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1. JULI 2021 – Donnerstag

01.07.2021 | Tageskommentar

München/ Tristan und Isolde. Foto: Bayerische Staatsoper/Wilfried Hösl

München/ Bayerische Staatsoper
Opernereignis mit Starbesetzung
Sieben gute Gründe, warum es sich lohnt, zu „Tristan und Isolde“ nach München zu fahren
Nordbayern.de

Premierenkritik – Jonas Kaufmann gibt Debüt als Münchens neuer „Tristan“. Angst- und Traumrollen
Manchmal sind die Erwartungen an eine Premiere übergroß. Bei diesem „Tristan“ kommt einiges zusammen: Die letzte Produktion der Ära von Staatsintendant Nikolaus Bachler. Kirill Petrenkos Abschied von München. Die Hauptrollen luxuriös besetzt mit dem gern als „Münchner Operntraumpaar“ angepriesenen Starduo Anja Harteros und Jonas Kaufmann. Und dann auch noch ein doppeltes Rollendebut. Am Ort der Uraufführung.
BR-Klassik.de

Münchner Opernfestspiele
Unlust am Stoff: Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“
Wahren Glanz verliehen der Neuinszenierung Krzysztof Warlikowskis an der Bayerischen Staatsoper Jonas Kaufmann und Anja Harteros
Der Standard.de

Wassereinbruch in der Hotelsuite
Richard Wagners „Tristan und Isolde“ mit Anja Harteros, Jonas Kaufmann und Kirill Petrenko im Nationaltheater.
Münchner Abendzeitung

In diesem „Tristan“ dient die Liebe als Mittel zum Tod
Die Münchner Opernfestspiele bringen „Tristan und Isolde“ in einer schwarzen Inszenierung. Wie schlugen sich Jonas Kaufmann und Anja Harteros in ihren Rollen-Debüts?
Augsburger Allgemeine.de

Jonas Kaufmanns erster Tristan: Ein Traumdebüt Bezahlartikel
Triumph in München bei „Tristan und Isolde“ mit Anja Harteros.
https://kurier.at/kultur/jonas-kaufmanns-erster-tristan-ein-traumdebuet/401429541

Jonas Kaufmanns erster „Tristan“
https://www.diepresse.com/6001519/jonas-kaufmanns-erster-tristan

WIENER STAATSOPERN-KOSTÜME FÜR MEHR ALS 60.000 EURO VERSTEIGERT

Auktionserlös für die Nachwuchsarbeit der Wiener Staatsoper

Kostüm Elisabeth I (Roberto Devereux-Gaetano Donizetti), entworfen für KS Edita Gruberova, versteigert für € 9.000. Copyright: Dorotheum

Handgefertigte Kostüme legendärer Opern-Produktionen aus dem Fundus der Wiener Staatsoper wurden bei einer Charity-Onlineauktion im Dorotheum versteigert. Opernfreunde aus der ganzen Welt beteiligten sich an der Versteigerung.

Mit dem Erlös von insgesamt 60.980 Euro zeigt sich Staatsopern-Direktor Bogdan Rošcic mehr als zufrieden: „Die Nachwuchsarbeit — sowohl bei Künstlerinnen und Künstlern wie auch beim Publikum — ist ein ganz zentrales Anliegen der Staatsoper. Daher ist es besonders wichtig, dass bei dieser besonderen Versteigerung ein so bedeutender Betrag zustande gekommen ist, der ja ausschließlich dieser Nachwuchsarbeit zugute kommt. Diese wunderbaren Kostüme wurden in unseren Werkstätten in aufwändiger Handarbeit hergestellt, haben aber, nicht zuletzt durch ihre prominenten Trägerinnen und Träger wie Edita Gruberova, Anna Netrebko oder Dmitri Hvorostovsky auch einen hohen ideellen Wert. Wir freuen uns, dass die Bietenden diesen Wert erkannt haben und sich unsere Kostüme somit in guten Händen befinden.“

9.000 Euro wurden zum Beispiel für das für KS Edita Gruberova entworfene Kostüm der Elisabeth I. aus Gaetano Donizettis „Roberto Devereux“ geboten. 9.500 Euro war einem Interessenten das Kostüm des Graf René Ankarström aus Verdis „Un ballo di Maschera“ wert. KS Dmitri Hvorostovsky war einer der letzten der großen Baritone der das in unterschiedlichen Blautönen gehaltene Kostüm getragen hat

Die aufwendigen Roben stammen aus beliebten Produktionen wie »Carmen« (Franco Zeffirelli), »Rigoletto«, »Lucia di Lammermoor«, »Madama Butterfly« oder »Un ballo in maschera«.

Einige Kostüme, die unverkauft blieben, können ab September im Nachverkauf erworben werden.

ONLINE-KATALOG

Ein Blick in den Online-Katalog ist auch interessant. Machen Sie sich selbst ein Bild

WIENER STAATSOPER: GEDANKEN ZUM PUBLIKUMSGESPRÄCH

Ich habe mir das Gespräch gestern angesehen. Da ich nicht weiß, welche Fragen nun nicht beantwortet wurden erlaube ich mir keine Wertung. Vorgetragen wurden die Antworten jedoch in einer durchaus kompetenten und informativen Art – was nicht heißt, dass man vollinhaltlich übereinstimmmen muss.

Lukas Link schreibt an die Redaktion:Haben Sie sich eigentlich das Gespräch angesehen? Man darf sein Augenmerk auf die Frage bezüglich der Preiserhöhung richten. Im Video ab Minute 17:24.

Dr. Petra Bohuslav, Dr. Bogdan Roscic und der Moderator. Foto: Youtube

https://www.youtube.com/watch?v=520YHL_7Sxk

Die kaufmännische Geschäftsführerin weist darauf hin, dass es keine Erhöhung ist sondern eine Anpassung! Aha, so kann man es natürlich auch bezeichnen, klingt besser. Noch dazu wird mitgeteilt, dass das aufgrund von Hinweisen des Opernpublikums geschehen ist, weil da die Preise bei diversen Plätzen nicht passend erschienen. Also sind die Zuschauer selbst schuld, dass man erhöht, ääähhhh … angepasst hat. Auch Herr Roscic selbst sagt, ‚von einer Erhöhung der Kartenpreise kann keine Rede sein‘. Nun, wenn beispielsweise 15-Euro-Plätze (wie etwa erste Reihe Balkonproszeniumloge) von nun an rund € 40 kosten, ist das einfach eine Erhöhung, und nichts anderes. Weiters gibt er an, dass zum Beispiel eine Reihe von Plätzen im Parkett (wir sprechen also von den rund 200-Euro-Plätzen!) nun günstiger sind. Schön, dass sind aber trotzdem immer noch Kartenpreise die sich Geringverdiener oder Mindestpensionisten ja trotzdem nicht leisten können. Das sind Karten für eine bestimmte Klientel.

Der, der sich mehr leisten kann, braucht hier jetzt ein bißchen weniger auszugeben. Der, der sich ohnehin nicht so viel leisten kann, muss dafür mehr in die Tasche greifen. Tolle „Anpassung“!

Doch diese Gedanken nur am Rande …

Lukas Link

WIEN/ Staatsoper: LOHENGRIN zum Saisonfinale

Valentino Hribernig-Körber berichtet für den „Online-Merker: …Was die Gestaltung der Titelrolle betrifft, so mag man ja subjektiv eher den „Schmelz“ eines Beczała bevorzugen oder die verhangene Schwermut eines Kaufmann: dass aber Klaus Florian Vogt sozusagen geradezu auf die Welt gekommen ist, um den Lohengrin zu singen und zu verkörpern, wird man objektiv nicht bestreiten können. Dabei legt gerade seine lineare Tongebung die kleinsten Irritationen der Intonation offen – aber gerade dieser helle, klare Ton lässt ihn als ein Wesen aus einer anderen (nicht zu vergessen: an sich der Keuschheit verschriebenen) Welt erscheinen. Imposant sind auch seine Kraftreserven, die er im dramatischen Ausbruch freisetzt; und beim Fermate auf der „Taube“ in der Gralserzählung muss der Zuhörer achtsam sein, dass er nicht selbst vor Entrückung auf das Atmen vergisst…

Eine recht selbstbewusste Elsa gestaltet Sara Jakubiak – eine Interpretation, die ihre Wirkung erst im Laufe des Geschehens entfaltet. Ihre (höhensichere) Stimme sitzt relativ weit hinten, klingt über weite Strecken kehlig und entfaltet sich daher vor allem, wo sie kräftig „aufdrehen“ kann. Textverständlichkeit ist ihre Sache leider gar nicht. Diesbezüglich könnte sie sich an Kwangchul Youn ein Beispiel nehmen, dessen völlig akzentfreies Deutsch nicht den geringsten Hinweis auf seine koreanische Herkunft gibt, und der mit voluminösem Bass einen stattlichen König Heinrich darstellt. Johan Reuter hat als Telramund kleine Anlaufschwierigkeiten, überzeugt aber ab dem ersten Bild des zweiten Aufzugs durch angriffiges Spiel und eine in allen Lagen souveräne Bewältigung dieser reichlich undankbaren Partie. Tanja Ariane Baumgartners Ortrud hinterlässt vermutlich nach Vogts Lohengrin den stärksten Eindruck des Abends: endlich wieder einmal eine homogene dramatische Stimme, die im rechten Moment genussvoll attackieren kann und dennoch auch über ein tragendes Piano verfügt…

Zum Bericht von Valentino Hribernig-Körber

Klosterneuburg
Open-Air-Oper: Verdis „Macht des Schicksals“ in Klosterneuburg
Regisseur Julian Roman Pölsler inszenierte bereits im Kaiserhof des Stiftes und kehrt nun zurück
Der Standard.at

Frankfurt
Oper „Inferno“ in Frankfurt : Klänge sichtbar machen
Frankfurter Allgemeine

Stuttgart
Sturm- und Wasserschaden an der Oper Stuttgart „Es war gespenstisch
BR-Klassik.de

Zürich
Klickzahlen statt Applaus im Opernhaus
Die Coronakrise hat die Veranstaltungs- und Kulturbranche hart getroffen. Das vom Bund verordnete Eventverbot zwang viele Veranstalter dazu, auf Online- oder Hybrid-Formate umzusatteln. Für viele ist das aber nur eine temporäre Lösung. Sebastian Bogatu, Technischer Direktor beim Opernhaus Zürich, sagt, warum sich hybride Veranstaltungen für Oper und Ballett nicht lohnen.
http://www.cetoday.ch/news/2021-06-30/klickzahlen-statt-applaus-im-opernhaus

OFFENBURG/ „Die Walküre“ in der Oberrheinhalle
Dirigent Michael Güttler und Fachbereich Kultur setzen sommerliches Glanzlicht

Michael Güttler. Foto: privat

Offenburg
– Ein Glanzlicht der Sommersaison verspricht der Fachbereich Kultur der Stadt  Offenburg für Ende Juli. Der in der Ortenau  wohnende internationale Star-Dirigent Michael Güttler wird an zwei Tagen in der Offenburger Oberrheinhalle eine konzertante Aufführung des
ersten Aufzuges von Richard Wagners „Die Walküre“ leiten. Schirmherr ist Dr. Wolfgang Schäuble, der Präsident der Deutschen
Bundestages.

 

Michael Güttler nun auch Intendant

 

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 1. – 7. JULI 2021

 

3.7. LUISA MILLER (aus Rom, Aufnahme v. 30.4.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
OTELLO (aus Barcelona, Aufnahme v. 27.3.) ORF Ö1-19.30 Uhr
OTELLO (aus New York, Aufnahme v. 6.10.2015) BBC 3-19.30 Uhr
L’ORFEO (aus Paris, Aufnahme v. 4.6.) France Musique-20 Uhr
SIMON BOCCANEGRA (aus Zürich, Aufnahme v. 6.12.2020) HR 2-20.04 Uhr
I LITUANI (aus Vilnius, Aufnahme v. 5.9.2020) Bayern 4-20.05 Uhr
5.7. LE NOZZE DI FIGARO (Live aus Aix) RAI 3-21.30 Uhr
6.7. FALSTAFF (Live aus Aix) RAI 3-21.30 Uhr

Film/ TV: Verurteilung von Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben
Er wird demnächst aus der Haft entlassen
Frankfurter Allgemeine

Roland Düringer gibt Tatort-Debüt
Für das TV-Ermittlerduo Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser öffnet sich in einem neuen Austro-„Tatort“ das „Tor zur Hölle“. Mit prominenter Verstärkung.
Salzburger Nachriten

Österreich
Wie ein Wiener Stadtrat von Rendi-Wagner die SPÖ übernehmen könnte
Immer mehr Rote drängen darauf, dass Peter Hanke Chef der Bundespartei wird – entweder als Vizekanzler neben Sebastian Kurz oder als Spitzenkandidat bei einer Neuwahl.
Kurier.at

 Lange haben die Nachfolge-Spekulationen nicht auf sich warten lassen. Vergangenen Samstag wurde Pamela Rendi-Wagner mit desaströsem Ergebnis zur Parteichefin gekürt. Wie kommt die SPÖ nun aus dieser Nummer raus? Nun, Rendi-Wagner kann Parteivorsitzende bleiben, der Spitzenkandidat für Wahlen wird auf einem Sonderparteig gekürt, wenn das Thema relevant ist. Kein Problem also!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Der ehemalige amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot. Der republikanische Politiker Donald Rumsfeld ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Er war arrogant, wortgewandt und im bürokratischen Kleinkrieg geübt. Wenn er der Meinung war, er habe recht, dann liess er keinen Zweifel daran. Rumsfeld diente zwei republikanischen Präsidenten als Verteidigungsminister und ging als Chefplaner des Militäreinsatzes im Irak in die Geschichtsbücher ein.
Zum Bericht
Xi Jinping unterstreicht die absolute Führungsrolle der KP Chinas: Bei einer Massenveranstaltung zum 100. Geburtstag der KP Chinas auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking sagte Xi Jinping am Donnerstag: «Wir müssen die Führung der Partei aufrechterhalten. Chinas Erfolg hängt von der Partei ab.»
Zum Bericht
Hitzewelle in Kanada trägt zu Hunderten Todesfällen bei: Mit 49,6 Grad Celsius wurde am Dienstag in der Provinz British Columbia ein «Allzeit-Temperaturrekord» aufgestellt. Von Freitag bis Mittwoch wurden in der Provinz 486 plötzliche und unerwartete Todesfälle gemeldet, 195 Prozent über dem üblichen Durchschnitt.
Zum Bericht
Gericht hebt Urteil gegen Bill Cosby auf: Das höchste Gericht im US-Gliedstaat Pennsylvania hat die Verurteilung des amerikanischen Schauspielers und Entertainers wegen sexueller Nötigung gekippt. 2018 war Cosby zu einer Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Zum Bericht

Feiern Sie die „Maskenfreiheit“ heute bei der Operettengala in Kittsee/ Schloss

Kittsee liegt unmittelbar vor Bratislava, in 50 Minuten sind Sie von Wien aus dort. Karten gibt es an der Abendkassa!

Wien verweigert Lockerung der Corona-Regeln
Wien zieht bei den Lockerungen am Donnerstag nicht mit. Nachdem es in den Ferien keine Schultests gibt, müssen Kinder nun in einer Teststraße getestet werden, um ihre Eltern in ein Lokal begleiten zu können.
https://www.diepresse.com/6001731/wien-verweigert-lockerungen-der-corona-regelungen

Wien verschärft Regeln für Zutrittstests
Während der Bund lockert, schärft man in Wien nach: Kinder ab sechs Jahren brauchen künftig einen Test, Wohnzimmertests zählen jedoch nicht – auch nicht mehr für Ältere
https://www.derstandard.at/story/2000127844959/wien-verschaerft-regeln-fuer-zutrittstests

Ist das Normalität? In Wien brauchen nun sogar Sechsjährige einen gültigen Test, wenn sie mit den Eltern ins Bad gehen. Normalität sieht anders aus!

Atheismus: Gottlos groß werden
Mehr als ein Drittel der Deutschen gehört keiner Religionsgemeinschaft an, der Anteil wird größer. Aber nicht alle von ihnen sind Atheisten. Das zu werden, ist harte geistige Arbeit.

...„Es gibt eine ganze Reihe von Legenden über den Atheismus. Manche meinen, es habe den Atheismus eigentlich in allen Epochen der europäischen Geistesgeschichte gegeben. Bereits in der Antike, dann aber auch im Mittelalter und dann weiter in der frühen Neuzeit. Tatsächlich ist es so, dass die Forschung vor einigen Jahren festgestellt hat, dass der erste atheistische Text, in dem explizit die Existenz Gottes bestritten wird, ein Text aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, also im Vorfeld der Aufklärung ist. Vor dem Jahr 1650 kennen wir kein einziges Dokument des Atheismus in dem Sinne, dass dort bestritten wird, dass Gott existiert.“…

Deutschlandfunk.de

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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