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10. MÄRZ 2021 – Mittwoch

10.03.2021 | Tageskommentar

 

Extremer Sparkurs an der Metropolitan Opera

Die Metropolitan Opera in New York trifft die Corona-Pandemie hart. Über tausend Angestellte stehen seit einem Jahr ohne Lohn da. Um das größte Opernhaus der USA durch die Krise zu retten, will Manager Peter Gelb die Gehälter in Zukunft um 30 Prozent kürzen. Das Opernkomitee wehrt sich.

Wir hatten natürlich nicht erwartet, dass wir dann ganz ohne finanzielle Hilfen dastehen“, erzählt Dorothea Figueroa. Über Nacht blieb ihr Gehalt weg. Auch Dorotheas Mann, ebenfalls Cellist im Orchester, bekam keinen Lohn mehr; die Oper konnte nichts mehr zahlen. Im Herbst 2020 sagte die Met dann die gesamte Saison ab, Vorstellungen wird es frühestens ab September 2021 geben.

Leben in New York nicht mehr bezahlbar

Das Arbeitslosengeld ist dürftig, die Ersparnisse der Familie sind langsam verbraucht. Es wird eng, sagt die Profimusikerin. „Wir haben zwei kleine Kinder im Grundschulalter und wir hatten Sorge, ob sie weiter in die Schule gehen können, die wir uns ausgesucht hatten.“ Dazu kommen die Raten für die kleine Wohnung. Das Leben in Manhattan ist teuer. „Ich glaube, 40 Prozent aller Musikerinnen und Musiker haben schon die Stadt verlassen“, schätzt Dorothea Figueroa…

Lage an der Metropolitan Opera spitzt sich zu
Angestellte seit einem Jahr ohne Gehalt
Die Metropolitan Opera in New York trifft die Corona-Pandemie hart. Über tausend Angestellte stehen seit einem Jahr ohne Lohn da. Um das größte Opernhaus der USA durch die Krise zu retten, will Manager Peter Gelb die Gehälter in Zukunft um 30 Prozent kürzen. Das Opernkomitee wehrt sich.
BR-Klassik.de

An der Metropolitan Opera konnten zumindest die Sänger noch gut verdienen, wie es mit dem übrigen Personal stand, weiß ich nicht. Ich weiß aber aus Erzählungen von Met-Veteranen, dass auch das Gehaltsniveau der Spitzensänger nicht mehr das der Zeit vor 30 Jahren war.

So gesehen wundert es nicht, dass die Opernkünstler nach Europa und speziell in den angesichterten Raum Deutschland/ Österreich drängen. Auf Dauer kann das auch unser Markt nicht verkraften. Herr Gelb hat seine Vorgaben, inwieweit er da noch drunter geht, weiß ich nicht!

W.B. kennt sich im New Yorker Gagen-Dschungel aus: Chor und Orchester haben Gagen erstreikt, die (incl. Zulagen diversester Art) bei 200 000 Dollar Jahresgahalt lagen.

Die Gast-Solisten sind mit 16 000 Dollar gedeckelt (falls nicht Sponsoren diverse Nebenkosten übernehmen oder daneben Konzerte möglich sind. ist es uninteressant, dort mehrere Wochen zu sein). (Zitat Ende)

MERKER-HEFT MÄRZ 2021 – INHALTSVERZEICHNIS

 

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Mit dem Online-Merker hat das nichts zu tun, wir sind rechtlich getrennte Medien und von der Krise finanziell nicht so sehr betroffen!

Leicht haben es auch wir nicht, seit über einem Jahr über eine Szene zu berichten, in der sich kaum etwas tut, die darniederliegt, ist ganz schwierig. Noch halten wir durch! Derzeit ist die Quote beträchtlich (auf etwa 3000 Leser täglich) gesunken, das ist etwa ein Drittel der in Normalzeiten üblichen Frequenz. Aber ein Programm aus dem Nichts für 3000 Leser ist auch nicht leicht zu erstellen!

München/ Bayerische Staatsoper/ „Montagsstück“ Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ am 9.3.2021
Abschied in Schönheit

Der Pianist Gerold Huber. Foto: Wilfried Hösl

Gustav Mahler schrieb dieses Werk zu altchinesischen Gedichten, die Hans Bethge übersetzte und in der Sammlung „Die Chinesische Flöte“ veröffentlicht hat. 1908 wurde dieses als Symphonie bezeichnete „Lied von der Erde“ veröffentlicht. Vorherrschend ist eine melancholische Stimmung, die vom Tod von Mahlers Tochter beeinflusst ist. Melodie, Harmonik und Klang sind exotisch, was die drei Solisten Klaus Florian Vogt (Tenor), Christian Gerhaher (Bariton) und Gerold Huber (Klavier) auch unterstreichen…

Zum Bericht von Alexander Walther

München/ Bayerische Staatsoper
Mahler im Staatsoper-Livestream: Bildhafte Gestaltung
Klaus Florian Vogt, Christian Gerhaher und der Pianist Gerold Huber mit Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ im Montags-Livestream aus dem Nationaltheater.
Münchner Abendzeitung

Madrid
Bellinis „Norma“ in dualer Deutung

 

Copyright: Teatro Real Madrid

Wo Klaus Billand ist, ist Oper – und wo Oper ist, ist Kaus Billand. Wer da wem nachläuft – diesbezüglich habe ich einen Verdacht. Unser Wagner-Experte berichtet über Bellini für den „Orpheus“!

In Spanien begegnet man der Corona-Krise mit Ruhe, Phantasie und einem gut ausgearbeiteten Hygienekonzept – und füllt so das Teatro Real mit 65 Prozent der Gesamtkapazität. Das Madrider Publikum weiß die Kulturpolitik der Regierung unter schwierigen Bedingungen zu schätzen und dankt mit einer ausverkauften Premiere von Vincenzo Bellinis „Norma“. Ein Blick von Berlin, Paris und Wien könnte sich lohnen …
https://www.orpheus-magazin.de/2021/03/09/dramatische-opernromantik/

Salzburg: Teilabriss des Mozarteums hat begonnen

Wenn Sie ein „Demolator“ wie mein Enkel Raffael sind, dann genießen Sie untenstehendes Abrissvideo.

Der Pfeil funktioniert nicht, das Video ist im Bericht eingebettet – und dort funktioniert dann auch der Pfeil!

 

https://salzburg.orf.at/stories/3093941/

Salzburg/ Mozarteum
Salzburg: Teilabriss des Mozarteums hat begonnen
Die Stiftung Mozarteum errichtet für neun Millionen Euro die zentrale Verbindung zwischen den beiden Hauptgebäuden neu. Damit ist das Kulturbauvorhaben eines der aktuell größten in der Stadt Salzburg. Bevor aber etwas Neues gebaut werden kann, muss das Alte weg. Seit Montag wird der Mittelteil des gut 100 Jahre alten Baus abgerissen.
https://salzburg.orf.at/stories/3093941/

Berliner Philharmoniker mit Igor Levit, dem vielleicht doch nicht größten Pianisten des Jahrhunderts
Woche für Woche streamen die Philharmoniker aus der leeren Philharmonie Berlin für ihre Digital Concert Hall. Heuer dirigiert Paavo Järvi. Igor Levit, mit viel Lob und Aufmerksamkeit bedachter Jung-Pianist, spielt Beethovens 5. Klavierkonzert gut, aber nicht restlos überzeugend. Außerdem sendet das DSO ein Radiokonzert unter TIcciati, der in Berlin zur Zeit einen Lauf hat. Ticciati gelingt ein schlankes, sehniges 1. Brahmskonzert mit dem Pianisten Lars Vogt. Und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt beeindruckt Joana Mallwitz im Livestream mit Tschaikowskys 6. Sinfonie.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2021/03/08/philharmoniker

Ladas Klassikwelt 67: Das Traumrequiem (Teil 1) – zu Ehren eines stillen Helden
„Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms hörte ich zum ersten Mal in meiner Musikoberschule in Krakau, als ich noch kein Deutsch kannte. Das Stück berührte mich so sehr, dass ich bei den ersten zwei Sätzen fast in Tränen ausbrach. Damals fing ich an zu träumen, das Werk irgendwann mit einem guten Chor aufführen zu können. Seit ich in Deutschland lebe, ist dieser Traum schon sieben Mal wahr geworden. Ich hatte ein großes Glück, das Brahms Requiem zunächst mit dem Münchener Bachchor und später mit dem Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg gesungen zu haben. Einige dieser Konzerte sind mir besonders in Erinnerungen geblieben.
von Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert.de

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

MOSKAU.GALA /die wievieltet?) Probe:

Oksana Dyka, Sonya Yontcheva, Javier Camarena, Placido Domingo, Aida Garifullina, Maria Kataeva, Erwin Schrott

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Mailand/ Scala: RECITAL LUDOVIC TEZIER

Anbei der Link zum Tezier Recital vom letzten Sonntag (zeitgleich mit der Wiener „Traviata“).

Interessantes, vorwiegend französisches Repertoire, vor allem die Ibert-Gruppe wirklich großartig, seit Jose van Dam nicht mehr so gehört.

 

ZUM VIDEO

 

Irmgard Seefried and Helge Rosvaenge in ‘Turandot’, Vienna, 1948

 

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Irmgard Seefried hätte ich auf diesem Foto nie und nimmer kannt. Rosvaenge hat sich sein Leben auch nicht leicht gemacht. Zeitweise sattelte er beruflich um und entwickelte Schiffs-Anstriche!

OPER FRANKFURT: „Oper to go“ im Stream: „Homeschooling“ 

Foto: Oper Frankfurt

Im Rahmen des an jedem Freitag eines Monats stattfindenden digitalen Programms Oper Frankfurt zuhause wird ab

Freitag, dem 19. März 2021, um 19.30 Uhr

die jüngste Neuproduktion von Oper to go – der beliebten Reihe für Opern-Einsteiger – über die Website der Oper (www.oper-frankfurt.de) bzw. deren Kanäle bei YouTube (www.youtube.com) und Facebook (www.facebook.com) abrufbar sein. Die Inszenierung unter dem sehr aktuellen Motto Homeschooling wurde zuvor auf der Probebühne aufgezeichnet und ist somit auch zu einem späteren Zeitpunkt zu streamen.

Heute Basel-Debüt: Anna Vinnitskaya erstmals beim Sinfonieorchester Basel

Anna Vinnitskaya. Foto: Marco Borggreve

Da es weiterhin nicht erlaubt ist, Konzerte mit Saalpublikum zu spielen, ist am Mittwoch, 10. März 2021 um 19.30 Uhr über Streaming ein besonderes Debüt beim Sinfonieorchester Basel zu erleben. Die russische Pianistin Anna Vinnitskaya spielt das Klavierkonzert von Robert Schumann. Am Pult steht ein weiterer Gast: Marek Janowski. Das Konzert wird auf IDAGIO, dem Streaming-Service für klassische Musik, zu erleben sein.

Meghan und kein Ende: Die Dame nervt

Oprah-Interview: Schwester Samantha bezichtigt Herzogin Meghan der Lüge
Von ihrer Familie kann sich Herzogin Meghan keine Rückendeckung erwarten. Während ihr Vater die Royals verteidigt, erhebt ihre Schwester Vorwürfe gegen Meghan.
Kurier.at

Vater widerspricht Meghan
„Nicht rassistisch“: Papa Markle verteidigt Royals
https://www.krone.at/2361364

In die Angelegenheit anderer Menschen mengt man sich nicht ein – „Liebe macht blind, aber wer verheiratet ist, kann plötzlich wieder sehen“.

Dass es den Royals nicht gelungen ist, Prinz Harry diese Frau auszureden, verstehe ich nicht und es geht mich auch nichts an! Meine Eltern haben bei einer Wahl von mir gehörig eingegriffen: „Schau Dir doch erst einmal ihre Familie an, die passen doch überhaupt nicht zu uns“.  Ich war ein folgsamer Sohn und offenbar war mein Gefühl doch nicht so stark. Die Dame war sexy – damals. Heute ist sie unansehlich im Vergleich zum Besseren, das nachgekommen ist. Und aus dem „Häfn“ musste ich sie auch einmal auslösen! Da hat sie sich sofort meiner erinnert. Das war für mich gut angelegtes Lehrgeld.

Österreich
Frau als Staatspräsidentin täte uns gut“
Kurz-Vertrauter bringt Rabl als VdB-Nachfolgerin ins Spiel
https://www.oe24.at/oesterreich/politik/kurz-vertrauter-bringt-rabl-als-vdb

Sheryl Cupps, geboren in den USA, hat in Wien viele Jahre für die UNO gearbeitet, gibt mir bezüglich meiner gestern geäußerten Vermutung recht.

…Deswegen haben Sie m.E. mit Ihrer Beurteilung über die Politiker-Reaktion völlig Recht: Irgendwann werden die Politiker sagen, dass sie „alles getan haben, was möglich und zumutbar war – und dass wir uns künftig selbst bestmöglich schützen sollen. „Geht hin mit Gott“!“

Mögen Sie es mir verzeihen, wenn ich behaupte, ich sehne mich nach jenem Tag, denn alle Politiker aller Parteien überall haben nur eines bewiesen: Sie sind genauso unfähig, eine solche Krankheit in den Griff zu bekommen wie alle sog. „Experten“,

Ich lasse mich auf jeden Fall impfen, und wenn ich dabei draufgehen sollte, denn das Leben, das ich jetzt führe, ist kein Leben mehr sondern gerade noch eine Existenz. ..

Ach ja, Israel der Impfweltmeister … Die PR-Show von BK Kurz in Israel hat vielleicht hierzulande gewirkt, nur die wenigsten wissen, dass er und seine Entourage nicht einmal das Flughafenhotel verlassen durften, wo sich die ganze Show abgespielt hat.  Steuergelder ausgegeben für eine Show aus der Trump-Trickkiste als Ablenkung von den Problemen zu Hause – von denen es eine Menge gibt – statt einer Videokonferenz…

Ich wünsche einen schönen Tag. Langsam wird mir schon alles wurscht!

A.C.

 

 

 

 

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