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10. SEPTEMBER 2018

10.09.2018 | Tageskommentar

Oper gibt es zum Glück nicht nur in unseren Breiten. Die Oper in Samara hat in diesen Tagen drei Werke auf dem Programm, Von denen zwei auf den Postern leicht zu identifizieren sind. Beim linken Poster versuchen Sie es gleich gar nicht. Foto und Grüße von Fritz Krammer aus Russland

Samara ist eine Industriestadt im Südosten des europäischen Teils Russlands, am Ostufer der Wolga gelegen. Sie hat 1.164.685 Einwohner und ist damit die sechstgrößte Stadt Russlands. Samara ist die Hauptstadt der Oblast Samara.

WIENER STAATSOPER: Heute Besetzungsänderung in „Ariadne auf Naxos“ an der Wiener Staatsoper

Herbert Lippert singt auch am 10. September 2018 den Bacchus in „Ariadne auf Naxos“ anstelle des erkrankten KS Stephen Gould. Auch die Zerbinetta wurde umbesetzt, heute singt Hila Fahima.

Neu eingetroffene Wiener Staatsopernkritiken

WIEN/ Staatsoper: CARMEN. Eigenwillige Einzelleistungen in einem soliden Ensemble. Zweite Vorstellung der Serie am 9.9.

Anita Hartig (Micaela). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

…Den bei weiten größten Szenenapplaus des Abends erhielt zu Recht Anita Hartig, die mit ihrer fein timbrierten Stimme eine von Herzen kommende Wärme ausstrahlt und so eine mit Aufrichtigkeit, Treue und Zuversicht ausgestattete Micaela porträtiert, mit der man gerne mitfühlen und mithoffen kann. Ihre Schlussarie, in der sie Gott um Hilfe anruft, allen Mut zusammennimmt und um José und ein gemeinsames Glück zum kämpfen bereit ist, gelingt ihr ergreifend schön. Es spricht für das kundige Wiener Publikum, dass es diesen einsamen Höhepunkt als solchen erkannt und bejubelt hat und sich nicht allein von den „großen Namen“ blenden ließ…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Auch Peter Dusek besuchte diese zweite Vorstellung

Wien/ Staatsoper: „Carmen“ am 9.9.

An die unbarmherzige Wucht des Schicksals und nicht an die Seelenanalyse einer attraktiven Frau namens Carmen musste man diesmal denken. Georges Bizet’s Hauptwerk, dessen Siegeszug von Wien aus er im Jahr 1875 nicht mehr erlebte, weil er kurz zuvor mit 39 Jahren starb, unterstrich diesmal den fast an ein antikes Drama gemahnenden Charakter des Werkes. Eine Repertoire-Vorstellung, die zunächst viele Wünsche offenließ, wandelte sich allmählich in eine ungewöhnliche Neudeutung: nach mäßigem Beginn zuletzt große Oper zum Saisonauftakt!…

Zum Bericht von Peter Dusek

WIEN/ Staatsoper: DER FREISCHÜTZ am 8.9.
Eine Rezension, angelehnt an Heinrich Heines „Deutschland-ein Wintermärchen“ mit dessen Reimschema

Ist Agathe „Ännchen“ mehr zugetan als Max? Chen Reiss als Ännchen. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Zur Rezension von Karl Masek

WIEN/ Staatsoper: ARIADNE AUF NAXOS am 7.9.

Rafael Fingerlos, Xu Xiahou, die Assistenten der Zerbinetta. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Zur Rezension von Thomas Prochazka www.dermerker.com

Linz: Brucknerfesteröffnung mit politischen Anklängen
In Linz ist am Sonntag das Brucknerfest eröffnet worden. Schriftsteller Daniel Kehlmann erinnerte in seiner Festrede daran, dass einst Flüchtlingsströme auch von Österreich aus in die Welt gezogen sind und kritisierte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) scharf für dessen Flüchtlingspolitik.
https://ooe.orf.at/m/news/stories/2934835/

Politische Stellungnahmen werden heutzutage bei jeder passenden (manchal auch unpassenden) Gelegenheit „unter die Leut gebracht“.

Um wie viel besser müsste doch die Welt sein, würde sie von Künstlern regiert! Die wissen alles besser, können auch alles besser! Warum treten sie nicht bei Wahlen an?

Opern über Flüchtlinge boomen derzeit:
Valletta/Malta: Oper über Flüchtlinge in Malta: Wir sitzen alle im Schlepperboot
In der Europäischen Kulturhauptstadt Valletta wird eine Oper über Flüchtlinge uraufgeführt. Sie vermittelt in Malta populäre Botschaften, lässt die Guten aber dumm aussehen. Und das Publikum bleibt aus.
Frankfurter Allgemeine

HAMBURG: Quietschbunte“Cosí fan tutte“

„Così fan tutte“ quietschbunt? Finden Sie? Foto: Hans Jörg Michel

Quietschbunt sieht bei mir anders aus, aber wenn es in den Zeitungen steht, wird es schon stimmen!

Hamburg
Quietschbunte „Così fan tutte“ begeistert in Hamburg
Herbert Fritschs Inszenierung von Mozarts „Così fan tutte“ zur Saisoneröffnung der Hamburgischen Staatsoper ist beim Publikum bestens angekommen. Der Regisseur macht seinem Ruf als Virtuose des abgründigen Slapstick alle Ehre. Das kaltblütige Liebes- Experiment – zwei Freunde wetten mit dem Intriganten Don Alfonso, dass ihnen ihre Verlobten die Treue halten werden, wenn jemand anderes ihnen den Hof macht – führt er auf einer psychedelisch bunten Einheitsbühne durch.
http://www.musik-heute.de/18501/bunte-cosi-fan-tutte-begeistert-in-hamburg/
Opernpremiere in Hamburg: Mozart würde sich kugeln
„Cosi fan tutte“, Mozarts scheinheilige Hymne an die Liebe, drehte Trubelmacher Herbert Fritsch in seiner neuen Inszenierung durch die Kessel-Buntes-Trommel. Aber seine zupackende Regie offenbarte auch die bösen Untiefen der Werkes.
Der Spiegel
Mozarts „Così fan tutte“ als quietschbunter Slapstick
Hamburger Abendblatt

Grafenegg: Subtiler Mozart und mächtiger Schostakowitsch in Grafenegg
Den Organisatoren der fantastischen Konzertreihe Grafenegg Festival mit insgesamt 20 glanzvollen Aufführungen sei’s gedankt: Sie ließen sich durch den heftig niederprasselnden Platzregen unmittelbar vor Konzertbeginn nicht irritieren und diesen Abend dennoch mutig auf der inspirierenden Freiluftbühne stattfinden – dem Wolkenturm. Der Regen hielt sich zurück, uns ein später Sommerabend beschieden… und der Genuss war ein zweifacher: Eine großartige Aufführung auf dieser expressionistisch anmutenden Bühne, eingebettet in die romantische Natur des Schlossparks Grafenegg, in dessen Zentrum das prachtvolle Schloss steht, das auf das 14. und 17. Jahrhundert zurückgeht. Klang trifft hier Kulisse, gewissermaßen, so lässt sich das Gesamterlebnis Grafenegg auf eine griffige Formel zu bringen.
Dr. Charles Ritterband berichtet vom Festival Grafenegg
Klassik-begeistert

TANZ / BALLETT: Wiener Weltstar-Gala am 13. und 14. Oktober 2018 im Volkstheater in Wien, Beginn jeweils 19.00 Uhr.

 

 Wer sich für klassisches Ballett begeistert und für zeitgenössischen Tanz interessiert, hat hier die Gelegenheit, diese edle Kunst an zwei Abenden zu genießen. 

Auf der Bühne erleben Sie Stars von den bedeutendsten Compagnien Europas wie dem Berliner Staatsballett, dem Bolshoi Ballett Moskau, dem Holländischen Nationalballett, der Pariser Oper, dem Ballett der Semperoper  Dresden, dem Wiener Staatsballett und vielen anderen mehr. Zu sehen sind u.a.   Vadim Muntagirov, Dinu Tamazlacaru, Iana Salenko; Anna Turazashvili, Dorothée Gilbert, Dorothée Gilbert, Young Gye Choi sowie Olga Esina, Eno Peci, Liudmila Konovalova, Jakob Feyferlik und Kyoka Hashimoto.

Gezeigt wird exquisiter Tanz – im Galaprogramm finden sich Auszüge aus den beliebtesten klassischen und modernen Werken. Als Uraufführung wird die neueste Choreografie von Eno Peci gezeigt. Produktionsleiter ist Kirill Kourlaev; die künstlerische Leitung hat Olga Esina. 

Karten-Vorverkauf über www.weltstargala.at oder direkt im Volkstheater an der Tageskassa  oder im webshop: https://shop.jetticket.net/volkstheater/Events.aspx?msg=0&ret=9

NEU IN UNSERER WEBSEITE: DIE „JUBILÄEN SEPTEMBER“ SIND NUN VOLLSTÄNDIG

Auch die „In memoriam-Geburtstage“ und „Todesfälle“ wurden online gestellt

ZU DEN IN MEMORIAM-GEBURTSTAGEN SEPTEMBER 2018

TODESFÄLLE STAND SEPTEMBER 2018

LONDON: THE SECOND VIOLONIST

Benedict Nelson (Matthew). Photo Credit: Patrick Redmond.

The Second Violinist – Barbican, London
https://www.thereviewshub.com/the-second-violinist-barbican-london/
The Second Violinist at the Barbican

https://www.theupcoming.co.uk/2018/09/07/the-second-violinist
Landmark Productions and Irish National Opera present The Second Violinist
http://www.operatoday.com/content/2018/09/landmark_produc.php
Enda Walsh on writing and directing for opera with The Second Violinst

https://www.whatsonstage.com/london-theatre/news/enda-walsh-second

Wien/ Burgtheater: Fabian Krüger: „Ich liebe das grottigste Theater“
Schauspieler Fabian Krüger ist ab Dienstag im Burgtheater in „Mephisto“ nach dem Roman von Klaus Mann, Sohn Thomas Manns, zu sehen. „Man wird behandelt wie ein Adeliger“, sagt er über das altehrwürdige Haus am Ring.
Die Presse

Wien/ Volkstheater: Die Büchse der Badora
Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ als Wechselspiel im Volkstheater.
Wiener Zeitung
„Kaufmann von Venedig“: Maskerade des Juden als schwarze Frau
Die Karikatur des Shylock wird im Wiener Volkstheater zum falschen Spekulationsobjekt
Der Standard

HEUTE ORF 2 „KULTURMONTAG“

Der von Martin Traxl moderierte „kulturMontag“ am 10. September 2018, um 22.30 Uhr in ORF 2 berichtet u. a. über eine Franz-West-Retrospektive im Pariser Centre Pompidou und den nach wie vor anhängigen Rechtsstreit um den Nachlass des österreichischen Ausnahmekünstlers. Weiters blickt die Sendung auf die neue „Mephisto“-Produktion des Wiener Burgtheaters mit Nicholas Ofczarek in der Titelrolle, würdigt Theatermacherin Emmy Werner zum 80. Geburtstag und berichtet über einen neuen dokumentarischen Roman, der sich mit einem Stück verdrängter österreichischer Arisierungsgeschichte befasst. Anschließend an das Magazin steht die neue Dokumentation „Sound-Treck Europa: Österreich – Tradition im Wandel (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Hoffnungen schwinden – Ex-TV-Star Küblböck bei Kreuzfahrt vermisst
Es gibt kaum noch Hoffnung, den 33jährigen Ex-TV Star zu retten. Nach Angaben des Anbieters Aida Cruises ist kübelböck bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York Sonntagfrüh (Ortszeit) in der Labrador See, ungefähr 100 Seemeilen (etwa 185 Kilometer) nördlich von St. John“s/Neufundland, offenbar  freiwillig über Bord gegangen. Die Wassertemperatur beträgt an dieser Stelle etwa 10,5 Grad. Das kann ein Mensch nur wenige Stunden überleben.
Tiroler Tageszeitung

Ich wünsche eine schöne Woche

A.C.

 

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