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10. JUNI 2022 – FREITAG

10.06.2022 | Tageskommentar

SERVERPROBLEM und gleichzeitig Serverwechsel

Zuerst die guteNachricht: Die riesige Website hat den Wechsel auf einen anderen Server überlebt! Mit Schrammen – aber immerhin!

Dann die schlechte Nachricht: Alles, was in den vergangenen 48 Stunden eingestellt wurde, war „für die Katz“. Es betrifft dies Forumseinträge, Kritiken und sonstige Infos. Weltbewegendes war zwar ohnehin nicht dabei, aber es steckt Arbeit und Bemühen dahinter. Der Server hat gestreikt!

Wir müssen – so weit es geht, wieder herstellen!  Also bitte keine Klagen und Beschwerdeanrufe, ich bin ohnedies höchst nervös und entsprechend gestresst!

 

Dem alten Server ist die Seite zu schwer (umfangreich, auch mit zu vielen Fotos bestückt) geworden und er hat resigniert. Um einen neuen Server – diesmal in Deutschland – zu finden, brauchten wir sogar die Referenz einer Großkundin – denn Webhosting ist kein Geschäft (mehr)-

Ich hoffe, dass es ab morgen wieder so halbwegs weiterläuft. Alles können wir nicht mehr herstellen!

In Bayreuth wirft Wotan das Handtuch

John Lundgren sagt ab.

Mehr darüber morgen

Wiener Staatsoper: „DON GIOVANNI“ am 8.6.2022

Schlussapplaus. Foto: Helena Ludwig

Der neue „Staatsopern“-Don Giovanni“ erlebt gerade seine erste Aufführungsserie im Repertoire. Die  Premiere der Neuproduktion fand noch im Dezember-Lockdown statt und wurde gestreamt. Dann folgten ein paar Aufführungen vor Publikum. Ein halbes Jahr später hat sich am Gesamteindruck wenig geändert: gesangliches Mittelmaß belebt hübsch kostümiert eine karges Felsplateau.

Philippe Sly (Leporello) und Kyle Ketelsen (Don Giovanni) dominieren darstellerisch den Abend, treiben die Inszenierung von Barry Kosky mit blutiger Burleske voran. Ab dem Friedhofsbild gerät ihr Spiel sogar zum übertriebenen, womöglich rauschmittelverursachten „Happening“, bei dem sich zwei Männer wie pubertäre Jugendliche zum Beispiel über einen kleinen Felsklumpen amüsieren, den sie zum „Komtur“ erklären. Dass dieser Felsklumpen zum Abendessen kommen will, scheint ihr Amüsement nur noch mehr anzustacheln…

Zum Bericht von Dominik Troger

Salzburg/ Festspiele
Salzburger Festspiele: Ilija Trojanow hält heuer die Eröffnungsrede
Der Schriftsteller spricht beim Festakt am 26. Juli in der Felsenreitschule über „Der Ton des Krieges, die Tonarten des Friedens“
DerStandard.at

Wien
Krieg in der Ukraine: Volksoper hilft Kiew
Benefizkonzert an diesem Sonntagvormittag. Vor einigen Wochen herrschte noch Betrieb am Nationalen Operettentheater Kyjiw (Kiew), einem Mehrspartenhaus, das sein Programm für gewöhnlich mit leichtem Musiktheater und Opern, Konzerten und Balletten bestreitet. „Jetzt ist das Theater wegen des Krieges mit der Russischen Föderation geschlossen. Wir hören jeden Tag Luftangriffe“, sagte Direktor Bogdan Strutynskyi unlängst. Er glaube aber, „dass der Krieg bald beendet sein wird und wir die Türen unseres schönen Theaters für das Publikum öffnen werden.“
WienerZeitung.at

Die Longborough Festival Opera – das „englische Bayreuth“ glänzt mit Wagners „Siegfried
Mitten in den malerischen Cotswolds gelegen, in einem typisch englischen Landhaus mit herrlichen Gärten und Dinner in der verlängerten Pause, präsentiert die Longborough Festival Opera ein beeindruckend breites Spektrum – von „Siegfried“ über „Die Tote Stadt“ bis zu „Carmen“. Wagner ist unverkennbar die Spezialität dieser Spielstätte, die lebhaft an Bayreuth erinnert und sich den Spitznamen (oder eher: Ehrentitel) des „englischen Bayreuth“ erwarb – und dies mit gutem Grund.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.at

Frankfurt
Thomas Guggeis: Der musikalische Märchenprinz
Top-magazin

Berlin/ Komische Oper
Barrie Kosky: Nazis, ihr habt nicht gewonnen
Eine jiddische Revue zeigt Barrie Kosky zu seinem Abschied als Intendant an der Komischen Oper. Ein Gespräch.
BerlinerMorgenpost

Schönbrunner Stöckl: Waltraut Haas feierte ihren 95er (9.6.2022)

Ganz schön munter: Waltraut Haas mit Tamara Trojani und Konstantin Schenk : Credit: Philipp Hutter

„Ein flotter Dreier“ stand zwar über dem Abendprogramm, doch ein „Sanfter Dreier“ ist es geworden. Toll: Waltraut Haas wurde zu ihrem 95. Geburtstag (!) groß gefeiert. In diesem historischen Stöckl am Rande des Schönbrunner Schlossareals, in welchem sie auch als Junge zuhause gewesen war. Die jetzig Hausherrin und Sangeskünstlerin und Dinnertheater-Lady Tamara Trojani sowie Konstantin Schenk als Nr. 3 sind zur humorigen Ehrung angetreten und …. nun ja, ganz schön hat das rüstige und schlagfertig antwortende ‚Mariandl‘ noch den „Alten Kanzleirat“ oder ein Paar Takte der Csardasfürstin singend beitragen können. Und noch einiges mehr. Von der Jugendzeit hier im später umgebauten Stöckl war die Rede, von der Verbundenheit ihrer Familie, von ihren Filmen – so an die 70 sind es gewesen. Mit Blicken ins alte Wien und Reminiszenzen an heimische Bühnengrößen wie Hans Moser oder Attila Hörbiger. Da war bei ihr noch viel, viel vom früheren Wiener Charme zu spüren. Und noch „Wenn der Herrgott net will“ oder „Die Rose vom Wörthersee“ – mit sanfter reiner Stimme singend, unprätentiös und abgeklärt.

Waltraut Haas wird 95 und weint Hollywood „keine Träne nach“
Die Schauspiel-Legende feiert ihren Geburtstag im Schönbrunner Stöckl.
Kurier.at

Sommereggers Klassikwelt 139: Alfred Deller – Pionier der Countertenöre

 

Die Entwicklung der Stimmlage Countertenor hat in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Ergebnisse hervorgebracht, von denen der erste Sänger dieser exponierten Gesangstechnik im 20. Jahrhundert, Alfred Deller nur träumen konnte. Am 31. Mai vor 110 Jahren wurde er im britischen Margate geboren, dieses runde Datum ist eine gute Gelegenheit jenen Mann zu würdigen, der ohne es zu ahnen eine Entwicklung in Gang setzte, die zu einer Renaissance der Barock-Oper wesentlich beitrug.
Klassik-begeistert.de

Literatur/ Buch: Wie wir unsere Klassiker kaputt machen
Eigentlich sollen kommentierte Klassikerausgaben dabei helfen, historische Kontexte zu verstehen. Heute betreiben politisch-korrekte Vorworte ein moralisches Framing, das jede Lust am Text zerstört. Betroffen ist selbst Huxley.
DieWelt.de

Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“

Drei ausländische Kämpfer im Donbass zum Tod verurteilt: Zwei Briten und einem Marokkaner, die in den Reihen der ukrainischen Armee gekämpft hatten, ist in der «Volksrepublik Donezk» der Prozess gemacht worden. Sie wurden der Verbrechen im Rahmen einer kriminellen Organisation, des gewaltsamen Umsturzes, der Propagierung der Ausbildung in terroristischen Handlungen sowie des Söldnertums bezichtigt. Vor allem auf dem Vorwurf der gewaltsamen Machtergreifung steht in der «Volksrepublik» die Todesstrafe. Allerdings bleibt unklar, worin genau die Verbrechen bestanden haben sollen, die ihnen vorgeworfen werden.
Zum Bericht
Macron sichert Ukraine weitere schwere Waffen zu: Frankreichs Präsident hat der Ukraine bei Bedarf die Lieferung weiterer schwerer Waffen für ihren Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg zugesichert. Frankreich hat der Ukraine bereits rund ein Dutzend Caesar-Haubitzen geliefert und ukrainische Soldaten in Frankreich trainiert. Ausserdem stellte Frankreich Panzerabwehrraketen des Typs Milan zur Verfügung.
Zu den neusten Entwicklungen
 Beschuldigter nach Amokfahrt in Berlin in Psychiatrie: Der tödliche Vorfall am Breitscheidplatz wird von Politik und Justiz als Amoktat eingestuft. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin sieht keine politischen Motive des Täters. Deshalb sei auch kein Haftbefehl, sondern ein Unterbringungsbefehl in der Psychiatrie beantragt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutsch-Armenier Mord und in 32 Fällen versuchten Mord vor.
Zum Bericht

 

 

 

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