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1. AUGUST 2020 – Samstag

01.08.2020 | Tageskommentar

Wien: Gasometer

 

Salzburger Festspiele 2020
Viele Festspielkarten noch zu haben
Am 1. August beginnen die Salzburger Festspiele, wegen Corona in stark reduzierter Form. Einen Tag davor sind noch Karten für fast alle Konzerte und Aufführungen verfügbar – ganz anders als in den Jahren zuvor.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/salzburger-festspiele-2020-karten-verkauf-tickets-verfuegbar-100.html

Nein, da spiele ich nicht mit! Ich bekomme viele Mails, in denen Musikfreunde über die Arroganz, manchmal sogar Demütigungen („wenns ka Geld haben, bleibens doch daheim„,  die sie beim Versuch, Karten für die Salzburger Festspiele in den vergangenen Jahren zu kaufen erfahren mussten, beklagen.  Nun sitzen die Festspiele auf einem ohnedies stark reduzierten Kartenangebot – und bringen selbst da viele Karten nicht an die Frau/an den Mann!

Wiederum nein, meine persönlichen Erfahrungen mit Salzburg lasse ich für heuer aus dem Spiel. Nicht nur die Festspiele, die ganze Kulturszene (und leider noch viel mehr) sind in der Krise, in die sie nicht das Virus gebracht hat. Ein Virus kann nämlich nichts absagen, keine Wirtschaft lahmlegen. Da waren schon Fehleinschätzungen rund um das „unbekannte Virus“ mit einer Mortalitätsrate von weltweit 0,008 % schuld. Diese werden weltweit aufzuarbeiten sein – aber nicht in einer derart hysterisch aufgeladenen Zeit.

Ich ziehe den Hut vor Menschen, die sich in dieser Zeit einem privaten Risiko auch als Kulturveranstalter ausgesetzt haben. Und für Salzburg bleibt mir die Hoffnung, dass die dortigen Verantwortlichen im nächsten Jahr etwas umdenken werden. Mehr Achtung denen gegenüber zeigen, die ihnen letzlich den Weiterbestand garantieren, sie relativ sorglos diese Krise überleben lassen!

Markus Hinterhäuser im Zitat („Kurier“): Finanziell machen die Festspiele nicht wirklich Sinn, Geschäft werden sie keines. Aber es ist ein Versuch, der alle Mühen wert ist…“

Salzburger Festspiele im ORF

SO 02.08.2020 Ö III

19:35 KARAJAN PRIVAT
20:15 KARAJAN ODER DIE SCHÖNHEIT WIE ICH SIE SEHE
22:20 GEORGES BIZET: CARMEN (Karajan, Bumbry)
00:05 ANDRÉ HELLERS MENSCHENKINDER: HELGA RABL-STADLER

Salzburger Festspiele auf arte

Samstag, 1. August
„Elektra“ von R. Strauss
Salzburger Festspiele 2020
Livestream am 01/08 um 20:30
Das Psychogramm einer Frau am Rande des Wahnsinns hat Richard Strauss in „Elektra“ in Musik übersetzt.

Sonntag, 2. August
Das große Welttheater

Salzburg und seine Festspiele
Verfügbar am 02/08
Von Dramen und unbekannten Ereignissen, die sich seit der Gründung der Festspiele 1920 hinter der Bühne abspielte

Sonntag, 2. August
„Così fan tutte“ von W. A. Mozart
Salzburger Festspiele 2020
Live am 02/08 um 17:00

IN ÖSTERREICH NICHT ZU EMPFANGEN

Welche neuen Seiten entdeckt Regisseur Christof Loy in Mozarts lange Zeit als „frivol“ verkanntem Meisterwerk?

Das ist der ARTE-LINK zu Elektra:

Verknüpfung mit:

https://www.arte.tv/de/videos/098928-000-A/elektra-von-r-strauss/

Die Frage ist, ob er in Österreich auch funktioniert. Neue Info: Elektra wird funktioneren, Cosi in Österreich nicht!

Gemeinschaft in schwieriger Zeit
Vor hundert Jahren fanden die Salzburger Festspiele zum ersten Mal statt. Sie träumten von einem durch Kultur geeinten Europa – eine Idee, die dabei ist, zum Relikt zu werden.
Frankfurter Allgemeine

Hinterhäuser: „Wir sind dazu da, etwas stattfinden zu lassen“
Am 1. August starten die Salzburger Festspiele. Intendant Markus Hinterhäuser über die Jubiläumsausgabe allen Widrigkeiten zum Trotz
Kurier

Salzburger Festspiele: Helga Rabl-Stadler über das Hygienekonzept
Münchner Abendzeitung

Salzburg
Neue Elektra: „Kalte Powerfrau und zerbrechliches Mädchen“
Aušrinė Stundytė feiert bei den Salzburger Festspielen ihr internationales Rollendebüt in der Titelpartie von Richard Strauss‘ „Elektra“
Der Standard

Rache-Rausch ist keine Ü60-Party
„Die Gefahr als Dirigent in einen Klangrausch zu verfallen und die Kontrolle zu verlieren, ist bei Richard Strauss besonders groß.“ Die Sängerin der Elektra, Ausrine Stundyte, eröffnet den Blich in ungeahnte Tiefen. Franz Welser-Möst dirigiert die Neuproduktion Elektra in der Regie von Krzysztof Warlikowski. „Hugo von Hofmannsthal hat der griechischen Mythologie nichts hinzugefügt als die Psychoanalyse.“
DrehpunktKultur

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

ARENA DI VERONA: ANGEBLICH SIND AB HEUTE 3.500 ZUSCHAUER ZUGELASSEN

Probenfoto aus Verona

ZU INSTAGRAM MIT VIDEOS UND FOTOS

Angeblich dürfen heute 3.500 Besucher in die Arena – und das in der krisengeschüttelten Region. Bei uns wird man mit einer „Schachbrettsitzordnung“ konfrontiert.

Gut, ganz ungerecht will ich auch nicht sein, denn in die Arena dürfen zu Normalzeiten 15 000 Besucher. Anderseits wurde von Österreichs staatsgesponserten Medien vor nicht allzulanger Zeit die Befürchtung verbreitet, dass man in diesen Gegenden über Leichen stolpert. 

——

NEAPEL: Anna Pirozzi trug in Neapel ein Abendkleid von Daniela DE Souza.

Diese wiederum ist die Partnerin von Alexander Pereira

ZU INSTAGRAM

KLASSIK-FESTIVAL LECH AM ARLBERG (5. – 9. August)

Lech Classic Music Festival 2020 - Neue Kirche Lech

Nylund, Beczala, Cerny u.a. Leitung: Güttler

Restkarten für alle Veranstaltungen noch erhältlich

http://www.lech-classic-music-festival.com/

Klaus-Florian Vogt kritisiert Veranstalter in Corona-Krise
Startenor Klaus Florian Vogt hat die Haltung vieler Veranstalter gegenüber Künstlern in der Corona-Krise kritisiert. „Es ist frustrierend zu erleben, dass man einerseits – im Normalfall – als Lohengrin, Stolzing oder Tannhäuser eine Opernaufführung trägt. In der Krise hingegen muss man erfahren, dass man als Künstler gar nicht richtig dazu gehört“, sagte der freischaffende Sänger dem „Nordbayerischen Kurier“ (Freitag).
Donaukurier

Der Herr Vogt kommt relativ spät zu dieser Erkenntnis. Allerdings tragen „die Veranstalter“, soferne sie nicht staatlicherseits von jedem finanziellen Risiko entbunden sind (über das wird in ruhigeren Zeiten auch noch geredet werden müssen, denn „koste es, was es wolle“ darf stellvertend für die Steuerzahler nicht einmal der Finanzminister sagen – der eigentlich schon gar nicht) ,  durch finanzielles Risiko dazu bei, dass Herr Vogt Aufführungen „tragen“ kann! Herr Vogt kann im schhlimmsten Fall um seine Gage umfallen, private Veranstalter um ihre Existenz kommen.

SOMMERFESTIVAL KITTSEE: GUTER BESUCH BEI „WIENER BLUT“

Guter Besuch, volle Tribüne, passendes Wetter! Foto: Esther Hatzi

1. August (Sa) 20:00 Tickets
2. August (So) 20:00 Tickets

Esther Hatzi war fuhr mit Öffis nach Kittsee – und war angenehm überrascht:

„Ich wurde vom Bahnhof  von Mitarbeitern der Pension Hauswirth abgeholt und am nächsten Tag wieder zum Bahnhof gebracht
Die Pension Hauswirth ist ein historisches Gebäude aus 1724 und war ursprünglich die Postkutschenstelle für die gesamte Region“

BITTE VORMERKEN: SONNTAG NACH MIKULOV (von Wien aus ein „Katzensprung, gleich nach der Grenze)

Ich werde Sie morgen noch daran erinnern. Ich selbst halte in Wien die Stellung und reisse mir für die privaten Veranstalter den Hintern auf. Jeder muss wissen, wo er gebraucht wird – und wo er unnötig ist! Jetzt kommt es nämlich darauf an! Beweisen Sie unseren Kulturbanausen, dass es dem Publikum nicht egal ist, ob es ins Theater kann – und dass unsere Kulturveranstaltungen nicht lediglich eine Touristenabzocke sind!

DRESDEN/ Comödie im Schloss bzw HILDESHEIM/Theater für Niedersachsen: THE ADDAMS-FAMILY

Comödie im Schloss Dresden: Ensemble (Copyright Robert Jentzsch).

Zum Bericht von Albert Gier

Wien/ Ateliertheater
Corona zwingt Leiterinnen des Ateliertheaters zur Aufgabe
Aleksandra Andrejewna und Talita Simek führten das Haus seit 2018. Die Corona-Krise fordert ein erstes Opfer im Theaterbereich: Das Führungsteam des Wiener Ateliertheaters gibt auf. „Schweren Herzens müssen wir euch mitteilen, dass wir gezwungen sind, vom Ateliertheater Abschied zu nehmen“, verkündeten Aleksandra Andrejewna und Talita Simek via Facebook.
Wiener Zeitung

Das erste Theater ist also bereits kaputt. Bezeichnend für das Chaos, das auch die „Wunderstaatssekretärin nicht in den Griff bekommen kann (wie denn auch, es kommen immer neue Probleme dazu), ist folgende Aussage: „Vom reinen Idealismus kann man leider nicht leben“, konstatiert Simek im Gespräch mit der APA. Einzelne Künstlerinnen und Künstler hätten am Haus Projektförderungen bekommen, das Ateliertheater selbst aber nichts. „Wir selbst haben uns nichts ausbezahlt. Und so ist am Ende des Tages auch nichts übriggeblieben.“

Österreich: Hier Maske, dort nicht. Verfassungsjuristen halten Verordnung zur Maskenpflicht für rechtswidrig
Die Experten vermissen eine triftige sachliche Begründung für die Ungleichbehandlung von Geschäften
Der Standard

Na wird er sich halt wieder einmal entschuldigen, der Gesundheitsapostel.

Österreich/Coronavirus: Über 50-Jährige kaum noch von Infektionen betroffen
Die Mindestabstandsregel wurde gestrichen, der Minister appelliert aber an den Hausverstand – vor allem an den der Jungen: Sie sind derzeit am stärksten von Infektionen betroffen.
Kurier

Fußball Österreich

Ich habe gestern über kuriose Resultate in der letzten Runde einer Fußballmeisterschaft geschrieben. Nun 34:0 hat es gestern keines gegeben, aber die Resultate waren für eine zweithöchste Spielklasse gestern auch merkürdig: 9:0, bzw. 6:1,  das ist der Unterschied von mindestens 3 Leistungsstufen. Natürlich kann man sich eine Untersuchung sparen (und Austria Klagenfurt möge sich an den eigenen Spieler halten, der in der Vorwoche einen Elfmeter an die Latte geballert hat), aber im Profifußball darf es ganz einfach nicht sein, dass wichtige Spieler beim FAC, für den es um nichts mehr gegangen ist, vor dem letzten Spiel auf Urlaub fahren dürfen.  Das ist irregulär!

9:0 für Ried, 6:1 für Verfolger Austria Klagenfurt: Im extrem engen Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga gab am Freitagabend die heftigere Torlawine im Innviertel den Ausschlag. Bei Klagenfurt herrschte danach großer Ärger über die Leistung von Ried-Gegner FAC: „Neun ist bodenlos!“

Was soll ich mich ärgern, mit meiner Admira/Wacker muss ich mich genug und jedes Jahr ärgern. Wie es im Fußball läuft, weiß ich leider. Traurig genug, dass das sogar in der zweithöchsten Leistungsklasse möglich ist. Als ich gestern an dieser Stelle geschrieben habe, dass ein derartiger „Schub“ nicht zu erwarten ist, habe ich nicht damit gerechnet, dass ich mit zunehmendem Alter scheinbar wieder naiv werde. Gefährlich das!

Haben Sie einen schönen Tag

A.C.

 

 

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