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10. APRIL 2022 – Sonntag

10.04.2022 | Tageskommentar

 

Jacquelyn Wagner, die „Elsa“ des diesjährigen Salzburger „Lohengrin“. Foto: Harald Hofmann 

Die diesjährige große Opernproduktion der Salzburger Osterfestspiele ist am 9. und 18. April Wagners „Lohengrin“ unter der musikalischen Leitung Christian Thielemanns. Jossi Wieler und Sergio Morabito sind für die Inszenierung verantwortlich, die als Koproduktion in Zukunft auch an der Wiener Staatsoper gezeigt werden wird. Der Sängerin der Elsa Jacquelyn Wagner haben wir fünf Fragen zu ihrer Rolle und „Lohengrin“ gestellt. Die Amerikanerin, die seit 2006 in Berlin lebt, ist eine versierte Interpretin großer Partien des deutschen Fachs. Dem Wiener Publikum ist sie in wunderbarer Erinnerung unter anderem als Euryanthe und zuletzt als Marschallin im „Rosenkavalier“. In Innsbruck hat sie gerade ihr umjubeltes Rollendebüt als Salome gegeben. Neben der Elsa ist Eva in „Die Meistersinger von Nürnberg“, die sie unter Daniele Gatti an der Mailänder Scala und bei den Osterfestspielen vor drei Jahren mit Christian Thielemann in Salzburg gesungen hat ein wichtiger Pfeiler im Wagner-Repertoire der Sängerin…
Mehr darüber in den heutigen „Infos des Tages“

Jacquelyn Wagner, Eric Cutler. Foto: Ruth Walz

Erste Bilder vom Salzburger „Lohengrin“
Der später auch der Wiener „Lohengrin“ sein wird
https://www.sn.at/osterfestspiele-salzburg/osterfestspiele-erste-bilder-von-lohengrin-119592238

Nachtkritik „Lohengrin“: Am Tatort Brabant wechselt die Perspektive
Mit Richard Wagners „Lohengrin“ boten die Osterfestspiele Salzburg nach zwei Jahren Pause wieder szenische Oper. Im Zentrum: ein bislang unbeachteter Mordfall. Die Stars des Abends? Der Chor. Das Orchester. Und ein Dirigent, der jede Stimme auf Rosen bettet.
https://www.sn.at/osterfestspiele-salzburg/nachtkritik-lohengrin-am-tatort-brabant-wechselt-die-perspektive-119641453

Die Bühnenbilder sind ja fast identisch mit der WSTO Produktion „Das verratene Meer“ vom gleichen Team

 

„Das verratenene Meer“ (Wieler/ Morabito). Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

WIEN / Staatsoper: „CARMEN“  –   08.04.2022

Anna Goryachova, Vittorio Grigolo. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

 Als die Inszenierung von Calixto Bieito an der Wiener Staatsoper am 21. Februar 2021 (Corona-bedingt ohne Publikum nur als gestreamte und im TV ausgestrahlte Vorstellung) Premiere hatte, war sie für mich nicht neu. Ich hatte sie bereits viele Jahre zuvor am Gran Teatre del Liceu in Barcelona gesehen. Die Inszenierung betont vor allem das Elend der Protagonisten und die Brutalität der sie umgebenden Gesellschaft. Darin unterscheidet sie sich extrem von der Vorgängerproduktion, die uns in ein Bilderbuch-Sevilla entführte. Allerdings muss ich hier schon festhalten, dass ich mir die Zeffirelli-Produktion unendlich oft ansehen konnte und immer wieder von der dort geschilderten Atmosphäre begeistert war, während mich die Bieito-Inszenierung nun bereits beim vierten Mal gelangweilt hat, vor allem weil es der Wiener Staatsoper wieder nicht gelungen ist eine überzeugende Interpretin der Titelpartie zu finden. Leider musste man feststellen, dass in den bisher 13 Vorstellungen an der Staatsoper nur ein einziges Mal eine gute Carmen aufgeboten wurde, nämlich Anita Rachvelishvili in der Premiere. Alle nachfolgenden Sängerinnen überzeugten wenig bis gar nicht.

In letztere Kategorie fällt nun leider auch Anna Goryachova

…Da ihm eine gleichwertige Partnerin fehlte, hatte es Vittorio Grigolo als Don José schwer. Er ist ein überzeugender, liebender, leidender, eifersüchtiger Macho – ganz im Gegenteil zu dem Muttersöhnchen, das etwa seinerzeit José Carreras oder Luis Lima verkörperten. Und stimmlich gibt Grigolo alles, singt ohne Rücksicht auf Verluste. In der finalen Auseinandersetzung wirkt er so bedrohlich „echt“, dass man fast um das Leben seiner Partnerin fürchten muss. Nicht auszudenken wie spannend der Abend hätte verlaufen können, wäre ihm eine Carmen-Interpretin auf Augenhöhe gegenübergestanden….

Zum Bericht von Walter Nowotny

Hellmuth Matiasek stirbt im Alter von 90 Jahren: Das Staatstheater am Gärtnerplatz trauert um seinen ehemaligen Intendanten

Matiasek mit Ehefrau Cornelia Froboess. Foto: Matiasek-Fotos

Der langjährige Intendant und Ehrenmitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Hellmuth Matiasek, ist am 7. April 2022 im Alter von 90 Jahren verstorben.
»Hellmuth Matiasek war in vielen Dingen ein großes Vorbild und ein wunderbarer Theatermacher wie auch Intendant«, so Staatsintendant Josef E. Köpplinger. »Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Gattin, Kammerschauspielerin Cornelia Froboess, den Kindern Agnes, Katarina und Kaspar, sowie allen weiteren Verwandten.«

Der Bayerische Kunstminister Markus Blume ergänzt: „Hellmuth Matiasek war ein Titan des Theaters, ein echtes Bühnen-Universaltalent. Im In- und Ausland war er als Regisseur, als Intendant und nicht zuletzt auch als Lehrer überaus erfolgreich und anerkannt. In Bayern lag der Mittelpunkt seines Lebens und Schaffens – als langjähriger Staatsintendant des Gärtnerplatztheaters und als Präsident der Bayerischen Theaterakademie August Everding wird er
unvergessen bleiben“. Der Kulturstaat Bayern und das Publikum können sich sehr glücklich schätzen, ihn als Intendanten erlebt zu haben, so Blume.
Als Staatsintendant prägte er das Gärtnerplatztheater mit zahlreichen Erfolgsproduktionen wie z. B. »Der Goggolori« von Wilfried Hiller und Michael Ende…

Ausführlicher in den „Infos des Tages“

Wie wird es mit der Kunstform Oper weitergehen?
In einer kleinen Serie kommen erfahrene Kulturmanager, die seit Langem große Häuser leiten, zu Wort. Den Beginn macht Peter Gelb von der Met: Er setzt auf neue Werke.

Wenn Oper überleben soll, muss sie sich verändern“, sagt Peter Gelb, General Manager der New Yorker Metropolitan Opera, dessen Vertrag jüngst bis 2027 verlängert wurde: „Der Schlüssel zu dieser Veränderung wird die Erneuerung und Bereicherung des Repertoires sein.“ Gerade die jüngste Krise hat Peter Gelb Zeit zur Besinnung gegeben: „Wir hatten während der Pandemie für ein Jahr geschlossen. In dieser Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, wie wir Publikum zurückgewinnen können. Und wie wir Menschen ansprechen, die nie in die Oper gegangen sind.“

Das klingt nach Utopie, doch Gelb ist zuversichtlich: „Es gibt hier in den USA viele begabte Komponisten, die Opern schreiben, um neue Geschichten zu erzählen, die etwas mit dem wirklichen Leben zu tun haben, die das Publikum unmittelbar etwas angehen. Ich glaube, wir dürfen nicht immer nur die alten, ewig gleichen Geschichten erzählen.“
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DiePresse.com

DRESDEN: MADAMA BUTTERFLY

Gefunden von Fritz Krammer
kristine.opolais

Verifiziert
What an amazing opening of Madama Butterfly last night at the Semperoper Dresden! Thank you to all of my great colleagues for this beautiful collaboration! 🦋✨❤️⭐️

 

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Mit Kristine Opolais und Freddie De Tommaso

VALENCIA „MACBETH“ – Palau de les Arts Reina Sofia; 8.4.2022


Außenfront des Palau de les Arts Reina Sofia. Foto: Ingobert Waltenberger

Jede Opernaufführung in Valencia beginnt mit einer Lektion in Sachen erfindungsreicher und fantasievoller Architektur. Wie ein wendiger, weiß schimmernder Korallenfisch im Moby Dick Format ruht es da, das Wunderwerk des Architekten Santiago Calatrava. In das stillgelegte Flussbett des Turia hat er die Stadt der Künste und der Wissenschaften (Ciutat de les Arts i les Ciències) gebaut. Wie eine Fata Morgana erhebt sich daraus das eigentliche Opernhaus, der Palau de les Arts Reina Sofia, über dem flachen Wasser. Gleich dahinter reckt der 125 Meter hohe Pfeiler der Schrägseilbrücke seine weißen Seile wie eine Riesen-Himmelsharfe nach oben. In des musischen Fischleins Mitte scheint ein Ozeandampfer mit Bullaugen und Palmen eingebaut zu sein. Über allem wölbt sich eine mächtige Flosse, die nur an einem Ende im Boden fixiert ist und sich über die gesamte Opernmeeresfantasmagorie stülpt. Wer die selten einfallslosen eckig kantigen Häuserungetüme in Berlin kennt, wird sich wundern, wie schön runde Formen auch aus Metall, Keramik, Glas und Holz sein können. Rundherum ein Planetarium, ein Aquarium, ein Laserium, ein 3D Kino, ein Wissenschaftsmuseum,  Skulpturen, Radwege, Grün. 

Anna Pirozzi, George Gagnidze. @ artsfotografia les arts

Die Stärke des Abend liegt eindeutig auf der musikalische Seite. Eine trefflichere Besetzung wird man auch anderswo kaum finden. Die Bühne kommt mit wenigen Requisiten aus, Andrews arbeitet vor allem mit effektvollen wie drastischen Lichteffekten, aber halt sehr wenig raffiniert. Die Kostüme bestehen – wie so oft im Regietheater – bei den Herren aus den obligaten Businessanzügen und bei den Damen aus eleganten Damenkleidern im Hier und Jetzt. Wie langweilig und abgedroschen.

 Am Schluss kurzer aber heftiger Beifall. Das Haus war brechend voll, Auslastungsprobleme scheint es in Valencia kaum zu geben. Vielleicht ist dieser Umstand auch der Aktion geschuldet, dass die unter 35-jährigen nur die Hälfte zahlen. 

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

 Anna Pirozzi back stage VALENCIA Macbeth

ZU INSTAGRAM

Links in italienischer Sprache
Bologna/ Michael Güttler dirigiert Iolanta

Michael Güttler

Iolanta e la musica come strumento di pace
https://www.artearti.net/…/iolanta-e-la-musica-come…

TTT Vinylschätze 21 –  Elektronische Musik – zur Ausrichtung der Salzburger Osterfestspiele 2023 („Startschuss zur Auseinandersetzung mit elektronischer Musik mit DJ Westbam …“ N. Bachler, Intendant)

 Klassiker:  Oxygene – Jean-Michel Jarre 1975 
Westbam – Sunshine (Westbam’s Electro Mix) 2013

 

Jean-Michel Jarre  * 1948  in Lyon, französischer Musiker, Komponist, Produzent. Anfang der 1970er Jahre entstandene Kompositionen für Synthesizer öffneten neue Wege.

Zum YOUTUBE-LINK   1:01:26 Std.

Instrumental – Album Oxygène (franz. Sauerstoff)  im Dezember 1976 in Frankreich, 1977 weltweit veröffentlicht, 12 Millionen mal verkauft. (insgesamt über 60 Millionen)

Oxygene gilt als bestes elektronisches Album aller Zeiten, Grundstein für Jarres internationalen Durchbruch. Technisch um Lichtjahre voraus finden sich surreale Klanglandschaften mit Pop-Elementen und Avantgarde.https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyg%C3%A8ne

WestBam ( Maximilian Lenz); * 1965 Münster/BRD, ist ein deutscher DJ, Musiker, Labelinhaber, ehemaliger Veranstalter, Autor.      

https://www.youtube.com/watch?v=uMiD9ax3LWc   5.30 Min.

 „Er war der erste DJ Deutschlands, der seit 1983 auflegte und Platten nicht nur aneinanderreihte, sondern mixte und daraus einen Kult machte. … seit 1983 über 2 Millionen … insgesamt verkaufte. Gesamtwerk von weit über 150 Singles, 8 Alben … als DJ und Producer eine Marke erschaffen, die man sofort … als 100% Westbam identifiziert. “     https://www.sunshine-live.de/music/album-der-woche/westbam-the-risky-sets

TTT: „WestBamfür meine Ohren lahmes Geplärre!“ Zielgruppenfehler in Salzburg? Warum nimmt man nicht die Besten – z. B. Jarre! s. auch „Assemblage mit Potenzial oder Verschnitt? Kunst der Zusammenfügung oder schlechte Ausgabe, Abfall? Vergleich zu Jarre spiegelt Welten!“

Film/ TV: Deutscher Schauspieler Uwe Bohm unerwartet gestorben
Der aus dem „Tatort“ bekannte Schauspieler starb 60-jährig.
Kurier.at

Doch ein schneller EU-Beitritt für die Ukraine?
FrankfurterAllgemeine

Dazu halte ich mich zurück – und das ist wohl auch besser so – für mich!

Ich wünsche einen schönen Sonntag!

A.C.

 

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