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1. JÄNNER 2021 – Freitag / Neujahrstag

01.01.2021 | Tageskommentar

Alles Gute im Neuen Jahr wünscht

die Redaktion des Online-Merker

Ich möchte bewusst nicht provozieren und zum Beispiel das „Bild über Mauerbach“ zeigen, das sich meinen Enkeln, die sehnsüchtig in der Dachgeschoß-Kinderspielwohnung darauf gewartet haben, geboten hat.  Trotz Verbots unserer Zuchtmeister war der Himmel voller Feuerwerkskörper – und anderswo soll es auch so gewesen sein. Meine Familie und ich haben natürlich keine Raketen abgeschossen – so lange andere den Spaß finanzieren, wollen wir sie nicht daran hindern!

WIEN / Staatsoper / STREAM: DIE FLEDERMAUS von Johann Strauß 
31.
Dezember 2020

Georg Nigl, Camilla Nylund. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner: Alles funktioniert, wenn die richtigen Leute zusammen kommen, auch wenn die Voraussetzungen dermaßen suboptimal sind wie bei der Wiener „Silvester-Fledermaus“ des Pandemie-Jahres 2020. Wenn alle wollen – und wenn alle (fast alle) können, was sie wollen – , dann kommt auch Johann Strauß mit jenem Schwung auf die Bildschirme, zu dem ihm sonst Lachen und Applausstürme des Publikums entscheidend verhelfen. Und das Team, das trotz allem die „Fledermaus“ mit allem Verve interpretierte, ließ sich nicht davon beeinträchtigen, dass das Live-Publikum fehlte (wobei doch Auserwählte drinnen saßen, die am Ende geklatscht haben – bevorzugte Kritiker wohl)…

...Diesmal hat man im Stream (vielleicht auch bei der Fernsehübertragung?) für Pausengespräche gesorgt, zuerst ein sehr schönes Interview mit Camilla Nylund, dann viele Antworten vieler Beteiligter auf viele Fragen. Lebensnah finden die Geschichte alle, bei „Wienerischem“ denken manche ans Essen, manche an die der hiesigen Bevölkerung zugeschriebene Hinterfotzigkeit. Was die musikalische Lieblingssequenz angeht, so schoss Michael Laurenz den Vogel ab, als er die seine vorpfiff. Und Georg Nigl wählte die unübertrefflich absurde Formulierung „Hab ein Wimmerl auf der Nase“ / „An das Wimmerl glaub ich nicht“… Nachdrücklicher kann sich Wiener Schmäh nicht artikulieren.

Georg Nigl, Regula Mühlemann. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht von Renate Wagner

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2021: ORF überträgt zum 63. Mal live im TV – erstmals ohne Saalpublikum

 Am 1. Jänner um 11.15 Uhr in ORF 2 und Ö1 


Riccardo Muti. Foto: Wiener Philharmoniker/Nagel

Wien (OTS) – Auf 80 Jahre Neujahrskonzert blicken die Wiener Philharmoniker am 1. Jänner 2021 zurück und senden zum bereits 81. Mal ihre musikalischen Neujahrsgrüße in die ganze Welt. Zum 63. Mal wird der ORF das hochkarätige Klassikereignis live übertragen – um 11.15 Uhr in ORF 2 und Ö1 sowie als Live-Stream via TVthek.ORF.at und oe1.ORF.at. Schon das sechste Mal leitet Riccardo Muti das Konzert der Konzerte, das Pandemie-bedingt erstmals in der Geschichte ohne Publikum stattfinden wird.

Wien/ Musikverein
Neujahrskonzert-Dirigent Muti: „Wir schlagen gegen das Virus zurück“ Bezahlartikel
Der neapolitanische Stardirigent über Mitklatschen beim „Radetzkymarsch“ und die Notwendigkeit der Musik in Zeiten der Krise.
Kurier

DAS WIENER STAATSBALLETT BEIM NEUJAHRSKONZERT 2021

Sveva Gargiulo, Davide Dato, Ketevan Papava und Alice Firenze (c) ORF/Thomas Jantzen

BALLETTEINLAGEN IN DER CHOREOGRAPHIE VON JOSÉ CARLOS MARTÍNEZ

Klang und (Bewegt-)Bilder des traditionellen Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker gehen jährlich um die Welt – auch heuer ist das Wiener Staatsballett Teil dieses hochkarätigen Kulturerlebnisses, das am 1. Jänner 2021 zum sechsten Mal von Riccardo Muti dirigiert wird.

Oper nach der zweiten Spritze

Reinhard Kriechbaum in „Drehpunkt Kultur“ / erscheint in Salzburg): Also sprach Bundeskanzler Sebastian Kurz via ORF am späteren Abend zum Volk: Wenn ab 18. Jänner Kulturveranstaltungen wieder möglich sein werden, werden die Besucher ein negatives Testergebnis nachweisen müssen. Das darf nicht älter als 48 Stunden sein und der Veranstalter wird’s kontrollieren müssen.

So weit der offizielle Informationsstand aus dem Mund des Bundeskanzlers, Stand 30. Jänner, 22 Uhr. Die Verfassungsrichter wetzen zwar schon die Messer, aber das kratzt Kurz nicht: Das Freitesten sei „ein komplexer, neuer Bereich“, und es gebe eben „immer einen Verfassungsexperten, der etwas skeptisch sieht, weil es neu ist“. Wir ahnten es: So ein junger, dynamischer Kanzler hat seine Crux mit den pessimistischen Altvorderen beim Verfassungsgerichtshof…

...keine verschwörungstheoretischen Mutmaßungen hier. Es geht Kurz und Konsorten ausschließlich ums Austesten, was geht und was gehen könnte. Wie laut ist der Aufschrei und aus welchen Ecken kommt er? Natürlich wird es niemals offiziell eine Impfpflicht geben, so wie es auch keine Testpflicht gibt. Aber wenn Impfungen dann greifbar sind, könnte man ja zur Eintrittskarte auch den Impfpass vorzeigen lassen. Oper nach der zweiten oder schon nach der ersten Spritze?

All das ist nur zu unserem Besten. Von Schulen und Universitäten ist sowieso wieder mal keine Rede. Wir regen an: Präsenzunterricht und Vorlesungen nur, wenn der Testnachweis nicht älter als 48 Stunden ist. Die anderen können sich heimgeigen lassen. Der Staat pfeift auf Kultur und Bildung. Und überhaupt: Was brauchen wir gut ausgebildete junge Menschen? Hauptsache, das Volk vertraut sich blindlings klugen Absolventen der elitären ÖVP-Parteiakademie an.

Kommentar
Oper nach der zweiten Spritze?
DrehpunktKultur

Österreich/ Neue Maßnahmen-Details
Kurz: Corona-Tests bald „wie Tickets“ kontrolliert
Das für Mitte Jänner geplante „Freitesten“ aus dem Lockdown wird laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der Gastronomie durch die Gesundheitsbehörden – und teils wohl auch durch die Polizei – erfolgen. Im Kultur-, Sport- oder Tourismusbereich werden hingegen die Betreiber selbst für die Überprüfung zuständig sein. Die Gastronomie wird man ab 18. Jänner mit einem eine Woche alten Corona-Test nutzen können, für alle anderen Einrichtungen wird der Test maximal 48 Stunden alt sein dürfen.
https://www.krone.at/2308788

Das Freitesten könnte Wunschdenken bleiben
Die Infektionszahlen steigen, die Zustimmung der Opposition ist ungewiss und die Kulturszene zeigt sich negativ überrascht.
Kurier

Wie es weitergeht, weiß derzeit niemand – auch in unserer Redaktion. Bei uns prallen die verschiedensten politischen Ideologien aufeinander, wir sind gut beraten, einander nicht gegenseitig den Schädel einzuschlagen. Mit dem engsten Mitarbeiterstab politisiere ich nicht, es kann auch niemand sagen, dass seine persönliche Meinung unterdrückt wird. Jeder/jedem bleibt seine Meinung, bis sie/ er (ist natürlich geschlechtsneutral)  diese selbst bestätigt findet – oder eben revidiert.

Die Spielpläne Jänner 2021 sind online!

Wir wollen Sie mit dieser Ankündigung nicht verhöhnen, der Bearbeiter Heinrich Schramm-Schiessl hat zusammengestellt, was ihm übermittelt wurde. Vieles davon hat sich zwischenzeitlich von selbst erledigt. Sie finden aber die Links zu denb Theatern mit der Empfehlung, sich selbst zu bedienen!

 

Live-Stream: Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker am 31.12.2020 beim Silvesterkonzert in der Berliner Philharmonie/BERLIN
Mit stürmischem Feuer
 
Ein rein spanisches Repertoire stand auf dem Programm des Silvesterkonzerts der Berliner Philharmoniker, das wegen der Corona-Pandemie leider ohne Publikum stattfand. Seit Gustav Mahlers Zeiten hat sich eingebürgert, die „Leonoren“-Ouverüre Nr. 3 C-Dur op. 72 von Ludwig van Beethoven vor dem Schlussbild der in Spanien spielenden Oper „Fidelio“ zur Aufführung zu bringen. Kirill Petrenko betonte mit den Berliner Philharmonikern insbesondere den tiefen seelischen Gehalt dieses Werkes…
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Zum Konzertbericht (Live-Stream) von Alexander Walther

Bielefelds Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic blickt auf das Corona-Jahr 2020 zurück: „Wir festangestellten Musiker sind privilegiert“
…Wir festangestellten Musiker sind privilegiert, auch wenn wir zeitweilig von Kurzarbeit betroffen sind. Woanders weht ein ganz anderer Wind. Wir hier klagen auf einem sehr hohen Niveau, verglichen mit den Menschen, die wirklich Existenzängste haben.Und ich habe festgestellt, dass es eine sehr große Sehnsucht nach Kultur und klassischer Musik in der Bevölkerung gibt. Ich hoffe sehr, dass die Menschen verstanden haben, was für eine enorme Bedeutung die Musik und die Kunst darstellen. Und dass das, was wir machen, keine Freizeitbeschäftigung ist. Darin liegt eine Chance dieser Krise.
Westfalen-Blatt

Riga
Das Projekt „GesamtkunstWerk21“ Richard in Riga
1842 trat Richard Wagner seine erste Dirigentenstelle in Riga an. Jetzt soll dort ein Festspielhaus zu seinen Ehren entstehen, auch mit Geld aus Deutschland.

…„Sobald Sie im Gebäude waren und sich vorgestellt haben, wie es belebt und mit Musik gefüllt werden könnte, lässt es Sie nicht mehr los“, sagt Schirmherrin Eva Wagner-Pasquier über das Projekt eines neuen Wagner-Hauses im lettischen Riga. Das ehemalige Deutsche Theater in der Altstadt soll renoviert und zum „GesamtkunstWerk21“-Komplex umgestaltet werden.

Wagner-Pasquiers Urgroßvater, damals ein noch unbekannter 24-Jähriger, kam 1837 als Kapellmeister in die Metropole des russischen Kaiserreichs, auf der Flucht vor seinen Gläubigern. Zwei Jahre lebte und arbeitete Richard Wagner im dortigen Deutschen Theater und soll mit einem nur 24-köpfigen Ensemble künstlerisch Erstaunliches geleistet haben.

Tagesspiegel

Leipzig
Alfred Szendrei: Vergessener Star im musikalischen Leipzig um 1930

...Aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit ist sein Name verschwunden: Alfred Szendrei – der Gründungsdirigent des Leipziger Rundfunkchores und des Leipziger Rundfunksinfonieorchesters, der Musikalische Direktor des vormaligen Mitteldeutschen Rundfunks, der promovierte Musikwissenschaftler, der Opernkomponist. Präsent sind seine Verdienste allein unter wenigen Fachleuten, oftmals auch unter seinem amerikanisiertem Namen Alfred Sendrey…
Chronik einer enttäuschten Liebe
Deutschtslandfunk.de

Wagner- und Verdi-Bariton Sándor Sólyom-Nagy gestorben

 

Die ungarische Opernlegende wurde 79 Jahre alt. Gast-Engagements führten ihn nach Bayreuth und auch an die Wiener Staatsoper.
Kurier

SIRENE OPERTHEATER: DIE VERBESSERUNG DER WELT . Ein Festival in sieben Runden
Runde 7 – Die Verwechslung

(UA). Text. Helga Utz | Musik. Thomas Cornelius Desi
Ein Film von Kristine Tornquist
DIE VERWECHSLUNG

Bitte untenstehenden Link anklicken
ZUM VIDEO  (Eine Stunde und sechs Minuten)

Der junge Gustav sehnt sich nach Freiheit, er kritisiert das System der DDR. Als Systemfeind wird er festgenommen. Während sein Vater hilflos verzweifelt, macht sich die verwirrte Grossmutter auf, um Gustav im Gefängnis zu besuchen. Ihr Besuch erscheint den Beamten verdächtig und Gustav wird gefoltert. Er landet schwer verletzt in der Krankenstation des Gefängnisses bei der sanften Krankenschwester Pauline.

Mit der Verfilmung der Kammeroper DIE VERWECHSLUNG, die auf der Bühne nicht mehr gezeigt werden konnte, ist das Festival DIE VERBESSERUNG DER WELT des sirene Operntheaters abgeschlossen. sirene brachte damit im Herbst 2020 sieben neue Musiktheaterwerke zur Uraufführung.

Die Verbesserung der Welt. Ein Kammeropernfestival in sieben Runden

Sieben neue Musiktheaterwerke von Dora Lux & Alexander Wagendristel, Irene Diwiak & Margareta Ferek-Petric, Kristine Tornquist & Julia Purgina, Martin Horváth & Gerhard E. Winkler, Antonio Fian & Matthias Kranebitter, Thomas Arzt & Dieter Kaufmann und Helga Utz & Thomas Desi.

Sie helfen uns sehr mit Ihrer Spende:
sirene Operntheater – Verein für Musik und Theater
IBAN AT83 1200 0513 8039 6801 | Bank Austria BIC BKAUATWW

Österreich: Negativ-Trend: 2913 neue Corona-Fälle und 73 Tote
Nachdem am Mittwoch mit 2550 Neuinfektionen ein Ausreißer vermeldet wurde, setzt sich diese Negativ-Entwicklung auch am letzten Tag des Jahres 2020 fort: Bei 2913 Menschen war das Testergebnis im 24-Stunden-Vergleich positiv, wie der Krisenstab bekannt gab (Stand 9.30 Uhr). Weitere 73 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben. Auf den Covid-Normalstationen in den Spitälern ist die Zahl der Patienten um 66 zurückgegangen, auf den Intensivstationen kam ein Patient hinzu.
https://www.krone.at/2308933

Triage: Haben Corona-Leugner ein Anrecht auf Behandlung?
Gälten dieselben Prinzipien, nach denen humanitäre Hilfe geleistet wird, so wäre die Antwort: Nein. Zu den Parallelen und zwischen Hungersnot und Corona-Pandemie.

...Während der blutigen Koalitionskriege nach der französischen Revolution begann der Militärchirurg Dominique Jean Larrey verletzte Soldaten auf dem Schlachtfeld nach dem Schweregrad ihrer Verletzung und der Dringlichkeit ihrer Behandlung zu sortieren. Anstatt medizinische Hilfe wie bisher auf Offiziere und wieder einsetzbare Soldaten zu begrenzen, ging es Larrey um die Rettung möglichst vieler Menschenleben. Doch seine Ressourcen waren begrenzt.

Larrey arbeitete mit damals neuartigen mobilen Lazaretten, transportfähige Verletzte wurden rasch auf umliegende Krankenstationen verteilt. Dieses Prinzip erhielt bald darauf die Bezeichnung Triage, was mit Einteilung, Sichtung, Sortierung oder Auslese übersetzt werden kann. In den folgenden Kriegen wurde Larreys Idee weiter verfeinert und setzte sich spätestens im Laufe des Ersten Weltkriegs allgemein durch…

Die Zeit.de

Der Triumph der ungeliebten Weltmacht China
Die Volksrepublik geht aus dem Krisenjahr 2020 als Gewinner hervor, obwohl die Coronapandemie dort ihren Ursprung hat. Der Ton in der Beziehung zu China wird rauer werden, denn Peking wird seine Interessen aggressiv verfolgen.
Die Presse

Solche Meinungen gelten längst nicht mer  als Verschwörungstheorie. Sie können  also ruhig lesen, ohne sich zu infizieren!

Österreich
Michael Ludwig: „Rendi-Wagner ist ihr Expertenwissen im Weg“ Bezahlhartikel
Bürgermeister Michael Ludwig über die Performance der SPÖ-Bundesparteichefin im Corona-Jahr und das Ende von Rot-Grün. Außerdem kündigt er den Ausbau des Gesundheitssystems an sowie weitere Corona-Hilfspakete der Stadt.
Die Presse

Der neure Politstar der Roten muss natürlich vorsichtig formulieren, denn noch ist Frau Dr. Rendi-Wagner seine Parteichefin. Die Aussage ist aber mehr als klar (und richtig). Was ist Dr Dr. Rendi-Wagner nun? Politikerin oder Ärztin? Die Ärztin Rendi-Wagner steht der Politikerin Rendi Wagner im Weg. Sie muss sich also bald entscheiden – sonst wird ihr die Entscheidung abgenommen.

Verbringen Sie einen schönen Tag!

A.C

 

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