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10. AUGUST 2018

10.08.2018 | Tageskommentar

 

Wasserschaden! So arg ist es zum Glück in Salzburgs Festspielhaus nicht, aber eine Blamage ist es bei den vermutlich elitärsten Festspielen der Welt allemal.

Ein Gewitter mit Starkregen ließ so viel Wasser auf das Große Festspielhaus prasseln, dass das Dach nicht mehr dicht hielt. Zuschauer filmten den Vorfall. Das Video können Sie unter dem Link zur Sueddeutschen Zeitung finden!

Die Salzburger (Wasser)Festspiele sind eröffnet
Ein Gewitter mit Starkregen ließ so viel Wasser auf das Große Festspielhaus prasseln, dass das Dach nicht mehr dicht hielt. Zuschauer filmten den Vorfall.
Sueddeutsche Zeitung

Wenn es tatsächlich ein schadhaftes Dach ist, sind die Verantwortlichen (obliegt die Instandhaltung der Gebäude der Stadt Salzburg? Vermutlich!) nicht von jeder Schuld freizusprechen. Ein Dach gehört ständig kontrolliert und repariert, Wasser ist – im Gegensatz zu Feuer – ein Element, gegen das der Mensch überhaupt keine Chance hat.

Bei mir weckt der Vorfall traumatische Erinnerungen. Als unsere Online-Galerie noch Werkraum meiner Tischlerei war, erlebte ich einen wohl schlimmeren Vorfall (vor exakt 15 Jahren). Ein heftiges Gewitter ging über Wien nieder, als Regen-Freak habe ich das Prasseln des Regens genossen. Als ich so im Werkraum stand, stürzte plötzlich der Verputz von der Decke und Wassermassen ergossen sich in den Raum und auch über mich. Der Raum war urplötzlich überflutet. Ich war ratlos, zumal es im Geschoß darüber völlig trocken war, das Dach somit in Ordnung. Der Installateur/ Klempner/ russisch heißt er „San Technik“  lieferte dann die Lösung des Rätsels: Ein Gully (Wasserabflussrinne, in den Boden des darüberliegenden Badezimmers eingebaut),war verstopft, konnte das Wasser nicht mehr aufnehmen – und als es zuviel war, strömte das Wasser durch die Decke in den Werksraum. Der Schaden war enorm, durch die Versicherung leider nicht ausreichend gedeckt. Gully und den Zufluss dazu habe ich dann einhändig zubetoniert und den Ablfluss nach Außen verlegt!

Allerdings, wäre das Dach die Ursache des Wassereinbruchs gewesen, dann wäre der Schaden noch weit höher ausgefallen!

Salzburger Festspiele: Wasser drang bei Starkregen in Zuschauerraum
Die Salzburger Festspiele sind am Mittwochabend Opfer eines Gewitters mit Starkregen geworden
Oberösterreichische Nachrichten
Bei den Salzburger Festspielen regnet es durch die Decke in den Zuschauerraum
Die Presse
Regenguss im Salzburger Festspielhaus
14 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von nur zehn Minuten: da blieb das historische Grabendach im Theater nicht ganz dicht
Hamburger Abendblatt
Regen im Salzburger Festspielhaus bei Sokolov-Konzert
Salzburg/Berlin (MH) – Die Salzburger Festspiele sind ein Opfer enormer Regenmassen geworden. Im Großen Festspielhaus sei während eines Konzerts des russischen Pianisten Grigory Sokolov am Mittwochabend Wasser in den Zuschauerraum gelangt – „bedingt durch das historische Grabendach“, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Die Eintrittsstelle sei sofort lokalisiert worden. So habe das Konzert nach der Pause fortgesetzt werden können.
Musik heute

SALZBURG: L’ITALIANA IN ALGERI

Cecilia Bartoli, die „Kameldame“.  Copyright: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Cecilia Bartoli ist einfach sensationell als Sängerdarstellerin der Isabella, die ihr wieder mal wie auf den Bauch geschrieben scheint. Hier stimmt in jedem Moment die Mimik mit dem gesanglichem Ausdruck überein, der Humor ist allgegenwärtig. Man erlebt mit ihr, wie der arme Mustafà nach Strich und Faden in die Realität zurück geführt wird, und das alles mit ihrem unvergleichlichen Mezzo, der nicht nur in der Tiefe ihre Manipulation der Männer, auch des Taddeo in dieser Inszenierung, hören lässt, sondern herrliche Höhen und Koloraturen hervor bringt. Ildar Abdrazakov beeindruckt als stimmstarker Bassist in der Rolle des Mustafà und befindet sich somit auf Augenhöhe mit der Bartoli. Der junge Uruguayer Edgardo Rocha ist ein wohlklingender heller Tenor für den Lindoro, dessen Timbre manchmal an jenes von Juan Diego Florez erinnert. Rebeca Olvera singt eine ausgezeichnete Elvira und macht aus ihr eine Charakterstudie. Alessandro Corbelli gibt einen guten Taddeo, der sich immer wieder als Depp produzieren muss und nebenbei auch Isabella begehrt. José Coca Loza ist ein serviler Haly und Rosa Bove eine gute Zulma…

Zum Bericht von Klaus Billand

Weitere Zeitungskritiken:
Salzburger Festspiele: Hormonstau und Koloraturenfluss
KritikCecilia Bartoli düpiert als gewitzte Italiana in Algeri diesmal den eitlen Mustafà von Ildar Abdrazakov: Komödienkaviar fürs jubelnde Festspielpublikum
Die Presse
Mustafà und die Liebe
https://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-mustaf-und-die-liebe-1.4087271
Kritik – „L’Italiana in Algeri“ in Salzburg: Rossini im Tollhaus
BR-Klassik
Flache Bildschirme, volle Bäuche
Ein Publikumsliebling kehrt zurück: „L’italiana in Algeri“ mit Cecilia Bartoli in Salzburg
Wiener Zeitung

„L’italiana in Algeri“ in Salzburg: Cecicila Bartoli, die Kameldame
Rossinis „L’italiana in Algeri“ mit Cecilia Bartoli – eine Wiederaufnahme bei den Salzburger Festspielen – unterhält mit einer gegenwartsnahen, klug-komischen Deutung
Der Standard

VILLAZON-LIEDERABEND: „Ein klassischer Entertainer“

Vorweg, ich habe überhaupt nichts gegen Rolando Villazon. Einige Villazon-Fans glauben mir das freilich nicht. Dabei kann ich nur das zitieren, was mir die Zeitungen liefern. Dass Rolando Villazon ein Entertainer von hohen Graden ist, bleibt auch von mir unbestritten.  Er verkauft sich obendrein gut!

Rolando Villazon. Copyright: Marco Borelli

Salzburg/ Haus für Mozart
Spanischzüngige Liederfürsten
Rolando Villazóns Liederabend bei den Salzburger Festspielen.
Wiener Zeitung
Ein klassischer Entertainer bringt den Saal zum Singen
Rolando Villazón präsentierte bei den Salzburger Festspielen selten gehörte Liederzyklen aus Spanien und
Salzburger Nachrichten

YOUTUBE-BEITRAG: DER DIRIGENT UND DAS TELEFON / Bayreuth/ Thielemann

In einer Stellungnahme der Bayreuther Festspiele wurden wir auf dieses Video hingewiesen

 

Zum Video „Der Dirigent und das Telefon“

Bayreuth: Rezension PARSIFAL (8.8.) ist online

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Live from sonostream: Birgit Nilsson 100 Years  Celebration Concert
LIVE from the Birgit Nilsson Museum
Båstad, Sweden
11 August 2018 18:00 CEST on Sonostream.tv!

 

Birgit Nilsson 100 Years Celebration Concert:
• Saturday 11 August 2018 at 18:00 CEST
• Broadcast live from the Birgit Nilsson Museum
• Helsingborg Symphony Orchestra
• Conductor: Patrik Ringborg
• Concert Moderator: Stefan Johansson
Program: excerpts from Puccini’s Tosca, Strauss’s Der Rosenkavalier, and Wagner’s Tannhäuser

Cast:
• Sopranos Malin Byström*, Christina Nilsson*, Sofie Asplund*
• Mezzo-sopranos Tuija Knihtilä, Adrian Angelico
• Tenor Joachim Bäckström*
• Baritone Karl-Magnus Fredriksson*
*Former recipients of the Birgit Nilsson Scholarship

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SALZBURG/ „Jedermann“: Wie ging es Philipp Hochmair?

Salzburg
Umjubelter Hochmair als Jedermann
Philipp Hochmair zeigte eine flotte und erfrischende Interpretation der Titelrolle
Wiener Zeitung

Salzburg: „Kommt ein Pferd in die Bar“ – durchwachsene Kritiken

Samuel Finzi, Mavie Hörbiger. Copyright: Bernd Uhlig/ Salzburger Festspiele

Salzburger Festspiele
Erfolgsroman „Kommt ein Pferd …“ taugt in Salzburg kaum zum Theaterstück
Allzu rhetorisch und langatmig geriet Grossmans „Kommt ein Pferd in die Bar“ im Salzburger Republic
Der Standard
Premierenkritik „Kommt ein Pferd in die Bar“
„Kommt ein Pferd in die Bar“ beginnt schwungvoll und deftig und wird dann zum fast alleinigen Parforceritt des Hauptdarstellers
Salzburger Nachrichten
Kampf gegen Windmühlen
 Samuel Finzi verzettelt sich in David Grossmans „Kommt ein Pferd in die Bar“.
Wiener Zeitung
Comedian, trauriger Clown, Selbstzerstörer
„Dovele G., meine Damen und Herren, auch genannt Dov Grinstein, ist der einzige Mensch auf der Welt, der bereit ist, eine ganze Nacht mit mir zu verbringen, und zwar ohne Geld, und das ist meines Erachtens die sauberste und objektivste Messlatte für wahre Freundschaft.“ Das sagt Dovele über sich selbst – und er hat absolut unrecht.
DrehpunktKultur
Samuel Finzi brilliert bei Salzburger Festspielen
Die Salzburger Festspiele bringen David Grossmans tragikomischen Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ erstmals auf die Bühne. Das Lachen bleibt dem Publikum der Salzburger Festspiele an diesem großen Theaterabend allzu oft im Halse
Hamburger Abendblatt
Selektion bei der Friedhofsfahrt
Alte Bekannte aus Kindertagen: Der Comedian Dovele Grinstein (Samuel Finzi) trifft in seinem Publikum unerhofft auf Pitz (Mavie Hörbiger)
Sueddeutsche Zeitung

WIEN / Theater des Wandels im Renaissance Wien Hotel:
DIE GEFÄHRTIN von Arthur Schnitzler

 

WIEN / Theater des Wandels im Renaissance Wien Hotel:
DIE GEFÄHRTIN von Arthur Schnitzler
Premiere: 1. August 2018,
besucht wurde die dritte und letzte Aufführung am 9. August 2018

Ein Teil der wohl gekühlten Bar des Renaissance-Hotels (direkt an der U 4-Station Meidling) wurde einige Abende lang „edleren“ Zweckcn zugeführt. Elisabeth Biedermann, Begründerin der Institution „Theater im Wandel“, hat sich dem Projekt „Wien um 1900“ verschrieben. Sie sucht allerdings nicht jenes Publikum, das immer wieder dasselbe sehen will, sondern wählt mit Absicht Raritäten. Und fährt gut damit – zahlreiche Besucher, gespannt bei der Sache.

Zum zweiten Mal ist Arthur Schnitzler an der Reihe, diesmal mit dem wenig bekannten Einakter „Die Gefährtin“, und, weil dieser nur eine starke halbe Stunde dauert, aufgeputzt mit Informationen zu Berta Zuckerkandl, in deren Rolle die Intendantin selbst schlüpft.

Schnitzler-Expertin Renate Wagner war dabei und berichtet. ZUM BERICHT

Der letzte „FILM DER WOCHE“ kommt morgen an die Reihe. In den unergiebigen Sommerwochen muss Ihr Kolumnist mit den Themen haushalten!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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