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1. JÄNNER 2022 – Samstag – Neujahr

01.01.2022 | Tageskommentar

 

Maestro Daniel Barenboim will be conducting the @viennaphilharmonic in their annual New Year’s Concert for 2022. This event, which will be broadcast live internationally, will also be available on DVD and CD from 7 January 2022 on @sony.classical

Das CD-Cover besteht bereits, nach dem Konzert muss es schnell gehen. Bereits am Dreikönigstag soll die CD fertig sein!

Kanzler Nehammer besucht Wiener Neujahrskonzert nicht
Bundeskanzler Karl Nehammer verzichtet heuer wegen der angespannten Corona-Lage auf einen Besuch des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker.
Vienna.at

Kanzler sagt für Neujahrskonzert ab – ein noch falscheres Signal
Dass der Regierungschef es als „falsches Signal“ bezeichnet, an einem Konzert teilzunehmen, wird viele nachdenklich stimmen.
Kurier.at

Neujahrskonzert: „Musik aus einer Zeit, die besser war“
Daniel Barenboim dirigiert sein Drittes, 1.000 Menschen dürfen live im Goldenen Saal des Musikvereins dabei sein, aber Millionen an den Bildschirmen.
Kurier.at

Daniel Barenboim über den Stellenwert der Musik
Aus Sicht von Dirigent Daniel Barenboim soll das Wiener Neujahrskonzert die Welt an die Bedeutung der Musik für die Menschheit erinnern.
Frankfurter Allgemeine

Ob es ein Fehler, ein „falsches Zeichen“  ist, wenn der Kanzler nicht zum Neujahrskonzert kommt – darüber wird diskutiert. Meiner Ansicht nach ist es kein Fehler, der Kanzler hat derzeit andere Sorgen. Abgesehen davon, dass es möglich ist, dass ihn das Konzert nicht interessiert. Außerdem ist Walzerseligkeit in solchen Zeiten, in denen viele Geschäftsleute um die Existenz kämpfen, nicht jedermanns Sache – auch nicht meine! Deshalb muss der Kanzler nicht zwangsläufig ein schlechter Kanzler sein , ich möchte gar nicht wissen, wie viele „Flaschen“ heute im Musikverein ihr Gesicht in die TV-Kamera hängen lassen!

Vom gestrigen „Sylvesterkonzert“ gibt es bereits den ersten Eindruck. Klaus Billand ließ es sich nicht nehmen:

WIEN/Musikverein: Sylvesterkonzert der Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim am 31. Dezember 2021

Schlichte Perfektion…

Die erlaubte Sitzplatzbelegung beim Silvesterkonzert. Foto: Klaus Billand

Durch eine glückliche Fügung war ich zum ersten Mal seit meiner nun fast 40jährigen Zeit in Wien in einem Sylvesterkonzert der Wiener Philharmoniker. Und ich muss schon sagen, der Eindruck ist ein ganz anderer, als wenn man es am 1. Januar im Fernsehen erlebt, was natürlich zu meinem Neujahrsritual gehört, wo immer ich gerade bin und es im TV kommen sollte. Schon der Eintritt in den Goldenen Saal mit dem unglaublich phantasievollen und üppigen Blumenschmuck lässt einen in eine ganze andere Stimmung eintauchen, die eines ganz besonders festlichen Anlasses und einer außerordentlichen Erwartung. Als dann alle im Publikum sitzen, auch die Bläser sind schon alle da, ziehen die Streicher ein und erhalten für das ganze Orchester den ersten schon fast begeisterten Auftritts-Applaus. Und wenn dann kurz danach Maestro Daniel Barenboim das Podium betritt, ist man sicher, dass es nur ein großes Konzert werden kann…

Zu den Eindrücken von Klaus Billand

Nochmals zum Kanzler und seine heutige Absenz: Ich bin auch nur deswegen auf Stehplatz in die Oper gegangen, weil ich da terminlich flexibel war. Wenn mich in der Firma ein Problem beschäftigt hat, bin ich eben nicht in die Oper gegangen. Es hat doch keinen Sinn,während eines Konzertes oder einer Opernvorstellung  ständig an ein Problem zu denken. Und Probleme gibt es derzeit für den Kanzler genug.

 

Haben Sie Vorsätze für 2022 ?

Lassen wir das mit dem Abnehmen, es gibt Wichtigeres zu tun
Es gibt wichtigere Vorsätze für den Jahreswechsel: Hören wir einander zu, und brechen wir mutig viele Tabus.
Kurier.at

NEU: WIENER STAATSOPER SAGT VORSTELLUNGEN BIS INKLUSIVE 5. JÄNNER AB

Omikron-Fälle machen Unterbrechung des Spielbetriebs notwendig

Mehrere Omikron-Fälle in den künstlerischen Gruppen und die damit verbundene hohe Anzahl von K1-Personen erzwingen die Absage aller Vorstellungen der Wiener Staatsoper bis inklusive 5. Jänner. Die erste davon betroffene Vorstellung ist die für heute, 1. Jänner, um 18.30 Uhr angesetzte Fledermaus.

ABGESAGT!!!! WIENER STAATSOPER/ VORSTELLUNGSÄNDERUNG: »TOSCA« ANSTELLE VON »LA BOHÈME« AM 2. JÄNNER 2022

Malin Byström. Foto: Peter Knutson
Auf Grund von Omikron-Infektionen im vokalen Ensemble kann die erste Vorstellung der kommenden La bohème-Serie an der Wiener Staatsoper am Sonntag nicht stattfinden.

Deshalb kommt es zu einer Abänderung im Spielplan: Am Sonntag, 2. Jänner 2022 wird Tosca anstelle von La bohème gezeigt, die Vorstellung beginnt bereits um 19.00 Uhr.

In dieser nun neu programmierten Tosca-Aufführung am 2. Jänner kehrt in der Titelpartie Malin Byström nach ihrem erfolgreichen Hausdebüt als Elisabeth de Valois in Don Carlos in der vergangenen Spielzeit zurück an die Wiener Staatsoper. Wie bereits zuletzt sind Luciano Ganci als Cavaradossi und Gevorg Hakobyan als Scarpia zu erleben, es dirigiert Bertrand de Billy. Das Haus am Ring dankt den Künstler*innen für ihre kurzfristige Verfügbarkeit.

Bereits gekaufte Karten für den 2. Jänner behalten für die Tosca-Aufführung ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden. Karteninhaber*innen werden von unserem Ticketpartner Culturall per E-Mail zur Rückabwicklung informiert.

Die Wiener Staatsoper geht davon aus, dass die weiteren Aufführungen der La bohème-Serie (6., 9., 12., 16. Jänner 2022) wie geplant stattfinden können.
(Zitat Ende)

Es stimmt mich nachdenklich, dass sich voll geimpfte und ständig getestete Bühnenkünstler doch immer wieder mit Corona anstecken (tags zuvor musste in München „Die Zauberflöte“ abgesagt werden). Was sollen wir da von den Apellen halten? Haben unsere Medizinisch-Verantwortlichen die Situation tatsächlich im Griff oder irren sie nur planlos herum? Also ehrlich, mir ist derzeit auch nicht nach „Neujahrskonzert“ zumute!

Vorschau
Von Bayreuth bis Salzburg. So wird das Opernjahr 2022
BR-Klassik.de

Interview
Interview mit Herbert Blomstedt: „Ich bin unverbesserlicher Optimist“
Münchner-Merkur.de

Wien: Saioa Hernández führt “ back stage“ durch den ersten Akt „Tosca“! 

Wie einfach doch der Aufbau ist und er funktioniert noch immer
Dahinter ist der 1. Akt Fledermaus-Aufbau
En directo desde la @wienerstaatsoper para la última función del año. Os enseño el escenario de este grandioso teatro y el decorado del primer acto.

ZU INSTAGRAM mit Video

WIEN/ Staatsoper: TOSCA am 30. Dezember 2021

Wenn man auf dem Zettel Tosca liest, hat man gar keine Lust hinzugehen. Die Oper enthält kaum mehr Geheimnisse, denkt man. Schließlich hat man alle Großen der letzten Dezennien gehört. Der Abend bietet wenig Überraschungen, denkt man.

Wenn man aber drinsitzt, das Drama sich entwickelt, spürt man, daß Tosca ein Meisterwerk ist; — selbst, wenn der instrumentale Teil so eintönig und schleppend daherkommt wie gestern. Patrick Lange interpretierte Italianità als grobschlächtigen Lärm. Brachte so vor allem Saioa Hernández (nicht nur im ersten Akt) um einen nachhaltigen Erfolg. Das Orchester schien die schlimmste Drohung wahrzumachen, die ihm zur Verfügung steht: zu spielen, was der ans Pult Berufene anzeigt. Da hilft es auch nichts, dem Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden die Leitung der Wiener Philharmoniker in den Lebenslauf zu dichten; — welche sich als die zweimalige Leitung der Zauberflöte für Kinder am 17. Feber 2012 entpuppt …

…Mit Saioa Hernández und Luciano Ganci standen nicht zwei Sänger auf der Bühne; sondern zwei Liebende. Nicht auszudenken, welcher Erfolg dem Abend beschieden gewesen wäre, hätte die Direktion auch noch einen Dirigenten engagiert.

Zum Bericht von Thomas Prochazka: http://dermerker.com/index.cfm?objectid=6F43A095-AC12-BD2D-43EA9FBC62C73F19

MAILAND: Luca Salsi bekam gestern den Premio Cappucilli von der Cappucilli Tochter Patricia.

 

ZU INSTAGRAM mit drei Fotos

Luca Salsi Receives Cappuccilli Award
https://operawire.com/luca-salsi-receives-cappuccilli-award/

Javier Camarena beim Münchner Rundfunkorchester
Silvestergala mit Italienisch-mexikanischem Arien-Cocktail
BR-Klassik.de

Operngeschichte: Falscher Applaus
Drei Opern schrieb der junge Mozart für Mailand. Alle waren begeistert, doch dann war seine Italien-Karriere plötzlich zu Ende.
https://www.sueddeutsche.de/leben/mozart-italien-mailand-oper-lucio-silla-1.5497057

Jubliäum
Igor Strawinsky: „Ohne ihn wäre die Klassik wie Pop ohne die Beatles“
DieWelt.de

Mailand
Q & A: Tenor Iván Ayón-Rivas on his Breakout Year & “Macbeth’ at La Scala
operawire.com

 

Neujahrsgrüße aus Münster: Man lernt nie aus!

Unser Mitarbeiter Sigi Brockmann aus Münster sendet Neujahrsgrüße: Den sehr langjährigen Opernbesucher  freut es, dass er in den letzten Jahren doch viel Neues erleben konnte:

Zwar waren Texte und Musik vertraut, aber schon bei Übertiteln fremdsprachiger Opern lernte man, dass  auf die wörtliche Übersetzung des  Textes manchmal weniger Wert gelegt wurde als auf dessen Vergröberung oder etwa Erklärung von Regieabsichten.

Viele Komponisten haben ihren Opern Ouvertüren oder Vorspiele vorangestellt, die die Opernbesucher auf das kommende Stück akustisch vorbereiten sollten, darunter bekanntlich häufig bedeutende Musik! Nun haben wir gelernt, dass diese Auffassung falsch ist. Vielmehr dienen diese dazu, bei geöffnetem Vorhang schon Bühnenaktionen darzustellen, für die während der eigentlichen Aufführung offenbar keine Zeit bleibt…

Weiterlesen in den „Infos des Tages“

Buch/ Literatur: Wie war Hitler im Bett
Eine junge deutsche Frau, die einem jüdischen Arzt ihren Unterleib und auch sonst ihr Inneres enthüllt: Katharina Volckmer hat mit „Der Termin“ einen rastlosen Monolog geschrieben, der vulgär und klug ist und Spaß macht.
https://www.diepresse.com/6080331/wie-war-hitler-im-bett

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant:
Minderheiten und Diskriminierung: Das Unbehagen der Identitäten
Sichtbarmachung von Diskriminierung sei selbst diskriminierend, … These: Minderheiten stilisieren sich zu moralisch überlegenen Opfern. … diese Meinung ist kurzsichtig, egozentrisch,bequem, letztendlich unsolidarisch und reaktionär.
https://taz.de/Minderheiten-und-Diskriminierung/!5658559/

Silvesterfeierlichkeiten 2021/22 in Hongkong
Die asiatische Metropole begrüßte das neue Jahr mit einem spektakulären Countdown auf der Fassade des Kunstmuseums M+ und einer Lichtershow über dem Victoria Harbour.

Die Feierlichkeiten wurden im Rahmen eines großen Outdoor-Konzerts im neuen Stadtteil West Kowloon vor 3.000 Zuschauern begangen. Die lokalen Behörden und das Hong Kong Tourism Board, welches Veranstalter des Spektakels war, hatten dazu im Vorfeld ein groß-angelegtes Gewinnspiel ausgerufen, um die Tickets für das Konzert zu verlosen. Das Event fand unter höchsten Covid-Sicherheitsmaßnahmen statt. Zudem wurden die Silvester-Feierlichkeiten mittels YouTube Live-Stream und Satelliten-Übertragung in alle Welt übertragen.
Hongkong ist für seine spektakulären Silvesterfeuerwerke und -Feierlichkeiten bekannt. In diesem Jahr rückte die Metropole mit ihrem Silvester-Countdown das M+ Museum und damit die blühende Kunstszene in den Mittelpunkt des Geschehens. Die Stadt begrüßte das neue Jahr trotz Pandemie gebührend und ausgelassen.
Ein Highlight-Video der Silvesternacht in Hongkong ist auf YouTube verfügbar.

Informationen zu Hongkong sowie Reiseinspirationen gibt es unter www.discoverhongkong.com

Börsen trotzen Covid mit Rekorden
Weltweit gab es 2021 fast überall ein dickes Jahresplus, Wiens ATX war mit 39 Prozent globaler Spitzenreiter.
WienerZeitung.at

Warum Prinz Andrew nach Maxwell-Schuldspruch nur verlieren kann
Puls24.at

Kommentar: Die Dummheit der Anderen
Die Österreicherinnen und Österreicher blicken so pessimistisch in die Zukunft wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dieses wenig überraschende Ergebnis einer jährlichen Umfrage fasst die momentane Stimmung gut zusammen. Gerade haben wir uns vom Durchmarsch der einen Corona-Variante erholt, kommt schon die nächste (noch viel schlimmere) daher, gegen die die Impfungen nur sehr überschaubar wirken. Man muss wirklich kein Pessimist sein, um sich da noch die Sinnfrage zu stellen, die fett im Raum steht.
WienerZeitung.at

Ich wünsche einen schönen Tag, gewöhnen Sie sich langsam an das Neue Jahr! Aber bitte nicht zu langsam!

A.C

 

 

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