sehen und dabei empfinden.  Bei uns gilt das freie Wort, wir können gar nicht von Sponsoren unter Druck gesetzt werden – weil wir keine haben!

Galerie Mitte Rechts, die beiden Buchstaben A, B geben die Reihe an. Foto: Dominik Troger

Zur Stehplatzsituation gestern bei Domingo. Leser Karl S. hat sich dafür interessiert: 

 

Zur gestrigen Simone Stehplatz-Situation folgende Bemerkung. Ich bin 20 Minuten vor Beginn bei der Operngasse vorbeigegangen und habe dort eine Schlange von Besuchern erwartet. Nichts dergleichen. Niemand da.

Da dachte ich, man hätte irgendeine praktikable Lösung gefunden. Im Haus dann, mein Sitz war am Balkon, keine Besucher auf Galerie Seite und ganz Seite und absolut niemand auf den Balkon Stehplätzen. Nur Parterre und Galerie Mitte Stehplatze waren besetzt.

Über das „wie und warum“ kann ich nichts sagen. Aber dass plötzlich, beim Domingo come back, so wenig Interesse besteht, erscheint mir unmöglich Herzlichen Gruß Karl S.

Ja, und noch etwas: Thomas Prochazka hat in der „Elektra“ kein Haar in der Suppe gefunden!

Ricarda Merbeth als „Elektra“. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 Kupfers Inszenierung im Bühnenbild von Hans Schavernoch und den Kostümen von Richard Heinrich geht uns in ihrer Kompromißlosigkeit auch 31 Jahre nach ihrer Première nah. Viel näher jedenfalls als all die im Grunde doch nur untauglichen, zu »Events« hochgeschriebenen Versuche, mögen sie sich in Salzburg, Wien oder anderswo begeben haben. Der Unterschied zwischen »modisch« und »modern«: Hier ward er anschaulich.

Wie erfreulich, daß an diesem Abend auch die musikalische Komponente überzeugte…

Zum Bericht von Thomas Prochazka

Elektra“ an der Staatsoper: Sternstunden-Alarm
Die Strauss-Tragödie überwältigt mit einer exzellenten Besetzung.
Wiener Zeitung

„Elektra“ mit Welser-Möst: Triumphale Rückkehr zum Neubeginn
Wiener Staatsoper: Bravi zu Beginn, Jubel am Schluss bei der Rückkehr des im Unfrieden geschiedenen Ex-Musikdirektors.
Kurier

Eine Elektra, die immer noch (zu)packen kann
m Triumph kehrt Franz Welser-Möst mit einer neu besetzten „Elektra“ an die Wiener Staatsoper zurück. Harry Kupfers legendäre Inszenierung der Strauss-Oper bietet jetzt und in Zukunft wieder zeitlos starkes Musiktheater.
Die Presse

Die ersten Wiener  Staatsopernstreams der neuen Direkton

Morgen, Freitag, „ELEKTRA“, „DON CARLOS“ am 27.9.

https://play.wiener-staatsoper.at/

Garser „Klang Burg“ bildet Achse zur Wiener Staatsoper
Garser Schubertiade“ war Startschuss für Zusammenarbeit mit dem Opernstudio, dem Nachwuchsprogramm der Wiener Institution.
Niederösterreichische Nachrichten

Der Leiter des Opernstudios der Wiener Staatsoper, Michael Kraus, hat beste Verbindugen zu den „Oper auf Burg Gars-Machern“ und strebt eine Kooperation an. Das könnte eine Win-Win-Situation werden, wenn es richtig praktiziert wird!

Spielplan für Bayreuther Festspiele 2021 beschlossen

Der Spielplan der Bayreuther Festspiele für nächstes Jahr steht fest: Geplant seien eine Neuproduktion des „Fliegenden Holländer“, der „Lohengrin“, die „Meistersinger von Nürnberg“ und auch der „Tannhäuser“, der eigentlich erst 2022 wieder aufgeführt werden sollte. „Das ist die jetzige Beschlusslage“, sagte Georg Freiherr von Waldenfels, Vorsitzender des Verwaltungsrats, am Dienstag. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nächstes Jahr Festspiele in Bayreuth haben werden. Was in Wien, Salzburg und Zürich möglich ist, sollte auch in Bayreuth durchführbar sein.“

Bayreuth beschließt 2021-Spielplan
„Fliegender Holländer“, „Lohengrin“, „Meistersinger“ und „Tannhäuser“ sollen im Jahr nach der Corona-Pause auf dem Grünen Hügel zu sehen sein.
Wiener Zeitung

Bayreuth
Spielplan für Bayreuther Festspiele 2021 beschlossen
Donaukurier

Wie bereits erwähnt, der Kartenverkauf verläuft heuer sehr vorsichtig, nichts bleibt vom alten Ritual. Erst im wohl letzten Moment (Mai?) werden die endgültigen Zuschläge erteilt werden! Bitte das Kartenbüro nicht mit unnötigen Anfragen sekkieren!

München: Pilotphase mit mehr Publikum ausgeweitet. 500 Besucher – jetzt auch im Gasteig
Fünfhundert Besucher pro Vorstellung – der Bayerischen Staatsoper ist das seit dem 1. September im Rahmen eines Pilotversuchs erlaubt. Nun darf rechtzeitig zum Saisonstart der Münchner Philharmoniker auch der Gasteig seine Besucherzahl von zweihundert auf fünfhundert Plätze anheben. Andere bayerische Säle haben weiterhin das Nachsehen. Ein willkürliches Vorgehen der Regierung?
BR-Klassik.de

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

MOSKAU/ Bolschoi-Theater: Schlussapplaus

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

Auch Moskau ist neben Wien ein Lichtblick in diesen düsteren Zeiten, während anderswo obrigkeitshörig volle Hose angesagt ist!

Einwurf von Sune Manninen:  Während das Moskauer Bolshoi-Theater jetzt gerade wieder seine Pforten öffnet, ist dies am Mariinsky bereits seit dem 7. Juli, also seit über zwei Monaten, der Fall. Je nach Einstellung kann man dies positiv oder negativ kommentieren. Allerdings ist es dort zu Coronainfektionen innerhalb des Theaters gekommen, ohne dass dies zu Konsequenzen geführt hat. Würden Sie sich einmal die Homepage des Theaters (https://www.mariinsky.ru/en/) ansehen, würden Sie sich fragen, ob Corona in Russland überhaupt ein Thema ist.

Gedenken an die Corona-Opfer in Italien Verdis „Requiem“ in Bergamo

Riccardo Chailly und das Orchester der Mailänder Scala führen die Totenmesse auf – aber nur 70 Zuhörer sind im Dom zugelassen.
Tagesspiegel

LEIPZIG: „WAGNER 22“

Im Sommer 2022 werden in der Geburtsstadt Richard Wagners alle dreizehn Opern des Komponisten in der Reihenfolge ihrer Entstehung zur Aufführung gebracht, nur die vier Teile des »Ring« sind aus der Chronologie ausgenommen und folgen aufeinander. Die Festtage WAGNER 22 finden vom 20.06. bis 14.07.2022 statt und zeigen die ganze Entwicklung Richard Wagners in einem Festival. Sie werden – unter dem Motto „Drei Wochen Unendlichkeit“ – begleitet von einem wissenschaftlichen und kulturellen Rahmenprogramm.

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 10. – 16. SEPTEMBER 2020

 

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

10.9. DAS GESPENSTERSCHLOSS (aus Warschau, Aufnahme v. 25.8.2019) BBC 3-15 Uhr
11.9. GISMONDO (Live aus Bayreuth) Bayern 4-18 Uhr
12.9. DOKTOR FAUST (aus Berlin, Aufnahme v. 2.12.2006) Deutschlandradio-19.05 Uhr
13.9. Ch.Cannabich: ELEKTRA (aus Stuttgart, Aufnahme v. 24.2.2019) SWR 2-20.03 Uhr

Erfolgreiche ORF-Kultur im Corona-Sommer 2020 erreichte 3,682 Millionen Österreicherinnen und Österreicher
Auch wenn eine Vielzahl der heimischen Kulturfestivals im Sommer 2020 nicht stattfand, konnten der ORF und seine Partner den Österreicherinnen und Österreichern ein vielfältiges Sommerkulturprogramm mit Übertragungen bzw. aktuellen Berichten in TV, Radio und online präsentieren
OTS-Presseaussendung

Das Zürcher Opernhaus vor der Nagelprobe Wie weiter?
Die Spielzeit 2019/20 musste im Lockdown Corona-bedingt abrupt unterbrochen werden. Damit die neue Saison nicht zum Rumpftorso verkommt, ist die Direktion des Musentempels mit Herausforderungen konfrontiert, die an Sisyphus erinnern.
https://seniorweb.ch/2020/09/09/das-zuercher-opernhaus-vor-der-nagelprobe/

Feuilleton
Q & A: Mezzo-Soprano Daniela Barcellona on the Differences Between Verdi & Rossini
https://operawire.com/q-a-mezzo-soprano-daniela-barcellona-on-the-differences

Wien
Covid-19-Fonds für Künstler verdoppelt und neues Förderprogramm fürs Kabarett
Der Künstlerfonds wird von fünf auf zehn Millionen Euro aufgestockt und der Bund schließt sich der Kabarettförderung der Stadt Wien an.

Der Covid-19-Fonds des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) wird von fünf Millionen Euro auf zehn Millionen Euro aufgestockt. Die zweite Phase des Fonds läuft seit 10. Juli. Künstler, die weder beim Härtefallfonds der WKÖ noch bei der Überbrückungsfinanzierung für Selbstständige antragsberechtigt sind, können hier eine Einmal-Zahlung von bis zu 3000 Euro erhalten.

„Die zweite Phase des Covid-19-Fonds des KSVF richtet sich an die einkommensschwächsten Künstlerinnen und Künstler, deren Jahreseinkommen zu gering für eine Versicherung bei der SVS ist“, so Mayer. „Umso wichtiger ist es, dass wir dieser Gruppe mit der Aufstockung des Fonds auf 10 Millionen Euro weiterhin durch diese schwierige Zeit helfen können.“

Wiener Zeitung

 

Es gibt auch Geld fürs Kabarett – und das ist offenbar einerseits für das Überleben notwendig, anderseits aber auch heikel, weil subventioniertes Kabarett eigentlich ein einseitig orientiertes Kabarett ist.

Wer bekommt etwas?  Die Kulisse, das Simpl, das Kabarett Niedermair, das Globe-Theater, der Stadtsaal und das Orpheum. Herr Niavarani kann also künftig seinen Stehsatz vom „Nichtsubventionierten Theater“ vergessen, der scheint Vergangenheit zu sein.

Verstehen Sie mich bitte richtig: Ich billige dem Kabarett die Rolle der unterhaltsamen Kritik zu – und dazu muss es unabhängig bleiben. Das wäre so, als würden wir „in diesen schwierigen Zeiten“ zu den Theatern wegen einer Überbrückung betteln gehen, „weil wir doch ständig über sie berichten und für sie werben“. In diesem Fall könnten wir künftig nur mehr werben und uns jeder Kritik, die weh tut, enthalten. Jeder Hund weiß: Die Hand, die mich füttert, beiße ich nicht! Und ein Kabarett „ohne Biss“?  Ist das etwa besser als ein Kabarett, das auf den Befehl „fass“ (um in der Hundesprache zu bleiben) reagiert. Aber dieser Befehl wäre dann nur mehr eine Frage der Zeit!

Kleinere Kabarettbühnen werden nicht bedacht und meutern. Werden wir uns künftig nur an diese halten können, wenn wir „schonungsloses Kabarett“ erleben wollen?

 

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Weit mehr als über den Film selbst haben sich Journalisten die Finger wund geschrieben, um die Schwierigkeiten bei der Entstehung der „New Mutants“ zu schildern – ein Film, der auch durch die Übernahme des ursprünglichen Produzenten Fox (die verstorbene „Twentieth Century Fox“) durch Disney entstanden ist, wo man nicht wusste, was man mit dem Projekt anfangen soll. Und das sieht man ihm an. Denn auch der Zuschauer weiß nicht recht, was er seinerseits mit dem Film anfangen soll.

Im Grunde ist es reiner Etikettenschwindel, denn niemand hätte dieser schwachen Teenager-Geschichte auch nur das geringste Interesse entgegen gebracht, wäre da nicht der Bezug zu den „X-Men“ hergestellt worden – immerhin ein noch funktionierendes Franchise, zumindest als Begriff. Selbst, wenn man sich nur en passant mit diesem „Marvel Universum“ (wie es in der Werbung heißt) befasst, erinnert man sich an Patrick Stewart als Professor X und Ian McKellen als Magneto, desgleichen an Persönlichkeiten wie Hugh Jackman als Wolverine oder Halle Berry als Storm. Auch als eine nächste Generation übernahm, war das mit James McAvoy (Charles Xavier) oder Michael Fassbender (Erik Lehnsherr) hochgradig besetzt und nur bedingt blöd.

Dann ging es allerdings bergab, und mit „New Mutants“ ist man ziemlich am Boden angelangt. Denn es ist billig, einen Teene-Horror in diese Welt reinzuquetschen. Denn auch wenn die jungen Mutanten ein paar übernatürliche Fähigkeiten haben – das wahre X-Men Feeling stellt sich nie ein…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

TV/ Film

ORF-„Vorstadtweiber“ gehen in die letzte Runde
Die Dreharbeiten für die sechste Staffel haben begonnen. Die bereits abgedrehte fünfte Staffel soll erst 2021 zu sehen sein.
Die Presse

HEUTE IM CASINO BADEN

 

 

EU empört über London: „Wie ein Falschspieler, der fragt: Wer pokert mit mir?“
Nächste Hürde für die Verhandlungen mit Großbritannien: EU kann angekündigten Rechtsbruch Londons nicht einfach ignorieren
Kurier

Schallenberg strikt gegen die Aufnahme von Moria-Migranten in Österreich

…Mit der Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen, unterstütze man nur das Geschäft der Schlepper, argumentierte Schallenberg. „Wenn wir das Lager Moria räumen, ist es gleich wieder gefüllt“, meinte er. Sende man Signale aus, dass es eine Hoffnung gebe, nach Europa zu gelangen, würden bald wieder Tausende Flüchtlinge an den Grenzen stehen. Etwa in Spielfeld. „Das würde eine Kettenreaktion auslösen und wir wären nicht mehr Herr der Lage“. Die Frage, ob diese Haltung in der Migrationspolitik nicht zynisch sei, wies Schallenberg zurück. „Das ist eine Frage des Hausverstands“…

VOL.at

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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