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1. DEZEMBER 2020 – Dienstag

01.12.2020 | Tageskommentar

 

OPER! AWARDS 2020 verliehen
Regisseur Hans Neuenfels erhält Preis für sein Lebenswerk
Auszeichnungen in 19 weiteren Kategorien vergeben

Berlin – Im Rahmen einer digitalen Preisverleihung wurden gestern die OPER! AWARDS 2020 verliehen. Zum besten Opernhaus wurde die Staatsoper Hannover unter Intendantin Laura Berman gekürt. Der Preis „Beste Sängerin“ ging an die georgische Mezzo-Sopranistin Anita Rachvelishvili, „Bester Sänger“ wurde der französische Tenor Benjamin Bernheim für seinen Des Grieux an der Oper Paris. Oksana Lyniv bekam insbesondere für ihr Dirigat des Bartók-Doppelabends Judith an der Bayerischen Staatsoper den Preis „Beste Dirigentin“, Tobias Kratzer wurde zum „Besten Regisseur“, die Wiener Philharmoniker für ihre Auftritte bei den Salzburger Festspielen auch in Corona-Zeiten zum „Besten Orchester“ gekürt. Der Regisseur Hans Neuenfels erhielt den Preis für sein Lebenswerk.

 Ausführliche Jury-Begründungen sind im Programmheft der OPER! AWARDS nachzulesen, downloadbar auf www.oper-awards.com

Die Liste mit allen Preisträgern finden Sie in unseren heutigen Infos des Tages“. Die Wertung ist natürlich subjektiv (das kann gar nicht anders sein, wie auch jede Kritik subjektiv sein muss). Es ist die selbe „Spielerei“ wie bei allen anderen derartigen Preise einschließlich der „Opernwelt“.  Gegen derartige Preisvergaben habe ich mich immer erfolgreich gewehrt, Begehrlichkeiten waren da. Es ist doch so schön, als Frau oder Herr Wichtig in einer Jury zu sitzen und zu „urteilen“!

Einen Preis möchte ich jedoch besonders hervorheben:

GRÖSSTES ÄRGERNIS: Fantasielosigkeit und passive Opferhaltung der Opernhäuser in der Pandemie

Den Vorwurf der Fantasielosigkeit kann ich nicht teilen, einige Intendanten (München, Wien, Wiesbaden etc, es gibt noch viel mehr positive Beispiele) haben durchaus Fantasie bewiesen.  Die Intendanten können aber gar nicht anders, als mit ihren Häusern eine „passive Opferhaltung“ einzunehmen. Sie sind in unseren Breiten meist beim Bund oder Land angestellt bzw. in einem Vertragsverhältnis, somit weisungsgebunden. Scheren sie aus, bekommen sie eine „auf den Deckel“. Ihr Gehalt bekommen sie, die angestellten Mitarbeiter ihrer Theater auch – inklusive der Ensemblemitglieder. Auf der Strecke bleiben die Freiberufler, und von denen wehren sich schon einige. Aber was hilft es, die Gruppe ist zwar laut, aber viel zu klein, um vor ihr in die Knie zu gehen!

Aber lange kann der Zustand nicht mehr dauern, die „breite Masse“ verliert zusehends die Geduld. Nur diese breite Masse lässt die Entscheidungsträger erzittern.

WIENER STAATSOPER: DAS STREAMING-ANGEBOT VOM 30. NOVEMBER bis 6. DEZEMBER 2020

Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Das Programm bis einschließlich 6. Dezember 2020:

Montag, 30. November 2020, 19.00 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart
DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL (Vorstellung vom 12. Oktober 2020)
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen
Musikalische Leitung: Antonello Manacorda
Inszenierung: Hans Neuenfels
Es singen Lisette Oropesa, Daniel Behle, Regula Mühlemann, Michael Laurenz, Goran Juric

Dienstag, 1. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Richard Strauss
CAPRICCIO (Vorstellung vom 24. Mai 2018)
Ein Konversationsstück für Musik in einem Aufzug
Musikalische Leitung: Michael Boder
Inszenierung & Bühne: Marco Arturo Marelli
Mit u.a. Camilla Nylund, Markus Eiche, Michael Schade, Adrian Eröd, Wolfgang Bankl, Angelika Kirchschlager

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Giacomo Puccini
LA BOHÈME (Vorstellung vom 22. Dezember 2019)
Oper in vier Akten
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Franco Zeffirelli
Mit u.a. Stefan Pop, Irina Lungu, Samuel Hasselhorn, Mariam Battistelli

Donnerstag, 3. Dezember 2020, 19.00 Uhr – Ballett
Ludwig Minkus
DON QUIXOTE (Vorstellung vom Juni 2016)
Musikalische Leitung: Kevin Rhodes
Choreographie: Rudolf Nurejew
Mit u.a. Maria Yakovleva, Denys Cherevychko, Ketevan Papava, Roman Lazik, Olga Esina

Freitag, 4. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Claude Debussy
PELLÉAS ET MÉLISANDE (Vorstellung vom 30. Juni 2017)
Drame lyrique in fünf Akten
Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Inszenierung & Bühne: Marco Arturo Marelli
Mit u.a. Bernarda Fink, Adrian Eröd, Simon Keenlyside, Olga Bezsmertna, Maria Nazarova

Samstag, 5. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Giacomo Puccini
LA FANCIULLA DEL WEST (Vorstellung vom Oktober 2013)
Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Inszenierung & Bühne: Marco Arturo Marelli
Mit u.a. Nina Stemme, Jonas Kaufmann, Tomasz Konieczny

Sonntag, 6. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Camille Saint-Saëns
SAMSON ET DALILA (Vorstellung vom 18. Mai 2018)
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Alexandra Liedtke
Mit u.a. Elina Garanca, Roberto Alagna, Carlos Álvarez, Sorin Coliban

Über den weitere Online-Spielplan informieren wir Sie Anfang nächster Woche, nähere Informationen dazu auch laufend auf wiener-staatsoper.at.

In eigener Sache: Spielpläne Dezember 2020 sind online!

Die Spielpläne für Dezember 2020 sind online. Bitte zu beachten, dass auf Grund der Corona-Situation jederzeit Änderungen und/oder Absagen möglich sind. Bitte schauen sie im Bedarfsfall in den Internetauftritten der jeweiligen Theater nach.

Alles Walzer: Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2021: Das Programm
Der musikalische Reigen für den Einsatz der Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti am 1. Jänner 2021 steht
Der Standard

Neujahrskonzert: Ein Programm „ohne Sorgen“
Riccardo Muti leitet die philharmonische Flaggschiff-Veranstaltung am 1. Jänner bereits zum sechsten Mal im Wiener Musikverein – ob mit oder ohne Publikum, ist noch unklar.
Wiener Zeitung

Ob das Konzert mit oder ohne Publikum stattfindet, steht noch nicht fest. Die teuersten Karten kosten 1.300.- Euro, also nicht eben wenig, der Ausfall für die Philharmoniker ist in jedem Fall beträchtlich, weil Vollbesetzung wird es auf keinen Fall geben. Aber auch hier gilt: Die Steuerzahler kommen dafür auf – die Politiker lassen sich dafür bejubeln!

Ich werde mir das Konzert diesmal nicht einmal im TV ansehen, weil ich das Gesicht eines Dirigenten, der selbst bei Walzermusik seine grimmige Einheitsmiene aufsetzt, nicht anschauen kann. Man muss nicht alles haben, man muss sich auch etwas versagen!

Wien/ Theater an der Wien: LE NOZZE DI FIGARO – durchwegs freundliche Kritiken

Mehrere Wochen Proben, dann durch die Gunst des ORF eine TV-Übertragung, einige Kritiken – und das war es dann auch! Eigentlich ist es frustrierend! In einigen Tagen redet kein Mensch mehr darüber.

Wien/ Theater an der Wien
Die Corona-Fassung von Mozarts „Figaro“
„Le nozze di Figaro“ im Theater an der Wien gibt in der Regie von Alfred Dorfer und Regisseurin Kateryna Sokolova der Heiterkeit eine Chance.
Der Standard

Das Destillat des Figaro
Dicht und drängend: Mozarts Oper gekürzt und gestreamt aus dem Theater an der Wien.
Wiener Zeitung

In Mozarts dunklem Schein: Alfred Dorfers „Figaro“ als TV-Premiere
Oe24.at

Alfred Dorfers „Figaro“-Inszenierung: Placebo-Effekt bei TV-Oper Bezahlartikel
Kurier

BERLIN/ Staatsoper: Arte zeigt „Lohengrin“ Premiere mit Rettungsring
Lange hatte man an der Staatsoper gehofft, dass die nächste große Produktion live stattfinden kann. Nun wird der „Lohengrin“ am 13. Dezember auf Arte gezeigt
Tagesspiegel

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Die Mailänder Scala baut für den 7.12.um

 

ZU FACEBOOK mit mehreren Fotos
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St. PETERSBURG: IL TROVATORE – 10 Fotos

ZU INSTAGRAM mit weiteren 9 Fotos

 

MÜNCHEN: LA BOHÈME – der Stream der Bayerischen Staatsoper (30.11.2020)

ZU INSTAGRAM

Die Bayerische Staatsoper beschert uns also eine Live-Bohème aus dem leeren Nationaltheater. Ganz so live ist sie dann aber doch nicht, sie wurde bereits am 27. November aufgezeichnet: Die Münchner Boheme ist ab 3.Dezember für 30 Tage on Demand, 14,90 €

OTELLO IN FLORENZ: Österreich ist beim Stream nicht dabei

Bemühen Sie sich nicht, es funktioniert nicht. Es ist das gute Recht jedes Veranstalters, über die Reichweite zu bestimmen)

 

WIEN/ MuTH-Konzertsaal im Augarten. Online-Tipp: mathias rüegg & Lia Pale mit jazziger Neudeutung von Schuberts „Winterreise“

 A Winter’s Journey – 2.12.2020 /20:00 Uhr – online

 Wien, im November 2020. Sechs Jahre lang sind Lia Pale und mathias rüegg mit der unvergleichlichen Schubert-Vertonung der 24 Gedichte von Wilhelm Müller „schwanger“ gegangen, ehe sie den Mut aufgebracht haben, sie im Zeichen der Jazz-Tradition neu zu deuten. Dank ihres großen Gespürs und Taktgefühls gelingt es ihnen, herauszuarbeiten, was für eine Kraft in Schuberts Liedgut steckt. Zu hören sind die Neudeutungen im Rahmen eines Online-Konzerts aus dem MuTh am 2. Dezember um 20:00 Uhr.

„Diesen Liedern wohnt ein Zauber inne“, freut sich Lia Pale. „Egal wie lange oder wie oft ich sie singe, überraschen sie mich jedes Mal aufs Neue. Wie gerne hätte ich Schubert zugehört, wie er seine Lieder im kleinen Kreis mitten in Wien für seine Freunde am Klavier selbst gespielt und gesungen hatte. Ich hoffe, er hätte Freude an meiner Version seines Wirtshauses.“ mathias rüegg schätzt besonders die harmonischen Bögen und den melodischen Sinn Schuberts. „Im unglaublichen ‚Wegweiser‘ ist bereits das halbe Great American Songbook vorhanden!“, so rüegg.

Link: muth.at/news/streaming-in-the-muth

Der Live-Stream ist nur zur angegebenen Uhrzeit verfügbar.

Pausenlos
Die Konzertpause wegzulassen, war vor einem Jahr noch ein origineller Vorschlag. Die Pause im Konzert ist immer etwas Lästiges gewesen, das stimmt schon. Man trifft Menschen und ist unsicher, um wen es sich handelt. Es wäre gut, etwas Kluges über den bisherigen Verlauf zu sagen, aber was nur, was. Drinnen ist es zu warm, draußen ist es zu kalt. Man wird müde, hat Durst, stellt fest, dass der beste Teil des Programms hinter einem liegt und jetzt Sibelius kommt. Immer schon die Leute beneidet, die nun knallhart, nein, lässig locker ihrer Wege gehen.
https://www.fr.de/kultur/timesmager/pausenlos-90116652.html

Bern/ Konzert/Theater
Bern/ Konzert Theater: Absage aller Vorstellungen bis 14.2.2021
Konzert-Theater Bern

Es gibt Schweizer Theater, die spielen auch vor 15 (amtlich zugelassenen) Besuchern, andere Theater wiederum sperren bis 14.2.21 zu! Es rechnet sich tatsächlich nicht, Theater zu öffnen. Sind jene, die spielen, nun Idealisten, extrem hoch gefördert oder gesponsert – oder können sie bloß nicht rechnen. Ich weiß nicht, ob und wie es in der Schweiz die Kurzarbeitsregel aussieht.

SERVUS-TV: DER WEGSCHEIDER – Wochenkommentar

Servus-TV ist für mich ein Pflichtprogramm, weil Dietrich Mateschitz, der Herausgeber/Eigentümer von Servus TV, von den Regierungs-Subventionen völlig unabhängig ist. Ich liebe freie Geister, war selbst nie ein Knecht. Um diese Einstellung zu leben, mache ich sogar Abstriche bei der Lebensqualität (nicht große, zugegeben). Aber das ist der Luxus, den ich mir leiste! Mein Wort lasse ich mir nicht verbieten.

Bitte untenstehenden Link anklicken!

DER WEGSCHEIDER – Wochenkommentar Servus TV

Österreich
Anschober ruft „dringend“ zur Installation der „Stopp Corona“-App auf
In zwei Wochen soll die neue Version kommen. Bis dahin werden Prominente und Influencer aufgeboten, um für die Nutzung zu werben
Der Standard

Was soll ich tun, um den Herrn Minister eine Freude zu bereiten? Ich besitze nämlich als einer der wenigen Österreicher kein Smartphone, wer will, soll mich am Festnetz erreichen (oder es bleiben lassen) und meine Weisheiten beziehe ich von PC. Wenn mir der Minister ein Smartphone schenkt, installiere ich die App! Warum nicht, Geheimnisse habe ich schon lange keine mehr. Aber wegen des Herrn Ministers ein Smartphone kaufen und einige Semester Gebrauchsanweisung studieren – nein, so weit geht meine Liebe wirklich nicht!

„ORF III Kulturdienstag“: Dreiteiliger „Erbe Österreich“-Abend mit neuem Teil von „Österreichs Adel unter sich“

 Außerdem: „Habsburgs letzte Geheimnisse – Die Schönbrunner Goldküche“, „So jagte Maria Theresia: Schloss Halbturn“ und „Was schätzen Sie..?“ =

Wien (OTS) – Der „ORF III Kulturdienstag“ widmet sich am 1. Dezember 2020 in „Erbe Österreich“ den Adelsfamilien des Landes von anno dazumal bis heute. Die dritte Folge des Dokuvierteilers „Österreichs Adel unter sich“ gewährt dabei einen Blick in prachtvolle Familiensitze.

Karl Habsburg privat wie nie: Geheime Scheidung und neue Liebe
https://www.krone.at/2284576

Bevor ich in den Verdacht gerate, womöglich ein Monarchist zu sein, beende ich mit besten Wünschen für den Tag

A.C.

 

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