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10. OKTOBER 2018

10.10.2018 | Tageskommentar

Drama? Zug der Zeit? Opernhaus Sidney wird als Werbefläche für Pferderennen genutzt. Foto: Youtube

Alan Jones hat sich entschuldigt – und das war australischen Medien eine Sondermeldung wert. Weil er sich nämlich selten entschuldigt. Wer ist Alan Jones? Einer der bekanntesten, aber auch umstrittendsten Journalisten des Landes.

Jones hatte sich am vergangenen Freitag in seiner Frühstückssendung beim Radiosender 2GB live mit der Leiterin des berühmten Opernhauses in Sydney gestritten. Louise Herron lehnte es ab, das Gebäude als Werbefläche für ein Pferdewettrennen zu nutzen. Jones hingegen ist ein lautstarker Befürworter. Der Streit gipfelte in folgendem Dialog:

Herron: „Es ist keine Werbefläche.“

Jones: „Sagt wer? Sagt wer? Du? Wer zur Hölle denkst du…, warte, Louise. Louise. Louise. Wer glaubst du eigentlich, wer du bist?

Dann legt Jones Herron noch den Rücktritt nahe…

Werbung auf Sydneys Wahrzeichen: Das Opern-Drama
Australier lieben Wetten und Glücksspiele, sie geben dafür jährlich Milliarden aus. Nun will die Regierung ein Pferderennen auf der berühmten Oper in Sydney bewerben. Der Protest ist gewaltig.
Der Spiegel

Als Wiener sollten wir nicht allzu schockiert sein. Geht man um die Wiener Oper herum, begegnen einem mindestens 10 „Mozart-Mandeln“ und vermitteln so ein völlig falsches Wien-Bild. Pferderennen und Australien ist zumindest authentisch!

Wiener Staatsoper: HEUTE STREAM „EUGEN ONEGIN“

Ab 19 h können Sie dabei sein!

https://www.staatsoperlive.com/de/

Wien/ Volksoper: Samstag Premiere „Zar und Zimmermann“

Lars Woldt als „van Bett“. Foto: Barbara Palffy/ Wiener Volksoper

Die „Deutsche Spieloper“ wäre eine ganz wichtige Aufgabe der Wiener Volksoper. Leider „rechnet sie sich nicht“, was nicht wundert, weil sie „madig“ gemacht wird.

Jeder neue Versuch der Wiederbelebung ist daher zu begrüßen!

Lars Woldt: Verachtet mir die Opernkomödianten nicht!
Der deutsche Bassist Lars Woldt, ab Samstag in der Neuinszenierung von Lortzings „Zar und Zimmermann“ wieder an der Volksoper zu erleben, über die sträfliche Missachtung der deutschen Spieloper und deren reiches Potenzial.
Die Presse

Wien/ Kammeroper (Filiale des Theater an der Wien): DIE ZAUBERINSEL

Copyright: Herwig Prammer

Renate Wagner war in der Vorwoche im Land unserer Lieblingsnachbarn und rezensiert daher erst heute die neue Kammeropern-Produktion: Was ein Pasticcio ist, weiß man mittlerweile – man jongliert Vorhandenes herum, setzt es nach Belieben zusammen und macht etwas Neues daraus, das dann notabene so neu nicht ist. In diesem Fall hat das Theater an der Wien von der englischen Theatermacherin Jean Renshaw einen Purcell-Abend bestellt – und sie machte Shakespeares „Sturm“. Nicht die originellste Idee, zumal, wenn man mit dem „Tempest“ von Thomas Adès doch vor nicht allzu langer Zeit eine sehr überzeugende neue Fassung des Stoffes gesehen hat. Allerdings ist das Argument der Autorin / Regisseurin zwingend: Etwas Besseres könne einem nicht einfallen.

Allerdings ist Shakespeares „Sturm“ schon sehr oft bearbeitet und entsprechend verändert worden, und Jean Renshaw bediente sich da an vielen Vorbildern. Dennoch hängt dramaturgisch einiges an der gebotenen Geschichte (mit ihren vollen drei Stunden Dauer) schief…

Zum Bericht von Renate Wagner

Mannheim: Madama Butterfly  7.10. 2018  Wiederaufnahme einer Uralt-Inszenierung aus 1969

Copyright: Nationaltheater Mannheim

In einer noch funktionierenden Uraltinszenierung von 1969 (Regie Wolfgang Blum) wird Puccinis später Opernhit wieder aufgenommen…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

WIEN / Musikverein: Gastspiel der ST. PETERSBURGER PHILHARMONIKER mit Max BRUCH und Dmitrij SCHOSTAKOWITSCH (Symphonie Nr. 13, „BabijJar“)

Yuri Temirkanov. Copyright: Stephan Trierenberg

Für drei Konzerte war Yuri Temirkanov mit „seinen“ St. Petersburger Philharmonikern im Goldenen Saal des Musikvereins zu Gast. Seit 30 Jahren ist der mittlerweile 80-jährige Temirkanov Chefdirigent dieses Meisterorchesters. Eine lebende Legende. Nur sein Vorgänger, Jewgenij Mrawinskij, stand noch  20 Jahre länger dem Klangkörper vor…

Zum Bericht von Karl Masek

BÜHNE BADEN: UMBESETZUNG „FIDELIO“

Magdalena Renwart. Copyright: Agnes Stadlmann

Aufgrund einer akuten Hüftarthrose von Miriam Portmann wird Magdalena Renwart die Partie der Leonore in Michael Lakners FIDELIO-Inszenierung singen.

Premiere ist am 20. Oktober 2018, Stadttheater.

Buch: Europas Opernmacher
Er hat das Musiktheater verändert, europaweit. Gerard Mortier (1943-2014) war Opernintendant in Brüssel und in Salzburg, in Paris und in Madrid, sogar im Ruhrpott. Was dachte er über Oper, Kunst und Politik?
https://www.sueddeutsche.de/kultur/musiktheater-europas-opernmacher-1.4153430

ZÜRICH/ Theater Stok./ „Oper im Knopfloch“: MARIE STUART von Louis Niedermayer

 

Diese Produktion der Oper im Knopfloch ist ein Hinweis wert. Die zu unrecht unbekannte grand opéra „Marie Stuart“ von Louis Niedermeyer mit dem bewährten Ensemble der Oper im Knopfloch vom 20. – 28. Oktober im Theater Stok Zürich

Alle Details finden Sie auch unter www.operimknopfloch.ch

BÜHNEN GRAZ: Im Gespräch mit Beate Vollack

Foto: Bühnen Graz

In der Reihe „ABC des Tanzes“ begeben wir uns mit dem Publikum hinter die Kulissen und in die Tiefen des Ballettsaals, um herauszufinden, wie das eigentlich geht – Ballett. Am 12. Oktober stellt sich in einem Tanz-Gespräch die neue Ballettdirektorin Beate Vollack vor und erzählt von ihrer Ausbildung zur Tänzerin sowie von ihrem Werdegang als Solistin in Berlin und München.

12. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Studiobühne
Die neue Ballettdirektorin stellt sich vor!

Info & Tickets

WIEN / Theater der Jugend im Renaissancetheater: RONJA RÄUBERTOCHTER von Astrid Lindgren in der Bearbeitung von Barbara Hass
Premiere: 9. Oktober 2018

Foto: Theater der Jugend/ Rita Newman

Jeder weiß es aus eigener Erfahrung: Man kann sich nicht aussuchen, in welche Welt, in welches Milieu man hineingeboren wird. Wenn „Räuber“-Papa Mattis, der in Schwedens Wäldern unterwegs ist, Töchterchen Ronja bekommt, erwartet er von ihr natürlich etwas Begeisterung für seinen Beruf. Aber was ein ordentliches Astrid-Lindgren-Mädchen ist, fragt sich schon, warum man sein Leben eigentlich kriminell fristen muss…

Zum Bericht von Renate Wagner

In eigener Sache: Nachwuchs in der „Online-Merker“-Familie

 

Die Online-Galerie war gestern tagsüber geschlossen, weil sich die Familie erweitert hat. Mein Enkel Raffael bekam am Dienstag um 9 h im AKH ein Schwesterchen, das auf Leonie-Marie (noch nicht) hört. Das Kind ist augenscheinlich gesund (heute wird es ausführlich geröngt). Nachmittags besuchte Raffael seine Schwester, war interessiert, aber auch etwas reserviert. Er ahnt wohl, was auf ihn zukommt. Zu Erbschaftsstreitereien ist es noch nicht gekommen, auch wenn das Foto diesen Eindruck erweckt! Aber das kommt noch!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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