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10. NOVEMBER 2018

10.11.2018 | Tageskommentar

Nikisha Fogo als „Sylvia“. Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

HEUTE /WIENER STAATSBALLETT: PREMIERE VON MANUEL LEGRIS‘ SYLVIA

Zur Premiere und Produktion

Mit Sylvia präsentiert Ballettdirektor Manuel Legris seine zweite abendfüllende Choreographie für das Wiener Staatsballett – die Neuproduktion feiert am Samstag, 10. November 2018 Premiere an der Wiener Staatsoper und steht bis Jänner 2019 insgesamt 10 Mal auf dem Spielplan des Hauses am Ring.

Sylvia, das Ballett in drei Akten vom französischen Komponisten Léo Delibes, wurde am 14. Juni 1876 in Paris uraufgeführt und zählt vor allem auch musikalisch zu den herausragenden Balletten des 19. Jahrhunderts. Die Ballettpartituren von Delibes revolutionierten mit ihrer frischen Sicht die gesamte Gattung, Sylvia, choreographiert von Louis Mérante, war zudem die erste Ballettpremiere in dem von Charles Garnier konzipiertem Pariser Opernhaus.

Mit seiner neuen Version der Sylvia knüpft Manuel Legris an den großen Erfolg seines Le Corsaire an und schafft eine weitere Neufassung eines zentralen „Klassikers“ des 19. Jahrhunderts für das Wiener Staatsballett, wobei er vor allem der französischen Traditionslinie des Werkes, die sich vom Choreographen der Uraufführung über Namen wie Léo Staats, Serge Lifar, Albert Aveline und Lycette Darsonval in die Gegenwart fortsetzt, folgt. Seine anstehende Neuinterpretation setzt dabei vor allem auf Möglichkeiten zur tänzerischen Entfaltung.

An der Wiener Hofoper wurde Sylvia zum ersten Mal bereits 1877 – also nur ein Jahr nach der Uraufführung – in einer Choreographie von Carl Telle gezeigt (zugleich die erste Vorstellung des Balletts außerhalb von

Paris) und vom Wiener Staatsopernballett zuletzt abendfüllend von 1976 bis 1985 in einer Choreographie von László Seregi in der Wiener Staatsoper aufgeführt. Das Werk kehrt somit nach über 30 Jahren Pause in einer neuen Fassung an das Haus am Ring zurück.

Die Neuproduktion von Sylvia wird am 24. November 2018 in bester Ton- und Bildqualität mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD übertragen: www.staatsoperlive.com

Staatsballett-Leiter Legris: „Ballett ist entsetzlich schwer“
Manuel Legris hat das Staatsballett in lichte Höhen geführt. 2020 geht er. Am Samstag feiert seine „Sylvia“ Premiere an der Staatsoper
Der Standard

Wiener Staatsoper: L’ELISIR D’AMORE am 8.11. – und Gedanken dazu

Mariam Battistelli (Gianetta). Copyright: Wiener Staatstoper/ Michael Pöhn

Eine gute Probe ihres Talentes bot in der Rolle der Gianetta Mariam Battistelli, eine Äthiopierin – groß und schlank und fesch und singen kann sie auch. Aus dieser kleinen Rolle haben sich schon viele in die erste Garnitur des Hauses hinaufgesungen, mit einer Zwischenlandung bei der Adina und manchmal zu noch höheren Weihen...

Aber natürlich werden auch die Hauptrollenträger rezensiert: Aida Garifullina, die äußerst fesche capricciosa fittaiuola, eine reiche Pächterin in dieser kleinen Baskischen Siedlung, die mit silberhellem Sopran und jener mädchenhaften Spielfreude welche Sympathien einbringt und ihre Begehrlichkeit beim ortsansässigen Männervolk glaubhaft macht.
Und der aus Paris gebürtige Benjamin Bernheim, stimmlich über einen tenore leggero bereits hinaus, was auch seinem derzeitigen Rollenangebot entspricht mit Partien wie Rodolfo und Alfredo. Er präsentiert seinen Nemorino mit einem leichten, lyrischen und angenehm klingenden, warm timbrierten Tenor, allerdings mit nicht zu überhörender Neigung, in der Höhe für die Piano notierten Phrasen das reine Kopfregister zu bevorzugen. Insgesamt aber scheint er bei seinen absolvierten Meisterklassen bei Giacomo Aragall und Carlo Bergonzi gut aufgepasst zu haben!…

Stéphane Lissner (Anm.d.Red.; Das ist jener französische Opern-Starintendant, der „Carmen“ nicht auf den ersten Ton/Blick erkennt), seines Zeichens Chef der Opéra de Paris zeigte sich vor einigen Wochen in einem Interview nicht sehr optimistisch über die Zukunft des Genres Oper. Er warnt in Bezug auf sein Haus vor dem Fehler einer Rückkehr zur Nostalgie-Oper und rät, als einzigen Weg für die Zukunft der Oper Produktionen zu bringen, die in einer Beziehung zu unserer Welt stehen.

Nein, diese Angst habe ich bei uns nicht, dass im Baskenland Donizettis bald die Guerrilleros auftauchen oder französische Armeeverbände, um separatistische Bewegungen niederzumetzeln. Viva la Musica heißt hier, bei uns, die Parole und wenn ein Regisseur glaubt, mit seinen „bizarren“ Ideen das dösende Publikum wecken oder erschrecken zu wollen, dann wird lieber eine Aufführung in der theaterfremden konzertanten Version angesetzt. Doch wie bekommt man aber mit so etwas ein neues und jüngeres Publikum in die Opernhäuser?…

Eindeutig „von dieser Welt“ sind viele Opern-Gelegenheitsbesucher: Das junge taiwanesische Pärchen vor mir, dem ich in der Pause freundlich erklärte, dass der ständige Gebrauch der Handys (ja, jeder hatte sein eigenes) während der Aufführung störend für andere Besucher wäre und obendrein nicht erlaubt sei, dieses Pärchen also war nach der Pause schon wieder verschwunden. Blöd auch, so eingeschränkt zu werden, auch die werden kaum mehr kommen.

Viel Arbeit wartet auf künftige Direktionen.

Zum Bericht von Peter Skorepa

Da hat unser Redakteur Skorepa also ein Pärchen aus der Wiener Staatsoper vertrieben! Dafür macht er heute Dienst in Graz! Dort kann er heute in der Pause niemand verprellen!

Zu Stephane Lissners skurriler Sicht trägt Heinrich Schramm-Schiessl etwas bei: Das was der Lissner sagt, ist natürlich der totale Holler. Mit einer solchen Umfunktionierung gewinne ich sicher kein neues Publikum, vertreibe aber das aktuelle – siehe unser letzter Festwochen-Intendant. Das ist ja auch das Problem der Frau Badora im Volkstheater. Der Großteil des Publikums will einfach im Theater nicht das sehen, was es ohnehin jeden Tag in den TV-Nachrichten präsentiert bekommt.

HEUTE Premiere SALOME in Graz!

Copyright: Werner Kmetitsch/ Oper Graz

Nach ihrem großen Erfolg als Grete in „Der ferne Klang“ kehrt Johanni van Oostrum zurück an die Oper Graz, um der Königstochter Salome neues Leben einzuhauchen.

HEUTE in den Kinos: MARNIE aus der Metropolitan Oper

 

Marnie ( Oper von Nico Muhly)
Aus dem Englischen übersetztMarnie ist eine Oper von Nico Muhly nach einem Libretto von Nicholas Wright nach dem 1961 Roman von Winston Graham und seine 1964 Verfilmung von Alfred Hitchcock. Seine Uraufführung fand im November 2017 an der English National Opera und im Oktober 2018 an der Metropolitan Opera statt.
Ich bin dabei, erstens weil mich dieses neue Werk interessiert und zweitens, weil mir eine Abonnentin der Met-Kino-Übertragungen die Karten überlassen hat, als sie merkte, dass weder Anna Netrebko, Elina Garanca oder Jonas Kaufmann in der Besetzung aufscheinen. Dafür aber die großartige Isabel Leonard!

WIEN / MuTh: Uraufführung der Neufassung „DIE REISE DES KLEINEN PRINZEN“ von Gerald Wirth mit den Wiener Sängerknaben und Michael Schade

1997 schrieb der spätere Künstlerische Leiter der Wiener Sängerknaben, Gerald Wirth, eine Kinderoper nach der Erzählung „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, die 1943 erstmals erschienen war. Libretto: Kirk Miles. Die zeitlosen Gedanken, die Saint-Exupéry zum Ausdruck bringt, haben Kinder wie Erwachsene seit jeher fasziniert. Auch Wirths Kinderoper über den Weltenbummler, der sich aufmacht, um Freunde zu finden und die Erwachsenen allesamt sonderbar findet, ist seit der Uraufführung 1997 eines seiner beliebtesten und meistaufgeführten Werke.

2018 holt er das Stück wieder hervor und reichert es um einen Erzähler an, den Flieger, der in der Wüste notlanden muss und dem kleinen Prinzen begegnet. Am 9.11. 2018 also die „Uraufführung in dieser Fassung“ im „MuTh“, dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben im Wiener Augarten…

Zum Bericht von Karl Masek

Wien – die glückliche Stadt: Stadt der größten Musik auf kleinstem Raum

Musikleben. Ein paar Minuten zu Fuß – in die Staatsoper oder zur Singverein-Probe, in die weltberühmte Musikuni oder zum Geigenbauer: Keine Stadt der Welt macht uns dieses Musikleben auf ein paar Quadratmetern nach. Ein Rundgang.
Die Presse

ZukunftsStimmen: Kammersängerin Elīna Garanča und Maestro Karel Mark Chichon suchen die Stars von morgen

 

Wien, November 2018: Seit mehr als zehn Jahren setzen Elīna Garanča und Karel Mark Chichon im Rahmen ihrer Klassik Open Air Konzerte in Göttweig und Kitzbühel auf gemeinsame Auftritte mit jungen, aufstrebenden Talenten der Opernwelt. Nicht selten folgte auf diese Auftritte der Start zu einer internationale Karriere, erwähnt seien hier Valentina Nafornitja oder Bryan Hymel. Nun starten Garanča und Chichon die Nachwuchsinitiative „ZukunftsStimmen“, eine nachhaltige Aktion zur Förderung und Begleitung junger Künstler. Die Siegerin, bzw. der Sieger wird bei den beiden Klassik Open Air Konzerten im Juli 2019 zu hören sein. Gefördert wird die Initiative vom langjährigen Partner Raiffeisen.

Mehr als ein Wettbewerb
Dass es sich bei „ZukunftsStimmen“ nicht nur um einen klassischen Gesangswettbewerb handelt, das ist Elīna Garanča besonders wichtig. Viel mehr geht es um ein Entdecken, ein Begleiten, um Hilfestellung am Beginn einer Karriere – und natürlich um die Möglichkeit, mit den ganz Großen gemeinsam auf einer Bühne zu stehen…

Alle Informationen unter www.zukunftsstimmen.at

Es gibt (zu) viele Gesangswettbewerbe – und es „bröckeln“ schon welche weg. Es geht nur so, wie es Placido Domingo mit seinem „Operalia“ gezeigt hat: „Hilfestellung am Beginn der Karriere“. Wer das nicht bieten kann, sollte die Finger davon lassen, es genügt lange nicht mehr, einen Bewerb zu gewinnen!

OFFENER BRIEF AN DEN LINZER BÜRGERMEISTER MMag. LUGER

Diese Mail ergeht als „offener Brief“ an die unter cc angeführten Adressaten und wird auf der Vereinshomepage www.musiktheater.at sowie in den nächsten Vereinsmitteilungen des Vereins Freunde des Linzer Musiktheaters „Linzer Musiktheaterpubliziert…

Es geht um die Streichung von Subventionen der Stadt Linz (nicht des Land Oberösterreich) für das Musiktheater.  Da ich täglich als privater Unternehmer täglich einem Existenzkampf ausgesetzt war, sehe ich die Sache etwas anders als der beamtete Herr Vereinsobmann. Auch der Linzer Bürgermeister will das Musiktheater nicht „abdrehen“ (das könnte er sich als SPÖ-ler, dessen Partei sich für den Bau eingesetzt hat – wohl wissend, dass es teuer wird –  gar nicht leisten) , er will meinem Gefühl nach bloß einer ständigen Kostenerweiterung, ständig neuen Begehrlichkeiten entgegenwirken. Zu äußerster Sparsamkeit ist ein Politiker verpflichtet.

Hoffentlich wird kein neues Politikum, diesmal unter anderen Vorzeichen wie vor der Beschlussfassung, daraus. Dazu bedarf es Besonnenheit, keiner Forderungen!

Brüssel: Janáčeks Episoden „aus einem toten Haus“ an der Oper Brüssel
Neue Musikzeitung/nmz.de

OPER LEIPZIG: Bayreuth-Star singt »Elektra«: Catherine Foster glänzt in der Wiederaufnahme von Richard Strauss

Catherine Foster. Copyright: Tom Schulze

Am 3. November feierte die Oper Leipzig die Wiederaufnahmen von Peter Konwitschnys international gefeierter Inszenierung der »Elektra«. Sie erzählt Richard Strauss‘ Oper als spannende Familientragödie, die im ekstatischen Blutrausch ihren bitteren Höhepunkt findet.

Sopranistin Catherine Foster sang von 2013-2016 die Brünnhilde im Bayreuther »Ring des Nibelungen« und wurde zuletzt für Ihre dortige Interpretation in der »Walküre« unter Placido Domingo international gefeiert. Mit der »Elektra« gibt sie ihr Hausdebüt an der Oper Leipzig. Ulf Schirmer leitet das Gewandhausorchester und unterstreicht damit auf beeindruckende Art und Weise den Strauss-Schwerpunkt der Oper Leipzig.

Dr. Klaus Billand ist bereits unterwegs und wird dabei sein! Dieser Tage wurde er kurz in Wien gesichtet, wo er eigentlich seinen Hauptwohnsitz hat! Für Montag hat er sich zum Künstlergespräch mit Kurt Rydl in der Galerie des Online-Merker angesagt – dann geht es wohl wieder auf Reise!

Wien/ Kammerspiele/ „Acht Frauen“: Der Schlusschor versöhnt
„Acht Frauen“ von Robert Thomas in den Wiener Kammerspielen.
Wiener Zeitung

Wien/ Burgtheater: Konflikt-Ende: Burgfrieden für Hartmann
Der ehemalige Direktor vergleicht sich mit dem Burgtheater, Geld kommt nur von der Versicherung
Wiener Zeitung
Letzter Akt im Trauerspiel am Burgtheater
Der geschasste Intendant Matthias Hartmann schließt einen Vergleich mit dem Wiener Burgtheater. Nach dem Schuldendesaster an der größten deutschsprachigen Sprechbühne sind alle Verantwortlichen weich gefallen – bis auf eine Person.
Frankfurter Allgemeine
Burgtheater schliesst ein teures Kapitel
Salzburger Nachrichten

Auszug aus „Frankfurter Allgemeine“: Der geschasste Intendant Matthias Hartmann schließt einen Vergleich mit dem Wiener Burgtheater. Nach dem Schuldendesaster an der größten deutschsprachigen Sprechbühne sind alle Verantwortlichen weich gefallen – bis auf eine Person.

Entweder gehen in Deutschland die Uhren wirklich anders, oder der Herr Redakteur hat vom Leben wenig Ahnung. Wenn jemand den Kopf für andere hinhält, macht er (oder wie im konkreten Fall sie) das auch nicht ohne Gegenleistung. So sehe ich das, ohne eine Behauptung aufzustellen.

Spionage in Österreich

Große Aufregung herrscht angeblich sogar international um die Spionageaffäre. Ich habe sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, zuerst einmal zu schauen, was „unter’m Strich“ rauskommt. Also, der „Oberst-Spion“ hat in 20 (!) Jahren angeblich „bis zu 300.000 Euronen“ kassiert. Das macht im Monat bestenfalls einen (!) Tausender. Für einen Tausender im Monat verrate ich Moskau die Milchpreise in Österreich!

Ich verstehe die Aufregung absolut nicht!

Ich wünsche ein schönes Wochenende

A.C.

 

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