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Die internationale Kulturplattform

1. MÄRZ 2022 – Dienstag

01.03.2022 | Tageskommentar

Gestern: Zuschauerraum im Teatro Fenice

We want to start this week with a universal message that is contained within a word that may seem small when you count the characters that make it up, but in truth is one of the most important and powerful. We want to start like this, with Peace 🏳️

Eine Botschaft, die wohl alle Menschen teilen können. Niemand will Krieg, mit Ausnahme derer, die gut daran verdienen. Die gibt es allerdings auch – überall auf der Welt

Scala entzieht putinfreundlichem Valery Gergiev das Dirigat
Der Druck auf den Dirigenten wächst, Luzern sagt Konzerte ab, seine Künstleragentur trennt sich von ihm. Münchener Ultimatum läuft um Mitternacht aus
DerStandard.at/Kultur

Umstrittener Dirigent Valery Gergijew – Der späte Sturz von Putins Maestro
DerSpiegel.de

Wladimir Putins Dirigent
Valery Gergiev wird gedrängt, eine Stellungnahme abzugeben. Seine West-Karriere steht auf dem Spiel.
WienerZeitung.at

Mit derartigen Meldungen könnte ich den Tageskommentar füllen. Alle Kulturtreibenden, die glauben, dass ihre Meinung die Öffentlichkeit interessiert, drängen nun in die Medien, auch solche, die in letzter Zeit während der Corona-Theaterkrise in Russland, wo es sich trefflich verdienen liess, abgecasht haben. Darunter auch die Diva aus Lettland.

Wie München nach Ablauf des an Gergievs gerichteten Ultimatums reagieren wird, werden wir wohl heute erfahren. Die Reaktion wird wenig überraschend sein. Ein laufender Vertrag wird allerdings ausbezahlt werden müssen, denn Maestro Gergiev hat sich nichts zuschulden kommen lassen – und von seiner Putin-Präferenz haben die Münchner vor Abschluß des Vertrages gewusst.

Und die Münchner Entscheidung steht bereits fest: Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat den Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev, wegen dessen Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin mit sofortiger Wirkung entlassen. Gergiev (68) habe sich trotz Aufforderung, sich eindeutig und unmissverständlich von dem Krieg gegen die Ukraine zu distanzieren, nicht geäußert, begründete Reiter am Dienstag den Schritt.

Und Anna Netrebko? Die wird aus der Nummer nicht so leicht rauskommen

Die schöne Illusion der Anna Netrebko
Kann die Kunst sich aus Krieg heraushalten? Anna Netrebko scheint das zu glauben. Die russisch-österreichische Opernsängerin glaubte es schon 2014, als sie russischen Separatisten in Donezk eine Spende von einer Million Rubel (ca. 15.000 Euro) zukommen ließ. Es war Geld, das für ein zerstörtes Theater verwendet werden sollte. Als sie zum Konflikt befragt wurde, bestand sie darauf, unpolitisch zu sein: „Ich habe nichts mit Politik zu tun, ich will nur die Kunst unterstützen.“
WienerZeitung.at

NEAPEL/ Teatro Can Carlo: Die symbolische Umarmung: Ukrainische Sopranistin Monastyrska, Russischer Mezzo Gubanova

Un abbraccio simbolo di #pace, al quale idealmente ci uniamo tutti.
Lo lasciamo qui, nella speranza che diventi presto simbolo di una nuova e più grande realtà.
 
 
Gestern im Teatro Real Madrid: Götterdämmerung
Andreas Schager als toter Siegfried, bedeckt mit der Ukraine-Fahne. Foto: Javier del Real
Bericht morgen!
 
Met General Manager Peter Gelb recorded this message today about the war in Ukraine.
 
Zum Video
Den „Lohengrin“, zu dessen Premiere er in der Vorwoche just am Tag des Kriegsbeginns nach Moskau gereist ist, wird er vermutlich an der Met nicht aufführen. Das ist sicher nicht nur seine eigene Entscheidung, Theaterintendanten sind weisungsgebunden.

Metropolitan Opera’s New “Lohengrin’ to be Affected by War
With the Metropolitan Opera cutting ties with Putin-supported musicians and companies, the upcoming “Lohengrin” production will be affected.
Thie staging of the opera, which is a co-production with Russia’s Bolshoi Theatre, was planned back in 2017 alongside upcoming renditions of “Aida” and “Salome.”
https://operawire.com/metropolitan-operas-new-lohengrin-to-be-affected-by-war/

Metropolitan Opera: Franz. DON CARLOS (kurzer Videoauszug)

A truly dynamic duo, tenor @polenzanitenor and soprano @sonyayoncheva deliver spellbinding chemistry in this clip from the final dress rehearsal of Verdi’s Don Carlos. Portraying the title Spanish prince and Élisabeth de Valois in David McVicar’s new staging, the two confess their feelings in a romantic excerpt from “De quels transports poignants et doux.” For the first time in Met history, experience
ZU INSTAGRAM mit Kurzvideo (2 Minuten)
 

WIENER STAATSOPER: FOTOS AUS DER ERSTEN VORSTELLUNG „L’ELISIR D’AMORE“

Juan Diego Flórez (Nemorino), Nina Minasyan (Adina). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Nina Minasyan (Adina)
Juan Diego Flórez (Nemorino)
Misha Kiria (Dulcamara)
Sergey Kaydalov (Belcore)

Nina Minasyan (Adina). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Es liegt uns kein Bericht über die erste Vorstellung vor

WIEN / Theater an der Wien:  JENUFA von Leoš Janáček
Premiere: 19. Februar 2022.
besucht wurde die fünfte und letzte Vorstellung am 28. Februar 2022

 

Man hat genug von Lotte de Beer gesehen (am imbezilsten ihre Pariser „Aida“), um angesichts einer „Jenufa“-Aufführung unter ihrer Leitung skeptisch und besorgt zu sein. Würde sie wieder eine an den Haaren herbei gezogene Rahmenhandlung bieten? Wieder eine alberne Modernisierung? Wieder eine Welt der Popanze (die gab es ganz zart andeutungsweise, aber passend).

Nein. Lotte de Beer, die künftige Volksopern-Direktorin, hat Kreide geschluckt. Inszenierte die wunderbare, aber so heikle „Jenufa“ des Leoš Janáček „wie es sich gehört“, wenn man vor einem Kunstwerk Respekt hat. Veränderte nicht das dörfliche Milieu, machte aber auch kein zeigefinger-schwingendes Lehrstück daraus. Beließ die Geschichte zweier Frauen und ihrer Tragödien unverändert…

…An diesem Abend fiel nicht nur der Vorhang über der letzten Vorstellung dieser „Jenufa“-Serie. Es war auch der letzte Vorhang der Ära Roland Geyer. Der Intendant hatte sich vor der Vorstellung von dem Publikum verabschiedet und war wahrlich stürmisch umjubelt worden. Gleiches geschah der „Jenufa“-Aufführung. Besser hätte die Ära Geyer nicht zu Ende gehen können.

Zum Bericht von Renate Wagner

Madrid: Andreas Schager als toter Siegfried in Ukraine-Flagge
SalzburgerNachrichten

„Konzertgänger in Berlin“
Ukrainisch-umarmend
rsb, Jurowski, Alban Gerhardt spielen Werbyzkyj, Rubinstein, Smirnow und Tschaikowsky
https://hundert11.net/ukrainisch-umarmend/

Aus der Metropolitan Opera am 12.3.: Alleine wegen der großartigen Lise Davidsen lohnt sich dies zu hören und sehen.

Strauss ARIADNE AUF NAXOS

ZUM YOUTUBE-VIDEO „Es gibt ein Reich“ –  (2,40 Min)

Metropolitan Opera New York

Weltweit in den Kinos   12.März, 2022 ab 18:00 in Europa MEZ

Finde Dein Kino:

https://www.metopera.org/season/in-cinemas/theater-finder/

Reri Grist zum 90. Geburtstag: Als eine der ersten Afroamerikanerinnen spielte sie Rollen, die weißen Frauen vorbehalten waren

Sie zählt zu den ersten afroamerikanischen Opernsängerinnen, die trotz Widerständen international Karriere machten. In ihrer aktiven Zeit war Reri Grist dem Opernhaus Zürich in besonderer Weise verbunden. Jetzt wird die grosse Sopranistin neunzig Jahre alt.
http://www.nzz.ch/feuilleton/reri-grist-zum-90-geburtstag-die-unvergleichliche-zerbinetta-ld.1671244?reduced=true

Reri Grist heute auch bei WQXR Radio New York, etwa 30 Minuten Interview
http://www.wqxr.org/story/soprano-reri-grist-life-adventures/
Reri Grist und die Wiener Staatsoper
http://archiv.wiener-staatsoper.at/search/person/1044

29.2. Reri GRIST wird 90

 

 Bereits als Kind trat sie am New Yorker Broadwy auf. Auch nach ihrem Gesangstudium am Queens College bei Claire Gelda erschien sie am Broadway in Musical-Produktionen (»West Side Story«, 1957). Ihren ersten Erfolg als Konzertsängerin hatte sie, als sie in New York das Sopransolo in der 4. Sinfonie von Gustav Mahler unter der Leitung von Leonard Bernstein vortrug. Es folgte 1959 eine Tournee mit der Santa Fé Opera Company, bei der sie als Adele in der »Fledermaus« und als Blondchen in der »Entführung aus dem Serail« auftrat. 1960 kam die junge, farbige Künstlerin an das Opernhaus von Köln, wo sie als Königin der Nacht in der »Zauberflöte« debütierte. 1961 glänzender Erfolg am Opernhaus von Zürich als Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss und als Despina in »Così fan tutte«. Darauf gehörte sie in den Jahren 1961-64 dem Zürcher Opernhaus als Mitglied an, wo sie dann auch später noch häufig gastierte. Sie debütierte 1962 an der Covent Garden Oper London als Königin von Schemacha in Rimski-Korsakows »Der goldene Hahn« und sang dort bis 1975 fast alljährlich weiter die Olympia in »Hoffmanns Erzählungen«, die Gilda in »Rigoletto«, die Susanna in »Le nozze di Figaro« und den Pagen Oscar in Verdis »Un ballo in maschera«. An der San Francisco Opera trat sie 1963-90 als Rosina im »Barbier von Sevilla«, als Despina, als…

Weiterlesen in unseren JUBILÄEN

Fußball Österreich
Trauer bei der Vienna: Ex-Meisterkicker Hans Menasse ist gestorben
Der Vater der Schriftsteller Robert und Eva Menasse wurde 91 Jahre alt. 1955 feierte er mit der Vienna den Meistertitel.
Kurier.at

Renate Wagner zum Tod von Hans Menasse: Ich hab den Hans Menasse ganz gut gekannt, er war viele Jahre lang Pressechef einer großen Filmfirma, ich glaube UPI, bin aber nicht sicher, und ein sehr kultivierter, liebenswürdiger Herr, der nur ein bisschen versuchte, die Kritiker zu manipulieren.
Ich hab erst später erfahren, dass er eigentlich einst als Fußballer berühmt war, und dass Robert Menasse, der ja als Schriftsteller sehr bekannt wurde, sein Sohn war.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • 64 Kilometer langer Militärkonvoi rollt auf Kiew zu: In der Nähe von Kiew und an der Grenze zwischen Weissrussland und der Ukraine nehmen die Truppenbewegungen und die Stationierung von Fluggerät zu. Neue Satellitenbilder des amerikanischen Unternehmens Maxar zeigen einen 64 Kilometer langen russischen Militärkonvoi aus Panzern und anderen Militärfahrzeugen, der auf Kiew zurollt.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Die Türkei schliesst den Bosporus für russische Kriegsschiffe: Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Montag bestätigt, dass weder Kriegsschiffe von Schwarzmeer-Anrainern noch solche von Nicht-Anrainern den Bosporus und die Dardanellen durchqueren dürfen. Das ist heikel für die Türkei. Denn Ankara ist sichtlich bemüht, sich nicht in den ukrainisch-russischen Konflikt hineinziehen zu lassen.
    Zum Bericht

Fifa schliesst Russland von der WM in Katar aus: Die Fifa und die Uefa schliessen Russland von der internationalen Fussballbühne aus. Demnach darf die russische Nationalmannschaft nicht an den WM-Play-offs im März und auch nicht an der Weltmeisterschaft in Katar am Jahresende teilnehmen. Das Internationale Olympische Komitee (IOK) empfiehlt derweil, Athletinnen und Athleten aus Russland und Weissrussland nicht an Wettkämpfen teilnehmen zu lassen.
Zu den neusten Meldungen zu Sanktionen im Sport

TTT empfiehlt: Das kann jeder sofort und ohne Vorbereitung. Ich mach das und darauf Aufbauendes seit 30 Jahren:
PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG MIT 7 MUSKELGRUPPEN (NACH JACOBSEN) mit minddrops
Die Progressive Muskelentspannung (PME) eignet sich besonders gut zum Einstieg in Entspannungsverfahren. Sie ist angenehm aktiv, sehr leicht zu erlernen und entfaltet ihre positive Wirkung quasi sofort. Sie ist ideal, um innere Spannungszustände, Schlafstörungen, Stress sowie schmerzhafte Verspannungen zu besiegen. Sie aktiviert das Immunsystem und stärkt das Herz-Kreislauf-System.
https://www.youtube.com/watch?v=JlbQUjJzO6o

Wien ab heute ganzflächig Kurzparkzone

Die Parkraumbewirtschaftung wird auf die noch fehlenden Bezirke ausgeweitet. Somit können Fahrzeuge dort nicht mehr unbegrenzt und kostenfrei auf öffentlichen Straßen abgestellt werden. Für Anrainer mit eigenem Gefährt gibt es eine Ausnahme. Sie können das sogenannte Parkpickerl lösen und sind von der zeitlichen Beschränkung ausgenommen.
Vienna.at

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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