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10. MAI 2022 – Dienstag

10.05.2022 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: DIE WALKÜRE. John Lundgren und die Walküren. Foto: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Nach Rheingold, dem Vorabend der Ring des Nibelungen-Tetralogie, zeigt sich der Wotan in der Walküre in deutlich besserer Form, aber noch immer nicht frei von stimmlichen Einschränkungen. Vor dem dritten Aufzug tritt Staatsopern-Dramaturg Andreas Lang vor den Vorhang und klärt auf: John Lundgren leide an einer akuten Allergie, werde aber, wie bereits im Rheingold, als er ebenfalls schon indisponiert angetreten sei, weiter singen und so den Opernabend retten. Dankbarer Applaus. – Schade, dass der schwedische Bariton nicht von Beginn an, vor allem aber schon bei Rheingold, als indisponiert angekündigt worden war. Das hätte schmerzliche und im Nachhinein unangebrachte Buhrufe verhindern können. Allerdings gab es bei Rheingold keine Pause für allfällige nachträgliche Erklärungen…

…Die überzeugendste Leistung des Abends erbringt der australische Tenor Stuart Skelton. Höchste Zeit, dass dieser herausragende Sänger, der in Wien bisher als Erik und Florestan eher unbemerkt aufgetreten ist, nun endlich in seiner Paraderolle als Siegmund zu erleben ist. Ein imponierender Auftritt, von der folgenschweren Begegnung mit Sieglinde und Hunding bis zur hochdramatischen Auseinandersetzung mit Brünnhilde, die ihm als Todesengel gegenübertritt und nach Walhall geleiten will, was er strikt ablehnt…

...Einhelliger, starker Applaus, der nach viereinhalb Stunden Oper allerdings nicht sehr lange anhält. Und die Hoffnung, dass John Lundgren in seinem dritten Anlauf im Siegfried endlich zu seiner gewohnten Form zurückfinden möge.

Zum Bericht von Manfred A.Schmid

Wien/ Staatsoper
Die Trümpfe in Frauenhand
Halbzeit beim aktuellen „Ring“-Durchlauf an der Staatsoper.
WienerZeitung.at

So berührt uns Wagners Geschwisterliebe-Drama (Bezahlartikel)
DiePresse.com

Wagner-Wunder bei „Walküre“ Bezahlartikel
Kurier.at

Eine, die eigentlich für diese Vorstellung vorgesehen war, ist offenbar stattdessen heute in Bukarest zu hören.

Ist Bukarest drauf und dran, Wien den Rang als Opernstadt abzulaufen?

LISE DAVIDSEN: Sonntag Absage in Wien (längerfristig abgesagt), dafür Dienstag Konzert in Rumänien

here in Romania with @freddiedetommaso and maestro @josemiguelperezsierra
The concert is a charity concert raising money for palliative care for the Regional Institute for Cancer in Iassy Romania.
If you are here please come tomorrow at 18.30 to the National Opera of Romania.

ZU INSTAGRAM

Fritz Krammer: Meine Frage, Davidsens prompte Antwort

 

Gut, das nehmen wir so zur Kenntnis. Da werden sich die Bukarester wieder freuen!

Dieses verflixte Instagram, nichts bleibt geheim!

Wien
Das Rheingold an der Wiener Staatsoper mit neuen Stimmen
bachtrack.com.d

München: Erste Eindrücke zu LES TROYENS

TTT– erste Reflexion: „ Les Troyens“ (Die Trojaner) Hector Berlioz – Bayerische Staatsoper – Premiere 9.5.2022

Marie-Nicole Lemieux als „Cassandre“. Foto: Wilfried Hösl

Alles Gute – keine Aufreger! Alles Gute – keine Ausfälle! Alles Gut? Verstörende Einfälle?

Keine Aufreger ? Nein! Ein von unbeugsam saturierten Bigottisten  bevölkertes Publikum hat dann doch „Krumen“  zum Protest  in bestürzender Borniertheit genutzt.

Die Inszenierung greift ein Minderheitenproblem in Filmeinblendungen auf,  indem hübsche junge Männer nackt im mäßiger Softpornomanier homoerotisch agierten…

Zum ersten Eindruck von TTT

München/ Bayerische Staatsoper: Fotoserie zu „Les Troyens
Bei Serge Dorny stehen vor allem Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert auf dem Programm. Neun von elf Premieren widmen sich dem modernen Musiktheater. Les Troyens gehört nicht dazu. Premiere war gestern
BR-Klassik.de

RAFFAELLA LUPINACCI: „In Pesaro lernte ich das Wesen der Oper kennen“

Heute gibt die junge italienische Mezzosopranistin ein sehr wichtiges Debüt an der Oper von Amsterdam in der Neuinszenierung von „Anna Bolena„, in der sie die Giovanna Seymour singt

Raffaella Lupinacci. Fotocredit: Chiara Mirelli

Die italienische Mezzosopranistin Raffaella Lupinacci über ihr Debüt an der Oper von Amsterdam als Giovanna Seymour in „Anna Bolena“, den Belcanto im Allgemeinen und speziell Rossini, dem sie den Start ihrer Karriere beim Rossini Opera Festival in Pesaro zu verdanken hat…

ZUM INTERVIEW


Evgeny Nikitin und der „Victory Day“

Armer Evgeny Nikitin! Wir erinnern uns, dass der russische Bassbariton vor nunmehr 10 Jahren bei den Bayreuther Festspielen die Titelrolle im „Fliegenden Holländer“ hätte singen sollen, was aber nicht zustande kam, weil man auf seinem tätowierten Oberkörper ein Hakenkreuz-Tattoo zu erkennen geglaubt hatte.

Dies hat seine internationale Karriere aber nur kurzzeitig unterbrochen. So ist er in der kommenden Saison in einer Neuproduktion des „Lohengrin“ an der MET angesetzt. Obwohl Nikitin Ensemblemitglied am von Valery Gergiev geleiteten und mit Staatsgeldern (Putin!!!) subventionierten Mariinsky-Theaters ist, sei diese Tatsache auch für MET-Chef Peter Gelb kein Problem, denn Nikitin sei nicht als Putin-Unterstützer bekannt.

Zumindest nicht bis jetzt, denn nun hat ein US-Onlinemagazin eruiert, dass Nikitin am gestrigen 9. Mai, also am „Victory Day“, am Mariinsky aufgetreten ist (Titelrolle in „Fürst Igor“). Gilt das nun doch als Unterstützung von Putins Krieg.

Was lernen wir daraus? Sollte einem russischen Sänger an einer Fortsetzung seiner Karriere im Westen gelegen sein, sollte er sich genau überlegen, ob er am 9. Mai in Russland auftritt, zudem noch an einer Putin eng verbundenen Bühne, dazu noch in einer derart heroisierenden Oper wie „Fürst Igor“.

Welche anderen  Sänger sind nun am 9. Mai in Russland an einem Opernhaus in welcher Oper aufgetreten? Müssen die nun alle aus dem Westen raus?

S.M.

Wien/ Musikverein: Verschnaufpausen mit Witz
Cecilia Bartoli und András Schiff begeisterten im Musikverein.
WienerZeitung.at

Qui sempre ride il cielo – An afternoon of songs with Cecilia Bartoli and Sir András Schiff at the Wiener Musikverein, 08.05.2022, 15.30 Uhr
As there was only one concert announced at Wiener Musikverein, the expectations were as high as the pleasant anticipation to experience CECILIA BARTOLI and SIR ANDRÁS SCHIFF at the great golden hall of the Wiener Musikverein. And it can already be said that the expectations had been more than fulfilled. Sir András did not only host through the afternoon in his charming way. His musical intermezzi turned out to be a golden thread between the three blocks of songs Mrs. Bartoli presented. So he took us on a dreamful journey that started in a romantic way with Italian songs from Franz Schubert…
Zum Bericht von Eric A. Leuer

WIENER VOLKSOPER: Zur Premiere von Der Tod in Venedig
Ab 14. Mai 2022

 

Was passiert, wenn ein erotisches Faszinosum zur Obsession wird?
Man vergisst alles rund um sich – auch jede Gefahr. In eben diesen Sog gerät Gustav von Aschenbach in Der Tod in VenedigDavid McVicar inszeniert Benjamin Brittens Meisterwerk als Koproduktion mit dem Royal Opera House London; mit Rainer Trost als Aschenbach und Martin Winkler u. a. als Reisender, am Pult steht Gerrit Prießnitz.

OPER GRAZ: DER RING AN EINEM ABEND
Loriot-Ring – Impuls für die Grazer Wagnerpflege (5.5.2022)

Die Grazer Philharmoniker dokumentierten ihre hohe Qualifikation auch für den „Ring“, der hier vor vielen Jahren in der Regie von Christian Pöppelreiter einmal recht gut lief. Man sollte mal an einen neuen denken!‘ Das schreibt der ausgewiesene Wagner-Kenner Klaus Billand in seiner sofort nach der Premiere veröffentlichten Kurzkritik. Diese Anregung greife ich sehr gerne gleichsam als Leitmotiv für meine eigene Auseinandersetzung mit der aktuellen Produktion auf. Für historisch Interessierte gibt es am Ende in einem PS einen Exkurs zur Grazer Ring-Tradition der letzten 60 Jahre.

https://www.deropernfreund.de/graz-12.html

Dresden / Semperoper: Premiere: ENTROMANTISIERTE “RUSALKA“ – 7.5.2022
Gegenwärtig wirbt ein Plakat mit einer gestochen scharfen Mondaufnahme, die sogar den Erdschatten zeigt und dennoch oder gerade deshalb romantische Illusionen weckt, in Dresdens Innenstadt für die Premiere von Antonín Dvořáks, 1901 im Nationaltheater Prag uraufgeführte lyrische Märchenoper „Rusalka“ an der Semperoper. Spontan denken da viele Opern- und Musikfreunde wehmütig an die Tonaufnahmen mit dem „Lied an den Mond“ der früh verstorbenen, unvergessenen Elfriede Trötschel und so manche romantische Inszenierung an den verschiedenen Opernhäusern.

Nachdem Stefan Herheim mit seiner zwar sehr einfalls- und abwechslungsreichen Neuinszenierung (Premiere: 2010) an der Semperoper den Sagenstoff von einem geheimnisvollen Wasserwesen in menschlicher Gesellschaft, das auf slawische Volksmythen, die deutsche Erzählung „Undine“ von Friedrich de la Motte-Fouqué , das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen und die altfranzösische „Melusinen“-Sage zurückgeht, schon ad absurdum führte, wird nun das Dresdner Publikum, das in seiner territorialen Nähe zu Tschechien und damit der Natur und auch Kultur dieses Landes, einschließlich seiner romantischen Sagenwelt, eine Beziehung hat, in der Inszenierung von Christoph Loy, der damit sein Debüt an der Semperoper gibt, erneut brüskiert, wenn auch weniger…

Zum Bericht von Ingrid Gerk

Dresden
Zum Heulen schön – Antonín Dvořáks „Rusalka“ an der Semperoper Dresden
NeueMusikzeitung/nmz.de

Dessau: Von der Kunstfigur zum Bel Ami: „Der Rosenkavalier“ in Dessau
NeueMusikkzeitung/nmz.de

Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ am Anhaltischen Theater Dessau
MDR-Klassik.de

EISENSTADT/ Schloss Esterhazy: „DIE SCHÖNE MÜLLERIN“. Gesungen von Rafael Fingerlos.
Am Klavier: Sascha El Moussi

 

Sonntag, 29. Mai 2022, 11h Schloss Esterházy, Eisenstadt

„Die schöne Müllerin“
Rafael FINGERLOS, Bariton
Sascha EL MOUISSI, Klavier

Link und Kartenverkauf: https://esterhazy.at/veranstaltungen/die-schoene-muellerin

St. Margarethen: Steinbruch wird zu Nabuccos Reich
https://burgenland.orf.at/stories/3155471/

Salzburger Landestheater: Erste Aufführung im Zirkuszelt
Die Premiere des Salzburger Landestheaters am Samstagabend in einem großen Zirkuszelt am Messegelände war ein voller Erfolg. Wegen der Sanierung des Stammhauses spielt das Ensemble des Landestheaters die Theaterstücke, Opern und Musicals im Ausweichquartier.
https://salzburg.orf.at/stories/3155415/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung
Odessa ist Ziel einer Welle von Raketenangriffen: In der Nacht haben weitere Detonationen Odessa erschüttert. Die Bewohner mussten Schutzräume aufsuchen. Die Hafenstadt im Süden der Ukraine ist seit Sonntagabend Ziel verstärkter russischer Raketenangriffe. Am Montag feuerte Russland nach Darstellung des ukrainischen Militärs mehrere Hyperschallraketen auf die Stadt. Dabei seien mehrere «touristische Objekte» getroffen und mindestens fünf Gebäude zerstört worden. Die Suche nach Opfern unter den Trümmern dauere an.
Zu den neusten Entwicklungen
Scholz und Macron wollen sich aussenpolitisch noch enger abstimmen: Deutschland und Frankreich wollen Europas Handlungsfähigkeit weiter stärken. Das betonten Bundeskanzler Olaf Scholz und der wiedergewählte französische Präsident Emmanuel Macron, der zum ersten Auslandsbesuch seiner neuen Amtszeit nach Berlin gereist war. Beide wollen die Länder im westlichen Balkan stärker an die Europäische Union binden. «Wir stehen zu unseren Beitrittsversprechen», betonte Scholz.
Zum Bericht
Ferdinand «Bongbong» Marcos Jr. hat sich ins Präsidentenamt der Philippinen gelogen: Der Sohn des einstigen Diktators gewann mit einem Erdrutschsieg die Wahl. Aus dem Sieg seines Vorgängers Rodrigo Duterte 2016 hatte Marcos Jr. seine Lehren gezogen – und die vergangenen Jahre genutzt, um in den sozialen Netzwerken ein Ökosystem von Falschinformationen aufzubauen. Das nötige Geld hat der Marcos-Clan.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue ZürcherZeitun“

Österreich
Aus für Köstinger und Schramböck: Das schleichende Ende der Ära Kurz
Karl Nehammer bricht nicht mit seinem Vorgänger Sebastian Kurz, er lässt ihn langsam verschwinden.

…Mit der Regierungsumbildung setzt Nehammer schon vor dem Parteitag in Graz am kommenden Samstag, an dem er offiziell neuer ÖVP-Obmann wird, ein Zeichen. Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler schickte nach dem Rücktritt des Arztes und Amateurs Wolfgang Mückstein den langgedienten Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch ins Gesundheitsministerium. Sollte Nehammer Köstinger und Schramböck ebenfalls mit politischen Profis ersetzen, wäre es eine weitere Abkehr vom „System Kurz“…
profil.at/österreich

Die österreichische Innenpolitik kommentiere ich an dieser Stelle schon lange nicht, bei Familiengesprächen (etwa während des sonntägigen gemeinsamen Frühstücks), nimmt diese immer breiteren Raum ein. Wir sind die wohl einzige Familie – zumindest in Mauerbach – in der sämtliche  Familienmitglieder mit Ausnahme der noch nicht politikfähigen Enkel bereits im Gemeinderat tätig waren – als besonderes Kuriosum für unterschiedliche Parteien. Fünf Jahre lang war ich mit meiner Tochter sogar gemeinsam im Rat, meine Tochter bei der Regierungspartei  für wirtschaftliche Belange zuständig, ich als Oppositionsvertreter, dann hat mir als „Macher“ Opposition keinen Spaß mehr gemacht. Mit der letzten Wahl ist aber die Familie politisch von der Bildfläche verschwunden (bei Wahlen helfen wir in den Kommissionen mit) , nicht durch Wählervotum, sondern dem eigenen Alter bzw. den Enkeln Tribut zollend.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

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