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10. JULI 2021 – Samstag

10.07.2021 | Tageskommentar

 

 

Österreichischer Musiktheaterpreis würdigt Heinz Zednik für sein Lebenswerk

Mit Heinz Zednik wird einem der erfolgreichsten österreichischen Charaktertenöre der Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen. Im vergangenen Jahr wurde Plácido Domingo mit dem Sonderpreis geehrt. Zednik nimmt den Preis bei der Gala am 2. August 2021 in Steyr persönlich entgegen.

Heinz Zednik. Foto (privat

Zednik gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern der Opernwelt. Der 81-Jährige hat an der Wiener Staatsoper mehr als 100 Partien an fast 2.000 Abenden gesungen und war an allen großen Häusern präsent, von der New Yorker Met über die Mailänder Scala bis zur Opera de Paris. Berühmt wurde Zednik nicht zuletzt durch Patrice Chereaus „Jahrhundert-Ring“ in Bayreuth.

Für seine lange Karriere wurde Zednik, der auch mehrere Ausflüge ins Regiefach unternommen hat, bereits vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Titel „Kammersänger“ 1980 und dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse im Jahr 2001. Seit 1994 ist er Ehrenmitglied der Staatsoper, wo er 2017 zum letzten Mal als Kaiser in Puccinis „Turandot“ zu hören war.

Der Österreichische Musiktheaterpreis wird heuer zum neunten Mal verliehen. Es gibt 36 Nominierte in 13 Kategorien, wobei die Wiener Volksoper das Feld mit neun Gewinnchancen anführt. Dahinter folgen die Oper Graz und die Salzburger Festspiele mit jeweils fünf Nennungen. Die Preisverleihung findet auf Schloss Lamberg statt.

„Spitzentöne“: Heinz Sichrovsky als Prophet

Heinz Sichrovsky, der immer noch nicht den ihm nach eigener Ansicht gebührenden Platz in der österreichischen Kulturpolitik (nicht Politik insgesamt, wir wollen ja nicht übertreiben) gefunden hat, schreibt in „News“ Sätze, die auch mich nachdenklich stimmen. Beim SPÖ-Parteitag war ich natürlich nicht dabei, kann demnach auch nicht wissen, was es mit dem Exodus der Delegierten gegen Ende der Sitzung für eine Bewandtnis hatte. Das wenige Stunden später stattfindende Fußballspiel Italien-Österreich kann es nicht gewesen sein, denn das begann erst um 21 h und war bei der zeitlichen Ansetzung des Parteitags sicher berücksichtigt worden. Für das kühlende Bad war sogar das vorzeitige Verlassen der Veranstaltung bereits zu spät. Also leuchtet mir der von Herrn Sichrovsky genannte Grund, eine basisdemokratische Abstimmung über den Antrag der Parteichefin, mit der (Kurz)ÖVP keine Koalition einzugehen verhindern zu wollen, eigentlich als sehr plausibel ein. Der Parteitag war laut Statuten nicht mehr beschlussfähig, weil die erforderliche Zahl an Delegierten nicht mehr anwesend und abstimmungsbereit war.

Bingo! Das war es wohl. Gar nicht so dumm von den Genossinnen und Genossen. Sichrovsky hat – im Gegensatz zu mir – das Spiel durchschaut:

Sichrovsky in „News“: Mitentscheidungsbefugte Menschen aus meinem Bekanntenkreis werden in ihren Prognosen zusehends konkreter: Die Regierungsbeteiligung der Grünen übersteht den Herbst nicht, worauf, mit dem Wiener SP-Finanzstadtrat Peter Hanke als Vizekanzler, die Große Koalition ihr über Jahrzehnte erprobtes Werk wiederaufnimmt. Das horrible Resultat des roten Parteitags samt Massenflucht der Delegierten sei folgerichtig Kalkül und nicht Taktik gewesen. Auf diese Weise verhinderte man unter anderem zwei Abstimmungen über Anträge der Vorsitzenden: mit der ÖVP keine Koalition einzugehen und (ein anderwärts erprobter Albtraum) die Parteispitze basisdemokratisch wählen zu lassen. (Zitat Ende)

Vizekanzler Hanke wäre gleichbedeutend mit Kulturminister Hanke, das also ist die Wunschvorstellung des News-Journalisten. Er bezieht auch zu mehren anderen Themen bzw. personellen Änderungen Stellung, allein deswegen ist der Artikel lesenwert. Natürlich kommt er auch auf die Mörbisch-Posse zu schreiben:

„Alfons Haider ist ein guter Künstler und ein feiner Mensch. Aber in Opern-und Operettenbelangen ist er so kundig wie ich im Kickboxen. Und dass für ihn der noch ein Jahr an Mörbisch gebundene Opernsänger und Hochschulprofessor Peter Edelmann proletenhaft aus dem Amt gemobbt wird, sollte sich Haider um seiner selbst willen verbitten.“

Spitzentöne (von Heinz Sichrovsky)
Schlechte Zeiten für die Kulturpolitik
Sollte der Wiener SP-Politiker Peter Hanke neuer Kunstvizekanzler werden, könnte das hilfreich sein. Denn die Kulturpolitik hat personell schon stärkere Zeiten erlebt. Im Burgenland werkt sie ruinös.
https://www.news.at/a/sichrovsky-kulturpolitik-12162907

Die Frau Staatssekretärin ist eine ausgewiesene Sozialistin und könnte demnach auch die neue Konstellation überstehen. Das begrüßen viele Künstler, die meinen, dass sie sich für die Belange von Kunst und Künstlern bis zur Unmerkbarkeit in die Schlacht geworfen hat!

Sie hat übrigens schon längerfristige Ideen, rechnet also mit ihrem Verbleib auch im Jahr 2022:

Österreich
„Alle an einen Tisch holen“: Erste Kulturstrategie des Bundes
Staatssekretärin Andrea Mayer lädt Künstlerinnen und Künstler zur Partizipation ein, die Umsetzung ist für Ende 2022 geplant.
Wiener Zeitung

Ein Super-Bla-Bla ist da vorprogramiert

Doch nun zu Mörbisch, „genau will ichs vernehmen“

Kritik aus Mörbisch: „West Side Story“: Manhattan am Ufer des Neusiedler Sees (Bezahlartikel)
Kleine Zeitung

Seefestspiele Mörbisch: Nostalgische „West Side Story“ mit Konflikteröffnung
Regisseur Werner Sobotka bleibt mit dem Bernstein-Musical am Neusiedler See in den 1950er-Jahren hängen, Peter Edelmann und Alfons Haider hielten zuvor gegeneinander Reden
Der Standard.at

Mörbisch: In der Hitze der Nacht
Klassisch inszeniert, qualitätvoll gesungen: Die „West Side Story“ hat das Zeug zum Publikumsmagneten.
Wiener Zeitung

West Side Story“ in Mörbisch: Sehenswerte Produktion, offener Konflikt
Die Seefestspiele Mörbisch reüssieren mit Leonard Bernsteins „West Side Story“, vor der Premiere gab es verbale Scharmützel zwischen Peter Edelmann und Alfons Haider.
Kurier.at

Die „West Side Story“ kracht ins Operetten-Kernland Mörbisch
Mit Leonard Bernsteins „West Side Story“ läuten die Seefestspiele eine neue Ära ein. Aber mag das Operettenpublikum auch Musical? Man ist jedenfalls bemüht, es dem Stammpublikum nicht allzu schwer zu machen.
Die Presse.com

Kartenverkauf Bayreuth

Erst vorgestern hatte ich kontakt mit einem Bayreuth-Insider, der mit dem Kartenverkauf befasst ist. Er meinte, dass eigentlich noch ein zweiter Weckruf gestartet werden sollte, „aber das schaut ganz blöd aus, immerhin hat Bayreuth den Ruf des Unerreichbaren, Elitären zu wahren“. Außerdem haben die Medien offenbar bereits reflexartig über den Kartenverkauf gejubelt. Früher konnte jede Zeitung als Schlagzeile „Bayreuth restlos ausverkauft“ bereits lange vor Beginn des Verkaufs setzen lassen. Wir beschlossen daher, vorest nichts zu unternehmen, „wird schon werden“!

Nun berichtet ein Leser von seinem gestigen Versuch des Kartenkaufs:

Sehr geehrte Merker-Redaktion , da Sie das Thema letzte Woche angesprochen hatten und nur zur Information: Heute Freitag 9.7. gegen 16:45 bin ich ohne weitere Wartezeit in den Ticket-Shop der Bayreuther Festspiele online gekommen. Die große Überraschung: Es gab Karten für ALLE Vorstellungen in fast jeder Kategorie zu erwerben, und das 5 Tage nach Vorverkaufsstart. Sozusagen Bayreuth-Satt. Das Post-Corona-Syndrom scheint die Opern-/Festspielhäuser fest im Griff zu haben.-Schönes Wochenende und Grüße aus Bayern. A.Sc

Ein weiterer Leser (P.J.H.)  bestätigt:Hallo, die Erfahrung des Schreibers in der Nachricht vom 9.7.2021 im OnlineMerker über die Verfügbarkeit von Bayreuth Karten kann ich bestätigen.
Auch ich war so in etwa in der genannten Zeit im Ticketshop und es waren eine Menge Karten verfügbar, allerdings heuer zu horrenden Preisen (Holländer knapp 400 €).

G. E. aus Braunschweig hat die selben Erfahrungen gemacht: Auch ich kann bestätigen, dass es in den gehobenen Preisgruppen in Bayreuth für viele Aufführungen noch Karten gibt. Ich kam eben – so gegen 18:00 Uhr – sofort in den Online-Ticketshop.

Nun, „Bayreuth-satt“ würde ich nicht vermuten. Aber wer lässt sich schon gerne „karniefeln“, ständig kontrollieren etc. Wenn wirkliche Normalität herrscht, ist auch dieses Problem gelöst. Wetten, dass…?

ZUSATZVORSTELLUNG FÜR TOSCA IN GRAZ

 

BADEN / Sommerarena:  Premiere von EINE NACHT IN VENEDIG in aktualisierter Fassung

9. Juli 2021

Foto: Christian Husar /Bühne Baden

Von Manfred A. Schmid

Thomas Smolej, Regisseur, Bearbeiter und Einrichter der extra für die Badener Sommerarena erstellten Neufassung der 1883 in Berlin uraufgeführten Johann-Strauß Operette, legt, wie er im Programmheft erläutert, „viel Wert auf aktuellen Bezug“. In seiner gemeinsam mit Thomas Kahry erarbeiteten, „komplett zeitgemäßen Version“ ist der lüsterne Herzog der Chef einer Airline, und Caramello, im Original sein Hof- und Leibbarbier, avanciert hier zum ersten Offizier/Co-Pilot der Urbino Airlines. Warum dann die Stadtpolitiker Delacqua, Barabaruccio und Testaccio weiterhin als venezianische „Senatoren“ geführt werden, was an die historische Ära der Dogenrepublik erinnert, und nicht einfach als Stadträte fungieren, gehört zu den nicht sehr ins Gewicht fallenden Ungereimtheiten dieser Neubearbeitung. Immerhin gieren sie jetzt nicht mehr nach Pfründen, sondern Delacqua geht es darum, Aufsichtsratspräsident der Airline zu werden.

Textlich bemüht sich die etwas schnoddrig und derb ausgefallene Fassung um zeitgemäße Aktualität. Anspielungen auf die Corona-Zeit werden vom dankbaren Premierenpublikum mit Lachern quittiert, wenn etwa Delacquas Frau Barbara, von Susanna Hirschler prächtig als Shopping-Queen vorgeführt, nach einem téte a téte mit dem blutjungen Flugbegleiter Enrico (Lukas Strasser als oberösterreichisch parlierender Exot) von der eben absolvierte 3-G-Regeln für den Wiedereintritt ins öffentliche Leben schwärmt: „gebotoxt – geliftet – und gebumst.“…

… Regisseur Thomas Smolej hat in seinen Gedanken im Programmheft auch die Hoffnung ausgedrückt, mit seiner aktualisierten Fassung „ein generationsübergreifendes Publikum“ ansprechen zu können. Bei der Premiere war das freilich noch nicht der Fall. Im 3. Akt wehte lautstark eine fremde Stimme von außen in die nach oben hin geöffnete Sommerarena herein: Der Kabarettist Klaus Eckel hatte im in in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Pavillon am Kurpark eben mit seinem Programm begonnen. Sein Publikum war, wie man sich am Nachhauseweg überzeugen konnte, deutlich jünger. Aber die generationenübergreifende Qualität dieser Inszenierung kann sich ja noch herumsprechen.

Zum Premierenbericht von Manfred A. Schmid

Der Kampf der Intendanten um ein jüngeres Publikum währt nun schon Jahrzehnte. Was mir zu denken gibt: Auch das heute ältere Publikum war einmal jung – und ist wohl in der Jugendzeit eher auch zum Kabarettisten gegangen. Nach einem arbeitsreichen Tag voller Probleme will man sich nicht auch noch mit Problemen ander Leute befassen, die uns Regisseure umhängen wollen.  Nun haben die „angejahrten Jugendlichen von früher aber auch offenbar mehr Zeit. Man muss der Jugend auch das Recht auf andere Sorgen zubilligen!

Tiroler Festspiele in Erl mit Pauken und Trompeten eröffnet
Die Tiroler Festspiele Erl sind Donnerstagabend von Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) unter vorheriger Unterstützung von Pauken und Trompeten offiziell eröffnet worden. In den Reden von Platter und Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner standen die Corona-Krise und die Rolle von Tirol in ebenjener im Zentrum. Musikalisch griff man unter anderem zu Werken von Johannes Brahms.
Salzburger Nachrichten

Deutschland/ Österreich
Machtmissbrauchsfälle und Mobbing häufen sich an den Theatern
Nach etlichen Fällen von Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen an deutschen Theatern schwelt es nun auch an österreichischen Bühnen.
Profil.at

München
Kritik – „Der Barbier von Sevilla“ in München Von der Liebe aufgestachelt
Am Münchener Gärtnerplatztheater gedeihen bei dieser Inszenierung der Rossini-Oper „Der Barbier von Sevilla“ vor allem Kakteen, Schwebfliegen und Schlitzohren. In der Hitze der Nacht und der Leidenschaften entledigen sich die meisten der Moral, was vergnüglich anzusehen ist – meint zumindest BR-KLASSIK-Autor Peter Jungblut, der bei der Premiere am 8. Juli anwesend war.
BR-Klassik.de

Endlich wieder Kultur – aber das Publikum ist zurückhaltend
Nach der neuen Infektionsschutzverordnung sind wieder Kulturevents für ein größeres Publikum möglich. So kann etwa das Konzert „Klassik am Odeonsplatz“ am Wochenende stattfinden. Die Musiker freut das – das Publikum ist aber noch zurückhaltend.
BR-Klassik.de

Sogar das „Gratispublikum ist zurückhaltend geworden, obwohl kein Fußballspiel als Konkurrenz auftritt

Karlsruhe
Generalintendant Peter Spuhler in Karlsruhe abberufen
Die Amtszeit von Peter Spuhler als Generalintendant am Badischen Staatstheater ist nach Kritik an seinem Führungsstil beendet. Der Verwaltungsrat habe den 56-Jährigen in einer Sondersitzung in Karlsruhe mit sofortiger Wirkung abberufen, teilte das baden-württembergische Kunstministerium am Donnerstag mit.
https://www.nmz.de/kiz/nachrichten/generalintendant-peter-spuhler-in-karlsruhe-abberufen

Peter Spuhler? Das ist doch der Intendant, der sich nur mit weiblichen Bereichsleitern umgeben hat! Und da wundert er sich, der Realitätsverweigerer? Nun hat er angeblich im Haus rumgeschrien und musste sofort entfernt werden!

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

BLACK WIDOW
USA / 2020. Regie: Cate Shortland
Mit: Scarlett Johansson, Florence Pugh, Rachel Weisz, Ray Winstone, David Harbour u.a.  

Der Versuch, eine Comic-Heldin gewissermaßen nach feministischen Maßstäben (und am Ende sogar mit ein wenig Humor) auf die Leinwand zu bringen, ist zumindest bei der ersten „Wonder Woman“-Verfilmung geglückt. Hoffnungslos schief gegangen ist es bei Marvel-Heldin „Black Widow“, die nun endlich – nachdem sie in Marvel-Männer-Filmen ihre Nebenrolle abgezogen hat – zur Titelheldin geworden ist. Leider bei weitem nicht mit dem glanzvollen Unterhaltungs-Ergebnis, das dieses Genre verlangt.

Da ist die Ideologie dazwischen gekommen. Frauen-Power besteht zwar nun auch schon darin, dass sie Männern ins Gesicht schlagen und auf ihnen herum treten, aber vor allem verlangt die politische Korrektheit, die großen Werte hoch zu halten. Mit dem Effekt, dass die australische Regisseurin Cate Shortland, der man trotz geringer Film-Routine das Projekt anvertraut hat, den Eindruck erweckt, es wäre ihr nur um – Verzeihung, Familien-Gesülze gegangen und der Rest hätte sie wenig interessiert…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Buchbesprechung: Manfred Baumann: SALZBURGSÜNDE
284 Seiten, Gmeiner Verlag 2021

 

Osterfestspiele in Salzburg. Kommissar Martin Merana, bereits zum neunten Mal Held eines Salzburg-Krimis von Autor Manfred Baumann, hat die Feiertage bei seiner Großmutter im Pinzgau verbracht und ihre Küchenkünste genossen. Für den Ostermontag hat er eine Karte für „Parsifal“ (den man ausführlich geschildert bekommt, der Autor ist fraglos kultur-affin). Die Festspiel-Präsidenten darf auch vorkommen, man meint ihren charakteristischen Tonfall direkt zu hören. („Corona“ spielt nicht mit.)

Allerdings baut sich da schon ein ungewöhnlicher Fall auf – bei einem Spaziergang auf dem Kapuzinerberg hat eine Dame mit Hund unter dem Kadaver einer Gämse einen Totenschädel gefunden. Dieser und das dazugehörige Skelett sind allerdings Jahrzehnte alt.

Ein Kriminalfall der anderen Art, aber im vertrauten Milieu der Stadt, in dem der Autor, lebenslanger Salzburger, sich so gut auskennt. Viel Salzburger Topographie fließt zwanglos in die Geschichte ein, wer sich ein bisschen dort auskennt, freut sich daran.

Ein bei der Toten gefundener Ehering weist den Weg zu einer Frau, die vor 65 Jahren spurlos verschwunden ist – und deren Tochter  kennt Merana. Sie war seine Professorin, als er einst studiert hat. Nun geht es in die Vergangenheit, um der geschätzten Dame endlich Gewissheit über das Schicksal ihrer Mutter zu verschaffen, die plötzlich weg war und eine Elfjährige zurück ließ…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Wegrandhaus von Lois Weinberger im Belvedere 21. Eine Schenkung der Esterhazy Privatstiftung

Nach der Eröffnung des FELDWEGs im Renaissancepark von Schloss Lackenbach lädt nun auch das Belvedere 21 in Wien zu einer umfangreichen Schau von Arbeiten und Texten des im April vergangenen Jahres verstorbenen Künstlers Lois Weinberger. Vor Ort im Skulpturengarten des Belvedere 21 befindet sich als neu produzierter Satellit des FELDWEGs ein rotes Wegrandhaus als Schenkung der Esterhazy Privatstiftung.

Belvedere/ Wegrandhaus: Foto: Schulcz Lisa/Esterhazy

Der FELDWEG ist ein Pfad ohne Anfang und Ende, ähnlich wie der Kreislauf der Natur. Begleitet wird er von einem offenen Pavillon mit einer Skulptur und sieben bunten Wegrandhäusern. Die Farben der Häuschen beziehen sich auf die Blüten verschiedener Pflanzen. In jeder dieser „Wegwarten“ befinden sich ein kurzer Text in Versform sowie ein Stempel, der Fresswege von Borkenkäfern abbildet..

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Joe Biden droht Wladimir Putin nach Hackerangriffen mit Konsequenzen: In einem einstündigen Telefonat am Freitag betonte der amerikanische Präsident, dass Moskau gegen das Lösegeldgeschäft krimineller russischer Hackergruppen vorgehen müsse. Die USA werden «jegliche notwendige Massnahme» ergreifen, um sich zu schützen, so Biden.
Zu den neusten Entwicklungen
Syrien-Einigung nährt Hoffnung auf bessere amerikanisch-russische Beziehungen: Die beiden Länder haben einem Uno-Kompromiss bei der humanitären Hilfe für notleidende Syrer zugestimmt. Russland bezeichnete dies als einen «historischen Moment». Der Sicherheitsrat hatte sich darauf geeinigt, die Lieferung von Hilfsgütern in syrische Rebellengebiete zu verlängern.
Zum Bericht
15 weitere Leichen in eingestürztem Haus in Miami geborgen: Damit steige die offizielle Zahl der Toten auf 79, sagte die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava. «Das ist eine erschütternde und herzzerreissende Zahl, die uns alle sehr, sehr tief trifft.» Es werden immer noch Dutzende von Menschen vermisst.
Zu den neusten Entwicklungen
EU soll Behörde für Kampf gegen Geldwäsche bekommen: Die «Anti-Money Laundering Authority (AMLA)» soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei Verstössen gegen EU-Regeln eigenständig Finanzsanktionen verhängen können. Zudem soll sie die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren.
Zum Bericht
Das FBI warnt vor Deepfakes: Nach Einschätzung des FBI werden in naher Zukunft fremde Geheimdienste und Kriminelle immer öfter computergenerierte Fälschungen nutzen, um in Computernetzwerke einzudringen. Deepfakes können Texte und Bilder in Phishing-E-Mails sein, aber auch gefälschte Sprachnachrichten.
Zum Bericht
Die Anleihemärkte deuten auf eine Eintrübung der Konjunktur hin: In den vergangenen Wochen sind die Zinsen mehrheitlich gefallen, vorab in den USA. Während sich alle Welt Sorgen über eine Überhitzung der amerikanischen Wirtschaft und steigende Inflationsrisiken macht, signalisieren die Anleihemärkte damit ein Abflauen der Konjunkturerholung.
Zum Bericht

Österreich
Staatsschutz künftig in Wien-Meidling angesiedelt
Die neue „Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst“ bekommt in Meidling ihre neue Heimat. Auch das Bundeskriminalamt zieht an diesen Standort.
https://www.vienna.at/staatsschutz-kuenftig-in-wien-meidling-angesiedelt/7051551

Die Gegend rund um die Galerie des Online-Merker wird immer wichtiger. Nicht nur, dass der Bahnhof Meidling einer der allerwichtigsten Verkehrsknotenpunkte ist, nun kommt auch noch der Staatsschutz in unmittelbare Nähe. Von meiner Wiener Wohnung aus ist die Kaserne nur „einen Steinwurf entfernt“. Keine Angst, ich werfe deswegen von meiner Terrasse aus keine Fensterscheibe ein, ich will ja notfalls geschützt werden!

Die Kaserne spielt übrigens in meiner Familienchronik eine unrühmliche Rolle. Unmittelbar nach Ende des Weltkriegs flogen die Amerikaner „Vergeltungsrunden“ über Wien. Nachdem ein offenbar stockbesoffener Pilot statt der Raffinerie in Schechat die Staatsoper getroffen hat, bog er nach Meidling ab und wollte die Meidlinger Kaserne (Wienerbergbrücke) abräumen. Dabei traf er aber voll daneben, nämlich das Haus, in dem heute die Online-Galerie untergebracht ist, also sicher kein strategisch wichtiges Gebäude. seither wird bei uns von Generation zu Generation weitergegeben, wer für diese mutwillige Zerstörung verantwortlich ist! 

Thema zu den Olympischen Spielen
Intersexualität: Macht ein Testosteronlimit den Sport gerechter?
Mann gegen Mann, Frau gegen Frau. Die Trennung soll Wettkämpfe fair machen, mit Testosteron als Maß. Doch die Regeln sind zu überdenken, wie die Geschichte von Olympiasiegerin Caster Semenya und aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung zeigen.
https://www.spektrum.de/news/intersexualitaet-macht-ein-testosteronlimit-den-sport-gerechter

Die Olympischen Spiele beginnen und eine „herrliche Dame“ darf nicht antreten. Das heißt, „sie“ hat auf einen Start verzichtet. Nun hat man für hinterfragenswerte Fälle eine neue Prüfvariante erfunden!

Österreich/Fußball
Admira/ Wacker sichert sich Dienste von brasilianischem Offensivspieler
https://www.skysportaustria.at/admira-sichert-sich-dienste-von-brasilianischem-offensivspieler/

Angesichts der Schlagzeile habe ich innerlich gejubelt, endlich ein Star bei Admira/Wacker, keine Abstiegssorgen mehr, künftig schießen wir die Konkurrenz durch Sonne und Mond. Dann habe ich aber gelesen, dass der „Star“ bisher bei Horn in der zweiten Bundesliga gespielt und dort keine Bäume ausgerissen hat. Also wird es wohl doch nichts mit „Sonne und Mond“!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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