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1. APRIL 2021 – Donnerstag

01.04.2021 | Tageskommentar

Trotz Lockdown: Musikalische Online-Auferstehung in der ALBERTINA

PASSION, ein vierzigminütiges Werk für Streichquartett, Klarinette und Tuba (beide Musiker sind Soloinstrumentalisten der Wiener Philharmoniker) vom Südtiroler Komponisten Gerd Hermann Ortler (lebt in Wien und unterrichtet an der Musikuniversität). Es ist eine instrumentale Passion bestehend aus 8 Teilen, die jeweils von einem Bild Gottfried Helnweins inspiriert sind.  

Da die Uraufführung bei einem Festival nun zweimal coronabedingt abgesagt werden musste, hat mich der Komponist nach Ideen gefragt. Und nun haben wir eine Kooperation mit der Albertina geleitet. Leider kann die Uraufführung nach wie vor nicht mit Publikum stattfinden, aber:

Die ganze Passion wurde im vergangenen Sommer hinter verschlossenen Türen in der Wiener Albertina des Nachts audiovisuell aufgenommen aufgezeichnet (noch nicht veröffentlicht). Und am Karfreitag wird die Albertina diese Aufnahme um 15.00 Uhr streamen.

Hier finden Sie drei sehr aussagekräftige Trailer:

https://youtu.be/QoVb320m45M

https://youtu.be/qfjFAHBJ68Q

https://youtu.be/fenSkxurdKc

Trotz Lockdown: Musikalische Online-Auferstehung in der ALBERTINA
Musik von Gerd Hermann Ortler zu den Werken von Gottfried Helnwein
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210331_OTS0077/trotz-lockdown

Oxford University
Geistesgrößen auf der Abschussliste

Die Oxford University will ihren Musiklehrplan durchlüften: Die Kaderschmiede möchte ihr Augenmerk verstärkt auf Jazz, Hip-Hop und „nicht-eurozentrische Themen“ richten, heißt es in einem Bericht des „Sunday Telegraph“. Als Bildungsbürger muss man deshalb nicht gleich in Schnappatmung verfallen. Jedenfalls vorerst nicht. Horizonterweiterung hat noch keinem geschadet. Zudem sollen die Änderungen vor allem Grundkurse betreffen; Ikonen der Klassik würden nicht verbannt.

Seltsam aber, was da alles im Argumentenköcher der Reformer steckt. Natürlich ist es würdig und recht, schwarzen Künstlern mehr Anerkennung zuzuführen. Bedenklich ist aber die Behauptung gewisser Professoren, die Lehrpläne würden zu viel Musik „weißer Komponisten aus der Ära der Sklaverei“ behandeln

Wiener Zeitung

HEUTE KEIN „PARSIFAL“ IN DER WIENER STAATSOPER

In der Vor-Corona-Zeit war „Parsifal“ am Gründonnerstag Tradition. Wie auch im Vorjahr ist das heuer nicht möglich. Der Streaming Dienst hat aber für heute keinen Parsifal angesetzt, wohl weil wir demnächst (voraussichtlich am 11.4. ) die Premiere einer Neuinszenierung durch den Kult-Regisseur (?) Kirill Serebrennikov ins Haus. Der soll nicht konkurrenziert werden. Also sehen wir heute den „Fliegenden Holländer, der mit Ostern so gar nichts zu tun hat!

Michael Volle als Holländer. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Donnerstag, 1. April 2021
, 19.00 Uhr
Richard Wagner
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (Vorstellung vom 11. September 2015)
Romantische Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Peter Schneider
Inszenierung: Christine Mielitz
Mit u.a.: Michael Volle, Hans-Peter König, Ricarda Merbeth, Herbert Lippert

Samstag, 3. April 2021, 19.00 Uhr – BALLETT
MAHLER, LIVE (Vorstellung vom 4. Dezember 2020)

Franz Liszt
LIVE
Choreographie: Hans van Manen
Mit: Olga Esina, Marcos Menha

Gustav Mahler
4
Choreographie: Martin Schläpfer
Musikalische Leitung: Axel Kober
Mit: Solistinnen und Solisten sowie Corps de ballet des Wiener Staatsballetts

Sonntag, 4. April 2021, 19.00 Uhr
Ludwig van Beethoven
FIDELIO (Vorstellung vom 14. Jänner 2016)
Oper in zwei Akten
Musikalische Leitung: Peter Schneider
Inszenierung: Otto Schenk
Mit u.a.: Klaus Florian Vogt, Anja Kampe, Evgeny Nikitin, Stephen Milling, Valentina Nafornita

Montag, 5. April 2021, 19.00 Uhr
Giacomo Puccini
LA BOHÈME (Vorstellung vom 29. März 2014)
Oper in vier Akten
Musikalische Leitung: Mikko Franck
Inszenierung: Franco Zeffirelli
Mit u.a.: Rámon Vargas, Maija Kovalevska, Alessio Arduini, Adrian Eröd, Ildikó Raimondi

Dienstag, 6. April 2021, 19.00 Uhr
Giuseppe Verdi
RIGOLETTO (Vorstellung vom 28. Jänner 2016)
Melodramma in drei Akten
Musikalische Leitung: Evelino Pidò
Inszenierung: Pierre Audi
Mit u.a.: Carlos Álvarez, Juan Diego Flórez, Olga Peretyatko, Ain Anger, Nadia Krasteva

Über den weitere Online-Spielplan informieren wir Sie zeitnah, nähere Informationen dazu auch laufend auf wiener-staatsoper.at.

Linzer Landestheater: 1600 virtuelle Besucher
Musical „The Wave“ ist mit 744 Aufrufen das bisher beliebteste Angebot.
https://www.nachrichten.at/kultur/landestheater-1600-virtuelle-besucher;art16,3376283

Ich kenne nicht die Zugriffszahlen der Wiener Staatsopern-Streams (die wurden auch in der Meyer-Ära geflissentlich verschwiegen), aber was Linz meldet, wäre besser geheim geblieben. Gut, das Haus ist ehrlich, aber so ehrlich muss man auch nicht sein

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 1. – 7. APRIL 2021

 

 

1.4. DIE ZARENBRAUT (aus London, Aufnahme v. 14.4.2011) BBC 3-15 Uhr
3.4. LE DAMNATION DE FAUST (aus Strassburg, Aufnahme v. 25.4.2019) Bayern 4- 19.05 Uhr
SIGURD (aus Erfurt, Aufnahme v. 30.1.23015) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DER DÄMON (aus Bordeaux, Aufnahme b. 29.1.2020) ORF Ö1-19.30 Uhr
LE COMTE ORY (aus New York, Aufnahme v. 5.2.2013) BBC 3-19.30 Uhr
PARSIFAL (aus Toulouse, Aufnahme v. 26.1.2020) RAI 3-19.40 Uhr
4.4. EZIO (aus Herne, Aufnahme v. 13.11.2009) WDR 3-20.04 Uhr

OPER FRANKFURT: „KARNEVAL DER TIERE“ IM STREAM

Copyright: Vincent Koenig

Im Rahmen des an jedem Freitag eines Monats stattfindenden digitalen Programms Oper Frankfurt zuhause wird ab

Freitag, dem 9. April 2021, um 19.30 Uhr

Der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns (1835-1921) über die Website der Oper (www.oper-frankfurt.de) bzw. deren Kanäle bei YouTube (www.youtube.com) und Facebook (www.facebook.com) abrufbar sein. Die Veranstaltung wurde vorab im Bockenheimer Depot aufgezeichnet und ist bis einschließlich 30. April 2021 online verfügbar.

Interview: Entmachtet die Intendanten!
Theatermanagement-Experte Thomas Schmidt über Defizite im Theaterbetrieb, neue Wege und Führungsmodelle.
Wiener Zeitung

TTT: Zum Interview „Theatermanagement-Experte“ Thomas Schmidt „Entmachtet die „Intendanten“!
Onlinemerker.com

Arbeitsatmosphäre beim Durchlauf (Szenen laufen n. Mglk. ohne Unterbrechung) einer Bühnenprobe. TTT sitzt in der Mitte mit dem großartigen Regisseur Kazimierz Dejmek. Am Mikro sitzt man bei der Klavierhaupt-, Haupt -, und Generalprobe – das sind ungefähr 8 % aller Proben. Regie kann nur miteinander, kommunikativ funktionieren. Sicher gibt es Ausnahmen.

Sie lesen ein Interview – und TTT äußert sich dazu. Es ist müßig zu behaupten, dass dies seine persönliche Meinung ist (immerhin hat er in der Branche gearbeitet) und sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken muss. Das gilt auch für jede Rezension, Mitarbeiter können bestätigen, dass ich in keine Grundaussage eingreife!

Sommereggers Klassikwelt 81: Max Emanuel Cencic – Hommage an einen unermüdlich Kreativen

Max Emanuel Cenčić. Foto: Lukasz Rajchert

Wenn man heute die beständig wachsende Barockmusik-Szene, speziell die der Barock-Oper näher betrachtet, so kommt man an einem Namen nicht vorbei: Max Emanuel Cencic.
Peter Sommeregger berichtet aus seiner Klassikwelt
Klassik-begeistert.de

Kranners Kellertheater öffnet – Petition Kunst und Kultur müssen wieder aufsperren dürfen

 Kranners Kellertheater öffnet –
Sensationelle Weltpremiere im 2. Wiener Gemeindebezirk

 

Pünktlich zum ersten April öffnet Kranners Kellertheater seine Pforten. Unter Einhaltung der absoluten Mindestdistanz gibt es noch eine einzige Karte für einen Zuschauer. Mitwirkende sind, außer Theaterleiter Kranner selbst, Puppen, „weil“, so Kranner: „Den Wurschtl kann kaner derschlog’n!“ Der Zutritt ist nur im Taucheranzug möglich.

Die Premierenkarte ist schon weg – den Zuschlag für diese einzige Eintrittskarte für eine Person aus einem anderen Haushalt erhielt nach zähem Kampf – das Krokodil.

Für alle anderen und alles andere gilt die seit dem 3. November 2020 für Kunst und Kultur angeordnete neue Normalität: Keinen Tag offen…

Beteiligen Sie sich an der Petition, mehr darüber in den „Infos des Tages“

SCHWETZINGER FESTSPIELE SAGEN  MAI-VERANSTALTUNGEN AB

 

So kurz vor Ostern und mit dem Einsetzen des wunderbaren Frühlingswetters müssen wir Ihnen nicht ganz so gute Nachrichten übermitteln. 

Bis vor wenigen Tagen waren wir noch hochmotiviert in der Vorbereitung der Festspielausgabe vom 30. April bis 29. Mai 2021, in der Hoffnung und Überzeugung, dass Veranstaltungen wieder möglich sein würden. 
Leider vergeblich: Die wieder rasant steigenden Infektionszahlen und die völlig unklaren Perspektiven und Bedingungen für die Wiederöffnung kultureller Veranstaltungen machen Festspiele derzeit unmöglich, sodass unsere Festspielleitung nach intensiver Beratung und Abstimmung mit den Gesellschaftern der Schwetzinger SWR Festspiele gGmbH entscheiden musste, die Veranstaltungen im Mai abzusagen. 

STAATSBALLETT BERLIN: Programm von Mauro Bigonzetti bis Sharon Eyal
Digitaler Spielplan ab 1. April

HALF LIFE Foto: Jubal Battisti

Berlin, 31. März 2021 — Trotz geschlossener Bühnen können Zuschauer*innen ab 01. April 2021 ein abwechslungsreiches Streaming-Programm des Staatsballetts Berlin erleben.

Das Staatsballett Berlin präsentiert ab dem kommenden Osterwochenende einen digitalen Spielplan mit Höhepunkten des Repertoires von klassisch bis zeitgenössisch. Das wechselnde Programm kann ein bis zwei Mal pro Woche für jeweils 24 Stunden als Video on demand über die Internetseite des Staatsballetts kostenfrei gestreamt werden. Jeweils vier Mal werden dadurch die Produktionen SCHWANENSEE von Patrice Bart, CARAVAGGIO von Mauro Bigonzetti, STRONG und HALF LIFE von Sharon Eyal sowie DISTANT MATTER von Anouk van Dijk zu sehen sein. Der digitale Spielplan wird auch im Falle einer Öffnung der Opernbühnen weitergeführt…

Im Detail lesen Sie in den Infos des Tages!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

 Erdogan treibt sein Kanal-Megaprojekt voran: Der türkische Präsident will parallel zum Bosporus einen Schifffahrtskanal bauen. Die Regierung erklärte, dass die Baupläne für den 45 Kilometer langen, 150 Meter breiten und 21 Meter tiefen Kanal bewilligt worden seien und nun die Phase der öffentlichen Anhörung beginne.
Zum Bericht

Saudiarabien mobilisiert Billionen für den Umbau der Wirtschaft: Kronprinz Mohammed bin Salman will Saudiarabien unabhängig vom Erdöl machen. Ein grosser Investitionsplan soll den Privatsektor stärken. Das gesamte Investitionsvolumen umfasst in den kommenden neun Jahren rund 3,2 Billionen Dollar.
Zum Bericht

Alexei Nawalny kündigt Hungerstreik an: Aus Protest gegen fehlende ärztliche Hilfe ist der inhaftierte Oppositionelle in einen Hungerstreik getreten. Nawalny leidet an schweren Rückenschmerzen, die in sein rechtes Bein ausstrahlen und dort zu Lähmungserscheinungen führen.
Zu den neusten Entwicklungen

Zitat Ende

Österreich
Gesamte Ostregion verlängert Lockdown bis 11. April
In Wien muss man dann auch am Karlsplatz, Schwedenplatz und Stephansplatz sowie zwischen den Museen und vor dem Museumsquartier FFP2-Maske tragen
Der Standard.at

An Herrn Bürgermeister Dr. Ludwig: Kommen Sie doch in die Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße. Heute um 10h waren dort Menschenmassen, mit meinen zwei Hunden kam es für mich kaum ein Durchkommen. Und die berühmten und in dieser Gegend stark vertretenen Redseligen sind redseliger als je zuvor. Eine Funkstreife durchzuschicken ist ein schlechter Witz. Die Leute gehen kurz auseinander, um dann das Einsatzfahrzeug mit dem Stinkefinger zu verabschieden!

Tut mir leid, aber auch Sie haben derzeit nichts im Griff!

Österreich
Chat-Protokolle: Kanzler Kurz „mit Vollgas“ gegen die Kirche
Die Kanzlerpartei nennt sich christlich. Eine gute Beziehung zur Kirche, vor allem zur katholischen, ist der ÖVP daher wichtig. Da hat sich auch nach der Umfärbung von Schwarz auf Türkis nichts geändert. Kritik jedoch will sie nicht akzeptieren, auch wenn sie von der Bischofskonferenz kommt. Als die Bischöfe aber die Asyl-Politik des Kabinetts Sebastian Kurz I kritisiert haben, sollten der katholischen Kirche ihre Grenzen aufgezeigt werden.
https://www.tt.com/artikel/17995746/chat-protokolle-kanzler-kurz-mit-vollgas-gegen-die-kirche

Die „Kirchenverliebten“ werden auch bereits nachdenklich!

Österreichs Fußballteam läuft gegen Dänemark in ein Debakel
https://sport.orf.at/stories/3075244

Was soll man dazu sagen? Alaba schafft es, dass nun sogar der „zweite Teamchef unter ihm“ angezählt ist. Welche Sportart der angebliche Superstar, der sich maßlos überschätzt, gestern gespielt hat, weiß ich nicht. Fußball war es jedenfalls nicht! Er spielt, was er will – und das geht nicht einmal in der Unterklasse.

Angeblich soll er zwischen vier Arbeitgebern wählen können. Denen sei gesagt: Nehmt den nicht, der soll im Park spielen. Dort kann er vielleicht auf jener Position spielen, auf der er spielen will – aber nicht wirklich spielen kann!

Aber, geteiltes Leid ist halbes Leid. Deutschland hat sich gestern gegen Nordmazedonien unsterblich blamiert

Nordmazedonien schockt Deutschlands Fußballteam mit Auswärtssieg
https://www.nachrichten.at/sport/fussball/fussball-international/nordmazedonien-schockte

Nordmazedonien blamiert Deutschland
https://sport.orf.at/stories/3075245/

Zur Illustration: In Nordmazedonien leben unwesentlich mehr als 2 Millionen Menschen (2,077 Millionen), das ist vergleichbar mit Wien. In Deutschland sind es 82 Millionen. Auf dem Fußballfeld dürfen aber nur 11 gegen 11 spielen – eine Form der Gerechtigkeit.  Die aus 2 Millionen ausgesuchten elf Kicker haben gegen die aus 82 Millionen erkorenen sogar in Deutschland mit 2:1 gewonnen. Tabellenführer in der Deutschland-Gruppe ist übrigens Armenien (3:2 gegen Rumänien). In Armenien leben immerhin fast 3 Millionen, darunter eine Handvoll brauchbarer Kicker – und diese haben derzeit andere Sorgen!

Was ist los in unseren Breiten?

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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