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10. JUNI 2018

10.06.2018 | Allgemein, Tageskommentar

Ivan Magri singt heute  den Duca in „Rigoletto in einer Vorstellung, die medial auf Juan Diego Florez zugeschnitten war. Florez sagte ab und singt zur Erföffnung der Fußball-WM.  Ab 19 h ist „Rigoletto“ als Stream zu sehen, ab 20,15 h zeitversetzt in ORF III. Foto: Johann Schwarz

Interview mit Ivan Magri online

Übrigens: Recherchen haben ergeben, dass Florez und Magri die gleiche Agentur haben (Zemsky/Green in New York, die Agentur vertritt auch Kaufmann und Harteros). Das Leben ist oft so leicht, wenn man es sich nicht unnötig schwer macht!

 Einführung ab 20 h mit Dr. Barbara Rett: Wo ist der Knopf, mit dem es sich in der Wiener Staatsoper donnern lässt? Wie fühlt es sich an, vom Bühnenhimmel auf den Bühnenboden herabzuschweben? Erinnert sich Senkrechtstarterin Aida Garifullina noch an die Zeit, als sie die Wiener Oper am Stehplatz erlebte? Und was passiert, wenn ein Superstar wie Juan Diego Flórez krankheitshalber absagen muss?

Einsichten in den turbulenten und wundervollen Betrieb der Wiener Staatsoper, Informationen zum Werk und Gespräche mit den Künstlern als Einführung zu „Rigoletto“.

Zum Staatsopern-Stream: Wir möchten Sie an die Internet-Übertragung von „RIGOLETTO“ beginnend am 10.6. um 19:00 CET (+ 71 Stunden) aus der Wiener Staatsoper erinnern.

*) Bitte bedenken Sie, dass die Vorstellung je nach Zeitzone zeitversetzt übertragen wird. Sie können Ihre Buchung und damit den genauen Übertragungsbeginn gerne jederzeit auch unter http://www.staatsoperlive.com/de/profile prüfen. Die Übertragung beginnt immer 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Morgen, Montag, ist die Premiere des „Freischütz“

Hans Peter Kammerer verkörpert den „Ober-Bösen“ im Freischütz – „Samiel“. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Um was geht es im „Freischütz“? 

„Der junge Komponist Max steht vor der Hochzeit mit Agathe, soll aber noch vor der Heirat seine Oper vollenden, an der er schon seit geraumer Zeit arbeitet …“

Wir erleben also am Montag (die TV-Zuschauer am Donnerstag) anscheinend eine neue Oper. Aber keine Angst, der „deutsche Wald“ ist auch da – nur steht er eben im Musik-Salon.

Noch etwas ist neu, wenn man dem Redakteur der Salzburger Nachrichten Glauben schenken darf:
Hans Peter Kammerer singt im „Freischütz“ der Wiener Staatsoper und wird Kammersänger (Untertitel in den Salzburger Nachrichten). Samiel singt also. Ich kann mich nur an sprechende Samiels erinnern! Man lernt in dieser Branche nie aus!

Dieser Samiel ist das absolute Böse
Hans Peter Kammerer singt im „Freischütz“ der Wiener Staatsoper und wird Kammersänger
Salzburger Nachrichten

 
Daniela Fally verspricht ein „Ännchen, „wie man es noch nie gesehen hat“
 
Daniela Fally als „Ännchen“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
 
Im Interview mit Renate Wagner verriet sie:

Wagner: Wird man das Ännchen allerdings wieder erkennen, wenn man es in der neuen Inszenierung in der Staatsoper sieht? Da soll ja vieles – auch Ihre Figur – so ganz anders sein als sonst.

Fally: Ja, und es ist unsere Aufgabe, nachzuvollziehen und glaubhaft zu machen, was sich der Regisseur wünscht, und darauf lasse ich mich ein. Wobei ich Christian Räth sehr schätze, weil er weiß, was er will, und weil er wie alle an dieser Premiere Beteiligten sein Handwerk versteht, und das ist sehr wichtig. Und ja, ein Ännchen wie dieses hat man wahrscheinlich noch nie gesehen. Erstens ist sie ein Phantasiegeschöpf von Max, der in dieser Inszenierung ein Komponist ist und sich die „Freischütz“-Geschichte ausdenkt. Und zweitens ist Ännchen hier ein koboldhaftes, androgynes Geschöpf – ich trage auch Hosen! – und ist gewissermaßen auf der Suche nach sich selbst, stark an Agathe gebunden und auf Max eifersüchtig. Sie spukt auch immer wieder ein bisschen frech und lästig dazwischen… ich denke, so ein Ännchen gab es noch nie…

Zum Interview Daniela Fally mit Renate Wagner

 
Skandal um Wiens private Musikschulen.  Manche Studenten können keine Noten lesen
 
Wien ist für alles, was mit Musik zu tun hat, eine gute Adresse. Von diesem „Standort-Vorteil profitieren auch wir vom „Online-Merker“. Bei der Musiker-Ausbildung ist das noch viel dramatischer: ein Diplom-Abschluss in Wien zählt in der Musikwelt mehr als einer von anderswo. Die Frage ist nur, ob man sich den künftig „an den Hut stecken wird können“, wenn die Vorwürfe stimmen. Namen zu nennen überlasse ich dem „Standard“ im nachstehenden Artikel, ich kann mir nicht leisten, eine Armee von Anwälten zu erhalten.
 
Private Musikschulen: Manche Studenten können keine Noten lesen
Zwei private Wiener Musikkonservatorien liegen mit den Behörden im Clinch. Die Vorwürfe: mangelnde Qualität des Unterrichts und Verdacht auf Visamissbrauch
Der Standard
Wie meist kann ich mit eigenen Erlebnissen aufwarten. Mein Arbeitstag betrug immer schon 18 – 2o Stunden, deswegen konnte ich 30 Jahre lang meine Zeit nicht mit Opernbesuchen verplempern. Auf die Idee, mit „nicht ganz ernstgemeinten Arbeitsverhältnissen“ Aufenthaltsberechtigungen zu erwirken, kam ich schon vor mehr als 30 Jahren. Damals schloss ich für meinen Fußballverein „Profi-Verträge“ ab, obwohl die dritthöchste österreichische Leistungsklasse nur (offiziell) auf Amateurbasis geführt werden durfte. Zum offensichtlichen Unterschied zu den nun genannten Institutionen mussten meine „Vertragspartner“ allerdings kicken können (nicht Notenlesen, aber zumindest 50 Mal  hintereinander „Gaberln“ ohne dass der Ball den Boden berührt und aus 25 Meter in ein leeres Fußballtor treffen), auch habe ich nie Geld für die „Gefälligkeit“ bekommen. Die Spieler haben eben aus Dankbarkeit (mehr oder weniger) gratis für den Verein gespielt!
 
Die Sache ist mittlerweile längst verjährt. Da ich nicht übertrieben habe, bin ich auch nirgendwo angeeckt.
Ein Geschäftsmodell war es für mich nie, eher ein humanitärer Akt! Mein Geld habe ich „auf anständige Art und Weise“ gemacht.
Nachdem ich mich nun verstärkt dem künstlerischen Genre widme, erkenne ich, was sich da in Wien und mit dem guten (Musik)Namen der Stadt abspielt. Da geben Leute Gesangsunterricht, die selbst nie wirklich den Weg auf die Bühne geschafft haben, erwecken unter jungen Leuten Hoffnungen und Erwartungen, die unerfüllbar sind. Und verdienen daran krumm und dämlich! Bei manchen Gesangslehrern und deren Institutionen kommt mir als Vergleich die Idee, als hätte ich einem Beinamputierten einen Vertrag als Fußballprofi in Aussicht gestellt – wenn für mich die Kassa stimmt!.
 
Ich war für meine Sache ein „idealistischer, ehrlicher Trickser“ (Ausspruch eines auch heute noch bekannten Wiener Politikers zu mir „Sie sind ein Idealist – und deshalb gefährlich„,  mit falschen Hoffnungen hätte ich nie „gehandelt“ – da wäre ich lieber in ein Bergwerk arbeiten gegangen!

„Lohengrin“ in London: Viele Schwäne und alte Hüte
Kritik: Wagner-Premiere am Royal Opera House. Wieder einmal eine Produktion mit Nazi-Symbolik – wie banal.
Kurier

Weimar: Tod ohne Verklärung: Verdis „Maskenball“ in Weimar
Neue Musikzeitung/nmz.de

Weitere Rezensionen:

Erfurt: „Agnes von Hohenstaufen“ von Gaspare Spontini

Pompöse Auftritte. Copyright: Lutz Edelhoff/Theater Erfurt

Zum Bericht von Udo Pacolt

Athen: Athens und Epidauros-Festival: „Nabucco“

Zum Bericht von Ingo Starz

OPER FRANKFURT: HEUTE PREMIERE „NORMA“

Elza van den Heever (Norma) und Chor der Oper Frankfurt. Copyright: Barbara Aumüller

Die JUBILÄEN JUNI 2018 sind online!

ZU DEN JUBILÄEN

Buchpräsentation Hans-Joachim Frey: „Russland lieben lernen“, in der Botschaft der Russischen Föderation Wien, am 6. Juni 2018

 

Mittwoch, 6. Juni 2018, fand in der Botschaft der Russischen Föderation in Wien die Besprechung des neuen Buches von Prof. Hans-Joachim Frey, „Russland lieben lernen“ im Kreis vieler  Freunde und Bekannte sowie der Moderation durch den russischen Botschafter Dimitry Lubinsky statt. Dieser berichtete zunächst von dem außergewöhnlich erfolgreichen Besuch des russischen Präsidenten Vladimir Putin am Vortag in Wien, der unter anderem auch kulturpolitische Themen ansprach. So wurde auch eine Vereinbarung erreicht, ein sog. Österreichisch-Russisches Gesellschafts-Forum zu gründen, den „Sochi-Dialog“, dessen kuratierende Leitung Prof. Frey von österreichischer Seite sowie von Russland dem Künstlerischen Leiters des Sankt Petersburger Musikhauses und Volkskünstler Russlands, Professor Sergej Roldugin übertragen wurde. 

Zum Bericht von Dr. Klaus Billand

Fußball: Österreich spielt heute gegen Brasilien

 

Heute um 16 h spielt Österreichs Fußball-Team gegen Brasilien, einen der heißesten WM-Tipps. Für den internationalen Fußball und für die Weltmeisterschaft wünsche ich mir, dass Österreichs Team heute nicht gewinnt. Wie das? Sollten wir nach Russland und Deutschland heute auch noch Brasilien bezwingen, müsste die WM eigentlich wegen sportlicher Wertlosigkeit abgesagt werden – weil der Weltmeister nicht dabei sein darf!

Freunde, das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, wir „Ösis“ nehmen den Mund nicht so voll. Und das ist auch angebracht, denn es gab eine 0:3 Schlappe – noch dazu völlig verdient. In dieser Verfassung zählt Brasilien zu den ganz heißen Tipps auf den WM-Titel!

Übrigens, die Wagner-Poster-Ausstellung in unserer Online-Galerie ist auch heute geöffnet, ebenso wie bei allen WM-Spielen.  Bei der WM steigen wir von Wein auf Bier um!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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