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10. JULI 2019 – Mittwoch

10.07.2019 | Tageskommentar


Premieren-Feuerwerk aus St. Margarethen und Mörbisch: „Die Zauberflöte“ und „Land des Lächelns“ live im ORF

Am 10. und 11. Juli in ORF III und ORF 2

Wien (OTS) – Der österreichische Kultursommer hat bereits Fahrt aufgenommen. Diese Woche feiern die beiden großen burgenländischen Festspielbühnen, die Oper im Steinbruch St. Margarethen und die Seefestspiele Mörbisch, ihre diesjährigen Premieren – und der ORF ist live dabei. Am Mittwoch, dem 10. Juli 2019, überträgt ORF III um 21.05 Uhr live-zeitversetzt die erste Vorstellung der Neuinszenierung von Mozarts „Die Zauberflöte“ auf der imposanten Freiluftbühne im Römersteinbruch in St. Margarethen. Tags darauf, am Donnerstag, dem 11. Juli, steht – ebenfalls live-zeitversetzt um 21.05 Uhr – die Premiere des Lehár-Klassikers „Das Land des Lächelns“ von der weltweit größten Operettenbühne inmitten der atemberaubenden Naturkulisse des Neusiedler Sees auf dem Spielplan von ORF 2. Beide Live-TV-Produktionen sind Teil der intensiven Partnerschaft zwischen ORF, Land Burgenland und der Esterházy-Stiftungsgruppe, die erst im Juni mit einem neuen Kultur-Rahmenvertrag ausgebaut wurde.

Start also heute um 21,05 h auf ORF III. Es ist eine neue Philosophie, bereits die Premiere live (minimal zeitversetzt) zu übertragen. Das Vorhaben ist nicht ohne Risiko, aber ich gehe davon aus, dass sich die Manager etwas dabei gedacht haben. Dass der ORF so massiv finanziell aufgefettet hat, glaube ich nicht. Ich wünsche den Festspielen – und zwar allen – viel Erfolg, Wetter- und sonstiges Glück. Bemerkenswert ist, dass Daniel Serafin die Karriereleiter raufgefallen ist, seinen Vater im Grunde genommen überholt hat. Vor einigen Jahren habe ich noch irgendwie Mitleid mit ihm gehabt, es als Betriebsunfall empfunden, dass Harald Serafin seinen Filius nicht nahtlos in Mörbisch unterbringen konnte. Als Sänger war er nun wirklich sehr unterdurchschnittlich und auf das Wohlwollen diverser Intendanten angewiesen. Aber er hat das offenbar erkannt – und einen Weg eingeschlagen, der Staunen macht. Wer weiß, was da noch alles möglich ist!

Jonas Kaufmann wird heute 50

Jonas Kaufmann wirbt für sein Wien-Album – als Fünfziger. Foto:  Instagram

Neues Baby und jede Menge Ruhm – Jonas Kaufmann wird 50
– An seinem 50. Geburtstag könnte Jonas Kaufmann ins Kino gehen. Dort könnte er nicht nur sich selbst auf der großen Leinwand bewundern, sondern auch die Glückwünsche seiner Fans entgegennehmen.
In mehr als 200 Lichtspielhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz läuft an diesem Tag nämlich ein Film über ein umjubeltes Konzert, das der Startenor im Sommer 2018 auf der Waldbühne in Berlin gegeben hat.
Sueddeutsche Zeitung

Bleiben wir bei den Events: Das Outfit der Pianistinnen wir immer schräger

Yuja Wang – Rückenansicht. Foto: Youtube

VIDEO 1 YUJA WANG

VIDEO 2 YUJA WANG

Warum ich als „unkommunistischer” Mensch“ für eine Kleiderordnung im klassischen Konzert bin?

Die Musik und nur der künstlerische Gehalt müssen endlich wieder in den Mittelpunkt und nicht das kürzeste Kleid, das schrägste Outfit oder eben gar die Schuhe…..

Na ja, das klingt etwas streng, im Grunde bin ich ja weiblichen Reizen gegenüber durchaus empfänglich! Nehmen Sie meine Entrüstung also nicht ganz ernt!

Aber es gibt Leser, die mir diese Beispiel-Videos geschickt haben. Die sind sicher diesbezüglich seriöser als ich. Im Grunde genommen haben diese ja recht, das schräge Outfit lenkt vom Wesentlichen ab – von der künstlerischen Leistung

ZUM VIDEO Lola Astanova – Klavier auf High Heels

Lola Astanova. Foto: Youtube

Klavierspielen kann die Dame natürlich auch! Weit besser als ich!

RÄTSEL : WER IST DER HERR LINKS?

In der Mitte ist Joan Sutherland, das ist wohl ziemlich klar. Rechts ist Spior Malas, den kennen wir weniger. Aber der Herr ganz links außen, den kennen wir alle! Nur wer ist es?

Angeblich ist des Rätsels Lösung kinderleicht. Ja, er ist es!

München/Opernfestspiele
Opernfestspiele: Erwin Schrott mit seinem Programm „Tango diablo“ im Nationaltheater
Auf der zweiten Seite des Programmhefts steht gleich dreimal der Name Erwin Schrott. Als „in concert“, als „Musikalische Leitung und Idee“ und nicht zuletzt auch noch als „Bassbariton“. Die Funktion als musikalischer Leiter hat der Super-Mann aus Uruguay tatsächlich wahrgenommen: Er dirigierte bei seinem Programm „Tango diablo“ im so gut wie ausverkauften Nationaltheater tatsächlich zwei Bandoneonspieler samt zwei weiteren Herren am Klavier und der Gitarre, obwohl die auch ohne ihn kaum aus dem Takt gekommen wären.
Münchner Abendzeitung

„Rigoletto“ beim Savonlinna Opera Festival in Finnland
Diese atemberaubend spannende und musikalisch hochkarätige Rigoletto-Inszenierung erbrachte den unwiderlegbaren Beweis: Savonlinna ist zu den weltweit führenden Opern-Festivals zu rechnen. Die Gilda der rumänischen Sopranistin Cristina Pasaroiu gehörte sängerisch und schauspielerisch zum Besten, was ich je auf den großen Opernbühnen in dieser überaus anspruchsvollen Rolle erleben durfte
Dr. Charles E. Ritterband berichtet aus Finnland.
Klassik-begeistert

Erl/ Tirol: „Aida“ bei den Tiroler Festspielen: Ein bisschen Aufbruch
ine Pointe könnte das sein oder ein Zufall: Im Jahr eins nach Gustav Kuhn bietet Erl eine von Frauen dominierte „Aida“.
Münchner Merkur

München: „Die Entführung aus dem Serail“ an der Pasinger Fabrik: Mozart explodiert am Ätna
Das schreit nach dem Ruf an größere Häuser: In der Pasinger Fabrik läuft „Die Entführung aus dem Serail“ von Mozart, inszeniert von Stefan Kastner
Münchner Abendzeitung

Moniuszkos HALKA in der Berliner Philharmonie (1. Oktober)
It is with great pleasure that we announce a concert performance of Moniuszko’s famous opera “Halka” in Berliner Philarmonie on 1st October 2019.

Tomasz Konieczny, Gabriel Chmura. Foto: Agentur

Cast:
Tomasz Konieczny (Bayreuth Festival, Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera)
Magdalena Molendowska (Glyndebourne Festival)
Łukasz Konieczny (Opernhaus Düsseldorf)
Dominik Sutowicz (Finnish National Opera)

Facebook-Seite willkürlich gesperrt, ImPulsTanz verliert über 36.000 AbonnentInnen wegen einer „Nacktdarstellung“

 

ImPulsTanz // Pressemitteilung
Dass Kunstwerke vom sozialen Netzwerk Facebook immer wieder gelöscht oder auch Institutionen und KünstlerInnen gesperrt werden, ist bereits vielfach bekannt. Seit Ende April 2019 trifft dies auch auf das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival zu. Die Facebook-Seite ist nun für NutzerInnen nicht mehr auffindbar.

Das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival hat am 29. April 2019 den Performancetrailer zum Vorverkaufsstart des Festivals, das von 11. Juli bis 11. August 2019 stattfindet, auf ihre Facebook-Seite hochgeladen. Diese wurde daraufhin von Facebook wegen einer „Nacktdarstellung“ gesperrt.

Obwohl ImPulsTanz den Trailer aufforderungsgemäß umgehend gelöscht hat, wurde die Facebook-Seite kommentarlos offline genommen. Die Löschung der ImPulsTanz-Seite ist insbesondere vor dem Hintergrund verwunderlich, als die Facebook-Gemeinschaftsstandards Bilder von Kunstformen gestatten, die nackte Personen oder Figuren zeigen. Weshalb dies für 7 Pleasures der Choreografin Mette Ingvartsen nicht gelten soll, ist jedoch nicht nachvollziehbar.

 Filme der Woche

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In der seriösen Geschichtsschreibung sind „Was wäre, wenn“-Fragen verpönt. Was wäre, wenn Alexander der Große nicht so jung gestorben wäre, wenn er die Vermengung der Kulturen fortgesetzt hätte, den östlichen Kosmos bis weit über Indien in den europäischen einbezogen hätte? Die Welt von heute sähe zweifellos anders aus. Aber er ist jung gestorben, und wir wissen nicht, wie alles anders gekommen wäre, wenn…

Das Kino muss es nicht so ernst nehmen wie die Historie, dort darf man eigentlich alles. Dieser Film stellt eine weit irrelevantere Frage, die trotzdem Millionen Menschen mehr interessieren wird als Spekulation über eine Alexander-Welt: Was wäre wenn – wenn es die Beatles nie gegeben hätte?

Die „Beatles“. Die was? Damit das möglich ist, dass sie nicht einmal in Google auffindbar sind, dafür muss die Welt schon einmal total „ausfallen“ – nur 12 Sekunden lang, aber das reicht (erklärt wird das nie, muss es auch nicht, der ganze Film basiert mehr oder minder auf Unsinn). Man hat Malik, den indischen Briten (Himesh Patel), schon kennen gelernt, man weiß, dass er gerne ein Pop-Star wäre, man hat auch längst kapiert, dass außer seiner reizenden Freundin Ellie (Lily James in bezaubernd gestrigem Look) gar niemand bereit ist, an ihn zu glauben. Man ist schließlich nur im ländlichen Suffolk…

Schauspielerin Christiane von Poelnitz: „So was können nur Frauen“
Die Schauspielerin über ihre 15 Jahre an der Burg und das Spiel mit Joachim Meyerhoff.
Kurier

Sie geht nicht gerne vom Wiener Burgtheater – und vor allem nicht freiwillig. Aber Martin Kusej hat keine Verwendung für sie. Das hat die Mutter zweier Töchter (beide von Schauspielerkollegen Joachim Meyerhoff) eben zu Kenntnis zu nehmen.
Von Hamburg aus wird für sie das Leben weitergehen. Und Herr Kusej wird in Wien andere Leute sekkieren müssen/können/ dürfen!

Übrigens, das Wetter um kommenden Wochende wird so verregnet, dass das Festival „Der Thumsee brennt“ bereits am Dienstag für Sonntag abgesagt werden muss
und ein Woche später stattfinden wird!:  Wegen der regnerischen und kalten Wetters verschieben wir das Open-Air-Festival „Thumsee brennt“ auf den Ersatztermin: Samstag, 20. Juli, 20 Uhr. Ursprünglich sollte das Event am kommenden Samstag, den 13. Juli, stattfinden. Die endgültige Entscheidung über die Ausrichtung fällt am Donnerstag, 18. Juli. Aktuelle Informationen können Ihre Leser zeitnah auf der Facebookseite der Philharmoniker oder www.bad-reichenhaller-philharmoniker.de einholen.

Ich wünsche einen schönen Tag und begebe mich schön langsam auf die Spuren der „großen Festspiele“:

A.C.

 

 

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