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10. MAI 2020 – Sonntag

10.05.2020 | Tageskommentar

HEUTE VOR EINEM JAHR IST ELENA HABERMANN VON UNS GEGANGEN. Foto: Dreher

Exakt vor einem Jahr hat mich Wolfgang angerufen und mir die Nachricht überbracht, die mich erschüttert hat, obwohl ich sie erwartet habe! Sie hat sich viel erspart, zum Beispiel diese Corona-Krise, die sie ganz hart getroffen hätte. Organisatorisch tätig sein, das war ihr Leben! Sie hat „ihr Ding“ zu Ende gebracht, nun wäre es sowieso den Bach runtergegangen. Es ist eine Gnade, dass sie das nicht erleben musste!

Man muss nicht „ein Herz und eine Seele“ sein, um beispielhaft zusammenarbeiten zu können. Das haben wir beide bewiesen. Der Online-Merker verdankt ihr viel!
Danke, Elena!

JONAS KAUFMANN WÜNSCHT ALLEN MÜTTERN EINEN SCHÖNEN MUTTERTAG

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HEUTE ist Muttertag! Bitte nicht vergessen!

Zuwiderhandeln könnte mit Enterbung enden!

Heinz Sichrovsky (NEWS) über Christian Thielemann – und die Situation allgemein.

Ursprünglich wollte ich Ihnen heute ja wieder von der Staatssekretärin Lunacek erzählen. Derzeit rühmt sie sich einer trinkgeldhaften Erhöhung der Hilfsmittel, während Kleinunternehmer wie Millionenbetriebe aus dem Kunstbereich demokratisch dem Bankrott entgegengehen. Auch nehme ich zur Kenntnis, dass zwar Jäger, nicht aber ausländische Künstler zu ihren dringend benötigten Vorproben einreisen dürfen: Chaos und Resignation, während Oberösterreich und Wien schon gescheite Wiederbelebungsmaßnahmen auf den Weg bringen…

Gute Nachrichten überbringt Heinz Sichrovsky bezüglich  Katharina Wagner

…Christian Thielemann, der Katharina Wagner als Musikdirektor zur Seite steht, muss einschlägige Hoffnungen der bereits kreisenden Geier auch aus dem Familienverband zerstreuen: „Sie ist noch in Behandlung, aber auf dem Weg der Besserung. Sie hat keine schwere Krankheit, es war nur ein Ausrufezeichen. Sie hatte wohl Glück.“ Ganz sicher werde die Intendantin ihren bis 2025 laufenden Vertrag erfüllen. „Alle anderen Mutmaßungen sind Quatsch.“…

Ein Weltmeister im stummen Hochbetrieb
Wie verbringt der Dirigent Christian Thielemann die Zeit der erzwungenen Stille? Ein Gespräch über Alarmmeldungen aus Bayreuth und die Zukunft in Salzburg und Wien.
https://www.news.at/a/Thielemann-weltmeister-im-stummen-hochbetrieb-11471737

Wo verbringt Christian Thielemann den heurigen Sommer? Natürlich in Bayreuth. Hoppla, Herr Kapellmeister, Sie wissen aber schon, dass die Festspiele für heuer abgesagt sind? Weiß er, aber er hat sein Zimmer nicht storniert (wohl einer der ganz wenigen), Bayreuth ist auch einen Urlaub ohne Festspiele wert.

Salzburg? Dort wurde Thielemann durch einen „Mob aus Provinzpolitikern und sonstigen Scharlatanen“ (Copyright Heinz Sychrovsky) aus dem Amt gemobbt, ist anscheinend Geschichte.  Ab 2023 wird es in Dresden „Richard Strauss-Festspiele“ geben, die nicht zwangsläufig Osterfestspiele sein oder heißen müssen. Eine Konkurrenz und Kampfansage werden sie aber sein!

Thielemann in Wien? Vier Ariadne-Vorstellungen im November, dann erst wieder 2023. Dazwischen  nichts. Gibt es Nachverhandlungen?.

Corona ermöglicht die seltsamsten Allianzen. Lukas Resetarits und ich einer Meinung? Das hätte ich für die nächsten 100 Jahre ausgeschlossen. Doch dann kam Corona! 

Lukas Resetarits kritisiert Lunacek scharf
Kabarettist: „Geigen wir die ganze Grüne Kulturpartie ham“. Der Kabarettist Lukas Resetarits wendet sich in einem Video scharf gegen den Umgang mit Kulturschaffenden in der Krise. „Geigen wir die ganze Grüne Kulturpartie ham – unter die 4 Prozent, wo sie hingehören“, so Resetarits in dem Video.
https://kurier.at/kultur/lukas-resetarits-kritisiert-lunacek-scharf/400837136

„Geig´ ma die grüne Kulturpartie unter die vier Prozent!“. Lukas Resetarits-Wut-Video gegen Lunacek
Ein Wut-Video von Lukas Resetarits macht gerade die Runde durch die sozialen Medien. Der Kabarettist lässt seinen Ärger über die grüne Staatsekretärin Ulrike Lunacek freien Lauf. Den Grünen wünscht er im Video sogar das Ausscheiden aus dem Parlament.
Zack-Zack

Zu Lukas Resetarits (etwas runterscrollen 😉 https://www.deropernfreund.de/serienseite-of-tips.html 

Dass Grüne“ und Kultur wie Feuer und Wasser zueinander sind, war Insidern klar. Damit ist aber auch die Frage beantwortet, ob unsere „Regierungsmacher“ – was Kultur betrifft – Insider sind. Allerdings konnten sie nicht mit Corona rechnen, in normalen Zeiten hätte die Staatssekretärin – für die offenbar ein Job gesucht wurde, in dem sie vermeintlich nicht viel Schaden anrichten kann –  sich mit salbungsvollen Sonntagsreden (natürlich nicht selbst geschrieben, denn das wäre entlarvend gewesen) über die diversen Festspieleröffnungen gerettet. Aber es kam anders – und die „Kulturellen“ sind meist nicht auf den Mund gefallen, machen also „mehr Wasser, als ihnen zusteht“.  Das sei auch einmal gesagt, denn willfähriger Erfüllungsgehilfe bin ich auch nicht. Aber das ist nun einmal Fakt – und die Künstler beanspruchen ihre Bühne auch in Zeiten, in denen diese wegen Spuckgefahr  geschlossen ist.

Frau Lunacek verteilt laut Heinz Sichrovsky „Trinkgelder“ und glaubt, dass das reicht. Tut es aber nicht.

Nun halte ich Frau Lunacek für eine kluge Frau, die bloß nun bereits zum zweiten Mal unglücklich agiert. Das sollte auch ihr zu denken geben. Sie ist aber klug genug, um zu wissen, dass sie im Kulturbereich nicht verbleiben kann. Sie würde ob einiger Äußerungen und ihrer Performance nicht mehr ernstgenommen werden. Es wird sich sicher abseits der Kultur etwas finden!

Dazu passend – obwohl in Deutschland spielend und mit keiner Rolle für Frau Lunacek:

Kultur und Kunst: Die Vergessenen in der Corona-Krise – Kolumne
Beim Fußball ist die Politik kreativ, während der Theaterbetrieb auf Lösungen wartet. Hersteller von Autos könnten hier Gutes tun, statt den Klimaschutz zu hintertreiben.
Frankfurter Rundschau

Neue Wege aus der Kultur-Isolation
Es ist bittere Realität, dass gerade die Kultur ein besonders hartes Opfer angesichts der Covid-19-Pandemie bringen muss. Das liegt, ökonomisch ausgedrückt, am Geschäftsmodell. Wenn dessen Basis ist, möglich viele zahlende Gäste in einen Raum zu bekommen, ist klar, dass bei Vorschriften zur Distanzierung von Gästen untereinander die Einnahmen einbrechen. Da ist es schon egal, ob 20 oder 10 Quadratmeter, viele Veranstaltungen ließen sich nicht einmal abhalten, wenn man nur jeden zweiten Sitz besetzt.
Wiener Zeitung

An: BM Dr. Faßmann, die österreichische Bundesregierung:
Kein Entfall des Musikunterrichts an österreichischen Schulen

 

Es ist uns bewusst, dass durch COVID-19 bedingte Hygienemaßnahmen wichtig und richtig sind.
Es ist jedoch nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet der Musikunterricht komplett geopfert und die Stunden zum Nachholen anderer Stunden verwendet werden sollen! Das entspricht einer absoluten Abwertung des Faches und Herabwürdigung der Musiklehrerinnen und -lehrer, die in diesen Stunden zur Betreuung herangezogen werden sollen. Es wird damit suggeriert, ME wäre ein unwichtiges Fach und das im viel gerühmten Kulturland Österreich, das auf eine lange musikalische Tradition zurückblickt und bis heute weltweit eine wichtige Rolle in der Musikkultur spielt.

Zur Petition

DIE „WIENER COMEDIAN HARMONISTS“ (Mitglieder des Staatsopernchores)

Endlich ist es wieder möglich Freunde und Familie zu treffen. Passend dazu haben wir ein neues Video aufgenommen – natürlich unter Berücksichtigung des richtigen Abstands.

 

ZU FACEBOOK mit Video

AUSZUG AUS DEM MERKER-HEFT MAI 2020 (Versand am 15. Mai)

 

Teil 2 morgen

Die erste digitale Uraufführung der Bamberger Symphoniker

Man kann im Moment zwar fast alles streamen und online sehen, was aber bisher fehlt in der Klassik, sind wirkliche Neuerungen und neue Kompositionen. Die Bamberger Symphoniker haben sich dieser herausfordernden Aufgabe gestellt und ihre erste komplette digitale und räumlich getrennte Uraufführung eingespielt. Die möchte ich heute präsentieren. Die “Reflections of Hope” sind eine musikalische Beschäftigung mit dem Virus und seinen gesellschaftlichen Konsequenzen und eine künstlerischer Aufruf der Solidarität. 

 

Hier der Link zur Uraufführung: https://youtu.be/2yyDjnt6bHM 

Kabarettist Hader: Doppelauftritt vor zwei Publikums-Hälften
Der Kabarettist Josef Hader (58) kann sich damit anfreunden, in der Corona-Krise vor einem maskierten Publikum zu spielen. „Ich kann mir vorstellen, dass ich für die eine Hälfte von sieben bis neun spiele und für die andere von neun bis elf“, sagte Hader der „Süddeutschen Zeitung“. Den Auftritt sieht er davon kaum beeinträchtigt.
Kleine Zeitung

Buchbesprechung: Peter Wehle BEETHOVEN
Von allem mehr
256 Seiten, Amalthea Verlag, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Im Vorwort zerbricht sich der Autor – völlig legitim – den Kopf, ob man „Beethoven“ überhaupt in die Nähe kommen könne. Vermutlich nicht. Dann versucht er es doch. Auf scheinbar simple Weise: Peter Wehle – ausgewiesen als Sohn eines berühmten Vaters, selbst klinischer Psychologe, Musikwissenschaftler, Verfasser ebenso von Kriminalromanen wie Musikerbiographien – erzählt. Chronologisch, faktenreich. Obwohl man weiß, dass es von den Fakten her  zu Beethoven natürlich nichts Neues zu sagen gibt – es geht nur darum, wie man sie darstellt und bewertet.

Und bald merkt man, was an diesem Buch anders ist als den anderen, wo sich die Autoren mit ihren Gedanken und Überlegungen gern in den Vordergrund schieben. Hier geht es um Beethoven in seiner Zeit, und das vor allem, durch die Augen seiner Mitwelt. Noch nie fand man in einem Buch so viele „O-Töne“, Zeitzeugnisse, in ausführlichen Zitaten…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Beethoven hatte im Sarg keine einzige seiner Locken mehr
250 Jahre: Ein herausragender Comics zeigt die Komödie und die Tragödie um den Komponisten
Kurier

Rock’n’Roll-Legende Little Richard gestorben
Der Musiker wurde 87 Jahre alt und gilt als einer der Vorväter des Rock’n’Roll.
https://kurier.at/kultur/rocknroll-legende-little-richard-gestorben/400837163
Rock’n Roll-Legende Little Richard ist tot
Der afroamerikanische Musiker begeisterte in den 1950er Jahren sein Publikum mit Hits wie „Tutti Frutti“ und „Long Tall Sally“ und beeinflusste Stars von Elvis Presley bis Bruno Mars.
Wiener Zeitung

Nach acht Jahren Pause veröffentlicht Bob Dylan neues Album im Juni
Der Literatur-Nobelpreisträger hat bereits zwei neue Lieder veröffentlicht und damit ein neues Album angedeutet. Die dritte Single-Auskoppelung bringt nun auch die Bestätigung von „Rough and Rowdy Ways“.
Die Presse

Ausstellungen/Kunst: Antiviraler Dank
Banksy stellt Krankenschwester in Corona-Krise als Superheldin dar
Der Erlös aus der Versteigerung des Gemäldes im General Hospital in Southampton soll an den Gesundheitsdienst gehen
Der Standard

Politisches Buch: Die jungen, (erz)konservativen Männer um Kurz

Mit wem wurde Sebastian Kurz, was er ist? In „Inside Türkis“ nähert sich „Krone“-Journalist Klaus Knittelfelder dem politischen Machtzirkel um den Kanzler an. Und widerlegt eine weitläufige These über die Türkisen.
Die Presse

Unbedingt empfehlenswert. Auch ein Kanzler ist nur so gut wie seine Berater (es zulassen). Deshalb sollten Sie die Frauen und zumeist jungen Männer hinter Sebastian Kurz kennen!

Weißrussland
Lukaschenko empfiehlt Wodka-Trinken und Saunabesuche gegen Coronavirus

Während überall strenge Schutzmaßnahmen gelten, nimmt Weißrussland die Coronavirus-Pandemie äußert locker.
Oberösterreichische Nachrichten

Nicht nur Russen meinen, dass Wodka wirklich das gesündeste Getränk ist, das es gibt – er hilft gegen fast alles. Was tut der Mensch nicht alles für seine Gesundheit! Ob Wodka gegen Corona hilft, weiß ich nicht. Wodka ist jedoch der einzige „harte Drink“, den auch ich zu mir nehme. Ich blieb bisher von Corona verschont. Reicht Ihnen das als Beweis!

Das Problem bei Wodka ist aber das Problem bei allen „harten Drinks“ – nämlich die richtige Dosierung. Damit habe ich so überhaupt kein Problem!

Es soll auch andere Hausmittel geben. Bitte nicht, die Nebenwirkungen sind nicht ungefährlich!

 Ich bleibe beim gesunden Wodka!

Verbringen Sie einen schönen Sonntag

A.C.

 

 

 

 

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