Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

1. NOVEMBER 2018

01.11.2018 | Allgemein, Tageskommentar

„Allerheiligen“. Totengedenken / Friedhofsbesuch nicht vergessen!

HEUTE: Besetzungsänderung in „Les Troyens“ an der Wiener Staatsoper

Margarita Gritskova singt auch am heutigen Donnerstag, 1. November 2018 die Anna in „Les Troyens“ anstelle der erkrankten Szilvia Vörös.

Rätselauflösung  (siehe Kommentar von gestern)

Wer begeht in dieser Aufmachung Halloween? Die meisten Leser werden sie erkannt haben. Es ist natürlich Anna Netrebko, unsere „Facebook-Kaisern“!

GENF: BORIS GODUNOW – ist das wirklich eine völlig neue Inszenierung?

Allmacht macht alle unglücklich: Boris Godunow (Mikhail Petrenko) wird von seinen Intrigen eingeholt – Leidtragender ist, wie üblich, das russische Volk. (Bild: GTG / Carole Parodi / PD)

Wer sich zur Vorbereitung auf die Genfer Neuproduktion von «Boris Godunow» die im Netz verfügbare Aufzeichnung einer Inszenierung am Mariinsky-Theater aus dem Jahr 2012 angeschaut hatte, rieb sich bei der Premiere in der Opéra des Nations die Augen. Hier wie dort gab man die Urfassung von Modest Mussorgskys Oper – in St. Petersburg inszenierte vor sechs Jahren Graham Vick; in Genf ist es nun Matthias Hartmann, der ehemalige Intendant des Zürcher Schauspielhauses von 2005 bis 2009. Der Grund für das Erstaunen: Es gibt so viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Produktionen, dass dies kein Zufall sein kann…

Genfs neuer «Boris Godunow» schielt bloss nach einer politisch brisanten Inszenierung
Matthias Hartmann bringt Mussorgskys «Boris Godunow» am Grand Théâtre de Genève in der Urfassung auf die Bühne – dabei ergeben sich irritierende Parallelen zu einer älteren Produktion.
Neue Zürcher Zeitung

Ist das nun der neueste Inszenierungsstil, wird ganz einfach kopiert? Bei den Co-Produktionen steht das zumindest im Kleingedruckten vermerkt. Mich würde interessieren, was Herr Vick dazu sagt – oder ob es sich um eine finanziell abgegoltene Absprache zwischen den beiden Regiekünstlern handelt!

Für alle ist etwas dabei: „Die Liebe zu drei Orangen“ in der Komischen Oper Berlin
Ansagen vor Opernbeginn sind nie ein gutes Omen – so auch diesmal. Leider sei der Prinz „sehr kurzfristig und sehr vollständig“ ausgefallen, heißt es. Der Spielleiter selbst, Werner Sauer, werde für ihn einspringen. Dieser kennt zwar jede Bewegung des Darstellers auswendig, ist aber kein Sänger. Für den Gesang ist anderweitig gesorgt: Ein Kollege aus der Deutschen Oper, Thomas Blondelle, wird sich dessen annehmen. Allerdings spielen sie das Stück in der Deutschen Oper auf Französisch (original wäre Russisch), und diese Textfassung wird der spontan besorgte Tenor auch singen, während der Rest des Ensembles weiterhin auf Deutsch singt. Die Verwechslungskomödie beginnt also bereits, bevor die erste Musik erklungen ist.
Gabriel Pech berichtet aus der Komischen Oper Berlin.
Klassik-begeistert

VIDEO: EIN TAG MIT GÜNTHER GROISSBÖCK IN DER WIENER STAATSOPER (backstage)

 

Hier dafür-ganz frisch hochgeladen- eine kurze Backstage-Reportage vom  September-Solokonzert (Liederabend)  in Wien, der auch im Mai auch im Grazer Stefaniensaal bzw. im Juni an der Scala in Mailand nochmal gegeben wird.

Selbstverständlich wird schon wieder an neuen Programmen gebastelt!…

Groissböck und sein Klavierpartner versuchen -so echt wie möglich- einen etwas anderen Weg zu gehen.

ZUM VIDEO

OPER FRANKFURT/ Kurzfristige Spielplanänderung: LA TRAVIATA anstelle von IL CORSARO

Im Rahmen der geplanten konzertanten Aufführungen von Giuseppe Verdis Il corsaro / Der Korsar erreichten die Oper Frankfurt äußerst kurzfristig krankheitsbedingte Absagen von Roberta Mantegna (Gulnara) und Dorothea Röschmann (Medora). Bedauerlicherweise war in Anbetracht der Kürze der Zeit für dieses selten gespielte Werk kein adäquater Ersatz verfügbar. Daher wird – frei nach dem Spruch vom „Glück im Unglück“ – am

Mittwoch, dem 7. November 2018, und Freitag, dem 9. November 2018, jeweils um 19.00 Uhr im Opernhaus Verdis La Traviata in zwei hochkarätig besetzten konzertanten Vorstellungen zur Aufführung gelangen.

Frankfurt: Kurzfilm zu Oedipus Rex/ Iolanta freigeschaltet
Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Igor Strawinskys Oedipus Rex in Kombination mit der Frankfurter Erstaufführung von Peter I. Tschaikowskis Iolanta (Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Inszenierung: Lydia Steier) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=164

Wiener Kammerchor im MuTh: „Carmina Burana“ von Carl Orff (Vorstellung: 30. 10. 2018)

Am 30. Oktober 2018 fungierte der Wiener Kammerchor mit „Carmina Burana“ von Carl Orff als Veranstalter im MuTh, dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben. Aufgeführt wurde die Fassung für zwei Klaviere und Schlagwerk, bei der die unverwechselbare Rhythmik des grandiosen Werks besonders zur Geltung kommt.  

Zum Bericht von UdoPacolt

Rekordeinnahmen beim Internationalen Brucknerfest Linz 2018

Auf einer Pressekonferenz im Brucknerhaus wurde heute, am 30. Oktober 2018, die Bilanz des Internationalen Brucknerfestes Linz 2018 vorgelegt. Bürgermeister Klaus Luger zeigte sich zufrieden darüber, dass Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschbaum die seinerzeit bei seinem Hearing gemachten Ankündigungen bezüglich des Brucknerfestes erfüllen konnte. „All jenen, die seinen Kurs der Erneuerung riskant fanden, kann ich heute sagen, dass die Neupositionierung des Brucknerfestes geglückt ist“ so der Bürgermeister.

In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der LIVA  zog Klaus Luger eine positive Bilanz: Das Internationale Brucknerfest 2018 hat trotz der hohen Anzahl von 31 Veranstaltungen eine Auslastung von 68 Prozent erzielt. Zum Vergleich: In den Jahren 2016 und 2017 betrug die Auslastung 42 bzw. 65 Prozent. Ein Rekordergebnis fuhr das Brucknerfest 2018 in Bezug auf die Einnahmen ein: Aus dem Kartenerlös wurden € 475.000. erzielt. Zum Vergleich: 2016 betrug dieser Wert € 280.000,-, 2017 € 315.000,-.  Außerdem konnte der geplante Aufwand des Brucknerfestes 2018 von € 1,175.000,- um mehr als  € 100.000 unterschritten werden.

STADTTHEATER KLAGENFURT: La clemenza di Tito

Copyright: Stadttheater Klagenfurt

Premiere 08. November 2018, 19.30 Uhr

Bilanz der Herbsttage Blindenmarkt 2018: 100 Prozent Auslastung und Kritiker-Hymnen für „Rose“

Ensemble „Die Rose von Stambul. Copyright: Herbsttage/ Lukas Beck

Eine mehr als glanzvolle Bilanz können die diesjährigen „Herbsttage Blindenmarkt“ ziehen: mit insgesamt 10.250 BesucherInnen erzielte das Mostviertler Festival ein sensationelles Ergebnis. Die Operetten-Produktion von Leo Falls „Die Rose von Stambul“ war mit mehr als 8.500 Gästen wieder zu 100 Prozent ausgelastet. Wahre Kritiker-Hymnen gab es für die Regie von Isabella Gregor, sowie für Tenor Iurie Ciobanu und Sopranistin Andreja Zidaric, das Hauptpaar der Operette. Eine Rezension sprach gar von einem „Operettenwunder“ in Blindenmarkt. Im Jubiläumsjahr 2019 – da feiern die „Herbsttage Blindenmarkt“ ihr 30-jähriges Bestehen – hat die „Fledermaus“ von Johann Strauß am 4. Oktober Premiere.

Trailer „Die Rose von Stambul“, Herbsttage Blindenmarkt 2018:

TRAILER „DIE ROSE VON STAMBUL

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS

RECIFE/Nordostbrasilien: Interview mit VANESSA DE MELO, Koloratursopran –

Im Zusammenhang mit den Meisterklassen von Radu Pantea in Recife vom 25. September bis 4. Oktober interviewte Dr. Klaus Billand  die 26jährige Koloratursopranistin Vanessa de Melo, eine der Gesangstudentinnen von Rosemary Carlos, die am Conservatório Pernambucano de Música in Recife unterrichtet.

Vanessa de Melo. Foto: Klaus Billand

ZUM INTERVIEW

WIEN/ Akademietheater: Premierenkritik „DER KANDIDAT“ online!

 

 

…Wenn er nun im Akademietheater wieder auf den Spielplan gesetzt wird, so wohl kaum aus dem dringenden Bedürfnis, wieder einmal Sternheim zu spielen, der seit den achtziger Jahren aus den Wiener Spielplänen verschwunden ist. Vielmehr nimmt man das Stück zum Vorwand, wieder einmal eine Breitseite gegen die derzeitige Regierung abzufeuern. Vielleicht nicht ganz so untergriffig-brutal wie Peter Turrini („News“ titelt zitierend: „Siegeszug des Arschlochtums in Österreich?“), aber immer noch schlimm genug. Bearbeiter Florian Hirsch hat das Stück nicht nur mit Fernsehwahlkampf und Internet in unsere Zeit versetzt, er hat sich auch reichlich – und demagogisch (obwohl es laut dem Programmheftartikel „Demagogie“ nur von Rechts gibt…) – an Redewendungen aus der österreichischen Politik bedient und diese so collagiert, dass die Nutzanwendung nie schwer fällt. (Höchstens, wenn man es angesichts – angehört – der allgemeinen schlechten Diktion des Abends oft kaum akustisch versteht.) Karin Bergmann wird sich einmal sagen lassen können, dass ihr Theater die Aufgabe zum Widerstand gegen die Tagespolitik wacker wahrgenommen hat…

Schwer zu sagen, was man von einem Abend wie diesen halten soll. Wie müsste das Publikum geistig beschaffen sein, das sich von so etwas politisch „belehren“ lässt?

Zur Premierenkritik von Renate Wagner

65 Fotos aus dieser Produktion sehen Sie in unserem Album „Barbara Zeininger/ Sprechtheater 36“

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Wenn der Disney-Konzern nicht zu Weihnachten die Neuverfilmung von „Mary Poppins“ in die Kinos brächte, wäre der November-Start von „Der Nussknacker & die vier Reiche“ die reine Verschwendung, denn einen idealeren Weihnachtsfilm für Jung und Alt wird es schwerlich geben.

Man denke nur, welche Erfolge die Royal Opera in London alljährlich mit ihren Aufführungen von Tschaikowskys „Nussknacker“-Ballett einfährt. Und nun die Realverfilmung als Fantasy-Märchen… Wobei man Ballettfans auch den Besuch des Films anraten kann, nicht nur, weil die Tschaikowsky-Musik überbordend und stimmungsstark eingesetzt wird und es viele „Tanzszenen“ bei Drosselmeyers Ball gibt, sondern weil immer wieder auch Misty Copeland, die afroamerikanische Primaballerina des American Ballet Theatre, zu sehen ist – im Nachspann sogar in einer „Modern Dance“-Version zur bekannten Musik…

Außenpolitik

Deutschland: Merkels Rückzug stößt CDU in Richtungsstreit
https://www.krone.at/1799484

Ich wünsche einen schönen Tag (und mache mich zu Friedhofsbesuchen auf)

A.C.

 

Diese Seite drucken