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1. OKTOBER 2018

01.10.2018 | Tageskommentar

Berlin/ Komische Oper: „Die tote Stadt“. Sarah Jakubiak, Ales Briscain. Copyright: Iko Freese/drama-berlin.de

Die tote Stadt. Premiere am 30.9.

Dr. Ingobert Waltenberger war bei der Premiere; Während im Ersten deutschen Fernsehen (ARD), das nicht gerade für sein jugendliches Publikum bekannt ist, mit „Babylon Berlin“ gerade die aufregendste TV-Serie aller Zeiten über das zügellose Berlin der 20-er Jahre anläuft (und sogar den kultigen Sonntags Tatort verdrängt), herrscht in der für ihre flott-ironisch-sexy-Aufführungen hochgelobten Komischen Oper gepflegtes Mittelmaß. ..

Robert Carsen konkretisiert das Ungesagte und lässt Paul hinter einem Gazevorhang sich selbst dabei beobachten, wie er Marie erwürgt. Am Ende, wenn er mit dem in einem gläsernen Reliquienschrein aufbewahrten Haarschopf Maries Marietta stranguliert hat, kommen Frank und Brigitta in weißem Kittel auf die Bühne und führen Paul wohl ins Irrenhaus ab. Banales Regietheater aus der Retorte, das der Oper viel von ihrem Zauber und ihrer Poesie nimmt. 

Das Problem ist überhaupt, dass der Abend trotz dieser einigermaßen präzise skizzierten Ideen nicht zündet. Die Figuren bleiben final blass, eine statische Personenregie tut das ihrige, damit das Drama nicht an Sog aufnimmt…

Zum Premierenbericht von Dr. Ingobert Waltenberger 

Eine weitere Meinung

An der Komischen Oper Berlin inszeniert Robert Carsen Korngolds „Die tote Stadt“ simpler als nötig
Robert Carsen erzählt Korngolds aufregende Künstleroper etwas zu geradlinig. Dennoch ist die Premiere ein starkes Plädoyer für Korngold. Umjubelter Star des Abends ist Sara Jakubiak als kesse Tänzerin Marie.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2018/10/01/komische-oper-die-tote-stadt/

NEUE MELDUNG:

Französischer Chansonnier Charles Aznavour ist tot
Sänger, Liedtexter und Schauspieler: Charles Aznavour war einer der letzten großen Vertreter des klassischen Chansons. Im Alter von 94 Jahren ist er gestorben.
Tagesspiegel

Oper Graz: CAVALLERIA RUSTICANA/ PAGLIACCI. Premiere am 29.9.

Von dieser Premiere können wir zwei Rezensionen anbieten, die mit größter Sorgfalt erstellt wurden. Die Meinungen unterscheiden sich. Da ich ein Getriebener bin, weil Sie ja möglichst zeitnahe die Berichte lesen wollen, konnte ich nur kurz überfliegen. Ausführliches Lesen lohnt aber:

Die von vielen als Pseudokunstform bezeichnete Opernregie ist dabei, den obersten Rang im Opernalltag zu erobern und fix einzunehmen. Hatten dereinst die Komponisten selbst solche Manipulationen zum Besten des Stückes vorgenommen, so geht diese Täterschaft derzeit voll in Richtung außermusikalischen Gestaltungsdranges der Regisseure…

Zum Premierenbericht von Peter Skorepa

Die Oper Graz lockt mit mit einer Umsetzung, in welcher der Spielvogt Autorenschaft beansprucht: Lorenzo Fioroni läßt Cavalleria rusticana in einem dunklen, häßlichen Einheitsbühnenbild spielen. Und: Er beschäftigt einen Clown. Clown Geronimo. (Als Bindeglied zu den Pagliacci.) Fioroni läßt Clown Geronimo vor und während des Preludio über die bereits offene Bühne stolpern, an Blumen riechen…
Diese Produktion: »Regietheater« vom feinsten…

Zum Premierenbericht von Thomas Prochazka/ www.dermerker.com.

Wir blicken auf ein sehr intensives Premierenwochende zurück, ich lasse Sie mit dem Studium der Berichte allein. Es ist ohnedies besser, wenn Sie meine blöden Sprüche nicht lesen müssen:

PARIS: LES HUGUENOTS von Giacomo Meyerbeer. Premiere am 28.9.2018

Lisette Oropesa. Copyright: Agathe Poupenay

Zum Premierenbericht  von Waldemar Kamer

STUTTGART: DER FREISCHÜTZ. Wiederaufnahme am 28.9.2018

Daniel Behle. Copyright: Julian Laidig

Zum Bericht von Dietmar Plattner

 

HAGEN: SIMON BOCCANEGRA. Premiere am 29.9.2018

 

Zum Bericht von Christoph Zimmermann

Das Ende kommt vor dem Anfang.. Simon Boccanegra steht in Hagen Kopf
Auf mittlerweile 107 Jahre seines Bestehens kann das kleine Hagener Theater zurückblicken. Große Namen der Oper wie Edda Moser, Hellen Kwon, Stefan Adam und Johan Botha verdienten sich hier bereits ihre ersten Sporen. Der fruchtbare Boden für einen spektakulären Verdi-Abend schien also bereitet.
Klassik-begeistert

WIEN / Staatsoper: DON PASQUALE am 29.9.2018

Zum Bericht von Elena Habermann

 

STUTTGART: PREMIERE „LOHENGRIN“ am 29.9.2018.

Michael König (Lohengrin), Simone Schneider (Elsa), Goran Juric (König Heinrich), Martin Gantner (Telramund).  Copyright: Matthias Baus

Inszenierung: Arpad Schilling

Zum Premierenbericht von Udo Klebes

Zum Premierenbericht von Alexander Walther

Presseberichte dazu:

Stuttgarter „Lohengrin“: Allenfalls Gicht am Ende des Tunnels
Mit und ohne Schwan sind autoritäre Politiker gerade wieder sehr in Mode. Der Ungar Árpád Schilling zeigt Wagners Gralsritter-Oper als bittere Satire auf die Wankelmütigkeit und Ignoranz des Volks. Das Diktatoren-Karussell dreht sich immer weiter.
BR-Klassik
Von Zauberklang ist nichts zu hören: Die neue Intendanz an der Staatsoper Stuttgart startet wuchtig, aber wenig überzeugend

Mit «Lohengrin» von Richard Wagner beginnt das neue Leitungsteam an der Stuttgarter Oper seine Arbeit. Das Ergebnis bereitet Sorgen.
Neue Zürcher Zeitung
Das Volk ist verunsichert
DeutschlandfunkKultur
Masse, Macht und Märchen
Stuttgarter Nachrichten
Staatsoper Stuttgart eröffnet Saison mit „Lohengrin“
Musik heute

„Konzertgänger in Berlin“
Sargzielig: „Tristan und Isolde“ an der Deutschen Oper
Hart am Ziel, wie Isolde im ersten Aufzug singt, scheint auch diese Tristan und Isolde-Produktion der Deutschen Oper Berlin, die nach zwei Aufführungen am 3. Oktober zum letzten Mal in dieser Spielzeit gegeben wird. Ob sie danach ganz eingesargt wird, ist ungewiss, aber ein langes Leben dürfte ihr angesichts der rapide sinkenden Publikumsnachfrage nicht mehr vergönnt sein. Einen Tristan mit halbleerem Saal kann sich so ein Haus auf Dauer nicht leisten.
https://hundert11.net/sargzielig/

Berlin: Der Berliner Traum vom Glück: Die Frau ohne Schatten an der Staatsoper
In Claus Guths kluger, geheimnisvoller Inszenierung zeigen vor allem Michael Volle, Camilla Nylund und Elena Pankratowa, wo der Strauss-Hammer hängt. Simone Young dirigiert.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2018/09/30/die-frau-ohne-schatten/

Hamburg/ „Luisa Miller“ Tot denn Alles! Alles tot!
Ein triumphaler Abend für die Sopranistin Nino Machaidze!
Nein, es geht nicht um eine Wagner Oper. Auch ein Film von Quentin Tarantino ist nicht Gegenstand nachfolgender Gedanken. Die Handlung von Verdis Oper Luisa Miller (nach Kabale und Liebe) ist typisch für Verdi: Unglückliche Liebe, die Gute, der Böse, Intrigen, Gift. Am Ende sind fast alle tot. Amore, vendetta, sangue, morte. Die Musik von Luisa Miller ist „ganz nett“, kommt aber nicht an Verdis Meisterwerke wie z.B. Maskenball, Aida, La Traviata, Rigoletto oder Otello heran. Der Abend wurde zum Triumph für die georgische Sopranistin Nino Machaidze ..
Klassik begeistert

Linz/ Musiktheater des Landestheaters: TRISTAN UND ISOLDE
Erbärmliches Regietheater erfolglos wiederbelebt

Zum Bericht von Dr. Alexander Gallee

WIEN/ Ronacher: „BODYGUARD“ – FOTOS VOM ROTEN TEPPICH UND VON DER PREMIERENFEIER

Fotos: Dipl. Ing. Dr. Andreas Haunold (wird morgen fortgesetzt)

Das Ensemble. Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

Fotos finden Sie in unseren Infos des Tages, wir setzen morgen fort!

HEUTE BEIM ONLINE-MERKER

 

VIDEO Kurennaya mit Valery Gergiev  Rodion Shchedrin – Tanja – Katja (Romance in Folk Style). The Mariinsky Orchestra conducted by Valery Gergiev 

VIDEO  Verikovsky. Pannochka’s aria from the opera „Viy“

VIDEO 1 Gustave Charpentier. Luoise’s aria from ­the opera „Louise“

Die neue Eingangstüre können Sie auch erstmals benützen und bestaunen (ein Mäzen hat dafür 18 000 Euro bezahlt)

Sie sind herzlich eingeladen. Kommen Sie zu Künstlergespräch mit dieser jungen Russin, es ist ihr erstes „Auslandsinterview und sie soll einen guten Eindruck gewinnen! Im Normalfall kommen die Künstler mit einer kleinen „Hausmacht“, diese hat aber Frau Kurenaya in Wien nicht.

Schauen Sie in die Videos:  Auftritte mit Gergiev – das ist schon etwas!

Hagen/ Deutschland: Nackte Frau im Wald löst bei Schülern Panik aus
Nach einer Nachtwanderung in Hagen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben mehrere Schüler ärztliche Hilfe gebraucht. Die Kinder wollen nach Angaben der Feuerwehr eine nackte Frau im Wald gesehen haben. Daraufhin seien einige in Panik geraten und hätten hyperventiliert.
https://www.krone.at/1779000

Oh Gott, kann ich da nur sagen. Zum Glück ist kein Platz mehr für meinen Kommentar.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, besuchen Sie uns heute Abend (20 h) in der Online-Galerie!

 

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