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1. FEBRUAR 2020 – Samstag

01.02.2020 | Tageskommentar


Beethoven-Wochenende an der Wiener Staatsoper: Heute Premiere der Fidelio-Urfassung – „Beethoven-Lieder 1-4“ im Gustav Mahler-Saal

In einer Neuproduktion von Amélie Niermeyer kommt am morgigen Samstag, 1. Februar 2020 die Urfassung von Ludwig van Beethovens einziger Oper Fidelio (Leonore) zur ihrer Staatsopern-Erstaufführung . Anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten zeigt das Haus am Ring nicht nur diese Premierenproduktion und im April/Mai wieder Fidelio in der Inszenierung von Otto Schenk: Im Rahmen vierer Konzerte singen an diesem Wochenende Ensemblemitglieder des Hauses am Ring alle Klavierlieder Beethovens.

Die Beethoven-Lieder 1-4 (Samstag, 1. und Sonntag, 2. Februar 2020, jeweils 11.00 und 15.00 Uhr im Gustav Mahler-Saal) gestalten:

  1. Februar, 11 Uhr: Stephanie Houtzeel (Mezzosopran), Rafael Fingerlos (Bariton), Jendrik Springer (Klavier);
  1. Februar, 15 Uhr: Margaret Plummer (Mezzosopran), Michael Laurenz (Tenor), Annemarie Herfurth (Klavier);
  1. Februar, 11 Uhr: Bryony Dwyer (Sopran), KS Herbert Lippert (Tenor), Cécile Restier (Klavier);
    2.ebruar, 15 Uhr: Daniela Fally (Sopran), Samuel Hasselhorn (Bariton), Kristin Okerlund (Klavier)

Restkarten zu je EUR 13,- sind erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at

Fidelio im Livestream sowie im Radio
Die Premiere am 1. Februar 2020 wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit in HD gestreamt (www.staatsoperlive.com) sowie live in Radio Ö1 (+ EBU) übertragen.

Auch auf arte.tv/opera wird die Premiere am 1. Februar 2020 live gestreamt – im Rahmen der Saison ARTE Opera 2019-2020 zeigt die Online-Plattform in der laufenden Spielzeit verschiedene Inszenierungen aus 23 Opernhäusern in 14 europäischen Ländern.
Regisseurin Amélie Niermeyer ist zudem am 1. Februar 2020 zu Gast im Ö1 Klassik-Treffpunkt (10.05 Uhr, live aus dem RadioCafe in Wien).

Passend zur heutigen FIDELIO-Premiere: Schau dir „So funktioniert der Sänger nicht! – Benjamin Bruns – What’s Opera Doc“ auf YouTube an. Benjamin Bruns ist heute in Wien „Florestan“


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ZUM VIDEO/ YOUTUBE

HEUTE IN MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper:  Premiere: JUDITH

Alle früheren Frauen von Herzog Blaubart sind verschwunden – und dennoch folgt ihm erneut eine junge Frau auf seine Burg. Für die Bayerische Staatsoper setzt die britische Regisseurin Katie Mitchell Bartóks einzige Oper Herzog Blaubarts Burg in einer spektakulären Neudeutung in Szene. Sie stellt der Oper Bartóks Konzert für Orchester voran und erzählt währenddessen in einem eigens dafür gedrehten Film die Vorgeschichte der Protagonisten. Beide Werke verbinden sich so zu einer Geschichte. Der Fokus liegt in ihrer Deutung auf der Protagonistin Judith, die dem Abend auch den Titel gibt. Oksana Lyniv dirigiert das Bayerische Staatsorchester, es singen Nina Stemme und John Lundgren.

ZU MEHR INFOS

Zum Werk und Komponisten

Über drei Jahrzehnte liegen zwischen Bartóks beiden Werken, aus denen sich die Neuproduktion zu Judith zusammensetzt – der Operneinakter Herzog Blaubarts Burg entstand 1911 in Ungarn, das Konzert für Orchester 1943 im US-amerikanischen Exil. Dennoch finden sich in Bartóks spätem Orchesterwerk Elemente seiner ersten und einzigen Oper wieder. Dirigentin Oksana Lyniv, ehemals musikalische Assistentin von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko, sieht eine starke musikalische Verbindung zwischen beiden Stücken, die das Konzert für Orchester zu einer „dramatisch perfekten Einstimmung“ auf die darauffolgende Oper macht.

Die STAATSOPER.TV-Saison 2019/20 präsentiert erneut mehrere kostenlose Live-Streams. Neu ist in dieser Spielzeit ein erweitertes Video-on-Demand-Angebot: Vier Streams sind nicht nur live, sondern auch im Rahmen eines 30-tägigen Video-on-Demand auf der Website der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Drei Neuproduktionen davon in einer neuen Zusammenarbeit mit BR-KLASSIK: Hans Abrahamsens The Snow Queen (war bereits) , der Bartok-Doppelabend Judith sowie die Uraufführung von Marina Abramovićs 7 Deaths of Maria Callas. Das Rahmenprogramm rund um diese drei Streams wird erstmals live bestritten: BR-KLASSIK-Moderator Maximilian Maier trifft vor der Vorstellung und in den Pausen interessante Persönlichkeiten zum Gespräch über Werk, Inszenierung, Rezeptionsgeschichte oder auch zu skurrilen, abseitigen Aspekten des Stücks. Um möglichst vielen Personen Zugang zu diesen Vorstellungen bieten zu können, läuft der Stream – parallel zur traditionellen Radioübertragung – sowohl auf der Website der Staatsoper als auch auf BR-KLASSIK Concert.

Kostenloser Live-Stream am 7.2.

MÜNCHEN/ Gärtnerplatztheater: RIGOLETTO. Premiere am 30.1.

Regisseur ist Herbert Föttinger, der Direktor des Wiener Theaters in der Josefstadt. Dass sich eine Achse zwischen Wien (dem Volksopernbereich) und München bildet, ist klar erkennbar und grundsätzlich nichts Schlechtes. Die Frage ist nur, ob die Herren nicht etwas übertreiben. Dass diese Zusammenarbeit in Wien ihre Fortsetzung finden wird ist klar. Nimmt wer Wetten gegen J.E. Köpplinger als künftigen Volksoperndirektor an? Ich stehe dafür als Wettgegner zur Verfügung!

Tim Theo Tinn berichtet als Münchner aus München: 
Verstaubte Regietheater-Mottenkiste – begeisternder Gesang –

dramatisch ausgeleuchteter Klangteppich, leicht gefällig bis düster harsch!


Holger Ohlmann (Graf von Ceprano), Daniel Gutmann (Marullo), Aris Argiris (Rigoletto), Herrenchor,  © Christian POGO Zach

Die 4. Musiktheater – Inszenierung des Regisseurs überzeugt nicht. Auch sein dramaturgischer Zugang bleibt unschlüssig. Klar – Rigoletto gab es vor wenigen Jahren auch auf dem Planet der Affen mit Affen statt Menschen – im Münchner Nationaltheater. Öffnet solche Idiotie weitere Oberflächlichkeiten?

Meines Erachtens wollen Unkundige hier nur einem falsch verstandenen Zeitgeist huldigen. Musiktheater ist kein Ort für durchgeknallte Ideen, verlangt rational durchforschte Sichtung der Vorlage und daraus die Transformation in heutigen Zeitgeist…

…Das war mein musikalisches Erleben unter dem Dirigat von Anthony Bramall. Jenseits einseitig kulinarischem Anspruch, wurde Verdi in diesem homogenen Klangteppich zelebriert – leicht gefällig bis kantig düster und harsch. Dynamik, Tempi und Dezibel schienen in der 5 Reihe Parkett ideal.

 Die musikdramatische Inszenierung des Dirigenten schuf durch die Synthese mit durchgängig außerordentlichem Gesang einen Ausnahmeabend. Simplifiziert: das war richtig schön!!!

…Als Schlusswort ein Aufschrei von G. Lichtenberg zur aktuellen Inszenierungskultur: Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

Zum Premierenbericht von Tim Theo Tinn


Jennifer O’Loughlin veranlasst immer wieder  Wiener Opernfreunde, ihr nach München nachzureisen. Foto: Christian POGO Zach

Michael Koling berichtet als angereister Wiener aus München: ...Die Wahl fällt schwer, welcher der Hauptpartien die Krone zu reichen ist. Ich habe schon lange keinen Herzog gehört, der wie Lucian Krasznec gestern Abend mit solcher Leichtigkeit und Höhensicherheit nicht nur Gilda für sich einnehmen lässt. Das war, um einen längst verstorbenen Entertainer zu zitieren, einfach Spitze. Diese Gilda ist Jennifer O´Loughlin, die einige aus Wien angereisten Premierenbesucher in dieser Rolle noch aus der Volksoper in Erinnerung haben. Ihre Stimmführung oder ihre Gesangskultur nochmals zu loben, hieße legendäre Eulen nach Athen tragen. Nicht nur ihre krönenden Spitzentöne können nicht anders als perfekt genannt werden. Und schließlich Aris Argiris in der Titelpartie. Unter den wenig differenzierten Klangmassen des Orchesters hatte er am meisten zu leiden (auch, und das war nur wenigen Besuchern bekannt, weil er gesundheitlich angeschlagen war). Alles in allem gilt aber auch für ihn – überzeugend in jeder Weise…

Zum Premierenbericht von Michael Koling

Heutige Narren im Fortissimo – Verdis „Rigoletto“ im Münchner Gärtnerplatztheater
https://www.nmz.de/online/heutige-narren-im-fortissimo-verdis-rigoletto-im-muenchner-gaertnerplatztheater

„Rigoletto“ am Gärtnerplatztheater Warm ist nur der Leichensack
… Ja, dieser „Rigoletto“ am Münchner Gärtnerplatztheater ist hart und unerbittlich, und dem Wiener Regisseur Herbert Föttinger gelang damit eine beklemmende Inszenierung, die am Ende begeistert beklatscht wurde. Nicht von ungefähr zog der Österreicher Parallelen zum Ibiza-Skandal, ohne das freilich optisch irgendwie anzudeuten. Das war auch gar nicht nötig, jeder weiß, welche Spielregeln unter solchen Machos gelten: Mitmachen oder abhauen….
BR-Klassik

„Konzertgänger in Berlin“: Phremde Phedern: Ein Lob auf Giacomo Meyerbeer!
In besonderen Fällen schreibt hier auch einmal eine Phremde Pheder – dann aber nur die ethelste: Anlässlich des am Sonntag beginnenden Giacomo-Meyerbeer-Vorfrühlings empfiehlt der Musikwissenschaftler Thomas Kliche ganz unbedingt seinen Herzblut-Komponisten:
Hört, hört Meyerbeer!
https://hundert11.net/kliche-meyerbeer/

St. Pölten: Brigitte Fürle verlässt 2022 das Festspielhaus St. Pölten
Derzeitige Leiterin strebt keine Verlängerung über 2022 hinaus an.
https://kurier.at/kultur/brigitte-fuerle-verlaesst-festspielhaus-st-poelten/400741869

INSTAG(K)RAMEREIEN (entdeckt von Fritz Krammer)


Rachel Willis Sorensen, Jonas Kaufmann. Foto: Instagram

Zu Instagram

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Anna und Yusif auf Tour in München

Zu Instagram (insgesamt vier private Fotos)

HEUTE IN MÜNCHEN „Die Münchner Opernfreunde“. Künstlergespräch

FOTOS RUND UM DIE „PARSIFAL-NEUINSZENIERUNGEN FINDEN SIE IN UNSEREN „INFOS DES TAGES

An der Kamera: Dr. Klaus Billand


Theatre du Capitole Toulouse. Außenansicht. Foto: Dr. Klaus Billand
Das Theatre du Capitole Toulouse ist ein Opernhaus im Capitol der französischen Stadt Toulouse im Département Haute-Garonne. Das Theater wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und am 1. Oktober 1818 eröffnet. Es hat 1150 Sitzplätze.

Filme der Woche


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Man kann nicht sagen, dass die Nachwelt Franz Jägerstätter (1907 – 1943) Beachtung und Bewunderung verwehrt hätte, im Gegenteil. Ein oberösterreichischer Bauer, der sich aus seiner katholischen Überzeugung heraus weigerte, den Eid auf Adolf Hitler zu leisten, und der dafür seinen Tod in Kauf nahm. Das hat mittlerweile zahllose Bücher ergeben, mehrere Theaterstücke, darunter eines von Felix Mitterer, eine Oper, TV-Filme (darunter von Axel Corti) und Spielfilme, auch eine Website der katholischen Kirche Oberösterreichs. Bendikt XVI., der deutsche Papst, hat Franz Jägerstätter selig gesprochen.

Und dabei ist das, was dieser Mann tat, keinesfalls unumstritten. Denn man hat damals vielfach versucht, Jägerstätter entgegen zu kommen, hätte ihn vom Dienst mit der Waffe befreit, versicherte ihm, dass niemand den Schwur auf Hitler ernst nehmen würde… Aber er beharrte gewissermaßen auf seinem Tod und tat seiner Ehefrau, seiner Mutter, seinen drei kleinen Töchtern damit unsagbares Leid an, was man auch im katholischen Sinn als Pflichtverletzung betrachten kann (da er es ja hätte verhindern können). Die anderen waren ihm nicht so wichtig wie seine Überzeugung. Nicht nur, dass er seine Familie im Dorf zu Außenseitern machte, die entsprechend behandelt wurden, er mutet ihnen auch gewissermaßen sein Schicksal, seinen Tod zu. Kurz, es gibt Menschen, die es mit der großen Bewunderung für Franz Jägerstätter schwer haben.

Was Weltregisseur Terrence Malick für Jägerstätter empfand, dem er einen dreieinviertelstündigen (!) Film widmete, weiß man auch nicht genau. Malick wird seinem Ruf als Schöpfer hoch komplizierter Werke wieder gerecht – nicht, weil er den Film so unverständlich anlegte wie sonst oft. Sondern weil man im Endeffekt eigentlich nur eine Aussage herausholen kann, und die hat nicht so sehr mit Jägerstätter persönlich zu tun…

Wie aus „Fridays for Future“ ein Milliarden-Imperium werden könnte
https://www.msn.com/de-at/finanzen/top-stories/wie-aus-„fridays-for-future“-ein

Das ist bereits ein Milliardengeschäft, das „könnte es nicht werden“!

Der Herr Benko möchte 3200 ha Tirol kaufen
Der Immobilienjongleur aus der Innsbrucker Gumppstraße will sich jetzt ein Stück Staatseigentum einverleiben, ein Filetstück im Karwendel, 32 Millionen Quadratmeter vom dortigen Naturpark: das Gleirschtal der Österreichischen Bundesforste AG. Für geschätzt 50 Cent pro m².
http://www.dietiwag.org/index.php?id=5940

Da komme ich nicht mit, weder finanziell noch mit meinem Verständnis. Mir haben die Bundesforste etwa 300 m2 Wald, angrenzend an mein Mauerbacher Gründstück, für etwa 10 Euro pro m2 zum Kauf angeboten. Nur, was mache ich mit einem ansteigenden und daher nicht ungefährlichen Stück Wald (bei Wind wackeln die Bäume und ich habe dann volles Risiko, wenn so ein 30 Meter hoher Baum auf mein Haus oder das Haus des Nachbarn stürzt). Baugrund ist sowieso ausgeschlossen, einzäunen dürfte ich nicht, benützen kann ich ohnehin! Als Jagdgebiet für einzuladende Freunde eignet sich diese „Briefmarke“ auch nicht. Also wozu ein gekauftes Risiko? Das ist wohl der Unterschied zum Herrn Benko – der weiß,was er macht und weiß das womöglich auch allein. Nicht umsonst verkehrt er mit ganz wichtigen Politikern und hält mit den Hof!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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